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Eine erfolgreiche Hightech-Agenda braucht entsprechende Umsetzungsstrukturen

Deutschland setzt auf Hightech, aber ohne funktionierende Transferstrukturen bleibt es bei Ankündigungen. Der BVIZ fordert: Innovationszentren sichtbar einbinden, modernisieren und stärken.

Der Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e. V. (BVIZ) begrüßt die Hightech-Agenda Deutschland (HTAD) als Bekenntnis zur Wettbewerbsfähigkeit und neuer wirtschaftlicher Dynamik. Bei der Auftaktveranstaltung in der vergangenen Woche betonte die Bundesregierung deutlich, dass Innovation zur politischen Priorität Nummer eins wird. Bundeskanzler Friedrich Merz hob hervor, dass wirtschafts-, sicherheits- und gesellschaftspolitische Herausforderungen heute in der Innovationspolitik zusammenlaufen und Deutschland seine technologische Zukunft aktiv gestalten muss.

Aus Sicht des BVIZ reicht ein politischer Paradigmenwechsel allein jedoch nicht aus. Entscheidend ist, ob Deutschland seine strukturellen Schwächen im Technologietransfer überwindet. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bekräftigte, dass Forschung notwendig ist, um Innovation in die Praxis zu bringen. Der Verband widerspricht nicht, weist aber darauf hin, dass Deutschland in der Forschung längst international stark ist. Die Schwachstelle liegt in der Überführung innovativer Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte.

„Deutschland scheitert nicht an Ideen, sondern an der Umsetzung. Wenn Innovation oberste Priorität hat, dann müssen diejenigen Akteure gestärkt werden, die aus Forschung Wertschöpfung machen, erklärt Dr. Christina Quensel, Präsidentin des BVIZ.“

Innovationszentren bilden dabei bundesweit die physische und organisatorische Infrastruktur für diesen Schritt: Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen, Skalierung technologieintensiver Start-ups, industrielle Testumgebungen, regulatorische Begleitung, IP-Transfer, Vernetzung mit Kapitalgebern und Kooperationen mit dem Mittelstand und der Industrie. Jährlich entstehen hier Tausende technologieorientierte Unternehmensgründungen und hochqualifizierte Arbeitsplätze.

Trotzdem findet diese Infrastruktur in der Bundespolitik weiterhin zu wenig Berücksichtigung.
„Innovations- und Gründerzentren sind seit Jahrzehnten die Orte, an denen Forschung, Gründung und Markt zusammenfinden. Genau dieser Transfer entscheidet, ob Deutschland seine Ziele aus der Agenda erreicht“, sagt Peggy Zimmermann, Geschäftsführerin des BVIZ. „Deshalb ist es schwer nachvollziehbar, warum Innovationszentren trotz ihrer nachweisbaren Wirkung in der aktuellen Politik auf Bundesebene weiterhin wenig wahrgenommen werden.“

Aus Sicht des BVIZ braucht die Umsetzung der Hightech-Agenda eine systematische Einbindung der Innovations- und Gründerzentren. Konkret heißt das:
1. Ein bundesweites „German Innovation Infrastructure Program“ zur Modernisierung bestehender Innovationszentren, damit ältere Standorte technologisch, räumlich und digital auf dem Niveau sind, die junge Hightech-Unternehmen heute benötigen.
2. Transferstrukturen und Pilotanlagen stärken, damit Technologien schneller aus dem Labor in die Anwendung kommen.
3. Den Zugang zu industriellen Testumgebungen ermöglichen, um Produkte und Prozesse vor der Markteinführung unter realen Bedingungen zu erproben.
4. Programme zur Skalierung von Deep-Tech-Start-ups ausweiten, damit aus Prototypen industrielle Lösungen werden.

Wenn Deutschland Innovationsführer sein will, reicht es nicht, Forschung zu finanzieren und Schlüsseltechnologien zu definieren. Es braucht handlungsfähige, vernetzte Orte, die die Markteinführung beschleunigen können. Genau das leisten die Innovations- und Gründerzentren im BVIZ seit Jahrzehnten mit großem Erfolg.

Der BVIZ begleitet sehr gerne die politische Umsetzung der HTAD und schlägt vor, dass die Bundesregierung die Transferstrukturen der Innovationszentren künftig deutlicher berücksichtigt, in Programmen, in Förderlogiken und in der politischen Sichtbarkeit.

„Wenn Innovation die oberste Priorität der Bundesregierung ist, dann müssen auch die Orte gestärkt werden, an denen Innovation praktisch entsteht, so Quensel.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

BVIZ e. V.
Peggy Zimmermann
Charlottenstr. 65
10117 Berlin
Deutschland

fon ..: 0303920-0581
web ..: http://www.innovationszentren.de
email : zimmermann@innovationszentren.de

Der Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e. V. (BVIZ) setzt sich für die Förderung und Unterstützung von Technologie- und Gründerzentren (TGZs) sowie deren Unternehmen ein. Der BVIZ vertritt die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene und bietet eine Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Bis heute wurden in den deutschen Zentren über 50.100 Unternehmen erfolgreich gegründet und 316.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.

Pressekontakt:

BVIZ e. V.
Peggy Zimmermann
Charlottenstr. 65
10117 Berlin

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email : zimmermann@innovationszentren.de

Wirtschaft

„Infrastrukturpaket: Investitionen in Innovationszentren müssen dazugehören“

BVIZ fordert zur Vereidigung der Merz-Regierung gezielte Förderung für TGZ im Infrastrukturpaket – mit eigenem German Innovation Infrastructure Scheme (GIIS) und Fokus auf Modernisierung statt Neubau.

Anlässlich der gestrigen Vereidigung der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) fordert der Bundesverband der Innovationszentren (BVIZ) die Bundesregierung nachdrücklich auf, Innovationszentren als unverzichtbare Infrastrukturkomponente für Innovation und Wirtschaftswachstum stärker zu fördern.

Besonders vor dem Hintergrund des geplanten Infrastrukturpakets muss sichergestellt werden, dass Technologie- und Gründungszentren (TGZ) nicht nur als Nebenschauplatz betrachtet, sondern als zentrale Akteure für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland gezielt unterstützt werden.

„Die bestehenden Technologie- und Gründungszentren sind eine der wichtigsten Säulen für Innovation und Unternehmertum in Deutschland“, so Dr. Christina Quensel, Präsidentin des BVIZ. „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen müssen wir dafür sorgen, dass diese Zentren weiterhin zukunftsfähig bleiben. Dazu gehören notwendige Investitionen in moderne Arbeitsräume, Digitalisierung und nachhaltige Sanierung.“

Doch trotz ihrer Schlüsselrolle wird die Bedeutung der TGZ im aktuellen Koalitionsvertrag 2025 bisher nicht ausreichend berücksichtigt. „Obwohl Innovationszentren und ihre Rolle für die Wirtschaftswachstumsstrategie klar erkennbar sind, bleibt eine gezielte Förderung im Koalitionsvertrag leider aus“, erklärt Peggy Zimmermann, Geschäftsführerin des BVIZ. „Das angestrebte Infrastrukturpaket bietet nun die Gelegenheit, dieses Defizit zu beheben und Technologie- und Gründungszentren als wesentlichen Bestandteil einer zukunftsfähigen Infrastrukturpolitik zu etablieren.“

Um die dringend notwendige Unterstützung für diese Innovationsräume sicherzustellen, fordert der BVIZ die Einführung des German Innovation Infrastructure Scheme (GIIS) – ein gezieltes Förderprogramm, das es Ländern, Kommunen und Trägern ermöglicht, flexible Mittel für die Sanierung, Erweiterung und energetische Modernisierung bestehender Gründerzentren zu beantragen.

„Deutschland braucht dringend eine zentrale Initiative, um die Infrastruktur für Start-ups und KMU zukunftsfähig zu machen. Ein zentraler Fördertopf, idealerweise bei der KfW angesiedelt, könnte die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen“, so Quensel weiter.

Die französische „French Tech Initiative“ dient hier als Vorbild. Sie zeigt, wie eine nationale Förderstrategie TGZ effektiv unterstützt und Innovationsökosysteme stärkt. Der BVIZ fordert eine ähnliche, bundesweite Initiative, die bestehende Technologie- und Gründungszentren auf den neuesten Stand bringt und so zu einer nachhaltigen Innovationsförderung beiträgt.

Das begleitende Positionspapier „Modernisieren statt neu bauen – Investitionen in bestehende Technologie- und Gründungszentren stärken“ zeigt konkrete Handlungsempfehlungen und Förderbedarfe auf. Es steht hier zum Download bereit.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

BVIZ e. V.
Frau Peggy Zimmermann
Charlottenstr. 65
10117 Berlin
Deutschland

fon ..: 030 39200581
web ..: http://www.innovationszentren.de
email : zimmermann@innovationszentren.de

Der Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e. V. (BVIZ) setzt sich für die Förderung und Unterstützung von Technologie- und Gründungszentren (TGZ) sowie deren Unternehmen ein. Der BVIZ vertritt die Interessen seiner über 155 Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene und bietet eine Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Bis heute wurden in den deutschen Zentren über 50.100 Unternehmen erfolgreich gegründet und 316.000 Arbeitsplätze geschaffen. Mit einer Überlebensquote von nahezu 100% sind die Mitglieder des BVIZ ein Motor für die deutsche Wirtschaft und fördern den Mittelstand von morgen.

Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.

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