Das ZIM-Kooperationsprojekt „KOSTBAR“ zielt darauf ab, Fliesen nachhaltig zu produzieren. Dazu wird ein neuer strombetriebener Gegenlauf-Rollenofen entwickelt, der mit recycelten Materialien arbeitet.
Das Innovationsprojekt „KOSTBAR“ zielt darauf ab, Fliesen nachhaltig zu produzieren. Dazu wird ein neuer strombetriebener Gegenlauf-Rollenofen entwickelt, der mit recycelten Materialien arbeitet und Energie spart. Die Kooperationspartner:innen Shards GmbH, Thermo-Star GmbH und das Forschungsinstitut für Glas – Keramik GmbH (FGK) werden bei der Umsetzung des Projekts durch eine Gesamtförderung von rund 693.000 Euro aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt.
Keramikindustrie auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit
Die Fliesenproduktion steht vor großen Herausforderungen. Traditionell ist dieser Prozess sehr energieintensiv und verbraucht große Mengen mineralischer Rohstoffe. Gleichzeitig entstehen erhebliche Emissionen. Angesichts wachsender gesetzlicher und gesellschaftlicher Anforderungen an Umweltfreundlichkeit und Ressourceneffizienz ist eine nachhaltige Umgestaltung der Produktionsprozesse dringend erforderlich. Kreislaufwirtschaft bietet großes Potenzial: Sekundärrohstoffe und innovative Technologien ermöglichen Einsparungen von Energie und Primärrohstoffen und eröffnen neue Wege für eine umweltfreundliche Keramikproduktion.
Die geht mit gutem Beispiel voran. Durch die Entwicklung einer nachhaltigen Fliese aus Bauschutt werden bereits verwendete Materialien wiederverwertet. Dies spart Ressourcen und Energie und fördert somit das nachhaltige Bauen. Derzeit erfolgt die Produktion jedoch noch diskontinuierlich und manufakturartig, was der hohen Nachfrage nach diesem revolutionären Produkt nicht gerecht wird.
Technologischer Fortschritt durch Gegenlauf-Rollenofen
Die Serienfertigung von 100 % nachhaltigen Fliesen erfordert eine technische Neuentwicklung. Dabei setzt das Projektteam auf strombasierte Schnellbrand-Prozesse in einem Gegenlauf-Rollenofen. Dieser Ofen nutzt gegenläufige Produktströme als Wärmetauscher und ermöglicht eine kontinuierliche Bestückung. Die Technologie minimiert Energieverluste, steigert die Flexibilität und erlaubt eine wirtschaftliche Umrüstung bestehender gasbetriebener Anlagen. Durch die Kombination von Kreislaufwirtschaft und innovativer Technologie werden Umwelt und Ressourcen geschont, während die Effizienz der Produktionsprozesse erheblich steigt. Die Bauwirtschaft kann so auf eine nachhaltigere Produktion setzen.
Das Forschungsinstitut für Glas – Keramik GmbH (FGK) ist verantwortlich für die Entwicklung stabiler Ausgangsmassen für optimale Brenneigenschaften und Produktqualität. Der Thermo-Star GmbH obliegt insbesondere die Entwicklung eines Gegenlauf-Rollenofens als Demonstrator. Die Shards GmbH ist mit der Integration des Demonstrators in eine kontinuierlich betreibbare Pilotanlage inkl. Prozesssteuerung sowie der Entwicklung und Implementierung eines Energiesparkonzepts betraut.
Die Idee zum Projekt „KOSTBAR“ ist im Rahmen des Innovationsnetzwerks SAMBA – Nachhaltiges Sanieren mit innovativen Materialien und effizienten Bauweisen entstanden, das über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert wird. Im Zuge der Mitgliedschaft werden die Partner:innen aktiv bei der Realisierung von F&E-Projekten sowie der Sicherstellung der Finanzierung unterstützt. Betreut wird SAMBA von der IWS GmbH, die auch das Antragsmanagement der Kooperationsprojekte übernimmt und die Mitglieder intensiv bei der Entwicklung neuer Technologien begleitet.
_Weitere Informationen finden Sie unter __www.samba-zim.de_
Projektpartner:innen KOSTBAR:
Shards GmbH | Sassenberg
Forschungsinstitut für Glas – Keramik GmbH (FGK) | Höhr-Grenzhausen
Thermo-Star GmbH | Aachen
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Herr Patrick Zessin
Deichstraße 29
20459 Hamburg
Deutschland
fon ..: +49 40 3600 663-0
fax ..: +49 40 3600 663-20
web ..: https://www.iws-nord.de/
email : mail@iws-nord.de
Die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen ist der Schlüsselfaktor für Wachstum und Beschäftigung. Viele dieser Unternehmen sind Weltmarktführer mit Hightech-Produkten in bestimmten Marktnischen oder in Zulieferketten für große Unternehmen. IWS steht für den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Industrie und Spitzenforschung und agiert branchenübergreifend dort, wo Innovation entsteht. Wir arbeiten in mehreren Technologienetzwerken mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, die den Nukleus für die gemeinschaftliche Entwicklung hochinnovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen darstellen. Wir machen Ihre innovativen Ideen marktfähig!
Pressekontakt:
IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Herr Patrick Zessin
Deichstraße 29
20459 Hamburg
fon ..: +49 40 3600 663-0
email : mail@iws-nord.de
In Hinblick auf die wachsende gesetzliche Verpflichtung zur Reportage über Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) handeln Unternehmen insofern, dass ihre Geschäftsmodelle sowohl ökologisch, sozial, als auch ökonomisch nachhaltig geplant werden.
Im Rahmen ihrer Durchführbarkeitsstudie „ECOBURN“ konzentriert sich die Shards GmbH auf die Erprobung verschiedener Glas-Sekundärrohstoffe und die Konzeptionierung einer kontinuierlichen, strombetriebenen Serienfertigung nachhaltiger Fliesen. Als Ausgangsmaterialien sollen industrielle Glasabfälle untersucht werden, die derzeit nicht recycelbar sind, wie beispielsweise Schleifschlämme oder Glasrückstände aus Schmelzwannen. Die Shards GmbH wird für die Umsetzung des Projekts „ECOBURN“ durch eine Förderung von 70.000 Euro aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt.
Der aktuelle wirtschaftspolitisch-gesellschaftliche Diskurs wird vor allem von einem Thema getrieben. Der Klimawandel gilt als das herausragende Thema des 21. Jahrhunderts und hat vielfältige Auswirkungen auf Ökologie, Ökonomie und das allgemeine Zusammenleben. Die durch den Menschen verursachten Treibhausgasemissionen sind Hauptursache für den deutlichen und rasanten Temperaturanstieg. Bereits jetzt sind die Folgen in allen Teilen der Welt deutlich spürbar – Tendenz steigend. Für die Volkswirtschaften und Gesellschaften sind demnach schwerwiegende Folgen zu erwarten, sollte die globale Erwärmung nicht zügig reguliert werden können.
Zertifiziert von der bvse-Entsorgergemeinschaft (Bonn): Die mit Leipfinger-Bader kooperierende Ziegel Recycling Bayern GmbH gilt jetzt offiziell als „Entsorgungsfachbetrieb“. Ausgezeichnet wird mit dem Zertifikat vor allem die innovative Recyclinganlage am Standort Mainburg-Puttenhausen (Landkreis Kelheim), die seit September bundesweit einmalig einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für Mauerziegel gewährleistet. Die Anlage darf ab sofort auch sortenreines Ziegelmaterial aufbereiten, das von Fremdanbietern stammt. Damit der hierfür benötigte Ziegelbruch einfach und logistisch nachhaltig transportiert werden kann, bietet Leipfinger-Bader in Zusammenarbeit mit der Ziegel Recycling Bayern GmbH ein Rücknahmesystem an: Mittels sogenannter „Big Bags“ kann das Material fachgerecht verpackt und von Baustellen abtransportiert werden. „Bis jetzt haben wir mit unserer Anlage alle hauseigenen Baustoffe aufbereitet. Jetzt kommen die unverfüllten Ziegel anderer Hersteller hinzu. Als weiteren Schritt prüfen wir noch die Annahme und das Recycling von dämmstoffgefüllten Mauerziegeln externer Anbieter“, erläutert LB-Firmenchef Thomas Bader. Weitere Informationen zum nachhaltigen Baustoff-Recycling der Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader erhalten interessierte Bauherren und Profis per Telefon (08762-7330), E-Mail (info@leipfinger-bader.de) oder online unter 
Pressemitteilung einstellen