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Nach dem Krebs zurück ins Leben: Subtle Body Balance nach der Göthert-Methode unterstützt die Rekonvaleszenz

Die Aktivierung des Feinstoffkörpers kann nach einer Krebsbehandlung das vegetative Nervensystem stärken, Selbstheilung fördern, Schmerzen lindern & neue Lebensqualität ermöglichen. Ein Fallbeispiel.

BildEine Krebsdiagnose ist immer ein großer Schock, die Behandlung für die Patienten oft schwer zu verkraften. Auch nach überstandener Krankheit oder einer Operation ist vieles nicht mehr, wie es vorher war. Etwas ist aus dem Gleichgewicht geraten, der Heilungsprozess kann sehr langwierig sein. Nicht selten bleiben Schmerzen und Einschränkungen bestehen, der Kräftehaushalt und die Psyche eines Menschen können aus der Balance geraten sein. Ein neuartiger Ansatz, der den feinstofflichen Körper des Menschen in den Genesungsprozess mit einbezieht, kann hier helfen.

Der Feinstoffkörper umgibt und durchdringt den physischen Körper solange das Leben besteht. Er ist im gesunden Zustand etwa 15 Zentimeter vom Körper entfernt mit der Hand ertastbar. Seine Aufgabe ist es, unsere Lebensenergie zu erhalten und die physische Materie unseres Körpers zu beleben. Dieses feinstoffliche „Lebensfeld“ ist vermutlich der Faktor, der uns als lebendige Wesen von unbelebter Materie unterscheidet.

Auch der Feinstoffkörper leidet

Doch durch gesundheitliche Krisen und zehrende körperliche Behandlungen wie einer Chemotherapie wird der Feinstoffkörper oft in Mitleidenschaft gezogen. Es ist daher wichtig zu wissen, wie man ihn wieder funktionsfähig machen kann. Mit Subtle Body Balance (SBB) nach der Göthert-Methode, eine aus jahrzehntelanger Forschung und Praxis entwickelte Anwendung, kann dieser Feinstoffkörper aktiviert und seine heilsame Kraft zur Wirkung gebracht werden. Den Feinstoffkörper in den Genesungsprozess mit einzubeziehen kann das Wohlbefinden der Patienten steigern, Schmerzen reduzieren, das vegetative Nervensystem stärken, Selbstheilungskräfte unterstützen und so den Wiedereinstieg in ein aktives Leben beschleunigen.

Wie wichtig ein natürliches Gleichgewicht ist, wird uns meist erst bewusst, wenn die Unordnung mit all ihren spürbaren Folgen eingetreten ist. Doch woher kommt dieses Gleichgewicht, diese innere Balance, die unseren Körper bei Gesundheit und Kräften hält und für Resilienz und Zuversicht sorgt? Tatsächlich gibt es mit dem feinstofflichen Körper einen Teil von uns, der dieses Gleichgewicht aufrechterhalten will. Es ist, als trüge er den Idealzustand körperlicher und innerer Gesundheit als Information in sich und sei bestrebt, diesen wieder herzustellen. Messungen der Herzratenvariabilität konnten sogar nachweisen, dass der Feinstoffkörper direkt mit unserem vegetativen Nervensystem in Verbindung steht. Deshalb kann er für die Lebensstilmedizin und in der Rekonvaleszenz eine entscheidende Rolle spielen.

Fallbeispiel: Sabine, Brustkrebspatientin

Das dokumentierte Beispiel von Sabine zeigt, wie sehr eine Krebserkrankung das körperliche und seelische Gleichgewicht aus dem Lot bringen kann. Nach der Diagnose Brustkrebs musste sie ihre jahrzehntelang geführte Praxis als Heilpraktikerin aufgeben – mit Ende 50. Es folgte eine Operation, dann Chemotherapie, schließlich eine weitere Operation, weil noch nicht alles entfernt war. Inzwischen hat Sabine die Krankheit, zumindest medizinisch gesehen, besiegt. Doch der Weg zurück ins aktive Leben fällt ihr nicht leicht. Ein Jahr nach Abschluss ihrer Krebstherapie kommt sie in meine Praxis und schildert ihren Alltag.

Von der Arbeitsagentur bekommt sie Praktika und Fortbildungen vermittelt – sie möchte sich zur Bürokauffrau umschulen. Eine bleierne Müdigkeit macht ihr die Arbeit schwer. Immer wieder schläft sie am PC ein, oft gerade dann, wenn sie sich am meisten konzentrieren möchte. Ab 12 Uhr ginge es steil bergab mit ihrer Kraft, abends hätte sie manchmal einen Filmriss und vergäße am nächsten Tag, was genau sie getan hätte und wo ihre Sachen liegen. Trotz der Müdigkeit braucht sie eine gefühlte Ewigkeit, bis sie in den Schlaf kommt. Nachts wacht sie mehrfach auf und liegt dann lange wach – auch, so wie sie erzählt, weil um die Zeit die Schmerzen noch stärker auftreten als am Tag.

Durch die Operationen und Behandlungen sind ihre Nerven geschädigt. An Füßen, Händen, Beinen, Schultern und im Kopfbereich spürt sie dauerhafte Schmerzen, ebenso an den Narben, die sich anfühlen, als führe eine heiße Nadel über die Stellen. Ihren linken Arm kann Sabine seit der Brust-OP nicht hochheben.

Der Feinstoffkörper – ein vergessenes Wunderwerk

Von der Göthert-Methode erhofft sie sich Besserung und nimmt als Probandin an der Studie zur Wirkungsmessung von Subtle Body Balance-Anwendungen teil. Dabei werden über einen Zeitraum von drei Monaten regelmäßige 24-Stunden-Herzratenvariabilitätsmessungen durchgeführt, die Sabines Gesundheitszustand erheben. Zudem werden ausführliche Gespräche protokolliert, um mehr über mögliche Veränderungen ihres Befindens zu erfahren. Sabine bekommt während dieser Zeit sechs Subtle-Body-Balance-Anwendungen durch eine nach der Göthert-Methode ausgebildete Therapeutin und lernt Übungen für den täglichen Gebrauch. Die Maßnahmen werden ausschließlich im feinstofflichen Körper vorgenommen. So kann erhoben werden, wie sich dieser weitgehend vergessene Teil des Menschen auf den Genesungsprozess auswirkt.

Ronald Göthert erforscht den feinstofflichen Körper seit drei Jahrzehnten und entwickelt Methoden zur feinstofflichen Gesundheit. Es ist immer wieder faszinierend, was dieses Wunderwerk imstande ist zu bewirken, wenn es wieder in seine eigentliche Funktionalität und Schaffenskraft kommt. Das kann sich auf unterschiedliche Bereiche positiv auswirken, wie das Fallbeispiel von Sabine zeigen wird. Der Feinstoffkörper kann nachweislich unter anderem folgende Gesundheitsbereiche beeinflussen:

* Regulation des vegetativen Nervensystems
* Herzfrequenz
* Schmerzwahrnehmung
* Selbstheilung
* inneres Wohlbefinden/psychischer Zustand
* Konzentration, geistige Präsenz
* Beweglichkeit des Körpers
* Entspannung der Muskulatur
* Atmung
* Schlafqualität
* Immunsystem
* Durchblutung, Blutdruck, Temperaturregulation

Ein Aspekt hat sich über die Jahre als therapeutisch besonders wirksam herauskristallisiert: dass der Mensch ein Bewusstsein von seinem Feinstoffkörper bekommt. Aus dieser Erfahrung heraus wurde Subtle Body Balance entwickelt. Therapeuten können die Anwendung in kurzer Zeit erlernen und in verschiedene andere Therapieformen integrieren.

Mit Subtle Body Balance den Feinstoffkörper aktivieren

Die Anwendung zielt darauf, den körpernahen Feinstoffkörper „einzuschalten“ – sprich: ihn als gesamtes zu aktivieren und wieder funktionstüchtig zu machen. Die Herangehensweise könnte kaum schlichter sein, da es tatsächlich nichts weiter braucht, als den Menschen seinen Feinstoffkörper bewusst erleben zu lassen. Nicht als abstrakte Vorstellung, sondern als haptische Erfahrung – ebenso wie wir auch unseren physischen Körper spüren und berühren können.

So beginnt die Anwendung mit einer Anleitung, den eigenen Feinstoffkörper mit der Hand zu ertasten. Den meisten Menschen gelingt das bereits beim ersten Termin. Allein diese simple Berührung ihres Feinstoffkörpers mit der Hand ca. 15 cm. vor der Brustmitte, bringt bereits spürbare und messbare Effekte. Es ist eine wohltuende Zuwendung und Selbstfürsorge, die wir nicht gelernt haben – obwohl sie so einfach ist. Es folgen weitere Anleitungen, wie der Feinstoffkörper unterstützt werden kann. Nach nur drei Terminen können diese Übungen bereits selbstständig zuhause durchgeführt werden.

Subtle Body Balance beinhaltet außerdem eine 20-minütige Anwendung auf der Liege. Dabei tastet der Therapeut den Feinstoffkörper der Person von Kopf bis Fuß ab, ohne dabei den physischen Körper zu berühren. Was dabei geschieht kann als „passive Aktivierung“ bezeichnet werden, eine „Frequenz-Arbeit“: Sein bewusster und aktiver Feinstoffkörper sendet ein Signal, das den Feinstoffkörper des Patienten ähnlich einer Stimmgabel zum Mitschwingen bringt. Durch dieses Mitschwingen kommt der Feinstoffkörper in eine gesunde Aktivität. Dabei findet keine bewusste Intervention statt, wie bei der Energiearbeit. Es braucht einzig die Interaktion zweier Feinstoffkörper, um dessen heilsame Kräfte zu entfalten. Die dadurch entstehende Wirkung verblüfft selbst Menschen, die schon Erfahrung mit dem Feinstofflichen haben.

Auch für Profis eine neue Erfahrung

Die erfahrene Heilpraktikerin Sabine etwa meint beim Einführungsgespräch, sie kenne das Feinstoffliche schon gut durch ihre Arbeit mit Kinesiologie und diversen Energietechniken. Doch nach der Erfahrung mit SBB stellt sie fest, dass die Göthert-Methode doch ein ganz anderer Ansatz sei. Sie habe nicht gewusst, dass man seinen Feinstoffkörper so genau spüren könne und dass das so gut tue. Auch wenn der Körper nirgends physisch berührt worden sei, habe sie genau gemerkt, wo die Hand der Therapeutin sich befinde, begleitet von einem intensiven Strömen. Anders als bei der Energiearbeit werde nicht auf sie eingewirkt, sondern sie spüre, wie etwas aus ihr heraus in Gang komme und arbeite.

Ergebnis der HRV-Messungen

Dies bestätigen auch die HRV-Messungen bei Sabine: Wie bei fast allen Probanden der Studie kann bei ihr eine positive Reaktion im vegetativen Nervensystem gemessen werden, sobald der Feinstoffkörper berührt wird – ob von der eigenen Hand oder von der Hand des Therapeuten. Ihr Vagusnerv wird sofort aktiviert: Der Messwert (PNN50) liegt bis zu 600 Prozent über dem Tagesdurchschnitt. SBB regt demnach die Autoregulation und Selbstheilungskräfte stark an, wovon Sabine besonders profitiert, da ihr Vagusnerv vorher kaum aktiv war. Eine typische Begleiterscheinung schwerer Krankheitsprozesse, die den Vagusnerv in seiner Funktion stören – ausgerechnet dann, wenn der Körper die Selbstheilungskräfte am meisten brauchen würde.

Neben der parasympathischen Aktivierung, die die Regeneration fördert, erhöhen sich bei Sabine auch die Werte, die mit geistiger und körperlicher Leistungsbereitschaft in Verbindung gebracht werden – genau das, was ihr am Tag so oft gefehlt hat. Gleichzeitig schlägt ihr Herz während den SBB-Anwendungen noch langsamer als im Tiefschlaf, zeigt also keinerlei Anzeichen für Stress.

Das Gesamtsystem wird gestärkt

Ihr vegetatives Nervensystem, das die Gesundheitsprozesse im Körper steuert, kommt eine Zeit lang in einen Idealzustand, der nach jeder Anwendung länger anhält. Dieser Effekt wurde von Dr. Alfred Lohninger, einem renommierten HRV-Experten, der die Studie begleitete, als ein „Training für das vegetative Nervensystem“! beschrieben: Die Aktivierung des Gesamtsystems erfolgt von Mal zu Mal in gesteigerter Form. Nach der fünften Anwendung erreicht Sabines Total Power punktuell einen Wert von 11.650 msec2, der sonst eher bei Spitzensportlern zu beobachten ist. Angesichts ihrer Vorgeschichte ein erstaunliches Ergebnis!

Die hohe Herzratenvariabilität ist laut Dr. Lohninger ein Zeichen dafür, dass Reparaturmaßnahmen im Körper stattfinden und auch die Körperrhythmen wieder in eine Kohärenz und Ordnung kommen – sprich: in das Gleichgewicht, das wir so dringend brauchen. Der Feinstoffkörper scheint in der Lage zu sein, diese Balance im Körper wiederherzustellen und damit die Grundlage für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Die Wirkung der feinstofflichen Therapie ist zudem nachhaltig: Zeigten die HRV-Messungen vor den SBB-Anwendungen, dass ihr Körper sich nachts schlecht regenerierte und tagsüber viele Leistungseinbrüche hatte, verbesserte sich das Gesamtbild der HRV deutlich im Verlauf der Anwendungen. So konnte sich Sabines durchschnittliche Total Power von den Vormessungen zu den Nachmessungen drei Monate später verdoppeln.

Ein deutlicher Aufschwung

Sabine selbst beschreibt den Effekt noch anschaulicher: „Ich fühle mich seit den Anwendungen mehr in meiner Mitte, wie ein ausgeglichener Karatekämpfer, der in sich ruht und agieren kann. Es ist ein Gefühl von Sicherheit, von Kraft und Geerdet-sein. Es gibt mir wieder Vertrauen, in mich und das Universum. Ich zerbreche mir nicht mehr den Kopf, wie es weitergehen soll, sondern schaue entspannt nach vorne. Ich bin aktiver geworden, die Dinge gehen mir leichter von der Hand. Und ich singe wieder, was ich durch die Krankheit lange nicht konnte.“

Wachheit und Konzentration
Sabine führt ihre SBB-Übungen seit der dritten Anwendung selbstständig durch. Sie merkt, wie es ihr danach besser geht. „Nach dem Ertasten des Feinstoffkörpers hebt sich meine Stimmung, ich bin nicht mehr so schläfrig und weniger beeinflusst von meiner Umgebung. Wenn ich mittags müde werde und mich dann kurz für 10 Minuten meinem Feinstoffkörper zuwende, kehre ich schnell zu meiner Konzentration zurück – und fühle mich sogar noch wacher im Kopf, als wenn ich Kaffee getrunken hätte.“

Schlaf
Nachts findet Sabine nun Erholung: „Nach der dritten Anwendung habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit durchschlafen können – acht Stunden am Stück. Die Schlafqualität war auch viel besser als sonst. Am Morgen fühlte ich mich ausgeruht. Seitdem schlafe ich tiefer und relativ gut durch. Wenn ich nachts mal wach werde und dann den Feinstoffkörper ertaste, schlafe ich schneller wieder ein. So bin ich am Tag fitter und aufnahmefähiger als vorher.“

Schmerzen
Wie Sabine berichtet, sind ihre einst dauerhaften Schmerzen in allen Bereichen deutlich zurückgegangen – auf längere Zeiten verschwinden sie sogar ganz. Mit den Übungen kann sie gut gegen die Schmerzen vorgehen: „Die Beschwerden an den Narben kommen seltener, meist nachts. Dann ertaste ich meinen Feinstoffkörper und die Missempfindungen werden weniger, so dass ich keine Tabletten brauche.“

Beweglichkeit und Kraft
Bereits nach der ersten Anwendung kann sie zu ihrer eigenen Überraschung den linken Arm zum ersten Mal seit den Operationen heben. Ab diesem Zeitpunkt sei der Arm wieder beweglicher und nutzbar.

Sie habe den Eindruck, dass sich die feinstoffliche Arbeit auf die gesamte Muskulatur auswirke. Der Körper fühle sich lebendiger an. Sie friere nicht mehr so schnell. Ihr Körper schicke sie nicht mehr auf der Suche nach Kohlenhydraten für einen schnellen Energieschub an den Kühlschrank. Aus ihrer inneren Mitte würde sie jetzt die Kraft schöpfen. Auch ihr Immunsystem sei gestärkt: Wo sie sich sonst sofort anstecken würde, hätte sie diesmal die Erkältung ihres Mannes nicht bekommen.

„Es geht mir insgesamt viel besser. Ich habe mehr Energie. Leute sagen zu mir: Du siehst besser aus, hast eine gesündere Ausstrahlung.“

Bei der sechsten Anwendung wirkt sie aufrecht, wach und präsent und spricht kein Wort mehr über Müdigkeit, Frieren oder Schmerzen. Sie erzählt von einem guten ersten Tag bei einer neuen Stelle. Sie ist wieder im aktiven Leben angekommen.

Fazit:

Die Göthert-Methode ist geeignet, um Menschen durch schwere Krankheiten oder Operationen zu begleiten. Auch die Nachwirkungen von belastenden Therapien lassen sich mit Subtle Body Balance Anwendungen unterstützend behandeln. Sie aktivieren die heilsame Kraft des feinstofflichen Körpers. Wie die Studie nachweisen konnte, finden die Patienten in ihr Gleichgewicht zurück und entwickeln neue Lebensenergie und Selbstheilungskräfte. Sie werden wieder ganz „sie selbst“.

erschienen in Der Heilpraktiker 4/2025, Update 6/2025

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

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Über Ronald Göthert
Ronald Göthert, Autor und Entwickler der Göthert-Methode, ist ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der feinstofflichen Gesundheit. Seine bahnbrechenden Forschungen, sein fundiertes Wissen und seine 25-jährige Praxistätigkeit bilden die Grundlage für Seminare, Feinstofftherapien und die Ausbildungen zum Subtle Body Balance-Coach sowie zum Subtle Body Balance-Practitioner für Therapeut:innen.

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Resistent gegen Stress und Erschöpfung mit der Göthert-Methode

Der Feinstoffkörper wird bislang von der westlichen Medizin kaum berücksichtigt. Jetzt zeigt er sich als Schlüssel zur Resilienz und zum vegetativen Nervensystem.

BildVielen Menschen mangelt es heute an Energie und Resilienz. Mit den feinstofflichen Anwendungen der Göthert-Methode lässt sich eine Widerstandsfähigkeit gegen die Alltagsbelastung und ihre körperlichen Folgen entwickeln. Die Anwendung sowie die Übungen für den Patienten stoppen den Energieverlust und reduzieren Stress und Erschöpfung – Therapeuten und Patienten bestätigen den Effekt.

Zu keiner anderen Zeit waren Menschen so immensem Zeitdruck und großer Informationsflut ausgesetzt wie heute. Zwar steht die westliche Welt in der Volksgesundheit so gut da wie nie zuvor. Doch unsere Lebensführung fordert ihren Tribut: Viele Menschen leiden unter innerer Unruhe, Stress und Erschöpfung. Sie haben das Gefühl, für nichts ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit zu haben. Bleierne Müdigkeit und Dünnhäutigkeit dominieren ihren Alltag. Angesichts dieser Entwicklung ist die Frage, ob dem Menschen nicht etwas fehlt, um ein kraftvolles Leben führen zu können, anstatt sich die meiste Zeit gerade so über Wasser zu halten.

Die Lösung liegt nach unserer Forschung in der Rückbesinnung auf eine fast vergessene Realität: den Feinstoffkörper. In ihm findet das Erleben von Stress und Erschöpfung statt – und dort sind auch Ursache und nachhaltige Abhilfe zu finden. Denn im Feinstoffkörper liegt die Quelle unserer Lebensenergie, zu der wir den Zugang wieder finden können.

Altes Wissen, neu erforscht

Derzeit wird der Feinstoffkörper in der westlichen Medizin jedoch kaum berücksichtigt. Dabei ist bereits seit Jahrtausenden bekannt, dass der physische Körper von feineren Schichten durchdrungen und umgeben ist. Diese feinstofflichen Schichten sind nicht nur energetischer, sondern auch substanzieller Natur. Zwar ist der Feinstoffkörper erst anfänglich von der Wissenschaft erforscht und erfasst, doch es gibt erste Ansätze in der Quantenphysik. Vor allem aber ist es heute bereits möglich, das Feinstoffliche auch ohne Messgeräte zu erforschen, weil es mit den Sinnen objektiv wahrnehmbar und untersuchbar ist – wenn man weiß, wie dabei vorzugehen ist. Die feinstoffliche Wahrnehmung kann so trainiert und verfeinert werden, dass mehrere Therapeuten bei der Untersuchung des Feinstoffkörpers eines Patienten zum gleichen Ergebnis kommen, was den Gesamtzustand angeht.

(Abb.1) Die Abbildung zeigt den Menschen mit seinen feinstofflichen Schichten in zwei Zuständen: rechts der Idealzustand von feinstofflicher Gesundheit und innerer Ordnung, links der Zustand, in dem Menschen sich befinden, die aus der Balance geraten sind. Der körpernahe Feinstoffkörper (grün im Bild), in anderen Terminologien als Ätherleib, Vitalkörper, oder in der Yoga-Lehre als Pranamaya Kosha bekannt, durchdringt und umgibt in einem gesunden Zustand den physischen Körper bis in etwa handbreit (ca.15 cm). Diese Schicht ist fest mit dem physischen Körper verbunden und versorgt ihn mit der notwendigen Energie, um ein aktives Leben nach den eigenen Vorstellungen zu führen.

Da die meisten Menschen ihren Feinstoffkörper nicht bewusst wahrnehmen, mangelt es diesem jedoch meist an Pflege und er befindet sich in einem inaktiven, zusammengezogenen Zustand. Durch belastete Nahrung, Krankheit, Operationen oder zehrende körperliche Behandlungen wie z.B. eine Krebstherapie wird der Feinstoffkörper zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen. So kann er seiner Aufgabe nur unzureichend nachkommen, den Menschen vor schädlichen äußeren Einflüssen zu schützen. Ein geschulter Therapeut wird beim Patienten dann feststellen, dass der Feinstoffkörper Verletzungen aufweist, und dass nur wenig, ungeordnete oder stockende Bewegung der Energie wahrzunehmen ist oder auch Verhärtungen und kalte bzw. erhitzte pulsierende Stellen.

Innerer Hunger führt zu Energieraub

In dieser Versehrtheit erlebt sich der Mensch dann wie eingangs beschrieben: Er fühlt sich angespannt, gestresst, erschöpft und erleidet einen undefinierbaren Mangel – wie ein „innerer Hunger“, der in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist. Aus diesem Mangelzustand heraus entwickeln viele Menschen störende Verhaltensweisen, mit denen sie versuchen, ihre mangelnde Lebensenergie über den Energiehaushalt der Mitmenschen zu kompensieren. Sie begehen „Energieraub“ – sei es z.B. durch Rechthaberei, Streitlust, Profilierungsdrang oder Jammern. Aus diesem kräfteraubenden Verhalten können wir nur heraustreten, indem wir uns um unsere feinstoffliche Gesundheit kümmern. Mit ihr haben wir einen natürlichen Schutz vor Energieraub und benötigen auch nicht mehr die Energie unserer Mitmenschen.

Mithilfe der Göthert-Methode konnte gezeigt werden, dass durch gezielte Aufmerksamkeit sowie durch feinstoffliche Anwendungen die Gesundheit des Feinstoffkörpers wieder hergestellt und auch erhalten werden kann. So lässt sich Energie wieder aus der eigenen Quelle schöpfen, der Mensch wird unempfindlicher gegen Stress und Hektik und daraus entstehende medizinische Probleme. Dazu später mehr.

Zunächst ein Blick auf den Feinstoffkörper 2 (blau im Bild): Er wird in anderen Terminologien Mentalkörper oder Astralkörper benannt und ist im Vergleich zur körpernahen Schicht weniger fest mit dem Körper verbunden. Auf dieser feinstofflichen Ebene kann innere Unordnung entstehen, etwa durch einschneidende Lebenserfahrungen wie der Tod eines nahestehenden Menschen oder erlebte Gewalt. Bei Schockerlebnissen dieser Art kann sich ein Teil der feinstofflichen Schicht ablösen oder abtrennen (blau gezeichnete Kreise) und bleibt in dem Bewusstsein der damaligen Erfahrung verhaftet. Das erklärt, warum manche lang vergangenen Situationen einem Menschen so vorkommen können, als wären sie gestern geschehen, während weitere Erinnerungen aus der gleichen Lebensphase weit weg zu sein scheinen. Feinstofflich Fremdes kann auch in den eigenen feinstofflichen Raum eindringen (rote Kreise) und dort Stress, Erschöpfung, belastende Emotionen und Gedanken verursachen.

Die Feinstofftherapie bewirkt nun, dass feinstoffliche Ordnungsprozesse unterstützt werden, indem sich das Fremde löst und die eigenen, getrennten Bereiche sich wieder integrieren. So kann die innere Ordnung regeneriert und der Feinstoffkörper von feinstofflichen Belastungen und Verletzungen befreit werden.

Schnittstelle zwischen Körper und Psyche

Der Feinstoffkörper ist die Ebene unseres Wohlempfindens. Er wirkt sich also unmittelbar darauf aus, wie sich ein Mensch fühlt. Die subjektive Wahrnehmung eines Menschen – seine Stimmungen, Tagesform, seine Einschätzung der eigenen Lebenssituation bzw. Probleme und deren Lösbarkeit – hängt direkt mit dem Zustand seines Feinstoffkörpers zusammen. Ob man sich entspannt, zuversichtlich, innerlich ruhig und geborgen fühlt, oder angespannt, dünnhäutig, gehetzt und ausgelaugt – das ist weniger ein Produkt des Zufalls oder äußerer Umstände, als wir es oft meinen. Vielmehr sind diese Empfindungen wahrgenommene Zustände unseres Feinstoffkörpers.

Warum ist die Wirkung des Feinstoffkörpers auf unser Wohlbefinden so intensiv? Um das zu verstehen, müssen wir ihn uns als Schnittstelle zwischen Körper und Psyche vorstellen. Die feinstoffliche Ebene der Materie hängt eng mit unserem Bewusstsein zusammen: Das Feinstoffliche beeinflusst unser Bewusstsein und kann umgekehrt auch von unserem Bewusstsein beeinflusst werden. Diese Wechselwirkung macht es umso wichtiger, dass wir uns den eigenen Feinstoffkörper wieder bewusst machen, denn dann haben wir unser Wohlbefinden selbst in der Hand.

Die meisten Menschen haben jedoch keinen Zugang zu ihrer feinstofflichen Ebene. Sie erleben entsprechende Warnsignale nur in Extremsituationen, etwa wenn sie inneren Druck spüren, sich in ihnen alles zusammenzieht oder sie aus der Haut fahren könnten. Diese Signale lassen sich als feinstoffliche Schmerzempfindungen bezeichnen. Sie deuten darauf hin, dass uns etwas schadet – ähnlich wie eine Schmerzempfindung im Körper. Das Signal kann eine Reaktion auf eine Person, eine Aussage, eine Entscheidung oder auch ein Nahrungsmittel sein. Der Feinstoffkörper zeigt eine unmittelbare Abwehrreaktion, die sich auf den physischen Körper überträgt. Wer lernt, seinen Feinstoffkörper wahrzunehmen und zu verstehen, kann diese Signale besser deuten und diese Reaktionen als Hinweis verstehen, etwas an der Situation zu verändern, bevor eine körperliche Stressreaktion auftritt. Sind wir feinstofflich jedoch in einem schlechten Zustand, kommen uns Stressoren von außen unverhältnismäßig nahe und bringen uns aus dem ohnehin fragilen Gleichgewicht. Äußere Situationen oder Aufgaben erscheinen überwältigend und wir wissen nicht, wo die Kraft herkommen soll, sie zu bewältigen.

Bewusstwerdung steigert das Wohlbefinden

Wenn wir uns bewusst unserem Feinstoffkörper zuwenden, werden wir feststellen: Die individuelle Selbstwahrnehmung passt meist mit dem objektiv wahrnehmbaren feinstofflichen Zustand zusammen. Wer seinen Feinstoffkörper regelmäßig ertastet, kann feststellen, dass sich dieser je nach Situation und Tagesform entsprechend anfühlt. Bei erlebter Anspannung ist beispielsweise der Feinstoffkörper als verhärtet oder drückend wahrzunehmen, bei Empfindlichkeit oder Erschöpfung wird der Feinstoffkörper meist als schwaches Feld erkennbar, dessen Oberfläche uneben ist. Um das eigene Wohlbefinden zu verbessern, gibt es spezielle Übungen für die ganzheitliche Selbstwahrnehmung (nachzulesen in: Ronald Göthert: „Entdecke deinen Feinstoffkörper. Das Praxisbuch für Schutz und Stärkung der Lebensenergie“, Lotos). Nach jedem der einzelnen Übungsschritte kann eine Veränderung im Zustand des Feinstoffkörpers beobachtet werden: Er verändert sich durch gezielte Aufmerksamkeit oft binnen Minuten. Eine sofortige Verbesserung des eigenen Wohlbefindens geht damit einher. Die regelmäßige Zuwendung stabilisiert unseren feinstofflichen Zustand. So berichten etwa Patienten, dass sie durch die Übungen deutlich weniger Stress und Erschöpfung in ihrem Alltag erleben.

Die Bewusstwerdung des Feinstoffkörpers ist so wichtig, weil er den Zugang zu unserem inneren Leben ermöglicht. Wenn der Mensch diesen Zugang findet, nehmen die äußere Welt und deren Umstände in der subjektiven Bedeutsamkeit ab. Die äußeren Einflüsse wirken dann nicht mehr so stark ein. Ein gesunder Feinstoffkörper wirkt wie ein Schutzmantel, er kann wie eine warme, lebendige Hülle rund um den ganzen Körper erlebt werden.

Folgende Beobachtung bestätigt dies: Patienten, die über Stress und Anspannung klagen, reagieren auf ein lautes Geräusch mit einem Zusammenzucken. Es wird als störend oder erschreckend wahrgenommen. Patienten dagegen, die zuvor die Übungen vollzogen und/oder eine feinstoffliche Anwendung erhalten haben, reagieren kaum auf das gleiche Geräusch. Sie bleiben in sich ruhig und entspannt. So können alle äußeren Situationen unterschiedlich erlebt werden: entweder belastend, stressig oder erschreckend, oder stattdessen aus einer vertrauensvollen, geborgenen, gelassenen Ruhe heraus. Den Unterschied macht der Schutz des Feinstoffkörpers.

Sobald ein Mensch seinen Feinstoffkörper wahrnimmt, wird dieser aktiviert. Der Mensch hat dann Zugriff auf die darin befindliche Lebensenergie. Denn diese Energie ist immer vorhanden. In unserer Forschung haben wir noch keinen Menschen erlebt, der zu wenig davon hatte – aber sehr wohl viele, die nicht darauf zugreifen konnten. Feinstoffliche Blockaden können durch die Feinstofftherapie zwar gelöst werden – doch eine nachhaltigere Veränderung tritt erst dann ein, wenn der Mensch lernt, eigenständig seinen Feinstoffkörper wahrzunehmen und zu pflegen, damit ihm der Zugang zu der eigenen Energie erhalten bleibt.

Weil die Bewusstwerdung des Feinstoffkörpers so entscheidend für die Lebensqualität eines Menschen sein kann, ist die Anwendungsform Subtle Body Balance (SBB) entwickelt worden, die sich von Menschen in Heilberufen in verschiedenste Therapien integrieren lässt. Durch die Anwendung wird der feinstoffliche Zustand des Patienten verbessert und der Patient durch gezielte Übungen ermächtigt, sich um die eigene feinstoffliche Gesundheit zu kümmern.

So verläuft die Anwendung in der Praxis

Wie kann man sich die Durchführung der Methode konkret vorstellen? Empfehlenswert sind Therapiesequenzen von drei Terminen zu je 30 Minuten. Zu Beginn wird dem Patienten Wissen über den Feinstoffkörper vermittelt, sowie Übungen, die zu Hause weitergeführt werden können. Während der Patient mithilfe der Anleitungen seinen Feinstoffkörper ertastet, gilt es für den Therapeuten, den Moment zu erkennen, in dem der Kontakt zwischen dem Menschen und seinem Feinstoffkörper entsteht und sein Bewusstsein sich mit dem Feinstoffkörper verbindet.

Fortgesetzt wird der Prozess dann auf einer Liege: Der Feinstoffkörper wird von Kopf bis Fuß mit der Hand des Therapeuten in die Balance gebracht, ohne dass dabei der physische Körper berührt wird. Die Anwendung erfolgt nach dem Prinzip der Resonanz: Der bewusste und aktivierte Feinstoffkörper des Therapeuten erzeugt eine Frequenz, die dem Feinstoffkörper des Patienten einen Impuls gibt, um in eine gesunde Aktivität zu kommen und sich zu entfalten – ähnlich einer Stimmgabel, die eine Saite zum Vibrieren bringen kann. Während die Hand des Therapeuten von Kopf bis Fuß die Oberfläche des Feinstoffkörpers ertastet, spürt der Patient zunehmend, dass eine Berührung einer bestehenden, substanziellen Struktur stattfindet, die eine eigene Empfindsamkeit hat, ihm zugehörig ist und bislang nur unterschwellig bewusst war.

Die Ankurbelung des Energieflusses kann als angenehmes Kribbeln und Wärme in blockierten, kranken oder verletzten Körperteilen erlebt werden. Anders als bei den meisten Methoden der Energiearbeit wird hier keine Energie gegeben oder genommen. Der Therapeut lernt vielmehr, mit seinem Feinstoffkörper zu arbeiten. Während dieses Prozesses gewinnt der Patient auch ein Bewusstsein für seinen Feinstoffkörper und damit einen ganz neuen Blick auf sich selbst.

Nach der Anwendung ist der aktivierte Feinstoffkörper auch nach außen hin wahrnehmbar, wie ein strahlendes Feld um die Person herum. Die Patienten werden dann immer wieder auf ihre „gesunde Ausstrahlung“ angesprochen.

Studie: Der Feinstoffkörper reguliert das vegetative Nervensystem

Eine Beobachtungsstudie mit Langzeitmessungen der Herzratenvariabilität zeigt eine direkte Verbindung zwischen dem Feinstoffkörper und dem vegetativen Nervensystem. Sobald der Feinstoffkörper mit der eigenen Hand oder der Hand des Therapeuten berührt wird, zeigt sich bereits eine positive Reaktion des vegetativen Nervensystems: Die Herzfrequenz sinkt um bis zu 40%, der Vagusnerv wird sogar stärker aktiviert als im Tiefschlaf. Dies ist besonders bedeutsam, da alle Autoregulations- und Selbstheilungsprozesse nur dann ablaufen können, wenn der Vagusnerv aktiv ist. Neben dem Anstieg dieser parasympathischen Aktivität (HF- und PNN50-Werte) steigen auch die Werte, die mit der mentalen und muskulären Leistungsbereitschaft zusammenhängen (LF- und VLF-Werte), so dass das gesamte System unter höchster Ökonomie hochgefahren wird und durch die Arbeit am feinstofflichen Körper die höchsten Total Power-Werte entstehen, die bei den einzelnen Probanden im gesamten Zeitraum gemessen wurden. Während der Anwendung wurde eine hohe Kohärenz zwischen Herzschlag und Atmung beobachtet. Dadurch können sich alle Körperrhythmen wieder synchronisieren – als Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Der HRV-Experte Dr. Alfred Lohninger, der die Studie begleitete, bezeichnete Subtle Body Balance als „Training für das vegetative Nervensystem“, da durch diese Arbeit ein Idealzustand im Vegetativum entsteht, der von Anwendung zu Anwendung und mit regelmäßigem Einsatz der Übungen immer länger anhält. Galt das vegetative Nervensystem bislang als kaum nachhaltig beeinflussbar, zeigt sich über den Feinstoffkörper eine Möglichkeit, seine Funktionen positiv zu regulieren und die innere Stabilität und Leistungsfähigkeit eines Menschen zu unterstützen.

Auch der Therapeut selbst profitiert

Es ist ein interessanter Nebeneffekt, dass die Anwendung von SBB den gleichen Effekt auf den Therapeuten haben kann wie auf den Patienten. Durch die Demonstration der Übungen sowie durch jede Anwendung kommt der Feinstoffkörper des Therapeuten in die Balance und wird aktiviert – das bringt diese spezielle Arbeitstechnik mit sich. Viele der geschulten Therapeuten berichten, wie sehr SBB ihren beruflichen Alltag positiv verändert hat. Die Belastung durch den Beruf sei deutlich reduziert worden. Bereits wenige Termine in der Woche reichen demnach aus, um die eigenen Kräfte besser verteilen zu können und deutlich resistenter gegen den Stress und die Hektik in Klinik, Reha-Zentrum oder Praxis zu sein. In einer therapeutischen Situation kommt es häufig zum Energieabzug durch den Patienten. Ein gesunder Feinstoffkörper schützt den Therapeuten vor diesem Energieverlust und verhindert, dass einem die Emotionen und der Stress der anderen zu nahekommen. So bleibt auch nach der Arbeit genug Energie für Familie und Freizeit. Man kann bei SBB daher durchaus von Effekten einer „Therapie für den Therapeuten“ sprechen.

Wie genau sich diese Wirkung erklärt, wie der Feinstoffkörper mit unserm Bewusstsein zusammenhängt, welche Rolle er in physischen Prozessen spielt und auf welche Weise das Feinstoffliche bei der Heilung mitwirkt – all das muss noch erforscht werden. Bis eine genauere Messbarkeit des Feinstofflichen gegeben ist, lassen sich diese Effekte erfahrungswissenschaftlich ergründen. Es gibt eine Vielzahl an empirischen Beobachtungen aus der jahrzehntelangen Tätigkeit auf diesem Feld sowie aus den Praxen der Menschen, die zur feinstofflichen Fachkompetenz ausgebildet wurden.

Es ist Zeit, dass das Feinstoffliche des Menschen von der Medizin entdeckt und für eine ganzheitliche Behandlung des Patienten in die klassischen Therapien integriert wird. Dabei reicht es nicht aus, auf alte Quellen zurückzugreifen und sich reines Wissen zum Feinstofflichen anzueignen. Auch technische Geräte können aus unserer Sicht nicht die Aktivität eines Therapeuten ersetzen. Es geht hier um eine Erweiterung der Energie- und Bewusstseinsmedizin, welche die Unterstützung des Feinstoffkörpers durch aktive Bewusstwerdung und den geschulten Umgang mit ihm voraussetzt. Die Einbeziehung der feinstofflichen Wirkmechanismen sowie die dafür notwendige Weiterbildung des medizinischen Personals könnten größere Entwicklungsschritte für uns Menschen bedeuten.

Fazit:
Der Zustand unseres Feinstoffkörpers ist maßgeblich für unser Wohlbefinden. Stress und Erschöpfung sowie die daraus entstehenden körperlichen Folgen lassen sich durch die Bewusstwerdung und Aktivierung des eigenen Feinstoffkörpers mindern. Dieses feinstoffliche Bewusstsein wird möglich durch die haptische Erfahrung in der Anwendung von Subtle Body Balance. Für Therapeuten ist eine entsprechende Weiterbildung empfehlenswert, um die feinstoffliche Gesundheit ihrer Patienten zu fördern.

>>erschienen in CO.med 2/2022, Update 3/2025

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Bei der Arbeit auftanken? Wie Therapeuten durch Subtle Body Balance nach der Göthert-Methode zu Kräften kommen

Durch die Methode können Therapeuten tiefe Regenerationsprozesse beim Patienten unterstützen – und gleichzeitig ihre eigene innere Balance finden.

BildTherapierende sind in ihrem beruflichen Alltag oft besonders gefordert und versuchen, neben der Arbeit für einen guten Ausgleich zu sorgen – bei manchen erzeugt das noch zusätzlichen Stress. Eine neue Methode zeigt einen anderen Weg: Durch die Anwendung von Subtle Body Balance geschieht das Ausbalancieren schon während der Behandlung selbst. Die Arbeit mit dem feinstofflichen Körper fördert das Wohlbefinden von Patienten und Therapeuten gleichermaßen.

Die Vorstellung, der Mensch sei wie ein Akku, der nur ausreichend geladen werden müsse, um wieder voll einsatzfähig zu sein, hält sich hartnäckig. Gerade Menschen in Gesundheitsberufen, die besonders von Erschöpfung und Burn-out betroffen sind, haben oft das Gefühl, zu viel von sich zu geben und über ihre Grenzen zu gehen. Nicht selten suchen sie dann den Fehler bei sich, glauben, mit ihren Kräften und Energien besser haushalten zu müssen.

„Um Erschöpfung nachhaltig vorzubeugen, ist es wichtig, die Ebene zu verstehen, in der die Erschöpfung stattfindet und dort anzusetzen“ sagt Ronald Göthert aus seiner 30-jährigen Forschung und Praxiserfahrung. Der Feinstoffkörper, der unseren physischen Körper durchdringt und umgibt, ist jedoch in der westlichen Welt noch weitgehend unbekannt. Dabei gibt es das Wissen, dass wir Menschen über energetische bzw. feinstoffliche Strukturen verfügen, schon seit Jahrtausenden: In der Yoga-Philosophie ist der körpernahe feinstoffliche Körper als Pranamaya Kosha oder Energiehülle bekannt, denn hier ist unsere Lebensenergie zu finden.

Die Göthert-Methode behandelt diese feineren Schichten des Menschen aber nicht nur als Energiekörper, sondern in ihrer haptisch erfahrbaren, substanziellen Form. Und um eben diese Erfahrbarkeit geht es bei dem neuen Ansatz Subtle Body Balance, der sich in verschiedenste andere Therapien integrieren lässt. Eine 40-minütige Anwendung besteht jeweils aus der Vermittlung von Kenntnissen über das Feinstoffliche, Übungen für den Patienten und einer Anwendung auf der Liege. Ziel ist, dass der Mensch ein (erweitertes) Bewusstsein von seinem Feinstoffkörper bekommt.

Welche tiefgreifende Wirkung diese neue Wahrnehmung auf das Wohlbefinden eines Menschen haben kann, ist immer wieder erstaunlich – und ebenso der positive Effekt der feinstofflichen Arbeit auf die Behandelnden selbst. Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten der verschiedensten Fachrichtungen können mit Subtle Body Balance den Feinstoffkörper des Patienten in ihre Therapie integrieren und gleichzeitig sich selbst helfen, bei Kräften zu bleiben.

Eine Therapie für Therapeuten

Neulich erzählte eine Teilnehmerin der Ausbildung, wie sich ihr Arbeitsalltag durch die Anwendung von Subtle Body Balance geändert habe. Die Physiotherapeutin geht in der Praxis genauso vor, wie sie es gelernt hat: Sie beginnt mit den Anwendungen am Kopf des Patienten. Langsam bewegt sich ihre Hand dann in einem Abstand von etwa 15 Zentimetern zur Körperoberfläche in Richtung der Füße und wieder zurück. Der Feinstoffkörper wird so aktiviert und die innere Balance wiederhergestellt, ohne den Patienten körperlich zu berühren.

Durch ihre Arbeit mit Subtle Body Balance konnte die Physiotherapeutin sowohl bei ihren Patienten positive Veränderungen erzielen, als auch bei sich selbst. Früher, so sagt sie, hätten sich bei ihr spätestens am Nachmittag eines Arbeitstages Erschöpfungssymptome gezeigt. Seit Subtle Body Balance zu ihrem Anwendungsportfolio gehört, sei das anders. Wo früher nach Feierabend oft die Couch rief, hat sie jetzt die Energie für Gespräche mit der Familie oder gemeinsame Unternehmungen.

Wie eine Stimmgabel, die etwas zum Vibrieren bringt

Woran liegt es, dass sich die Anwendung auch auf die Therapierenden so positiv auswirkt? Um zu vermitteln, wie Subtle Body Balance funktioniert, verwendet Ronald Göthert gern das Bild einer Stimmgabel, durch die etwas zum Vibrieren kommt: „Die Anwender senden mit ihrem eigenen Feinstoffkörper Signale. Diese aktivieren und beleben den Feinstoffkörper des Patienten – er spielt quasi eine Melodie, um beim Bild der Stimmgabel zu bleiben. Das kommt wiederum dem Anwender zugute. Nach dieser beidseitigen Aktivierung des Feinstoffkörpers beschreiben sich Patienten sowie Therapeuten als warm umhüllt und geborgen, innerlich stabilisiert und gestärkt.“

Bereits beim Erlernen der Methode sind positive Veränderungen zu beobachten, denn es erfordert eine intensive Beschäftigung und durchlebte Erfahrung mit der Ebene der eigenen Lebensenergie. Während der Ausbildung dürfen sich die Teilnehmer zunächst mit ihrem eigenen feinstofflichen Körper vertraut machen. Nur wenn sie selbst ein erweitertes Bewusstsein davon entwickeln, können sie mit ihrem Feinstoffkörper handlungsfähig werden. Allein die Zuwendung zu ihm geht meist mit einer Erholung und Stabilisierung der eigenen Lebenskräfte einher. Durch die zahlreichen Anwendungen, die die Teilnehmer von lernenden Kollegen erhalten, findet eine Art Grundsanierung des eigenen Energiehaushaltes statt. Auch nach jeder selbst durchgeführten Anwendung wird vom gleichen regenerierenden und ausbalancierenden Effekt berichtet. Die häufige Durchführung der Übungen zur inneren Balance, um diese bestmöglich den Patienten demonstrieren zu können, fördern ebenso die feinstoffliche Gesundheit des Therapeuten.

Die Übungen, die später gemeinsam mit den Patienten durchgeführt werden, sowie die feinstoffliche Arbeit selbst fördern überdies eine gesunde innere Haltung, die die Energieressourcen schont und auch in fordernden Situationen die Balance zu bewahren hilft. Zu dieser Haltung gehören innere Zurückhaltung, feinstoffliche Bewusstheit und Absichtslosigkeit, die für die Durchführung von Subtle Body Balance erforderlich sind. Diese innere Haltung erweist sich auch bei anderen therapeutischen Maßnahmen als förderlich für den Kräftehaushalt. Zudem entwickelt sich durch den bewussten Umgang mit dem feinstofflichen Körper ein Verständnis dafür, wie es in beruflichen Situationen unnötig zu Kraftverlust kommt und wie sich dies im Alltag verhindern lässt.

Erweiterte Wahrnehmung – verbesserte Selbstfürsorge

Wie sowas denn bitte funktionieren solle, wird oft gefragt. In den Gesprächen werden dann meist unser überlastetes Gesundheitssystem und die immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen in Praxen und Kliniken zum Thema. Die Entwicklung ist ohne Frage besorgniserregend. Gerade deswegen ist es so wichtig für den Einzelnen, sich zu fragen, wie es für ihn jenseits aller „Schutzmaßnahmen“ einen Weg zu einem erfüllteren, kraftvolleren Arbeiten geben kann.

Der Zugang zum Thema der feinstofflichen Gesundheit ist häufig einfacher als gedacht, denn das Feinstoffliche ist eine Ebene, die wir alle kennen. Wir weichen beispielsweise zurück, wenn uns eine Person, die uns unangenehm ist, zu nahekommt. Oder wir erleben, dass sich bei bestimmten Situationen etwas in uns zusammenzieht. Wenn wir so empfinden, haben wir es wahrscheinlich mit Reaktionen unseres Feinstoffkörpers zu tun – nur dass wir schon als Kinder gelernt haben, diese Signale zu unterdrücken und zu übergehen. Es handelt sich um feinstoffliche Schmerzempfindungen, die darauf hindeuten, dass uns etwas schadet – ähnlich wie eine Schmerzempfindung im Körper.

Und genau das ist der Punkt: So wie der Körper auf Schmerz regiert, zeigt auch der Feinstoffkörper unmittelbare Abwehrreaktionen, die sich wiederum auf den physischen Körper übertragen. Ein erweitertes Bewusstsein für den Feinstoffkörper führt daher zu einer Sensibilisierung für die eigenen Bedürfnisse und Grenzen. Statt weiter dem Glaubenssatz anzuhängen, da einfach „durchzumüssen“, führt die Wahrnehmung des Feinstoffkörpers zu einem achtsameren Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen und ermöglicht eine wirksamere Selbstfürsorge.

Die tastbare Realität des Feinstoffkörpers

Mit etwas Übung lässt sich der Zustand des Feinstoffkörpers auch haptisch wahrnehmen: Wer seinen Feinstoffkörper regelmäßig ertastet, wird feststellen, dass dieser sich je nach Situation und Tagesform anders anfühlt. Bei angespannten Patienten nimmt die geschulte Hand diese Schicht meist als verdichtet und zusammengezogen wahr, bei erschöpften Menschen als starr oder fest, und bei denjenigen, die sich verletzlich und schutzlos fühlen, als schwaches Feld, das in seiner Struktur wie „ausgefranst“ ist. Nun könnte man meinen, dass der Feinstoffkörper unseren inneren Zustand widerspiegelt, aber es ist vielmehr andersherum: Wir fühlen uns so, WEIL der Feinstoffkörper sich gerade in diesem Zustand befindet. Sind wir feinstofflich in einem schlechten Zustand, kommen uns Stressoren von außen unverhältnismäßig nahe und bringen uns aus dem vielleicht ohnehin fragilen Gleichgewicht.

Das Gute ist, dass der Feinstoffkörper sich durch gezielte Aufmerksamkeit oft binnen Minuten regenerieren kann. Dabei reicht eine mentale Zuwendung nicht aus – entscheidend ist der manuelle Ansatz und die haptische Erfahrung. Bereits während der Übungen, wo der Patient Stück für Stück das Bewusstsein für seinen Feinstoffkörper entwickelt, beginnt sich sein Zustand zu verändern. Dieser Prozess setzt sich dann auf der Liege fort. Was sich beispielsweise als starre und zusammengezogene Schicht an der Hand ertasten ließ, dehnt sich aus und wird durchlässiger und weicher. Die Entspannung im Feinstoffkörper überträgt sich meist sofort auf den physischen Körper.

Ziel ist, dass der Patient nach der Behandlung auch ohne therapeutische Hilfe aktiv werden kann. Sei es, weil der Kopf schmerzt oder der Magen sich meldet oder auch weil es beruflich oder in der Familie Spannungen gibt, die sich vergleichsweise rasch auflösen, wenn feinstoffliche Prozesse ins Geschehen einbezogen werden.

In Kontakt mit der eigenen Kraftquelle

Dass ein jeder dazu in der Lage ist, seinen Feinstoffkörper wahrzunehmen, wenn er entsprechend angeleitet wurde, ist ein wesentlicher Aspekt von Subtle Body Balance. Sobald die Hand vor der Brustmitte etwas registriert, sieht man es den Menschen an: Sie sehen vollständiger aus, klarer, präsenter. Sie kommen wieder in Kontakt mit sich selbst und der eigenen Kraft. Durch die Übungen zur inneren Balance, mit denen jede Anwendung beginnt, werden feinstofflich gesunde innere Haltungen trainiert, die sich in den Alltag integrieren lassen.

Was ist hier mit Haltung gemeint? Die gesunde Körperhaltung ist ein uns bekanntes Thema. Schon als Kind wird man darauf hingewiesen, sich anständig und gerade hinzusetzen, damit man später keinen Buckel bekommt. Die Körperhaltung ist wichtig für den Bewegungsapparat, den Kreislauf oder das Gleichgewicht.

Für gesunde innere Haltungen dagegen wird in unserer Kultur weniger Bewusstsein vermittelt. Dabei sind sie wichtig für die Erhaltung der inneren Balance, den Zugang zu unserer Lebenskraft und den natürlichen Schutz vor Stressoren von außen. Wenn wir uns beispielsweise verbissen auf etwas konzentrieren oder uns ärgern, kippen wir aus der inneren Balance. Wir verschwenden viel Energie nach vorne und verlieren unseren natürlichen Schutzraum sowie den Kontakt zu unseren inneren Kräften. Feinstofflich gesehen gehen viele Menschen daher gekrümmt und buckelig durchs Leben. Der Feinstoffkörper verformt sich auf Dauer und der physische Körper folgt oft nach.

Innere Balance kann trainiert werden

Folgende kleine Übung, die Sie als Leser gleich umsetzen können, kann helfen, die innere Balance zu finden. Sie basiert darauf, dass wir für gewöhnlich auf das fokussiert sind, was vor uns im Sichtfeld ist. Bei der Übung fragt man sich nun: Wie ist es mit den Seiten, sind die auch im Bewusstsein? Und oben oder unten? Wie sieht es mit der Wahrnehmung hinten aus? Würden man es in diesem Moment mitbekommen, wenn jemand hinter einem stünde? Beim Patienten kann man zusehen, wie sie bei diesem Hinweis in die Balance kommen. Bei einem selbst als Therapeut auch, falls man das gerade nötig hat. So kann sich die eigene Schutzhülle stabilisieren, man bleibt „bei sich“, in seiner Mitte und inneren Kraft.

Im Rahmen von Subtle Body Balance trainieren die Therapeuten die Haltung: „Ich gehe als Gast zu den Patienten“ – und damit die notwendige Zurückhaltung und den Respekt, wenn man eine natürliche (auch feinstofflich wahrnehmbare) Grenze überschreitet und einen fremden persönlichen Raum betritt, damit keine Störung und kein Energieaustausch entsteht. Das beginnt schon bei den Übungen, bei denen man sogar den eigenen Feinstoffkörper um Einlass bittet. Dabei merken auch die Behandelnden sofort, wie eine Entspannung eintritt und der Feinstoffkörper sich weitet. So gewinnen sie ein erweitertes Bewusstsein für die Ebene, die ihre Lebenskraft und ihr inneres Wohlbefinden ausmacht. Durch die Vermittlung von Kenntnissen und Erfahrung des eigenen Feinstoffkörpers werden diese Vorteile an den Patienten weitergegeben.

Die Wirksamkeit ist messbar

Die Arbeit mit dem Feinstoffkörper hat einen messbar positiven Effekt auf das vegetative Nervensystem, sowohl beim Patienten als auch beim Therapeuten: Dies belegt eine Studie zur Wirksamkeit von SBB mittels Herzratenvariabilitätsmessungen. Die Langzeitmessungen zeigen, dass bei den Probanden eine Stärkung des gesamten vegetativen Nervensystems festgestellt werden kann. Bereits während der Übungen ist ein positiver Effekt messbar. Während der Arbeit auf der Liege findet eine intensive Erholung und Regenerierung wie im Tiefschlaf statt, obwohl die Patienten wach und ansprechbar bleiben. Die Herzrate senkt sich, der Atem wird tiefer, die respiratorische Sinusarrhythmie setzt immer wieder ein. Die Aktivierung des Parasympathikus zeigt sich über einen starken Anstieg der HF-Werte (High Frequency). Der pNN50-Wert, der als Maß für die Vagus-Aktivität und die generellen Reserven gilt, erhöht sich ebenso während der Anwendung weit über dem Tagesdurchschnitt. Parallel zur Entspannung steigen die Total-Power-Werte an.

Auch bei den Anwendern von Subtle Body Balance finden HRV-Messungen statt, etwa bei der anfangs erwähnten Physiotherapeutin. Die 52-Jährige verfügt laut Messung über einen stabilen Energiehaushalt, eine gute Erholungsfähigkeit und überdurchschnittliche Total-Power-Werte. Erstaunlich ist, dass während des Messzeitraumes ein biologisches Alter von 29 Jahren errechnet wurde [i] – was nicht zu erwarten war bei einer Person, die vor Abschluss der SBB-Ausbildung davon sprach, wegen chronischer Erschöpfung in ihrem Beruf kürzer treten zu wollen. Bei den Therapeuten deuten die Messungen auf eine gesteigerte Erholungsfähigkeit infolge von durchgeführten SBB-Anwendungen hin.

Fallbeispiel eines Ausbildungsteilnehmers

Einen eindrücklichen Beweis für die Wirksamkeit der Methode auf den Therapeuten selbst ist die Fallstudie eines Teilnehmers, der über einem Zeitraum von 3 Monaten, in dem er die Ausbildung absolvierte, wiederholte 24-Stunden HRV-Messungen durchführte. Der 51-jährige Mann litt zu Beginn der Messungen unter chronischem Stress, Erschöpfung und Bluthochdruck. Er hatte sich für die Ausbildung „Subtle Body Balance“ angemeldet, um sie für die therapeutische Arbeit nutzen zu können. Doch wenige Wochen vor Beginn sagte er wegen schlechter Verfassung beinahe ab. Nach dem Hinweis, dass die Ausbildung auch beim Therapeuten meist einen erholsamen Effekt und eine Steigerung der Lebenskräfte bewirke, nahm er schließlich doch Teil. Die Möglichkeit, während der Schulung seinen Gesundheitszustand über den Brustgurtsensor und die HRV-App von Autonom Health zu beobachten, motivierte ihn zusätzlich. Anfangs spiegelten die Daten seinen schlechten Zustand wider: Die Total Power lag 68 Prozent unter der seiner Altersgenossen. Doch schon zwei Monate später, nach der zweiten Präsenzphase der Ausbildung, sind deutliche Änderungen eingetreten: Die Total Power liegt um 56 Prozent über dem Durchschnitt, die Vagus-Aktivität hat sich verdoppelt und das biologische Alter um zehn Jahre reduziert. Die mittlere Herzfrequenz am Tag ist um 12,5 Schläge gesunken – ein klares Zeichen, dass er weniger Stress erlebt, zudem atmet er besser. Die blutdrucksenkenden Mittel konnten laut seiner Aussage auf ein Viertel reduziert werden. Er selbst sagt, er fühle sich wie rundum erneuert und habe trotz der hohen beruflichen Belastung wieder Kraft für Sport und Freizeit. Nach jeder durchgeführten SBB-Anwendung fühle er sich wieder ausbalanciert und für neue Herausforderungen bereit.

Fazit

Erschöpfungsprozesse finden oft auf der feinstofflichen Ebene des Menschen statt. Eine feinstoffliche Bildung ist für Therapeuten daher sehr zu empfehlen. Das Bewusstsein für den eigenen Feinstoffkörper – Ziel der neuen Methode Subtle Body Balance – ermöglicht es, Bedürfnisse zu erkennen, Grenzen zu setzen und eine neue Art der Selbstfürsorge. Geschulte Therapeuten lernen durch die Methode, mit dem Feinstoffkörper zu arbeiten und können dadurch tiefe Erholungs- und Regenerationsprozesse beim Patienten unterstützen. Durch die feinstoffliche Arbeit kommen sie selbst in die Balance sowie in Kontakt mit ihrer eigenen Kraftquelle.

erschienen in CO.med 7/2023

Zum Weiterlesen:
Ronald Göthert: Entdecke deinen Feinstoffkörper – das Praxisbuch für Schutz und Stärkung der Lebensenergie, Lotos Verlag

[i] Messungen und Berechnungen durchgeführt von Autonom Health Herzratenvariabilität, www.autonomhealth.com

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Ronald Göthert, Autor und Entwickler der Göthert-Methode, ist ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der feinstofflichen Gesundheit. Seine bahnbrechenden Forschungen, sein fundiertes Wissen und seine 25-jährige Praxistätigkeit bilden die Grundlage für Seminare, Feinstofftherapien und die Ausbildungen zum „Coach nach Göthert“ sowie zum Subtle Body Balance-Practitioner für Therapeut:innen.

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Endlich tief durchatmen mit Subtle Body Balance nach der Göthert-Methode

Der feinstoffliche Körper steht in starker Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem und zeigt sich als Schlüssel zur natürlich gesunden Atmung. So kann er in die Atemtherapie integriert werden.

BildEntspannt tief durchatmen können “ ohne darüber nachzudenken oder mit Übungen nachhelfen zu müssen: Das ist ein Lebensgefühl, das die meisten Menschen verloren haben. Dabei ist es möglich, sich selbst und den Patienten wieder Raum zum Atmen zu geben “ durch ein Bewusstsein für den eigenen Feinstoffkörper. Mit der Anwendung Subtle Body Balance können Therapeuten ihre Patienten zurück zu einer natürlich-gesunden Atmung führen.

Atem ist Leben. Der Mensch kann wochenlang ohne Nahrung auskommen und auch einige Tage ohne Wasser, aber ohne Luft ein- und ausströmen zu lassen, bleiben uns nur wenige Minuten. Obwohl die Atmung so existenziell für uns ist, lenken wir unser Bewusstsein nur selten darauf. Erst wenn sie nicht mehr wie von selbst funktioniert, wenn wir eine Enge in der Brust fühlen oder vor Hektik ganz kurzatmig sind, beginnen wir, den Fokus auf diese wichtigste aller Vitalfunktionen zu richten.

„Tief durchatmen!“ heißt es dann oft, etwa bei akutem Stress “ ein guter und bewährter Ratschlag, denn mit einer tiefen, langsamen Atmung können wir den Blutdruck senken, unsere Stimmung heben, die Regeneration fördern und sogar das Leben verlängern. Dennoch atmen laut einer Studie der University of Evansville 60 bis 80 Prozent der Erwachsenen noch immer zu flach, zu hektisch und zu unregelmäßig. Dies versetzt den Körper in einen Alarmzustand und verstärkt seine Stressreaktionen, fördert Entzündungen und damit verbundene Krankheitszustände. Die Aktivität des Vagus-Nervs, welche für Entspannung und Selbstheilung im Körper sorgt und mit der Atmung eng zusammenhängt, ist durch eine dauerhaft falsche Atmung ebenso gehemmt.

Die Lösung wird oft in gezielten Atemübungen gesucht. Diese können tatsächlich Abhilfe schaffen, jedoch meist nur so lange, wie die Konzentration auf der Atmung verweilt. Nach der Übung, wenn sich berufliche oder familiäre Herausforderungen einstellen, ist der kurzatmige Status quo schnell wieder da. Zusätzlich erschwert wird die Anwendung der Übungen, da es viele Menschen trotz Anweisung schwierig finden, entspannt in den Bauch zu atmen “ besonders dann, wenn ein unsichtbarer Druck, der vielen Menschen als Grundzustand ihres Alltags bekannt ist, weiterhin auf der Brust lastet und den Atemapparat zusammendrückt. Sie ziehen bei dem Versuch verkrampft die Schultern hoch. Ihr Körper kann sich vor Engegefühl kaum weiten und die Luft hineinströmen lassen.

Das Ziel: Natürlich atmen wie ein Kind

Ein dauerhaftes Umlernen des Atmens scheint also mühsam zu sein und es mag geradezu utopisch klingen, in einen Zustand zurückkehren zu können, in dem Menschen aus sich heraus frei und tief durchatmen können.

Und doch: Es ist beileibe nicht den Yogis vorbehalten, die sich ihr Leben lang mit der Atmung befassen, so zu atmen, dass es den ganzen Körper erfasst und belebt. Vielmehr ist gesundes Atmen eine angeborene Fähigkeit, die alle Menschen besitzen. Bei kleinen Kindern kann man zusehen, wie mühelos und entspannt der kleine Bauch sich wölbt und senkt und der Atem natürlich frei fließt. Die freie Atmung scheint ebenso wie die Fähigkeit, Freude aus sich heraus zu empfinden, ein natürlicher Grundzustand zu sein, in dem wir auf die Welt kommen, aber den wir im Lauf des Erwachsenwerdens verlieren.

Wie können wir also zurückkehren zu einem inneren Wohlgefühl und der daraus entspringenden intuitiv guten Atmung? Dazu müssen wir eine dritte Variable einbeziehen, die neben Körper und Psyche auf unser Atmen einwirkt: den Feinstoffkörper. Er umgibt und durchdringt den physischen Körper in einem Abstand von etwa 15 Zentimetern und kann auch mit der Hand ertastet werden. Man darf ihn sich als eine Schnittstelle zwischen Körper und Psyche vorstellen, denn dieser feinstoffliche Körper hängt eng mit unserem Wohlbefinden zusammen. Den Feinstoffkörper in die Atempraxis zu integrieren, kann somit der entscheidende Schritt sein, um ein natürlich gesundes Atmen zu ermöglichen.

Der Feinstoffkörper – unser „Atemraum“

Die meisten Menschen haben jedoch keinen Zugang zu ihrer feinstofflichen Ebene. Sie erleben zwar entsprechende Warnsignale, bringen diese jedoch nicht mit dem Feinstoffkörper in Verbindung. Einige Beispiele: In einem Gespräch stockt einem plötzlich der Atem. Es „bleibt einem die Luft weg“. Etwas zieht sich in einem zusammen. Man könnte „aus der Haut fahren“. In einem Raum herrscht „dicke Luft“ zwischen den Menschen. Oder eine Beziehung lässt einem „kaum Luft zum Atmen.“ Diese körperlichen Empfindungen, die auch in den Sprachgebrauch eingegangen sind, lassen sich erst in Bezug auf den Feinstoffkörper richtig erklären. Es sind feinstoffliche Schmerzempfindungen, die darauf hinweisen, dass uns etwas schadet “ ähnlich wie eine Schmerzempfindung im Körper. Das Signal “ in diesen Beispielen eine Veränderung des Atemvermögens “ kann eine Reaktion auf eine Person, eine Aussage, eine Entscheidung oder auch einen Schadstoff sein. Der Feinstoffkörper kontrahiert sich in diesen Momenten, und der Druck sollte uns sagen: „Stopp! Das tut nicht gut!“ Leider haben die Menschen verlernt, diesen Signalen zu folgen.

Der Zusammenhang zwischen dieser feineren Schicht, die uns umgibt, und der Atmung ist bereits seit Jahrtausenden bekannt. In der Yoga-Lehre stärkt man diesen „Pranamaya Kosha“ beziehungsweise die Energiehülle mit Atemübungen, den „Pranayama“. Aus Ronald Götherts jahrzehntelangen Erforschung dieses feinstofflichen Körpers empfiehlt er, die Situation auch umgekehrt zu betrachten: Der Feinstoffkörper beeinflusst direkt, wie frei wir atmen (können).

So stellt Ronald Göthert “ oder auch Menschen, die er ausgebildet hat “ bei rund acht von zehn feinstofflich untersuchten Menschen fest, dass ihre feinere Schicht zusammengepresst und verdichtet ist und dabei auf den Atemapparat drückt. Das bewirkt, dass der Mensch gegen einen Widerstand atmen muss und auf Dauer zu flach atmet. Er spürt dies dann als Druck und Enge, auch wenn der Körper eigentlich genug Platz um sich hat. In Wahrheit haben wir nur nicht gelernt, unseren „inneren Raum“ zu wahren.

Genau diesen braucht es jedoch, um wieder natürlich und gut zu atmen, wie damals in der Kindheit. Dies ist möglich, wenn der Feinstoffkörper sich entspannt und weitet. Dann wird der Atemraum, den wir erleben, größer. Nicht nur die Atemübungen gelingen leichter, auch die unbewussten Atemmuster verbessern sich nachweislich.

Die These, dass ein feinstofflicher Körper auf Brustkorb und Zwerchfell drückt und uns das Atmen erschwert, mag erst einmal abstrakt klingen. Eine Übung kann helfen, diesen Zusammenhang in Erfahrung zu bringen.

Übung: Kompression des Feinstoffkörpers

Positionieren Sie die flach gestreckte Hand mit geschlossenen Fingern vor die Brustmitte, im Abstand von circa 15 Zentimetern, und halten Sie die Hand kurz dort. In dieser Entfernung lässt sich die Außengrenze des Feinstoffkörpers ertasten. Es wird immer wieder berichtet, dass sich dies anfühlt, als ruhe die Hand auf einem Ballon oder einem warmen Luftstrom.

Führen Sie jetzt die Hand ganz langsam, wie in Zeitlupe, dichter zur Brust und beobachten dabei Ihren Atem und Ihre Empfindungen. Fließt Ihr Atem weiterhin frei oder droht er zu stocken? Entsteht ein Druckgefühl auf Ihrer Brust, obwohl Sie sie gar nicht berühren? Bemerken Sie einen Kloß in Ihrer Kehle, der dort eben noch nicht gewesen ist?

Meist beschreiben Menschen dabei, ab einem gewissen Punkt Druck zu verspüren, obwohl der physische Körper noch nicht berührt wurde, und dass die Atmung abflacht und schwerer geht.

Bringen Sie die Hand nun wieder zum Ausgangspunkt und beobachten, ob sich etwas verändert.

Freier atmen ohne Druck

Bei den meisten Menschen ist ein wie in der Übung empfundener Druck ein Dauergefühl, da sich ihr Feinstoffkörper in einem schlechten Zustand befindet. Wie ein Muskel, der nie trainiert wurde, verfällt ein unbeachteter Feinstoffkörper in einen inaktiven Zustand und verliert seine Funktionsfähigkeit. Krankheiten, Operationen und schädigende äußere Einflüsse können ihn ebenso in Mitleidenschaft ziehen. Aber auch wenn wir nicht auf uns selbst achten und zu oft feinstoffliche Schmerzempfindungen wie den vorab beschriebenen Druck und das Atemstocken übergehen, kann es dem Feinstoffkörper schaden.

Erst wenn wir lernen, den eigenen Feinstoffkörper wahrzunehmen und zu verstehen, findet eine „Wiederbelebung“ statt und er kann gesunden. Zudem kann ein Mensch, der auf seinen feinstofflichen Körper achtet, dessen Signale “ etwa einen stockenden Atem “ besser deuten und an der „bedrückenden“ Situation etwas verändern, bevor eine körperliche Stressreaktion auftritt. Sind wir feinstofflich dagegen in einem schlechten Zustand, kommen uns Einflussfaktoren von außen unverhältnismäßig nahe und bringen uns und unsere Atmung aus dem Gleichgewicht.

Wer in der Therapie genau hier ansetzt, kann schnelle und effektive Veränderungen erzielen. Eine Verbesserung des natürlichen, unbewussten Atemmusters tritt automatisch ein, sobald ein verdichteter Feinstoffkörper sich entspannt und weitet. Wie von Patienten berichtet wird, gelingen verschiedene Atemübungen und Techniken dann auf Anhieb und machen mehr Freude, ob beim Yoga, bei der Meditation oder beim Singen.

Die Übungen wirken nachhaltiger oder sind sogar kaum mehr erforderlich, um das alltägliche Atmen zu korrigieren, denn dies geschieht mehr oder weniger von selbst. Verspannungen der Muskulatur, die der Bauchatmung im Weg standen, lösen sich ebenfalls schneller, Haltungskorrekturen gelingen besser. Zudem stellt sich ein grundlegendes Wohlgefühl ein, das ein entspanntes und freies Atmen aus sich heraus begünstigt.

Behandlung des Feinstoffkörpers durch Subtle Body Balance

Glücklicherweise ist es relativ einfach, den Feinstoffkörper in solch einen entspannten, geweiteten Zustand zu bringen. Dieser reagiert schnell auf Impulse, die wir selbst geben können, wenn wir ihn unter Beachtung bestimmter innerer Haltungen mit der Hand ertasten. Als Vorgehensweise hat Ronald Göthert dafür Subtle Body Balance (SBB) nach der Göthert-Methode entwickelt. Sie besteht aus einer Anwendung auf der Liege und Übungen, die für die Selbstanwendung konzipiert sind. Empfohlen wird eine Sequenz von drei Terminen à 40 Minuten innerhalb von sieben bis zehn Tagen, bei Bedarf gefolgt von einer zweiten Sequenz nach circa zwei bis drei Wochen. SBB wird von Therapeuten verschiedenster Fachrichtungen erlernt und in die Therapie integriert.

Bei der Anwendung auf der Liege wird der Feinstoffkörper des Patienten vom Therapeuten mit der Hand abgetastet. Währenddessen sendet sein Feinstoffkörper ein Signal an den Feinstoffkörper des Patienten, in einer Frequenz, der ihn in Schwingung und Aktivität bringt und dazu führt, dass die zusammengefallene Struktur sich ausdehnt und aus der Starrheit und Unordnung in eine bewegliche, durchlässige Ordnung kommt.

Zuvor zeigt der Therapeut dem Patienten die Übungen, mit denen er seine feinstoffliche Schicht selbst ertasten kann. Dabei zeigen sich oft erstaunliche Reaktionen. Wenn Menschen das erste Mal ihren Feinstoffkörper fühlen, beschreiben sie ihn etwa als „gummihaft, wie ein Taucheranzug“ „eine feste Platte“ oder als „etwas, was die Hand wegdrückt“. Der Atemraum dieser Menschen ist entsprechend klein. Sie atmen gegen einen unsichtbaren Widerstand, der sich wie ein Korsett lockert, sobald die feinstoffliche Schicht weiter und durchlässiger wird. Der Atem kann dann freier fließen. Dies geschieht bereits während der Übungen. Wenn sie nach der Anwendung auf der Liege den Feinstoffkörper nochmals ertasten, äußern sie häufig erstaunt, dass seine Grenze viel weiter weg vom Körper zu ertasten ist und dass er sich viel weicher und leichter anfühlt. Ist der „Atemraum“ eines Menschen so vergrößert, ist es nicht verwunderlich, wenn auch das unbewusste Atemmuster sich dem anpasst und ein gesünderes und entspannteres Atmen bis in den Schlaf hinein entsteht. Dies wurde inzwischen auch in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen.

Studie: So reagiert das vegetative Nervensystem

Die Wirkung von SBB wurde in einer Beobachtungsstudie mit Herzratenvariabilitätsmessungen (HRV) untersucht, die von Dr. Alfred Lohninger, Leiter des Instituts Autonom Health begleitet wurde. Die HRV-Messung gilt als verlässliche Methode, die Wirksamkeit einer Therapie zu messen. Bei den Probanden wurden 24-Stundenmessungen mittels EKG-Brustgurt über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten durchgeführt, wobei sie drei bzw. sechs SBB-Anwendungen erhielten und die Übungen zu Hause durchführten. Die Ergebnisse weisen auf eine starke Verbindung zwischen dem vegetativen Nervensystem und dem Feinstoffkörper hin. Es konnte ein deutlicher Einfluss auf die Atmung, die Herzfrequenz und vor allem auf das Zusammenspiel von Herzschlag und Atmung gemessen werden. Sobald die Hand des Therapeuten beginnt, die Oberfläche des Feinstoffkörpers zu ertasten, geht die Atmung des Patienten automatisch in eine tiefe, rhythmische Bauchatmung über – ähnlich der im gesunden Tiefschlaf. Die Herzfrequenz wird dabei niedriger als der Durchschnitt im Schlaf. Der Vagusnerv reagiert ebenso mit einer Aktivität höher als im Tiefschlaf. Während der Arbeit am Feinstoffkörper entsteht eine Herz-Atem-Kohärenz: Der Herzschlag und die Atmung synchronisieren sich in einem Rhythmus von 4 zu 1, und bilden damit die Grundlage, um die Gesamtrhythmen im Körper in Harmonie und Ordnung zu bringen.

Dr. Alfred Lohninger äußerte zu den Ergebnissen: „Wo wir diese Messungen bekommen haben, habe ich schon ziemlich gestaunt, weil da Muster erkennbar waren, die wir so noch nicht gesehen haben. Das Frappante bei der Göthert-Methode ist, dass es einen tiefschlafähnlichen Zustand in einer extremen Ausformung hervorruft, der zu einer Re-synchronisation der Körperrhythmen führt. Dadurch sind Effekte zu sehen, wie ich sie sonst nur beispielsweise von Messungen bei Mönchen im Shaolin-Kloster kenne, wo spezielle Fertigkeiten entwickelt werden durch jahrzehntelanges Training.“

Die HRV-Langzeit-Messdaten zeigen zudem, dass nach drei bzw. sechs SBB-Anwendungen eine Basis für eine nachhaltig gesündere Atmung gelegt ist, auch dank der Übungen zur eigenständigen Durchführung von den Patienten. Die gesündere Atmung lässt sich dabei anhand des höheren durchschnittlichen PNN50-Werts ablesen “ dem Maß für die Aktivität des Vagusnervs. Dieser Wert steht in Zusammenhang mit gesundem Atmen. Bei den Probanden zeigt sich eine Tendenz zur Verdoppelung dieser Werte, am Tag ebenso wie im Schlaf. Wie die Probanden berichten, reichen die wenigen Minuten, die sie sich mit ihrem Feinstoffkörper beschäftigen, um in Stresssituationen ihre Atmung ohne ihr bewusstes Zutun zu beruhigen.

„Nachdem die Übungen von Subtle Body Balance offensichtlich rasch von so gut wie allen Menschen erlernbar sind,“ so Dr. Lohninger, „stimmt mich das als Mediziner sehr zuversichtlich, weil die Selbstwirksamkeit ein Thema ist, das wir in der Lebensstilmedizin in der Zukunft unbedingt brauchen können, denn mit Reparaturmedizin wird sich die ganze Geschichte nicht wirklich ausgehen.“

Fazit

Der Feinstoffkörper hat einen direkten Einfluss auf unsere Atmung. Ob wir Druck und Enge oder Leichtigkeit und Weite um unseren Körper verspüren, ob wir hektisch und flach oder ruhig und tief atmen, liegt häufig am Zustand unseres Feinstoffkörpers. Deshalb sollte er in jede Atempraxis integriert werden. Im gesunden Zustand ist der Feinstoffkörper durchlässig, leicht und weich und bildet einen Schutzraum, in dem man frei durchatmen kann – ganz unabhängig davon, was von außen auf einen einwirkt. Mit einem Bewusstsein für den Feinstoffkörper sensibilisiert sich der Mensch wieder für die eigenen Bedürfnisse und lernt, Signale wahrzunehmen, etwa wenn „dicke Luft“ herrscht oder er in einer Situation oder Beziehung „keine Luft“ bekommt. So lässt sich bewusst „Freiraum zum Atmen“ schaffen.

erschienen bei CO.med 10/2024

Zum Weiterlesen
Ronald Göthert: Entdecke deinen Feinstoffkörper: Das Praxisbuch für Schutz und Stärkung der Lebensenergie. Lotos Verlag, 2021. ISBN 978-3-7787-8301-6

Literatur
[1] Lohninger A. Herzratenvariabilität: Das HRV Praxis- Lehrbuch. facultas, 2021.
[2] Lohninger A. Einfach gesund: Anleitung zur artgerechten Haltung von Menschen. Cameo Verlag, 2016.

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Ronald Göthert, Autor und Entwickler der Göthert-Methode, ist ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der feinstofflichen Gesundheit. Seine bahnbrechenden Forschungen, sein fundiertes Wissen und seine 25-jährige Praxistätigkeit bilden die Grundlage für Seminare, Feinstofftherapien und die Ausbildungen zum „Coach nach Göthert“ sowie zum Subtle Body Balance-Practitioner für Therapeut:innen.

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Zurück zur inneren Mitte und einem positiven Lebensgefühl mit Subtle Body Balance nach Ronald Göthert

Subtle Body Balance ermöglicht, den Patienten auf einer Ebene zu erreichen, wo man nur schwer mit Gesprächen, Medikamenten oder Körpertherapien hingelangt. Der Schlüssel dazu ist der Feinstoffkörper.

BildMit den Jahren gehen die natürliche Lebensfreude und das innere Wohlgefühl oft verloren. Wie können wir verhindern, dass wir uns selbst fremd werden? Wie den Kontakt zu unserem Inneren bewahren? Die Anwendung „Subtle Body Balance“ folgt einem neuartigen Ansatz. Die Einbeziehung des feinstofflichen Körpers in die Therapie ermöglicht es, das psychische Wohlbefinden von Patienten direkt zu verbessern. Die positive Wirkung ist nun auch durch eine Studie mit Herzratenvariabilitätsmessungen (HRV) nachgewiesen.

Der Verlust der inneren Lebensqualität

Man könnte es als Defizit unserer Kultur bezeichnen, dass wir vor lauter Geschäftigkeit im Äußeren nicht lernen, den Kontakt zu unserem Inneren zu pflegen. So ist es ein Kernproblem vieler Menschen geworden, dass sie die Verbindung zu sich selbst weitgehend verloren haben. Sie spüren sich nicht mehr, erleben in sich Dunkelheit, Leere oder Kälte oder fühlen sich von sich selbst entfremdet. Wie kann man den Betroffenen nun am besten helfen, wenn sie therapeutische Hilfe aufsuchen?

Es gilt als eine Art ungelöstes Rätsel unserer Gesellschaft, auf welche Weise ein positives inneres Lebensgefühl dauerhaft zu erreichen ist. Denn Eigenschaften wie natürliche Lebensfreude oder Zuversicht schreiben wir eher der Kindheit zu und finden uns oft damit ab, dass sie mit den Jahren schwinden. Als Kinder haben wir noch einen intuitiven Zugang zu dieser inneren Lebendigkeit und Geborgenheit. So können sich viele Menschen noch an eine Zeit erinnern, wo sie etwas Warmes und Lebendiges in der Brustmitte gespürt haben, ein Aufgehobensein und Vertrauen in das Leben. Doch mit der Zeit geht dies meist verloren und man stellt fest, dass es in einem dunkler geworden ist, das Leben mühsamer und farbloser. Es können traumatische Ereignisse sein, die zu diesem Zustand führen, oder auch Krankheiten, Operationen, langanhaltende Phasen von Stress.

Der Schlüssel liegt im Feinstofflichen

Was können wir also tun, um uns die innere Lebendigkeit unserer frühen Jahre zu bewahren oder sie wiederzuerlangen? Ein Schlüssel liegt, so Ronald Göthert, im feinstofflichen Körper des Menschen. In drei Jahrzehnten seiner therapeutischer Arbeit und Forschung konnte er feststellen: Wir Menschen haben mit unserem feinstofflichen Körper eine weitgehend unentdeckte Ressource für unser Wohlbefinden. Und wir können lernen, diese für uns zu erschließen.

Durch die Wahrnehmung des eigenen feinstofflichen Körpers und die bewusste Zuwendung zu ihm kommen sich die Menschen selbst wieder näher und erleben Geborgenheit und ein verloren geglaubtes Urvertrauen. Möglich wird dies mit der Anwendung „Subtle Body Balance“ nach der Göthert-Methode. Mit ihr lassen sich Patienten auf einer Ebene erreichen, wo man mit Gesprächen, Medikamenten oder Körpertherapien nur schwer hingelangt. Zudem gibt sie den Patienten die Möglichkeit, sich selbst zu helfen. Dafür braucht es keine besondere Begabung, aufwändige Schulung oder jahrelange Meditationspraxis. Häufig treten schon nach drei Anwendungen sowie der Durchführung der Übungen wünschenswerte Veränderungen ein. Die positiven Effekte sind durch Herzratenvariabilitätsmessungen nachgewiesen.

Unsere tastbare innere Mitte

Doch gehen wir erst mal einen Schritt zurück. Was bedeutet es eigentlich, „sich selbst zu spüren“? Wie kommt man sich wieder näher? Unsere Sprache kennt viele Redewendungen, die sich auf das Zuhausesein in uns selbst beziehen, denken wir etwa an „neben sich stehen“ oder „bei sich, in seiner Mitte“ sein. Doch diese Empfindungen bleiben schwer fassbar, bis man die feinstoffliche Ebene des Menschen mit einbezieht.

Der feinstoffliche Körper ist die Schicht, die den physischen Körper bis in etwa 15 cm Entfernung umgibt und auch durchdringt. In der Yoga-Philosophie ist er als _Pranamaya Kosha_ oder Energiehülle bekannt, denn hier ist unsere Lebensenergie zu finden. In der Göthert-Methode wird bevorzugt der Begriff „feinstofflich“ verwandt, weil dieser Teil von uns tatsächlich stofflich ist und haptisch erfahrbar. Und genau um diese Erfahrbarkeit geht es bei Subtle Body Balance.

Welch tiefgreifende Wirkung allein die Bewusstwerdung des Feinstoffkörpers für einen Patienten haben kann, ist immer wieder erstaunlich. Oft ist es so, als wäre ein Schalter umgelegt worden: Eine andere Selbstwahrnehmung, ein verbessertes Wohlempfinden, mehr innere Stabilität und eine veränderte Lebensperspektive stellen sich ein.

Unser Wohlgefühl hat so gesehen eine tastbare Ebene. Die „innere Mitte,“ nach der wir oft so verzweifelt suchen, können wir förmlich anfassen lernen. Zu diesem Zweck wurde die Anwendung „Subtle Body Balance“ entwickelt, die Therapeuten in kurzer Zeit erlernen und in verschiedene andere Therapieformen integrieren können – und von der sie während der Behandlung sogar selbst profitieren (siehe Artikel in CO.med 7/2023: Mehr innere Balance für Therapeuten).

Der Ablauf von Subtle Body Balance

Empfohlen wird eine Terminsequenz von drei Terminen à 40 Minuten innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Die Übungen, die vermittelt werden, sollten vom Patienten bestenfalls etwa zwei Wochen lang täglich durchgeführt werden, dann nach einer Pause wieder eine Zeit lang täglich, bis sich eine innere Stabilität und Balance als neue Normalität einpendeln. Später können die Übungen nach Bedarf angewendet werden.

Erster Schritt: die Theorie
Etwas Theorie zu Beginn ist wichtig, um den Patienten auch auf Verstandesebene in dieses meist neue Feld mitzunehmen. Hierbei stellen sich häufig schon erste Aha-Momente ein, denn das Feinstoffliche ist etwas, das wir unbewusst alle kennen. Wir weichen beispielsweise zurück, wenn uns eine Person, die uns unangenehm ist, zu nahekommt. Ist der Feinstoffkörper gesund, kann er uns vor äußeren Einflüssen schützen und mit Lebensenergie versorgen. Ist er in einem schlechten Zustand, sind wir dünnhäutig, erschöpft oder dauerhaft angespannt. Während der Therapeut dies erklärt, knüpft der Patient an eigene Erfahrungen mit dem Feinstofflichen an und beginnt, zu seinem Inneren zu blicken.

Zweiter Schritt: Ertasten des Feinstoffkörpers und Übungen zur inneren Balance
Im nächsten Schritt geht es darum, den Feinstoffkörper haptisch zu erfahren. Der Therapeut demonstriert die Vorgehensweise: Die rechte Hand wird von der Seite kommend, achtsam und mit einer Handbreit Abstand zum physischen Körper vor die Brustmitte geführt. Der Patient soll beobachten, ob dort etwas wahrzunehmen ist. Manche spüren zu diesem Zeitpunkt noch nichts, kurz darauf aber ein Kribbeln in der Hand sowie Wärme. Dann, nach weiteren Hinweisen, spüren sie etwas wie eine Oberfläche oder Grenze.

Wenn sich die Patienten ihrer vergessenen feinstofflichen Ebene bewusst werden, ist das oft ein besonderer Moment. Sie erleben sich ganzheitlicher und präsenter. Sie kommen dabei in eine Frequenz, wo die Gedanken schweigen und sie mit gesteigerter Wachheit im Hier und Jetzt sein können. Das Erleben von innerer Stille, von Frieden und Geistesgegenwart wird auch mit langer Meditationspraxis angestrebt – hier ist es in kurzer Zeit durch den Zugang zum eigenen Feinstoffkörper möglich.

Im Verlauf der Termine werden vier aufeinander aufbauende Anleitungen vermittelt. Diese Übungsschritte sind so konzipiert, dass parallel zur Verfeinerung der Wahrnehmung des eigenen Feinstoffkörpers eine innere Balance hergestellt wird, die sich positiv auf dessen Zustand auswirkt. Der Feinstoffkörper reagiert sehr schnell auf die manuelle Zuwendung. Damit geht eine Verbesserung des inneren Wohlbefindens einher. Erlebt man sich beispielsweise zu Anfang noch angespannt, kann man feststellen, dass der Feinstoffkörper sich ebenso dicht und zusammengezogen anfühlt. Nach den jeweiligen Übungsschritten dehnt er sich merklich aus und wird geschmeidiger. Entspannung und innere Ruhe stellen sich ein. Während dieser Entwicklung versteht der Patient, dass er durch die Fähigkeit, sich dem eigenen Feinstoffkörper zuzuwenden, das eigene Wohlempfinden selbst in der Hand hat.

Dritter Schritt: Die Anwendung auf der Behandlungsliege
Nach den ersten Wahrnehmungserfahrungen des Patienten erfolgt eine ca. 20-minütige Anwendung auf der Liege. Dabei wird der gesamte Feinstoffkörper des Patienten, in einem Abstand von ca. 15 cm vom Körper, von Kopf bis Fuß mit der Hand des Therapeuten abgetastet und aktiviert. Patienten äußern sich oft erstaunt darüber, dass sie auch bei geschlossenen Augen genau wahrnehmen können, wo sich die Hand des Therapeuten gerade befindet, obwohl der physische Körper nie berührt wird. Auf diese Weise entsteht ein (erweitertes) Bewusstsein vom Feinstoffkörper. Als Therapeut darf man erleben, wie ein zunächst schwacher oder verdichteter Feinstoffkörper sich unter der Hand entfaltet. Der Patient spürt diesen wie ein lebendiges Polster um den ganzen Körper herum.

Feinstoffarbeit ist nicht gleich Energiearbeit

Die Feinstoffarbeit nach der Göthert-Methode unterscheidet sich stark von den verschiedenen Formen der Energiearbeit. Teilnehmende der Weiterbildung, die eine Form der Energiearbeit praktiziert haben, stellen dies oft überrascht fest, wenn sie erstmals mit dem eigenen Feinstoffkörper arbeiten.

Bei einer Feinstoffarbeit findet kein Energieaustausch statt – es wird keine Energie in das System des Patienten hineingegeben oder genommen und es entsteht auch keine energetische Verbindung. Weder wird auf der mentalen Ebene gearbeitet noch mit einer bewusst gesetzten Intention. Die Wirkkraft der Arbeit basiert allein auf der Aktivierung des Feinstofflichen. Dies geschieht in der Begegnung der beiden Feinstoffkörper. Man kann sich das vorstellen wie ein Signal, ähnlich einer Stimmgabel, die durch einen gleichen Ton zu vibrieren beginnt – der Feinstoffkörper bekommt den Impuls für eine gesunde Aktivität.

Nachweisbare Wirkung auf das Autonome Nervensystem

Neben zahlreichen bemerkenswerten Erfahrungsberichten liegen nun auch Messdaten vor, welche einen positiven Effekt auf das vegetative Nervensystem durch die Arbeit mit dem Feinstoffkörper belegen: Eine Beobachtungsstudie zur Wirksamkeit von Subtle Body Balance mittels Herzratenvariabilitätsmessungen (HRV), begleitet von Dr. Alfred Lohninger, Leiter des Instituts Autonom Health, zeigt eindeutige Ergebnisse [1]. Die HRV-Messung gilt als objektives Maß für die körperliche und psychische Grundverfassung und zeigt auf, was förderlich wirkt. Bei Langzeitmessungen mit Probanden wurde eine Stärkung des gesamten vegetativen Nervensystems festgestellt. Der Effekt der Anwendung Subtle Body Balance weist in der HRV ein stark ausgeprägtes, wiederholbares Muster auf – ein Beispiel ist in der beigefügten Grafik zu sehen. Die vier Fragezeichen auf der Lebensfeuer-Grafik zeigen den Zeitraum des Subtle Body Balance-Termines an: Theorie, Übungen, Anwendung und Nachgespräch. Die aufgeführten Werte wurden während der Anwendung auf der Liege gemessen.

Bereits während der Übungen zeigt sich eine positive Reaktion des vegetativen Nervensystems, wie auf der Grafik zu sehen ist. Durch die Arbeit auf der Liege findet eine intensive Erholung und Regenerierung statt, die Rhythmen im Körper kommen in eine Kohärenz und Synchronisierung. Die Herzrate sinkt zum Teil tiefer als im Schlaf, der Atem vertieft sich, die respiratorische Sinusarrhythmie setzt immer wieder ein. Die Aktivierung des Parasympathikus zeigt sich über einen starken Anstieg der High Frequency-Werte (HF), hier im Beispiel um 483 Prozent. Der pNN50-Wert, der als Maß für die Vagus-Aktivität gilt, steigt ebenfalls während der Anwendung weit über den Tagesdurchschnitt, teilweise sogar höher als im Tiefschlaf. Bei dieser Probandin ist die Vagus-Aktivität um 600 Prozent höher als ihr Tagesdurchschnitt. Was sich dabei vom Schlaf oder von bekannten Entspannungsmethoden unterscheidet ist, dass sich bei dieser Anwendung parallel zu der starken Vagus-Aktivierung auch die Low-Frequency-Werte (LF) deutlich erhöhen, die mit geistiger Aktivität in Verbindung gebracht werden. Das gleiche zeigt sich im Very-Low-Frequency-Bereich (VLF), der für die muskulären Kraftreserven steht. Somit steigen die Total-Power-Werte auf bemerkenswerte Weise an.

Man kann von einer Stärkung des Gesamtsystems innerhalb einer tiefen Ruhe und einem Höchstmaß an körperlicher Ökonomie sprechen. Dies passt zu der Rückmeldung von Patienten, dass sie sich infolge der Anwendung sowohl tief entspannt als auch innerlich präsent, leistungsfähig und körperlich gestärkt fühlen. Auch eine größere Vitalität und verbesserte Erholungsfähigkeit werden in dem gemessenen Zeitraum nach den Anwendungen genannt sowie von Messungen belegt.

Aktivierung des Vagus-Nervs durch Subtle Body Balance

Die gemessene hohe Vagus-Aktivierung, teilweise über Tiefschlafniveau, die durch die Aktivierung des feinstofflichen Körpers möglich zu sein scheint, belegt einen wesentlichen Vorteil der Ergänzung verschiedenster Therapien durch Subtle Body Balance. Die wichtige Rolle des Vagus-Nervs für die körperliche und psychische Gesundheit ist mittlerweile weit bekannt – er wird als Ruhenerv bezeichnet, weil unter seinem Einfluss Entspannung eintritt, ebenso als Wohlfühlnerv, weil er die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin beeinflussen soll, und als Selbstheilungsnerv, da sämtliche Autoregulations- und Heilungsprozesse im Vagotonus stattfinden.

Fallbeispiel zur Anwendung von Subtle Body Balance bei einer Angststörung

Die positiven Effekte der Anwendung zeigen sich auch in einem konkreten Fallbeispiel. Es stammt aus der Praxis von Dr. Kathrin Nieter, Fachärztin für innere Medizin, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie. Sie hat die Weiterbildung „Subtle Body Balance“ bei Ronald Göthert absolviert und wendet die Methode in ihrer Praxis an.

Ihre 55-jährige Patientin, um die es hier geht, leidet seit sie sich erinnern kann an innerer Anspannung und Ängsten. Letztere äußerten sich immer wieder akut in Panikattacken, begleitet von Herzrasen, Schwitzen und Schwindel. Phasenweise sei die Angst so stark, dass sie tagelang das Haus nicht verlassen könne, berichtet sie.

Für die Symptome konnte keine körperliche Ursache festgestellt werden. Die Patientin hat laut Ihrer Aussage bereits zahlreiche Therapien durchlaufen und unterschiedliche Maßnahmen versucht, um die Ängste einzudämmen – mit mäßigem Erfolg. Nach ihrer Teilnahme an der Subtle Body Balance-Weiterbildung wendet Frau Dr. Nieter die neu erlernte Technik bei der Patientin an. Sie erhält eine Anwendungssequenz von drei Terminen innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Bereits bei der ersten Anwendung entspannt sich die Patientin zunehmend. Hinterher berichtet sie von einem Geborgenheits- und Glücksgefühl, das sie kaum in Worte fassen könne. Sie spüre ein warmes Vibrieren und ein angenehmes Fließen um sich herum. Etwas in ihr sei wieder lebendig geworden.

Ein paar Wochen später erzählt sie von dem Einsatz der Übungen bei starken Kopfschmerzen in Folge einer beruflichen Konfliktsituation. Bereits nach zehn Minuten habe sie eine deutliche Reduktion des Schmerzes bemerkt, ihrem Empfinden nach um etwa 50 Prozent. Nach weiteren zehn Minuten sei der Kopfschmerz so gut wie verschwunden gewesen.

Zwei Monate später, nach regelmäßiger Durchführung der Übungen, erlebe sie sich nun so, als sei sie dauerhaft in einer Kraft eingebettet, die ihr das Gefühl gebe, dass ihr nichts passieren könne.

Ein Jahr später berichtet sie, dass sie seither komplett von Panikattacken verschont geblieben sei. Wenn sich die ersten Anzeichen bemerkbar machten, würde sie sich wie gelernt ihrem Feinstoffkörper zuwenden und dabei spüren, wie sie wieder zu sich komme, sich etwas in ihr zurechtrücke und sie sich beruhige.

Fazit

Durch die Einbeziehung des feinstofflichen Körpers erhalten Therapeuten mit Subtle Body Balance eine grundlegend neuartige Möglichkeit, das psychische Wohlbefinden ihrer Patienten schnell und effektiv zu verbessern. Mit Hilfe der Übungen können die Patienten erstmals ein Bewusstsein für ihren feinstofflichen Körper entwickeln und sich diesem eigenständig zuwenden. Allein dies wirkt sich spürbar positiv auf das Wohlbefinden der Patienten aus. Die Wirkung von Subtle Body Balance wurde durch eindeutige und reproduzierbare Ergebnisse auch mit der schulmedizinisch anerkannten Methode der HRV-Messung nachgewiesen. Die Messungen sind damit ein weiterer Hinweis auf die Existenz des von der Naturwissenschaft noch weitgehend unbeachteten feinstofflichen Teils des Menschen – unseres feinstofflichen Körpers. Sie zeigen, wie wichtig es ist, dass wir uns unseres Feinstoffkörpers bewusst werden und ihm Aufmerksamkeit schenken.

Erschienen in CO.med 11/23

Zum Weiterlesen
Ronald Göthert: _Entdecke deinen Feinstoffkörper – das Praxisbuch für Schutz und Stärkung der Lebensenergie,_ Lotos Verlag

Literatur
Lohninger, Alfred: Herzratenvariabilität: Das HRV Praxis-Lehrbuch. facultas, 2021

[1] Messungen, Berechnungen und Analysen durchgeführt von Dr. med. Alfred Lohninger, Autonom Health GesundheitsbildungsGmbH, www.autonomhealth.com

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Über Ronald Göthert
Ronald Göthert, Autor und Entwickler der Göthert-Methode, ist ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der feinstofflichen Gesundheit. Seine bahnbrechenden Forschungen, sein fundiertes Wissen und seine 25-jährige Praxistätigkeit bilden die Grundlage für Seminare, Feinstofftherapien und die Ausbildungen zum „Coach nach Göthert“ sowie zum Subtle Body Balance-Practitioner für Therapeut:innen.

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