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„Gerechtigkeit“ – Band 44 der Schriftenreihe der Freien Akademie liegt vor

Der Band beleuchtet das Thema aus philosophischer, juristischer, anthropologischer und psychologischer Perspektive. Ist Gerechtigkeit ein fundamentales Prinzip oder eine kulturelle Konstruktion?

BildDer Band mit dem Titel „Gerechtigkeit“ ist in der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE beim Angelika Lenz Verlag (ISBN 978-3-923834-42-6) erschienen und beinhaltet die Beiträge und Ergebnisse der wissenschaftlichen FA-Tagung vom Mai 2025 und einen weiteren, die Thematik vertiefenden Beitrag. Dieses Buch wurde von Dr. Volker Mueller herausgegeben.

Es gilt als Errungenschaft der Französischen Revolution, dass persönliche Freiheit ein Menschenrecht ist und die zu ihrer Realisierung nötige Gleichberechtigung durch Brüderlichkeit bzw. Solidarverhalten und durch Rechtsstaatlichkeit gestützt werden muss, dass zur Gerechtigkeit also immer auch ein gewisses Maß an Gleichheit gehört. Bis heute aber ist dies umstritten.

Die Idee des Sozialstaates, der dem Einzelnen das Existenzminimum und das Recht auf Leben garantieren soll, ist relativ neu. Auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist das Recht darauf nicht ausdrücklich formuliert, sondern ergibt sich nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus der staatlichen Pflicht zum Schutz der Menschenwürde nach Artikel 1 des Grundgesetzes.

Hinzugekommen ist in den letzten Jahren die Aufarbeitung kulturgeschichtlich tradierter Formen der Diskriminierung, nämlich das Streben nach geschlechtlicher Emanzipation und Selbstbestimmung, nach Respektierung der kulturellen und damit auch sprachlichen Eigenarten, der sozialen Herkunft, der individuellen Leistungsfähigkeit und des Bildungsstandes. Globale Entwicklungen in der Gegenwart führen zu neuen Anforderungen an die Politik und den Staat, aber auch zu einer neuen Individualethik. Zur Beachtung der Ansprüche auf Gleichbehandlung und Gleichstellung und zu einem gerechteren Verhalten sind wir alle aufgefordert. Führen sie jedoch zu Gerechtigkeit im Zusammenleben der Menschen? Die Unübersichtlichkeit der Anforderungen hat dem ethischen Diskurs eine unbekannte Schärfe gegeben und teils zu einem seinerseits diskriminierenden Moralisieren geführt. Befinden wir uns in einem Aufbruch zwischen Moral und Diskriminierung?

Was ist gerecht und was ungerecht? Was kann der Einzelne in emanzipatorischer Absicht legitim von der Gesellschaft fordern, und was davon lässt sich eindeutig formulieren und politisch durchsetzen? Was ist illusorisch? Inwieweit ist der Einzelne zum Entgegenkommen und damit auch zum Interessensverzicht verpflichtet? Wann ist es angezeigt, Erfolg und Glück in den Händen des Betroffenen zu lassen und von Regelungen oder Konventionen Abstand zu nehmen?

Die im Band 44 vereinten Beiträge regen an, Daseins- und Wertefragen unseres menschlichen Miteinanders zu erörtern. Wir danken Pierre-Yves Modicom, Christian Michelsen, Jan-Reinard Sieckmann, Thomas Scheffer, Gunter Willing, Renate Bauer und Bernhard Verbeek für ihre Beiträge.

Dr. Volker Mueller

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Volker Mueller (Hg.):

Gerechtigkeit

160 Seiten | 978-3-923834-42-6 | 19,90 EUR

Angelika Lenz Verlag

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Angelika Lenz Verlag
Frau Ortrun Lenz
Beethovenstraße 96
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Deutschland

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ALV – Angelika Lenz Verlag – das Haus für humanistische Literatur. Bücher für Freigeister, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Atheisten und alle, die gerne gute Bücher lesen und weiterdenken. Wir arbeiten mit freigeistigen Autoren und Verbänden zusammen. Unser Verlagsprogramm umfasst Themen wie Humanismus, Ethik, Religionskritik, Skeptizismus, Philosophie in der Tradition der Aufklärung, aber auch Belletristik, Kinder- und Jugendbücher. Gegründet 1990.

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Shincheonji stärkt bibelzentrierten Dialog: Pastoren und Gläubige in Tansania legen Offenbarungsprüfung ab

Die Shincheonji Tansania-Kirche führte erstmals gemeinsam mit fast 100 lokalen Pastoren eine öffentliche Bibelprüfung zur Offenbarung durch. Ziel war es den bibelzentrierten Austausch zu vertiefen.

BildShincheonji-Tansania-Kirche veranstaltet Bibelprüfung zur Offenbarung mit lokalen Pastoren und Gläubigen

„Anhand von Offb 22,18-19 prüfen, ob man nach dem Wort gehandelt hat“

Erstmals im Ausland mit zahlreichen Pastoren – bibelzentrierter Austausch wird vertieft

Die Shincheonji-Kirche Jesu, der Tempel des Zeltes des Zeugnisses, Stamm Petrus, Tansania (im Folgenden Shincheonji-Tansania-Kirche genannt, Leiter: Yun Hyuncheol), führte am 18. August in Daressalam sowie weiteren großen Städten eine „öffentliche Bibelprüfung zur Offenbarung“ durch, an der sowohl lokale protestantische Pastoren als auch Gläubige der Shincheonji-Kirche Jesu teilnahmen.

Die Prüfung hatte das Ziel, anhand der Worte der Offenbarung – die heute jeder Gläubige unbedingt kennen sollte – zu überprüfen, ob man als Christ, der das Himmelreich erhofft, die Worte der Offenbarung (Offb 22,18-19) treu befolgt hat und so in rechter Haltung vor Gott steht. Der Test bestand aus zehn Haupt- und 33 Unterfragen, die sich ausschließlich auf die Offenbarung konzentrierten. Dabei ging es nicht nur um die Aneignung von Wissen, sondern auch darum, dass die Teilnehmer selbst reflektieren, ob sie nach dem Wort geglaubt und gehandelt haben.

Insgesamt nahmen 138 Personen an der Prüfung teil, darunter 98 protestantische Pastoren und 40 Gläubige der Shincheonji-Kirche Jesu. Damit war dieses Ereignis von besonderer Bedeutung, da bei einer vergleichbaren Prüfung im Vorjahr in Korea lediglich ein einziger Pastor aus einer traditionellen Kirche teilgenommen hatte. Nun beteiligten sich erstmals im Ausland zahlreiche Pastoren.

Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen: Während die Gläubigen der Shincheonji-Kirche Jesu im Durchschnitt 95 Punkte erreichten, lag der Durchschnitt der protestantischen Pastoren bei 7 Punkten. Dennoch war dies nicht der Hauptzweck der Prüfung. Vielmehr ging es darum, dass jeder Einzelne anhand der Worte der Offenbarung seinen Glauben überprüft und neu vor Gott tritt.

Ein teilnehmender Pastor sagte: „Heute habe ich gesehen, wie die Gläubigen von Shincheonji ohne Zögern die richtigen Antworten niederschrieben. Das hat mich dazu gebracht, über meinen eigenen Glauben und meine Verantwortung als Pastor nachzudenken. Von nun an möchte ich durch das Zion-Christliche Missionszentrum von Shincheonji die Offenbarung lernen und meine Gemeindemitglieder richtig lehren, damit sie den Weg Gottes gehen und in das Himmelreich eintreten.“

Der Vorsitzende der Shincheonji-Kirche Jesu, Man-Hee Lee, hat wiederholt betont, dass man, um in den Himmel zu gelangen, die Worte der Offenbarung – insbesondere Offb 22,18-19 – weder hinzufügen noch wegnehmen darf, sondern sie vollständig verstehen und befolgen muss. Zudem erklärte er: „Das Kriterium, um Wahrheit und Lüge, orthodox und Ketzer zu unterscheiden, ist nicht die Tradition oder die Lehre von Menschen, sondern allein das Wort der Bibel.“ Deshalb müsse jeder seinen Glauben anhand der Schrift überprüfen.

Bereits im Vorjahr hatte die Shincheonji-Kirche Jesu in Korea eine ähnliche Bibelprüfung mit Pastoren traditioneller Kirchen durchgeführt, an der insgesamt 313 Personen teilnahmen – jedoch nur ein einziger Pastor aus einer etablierten Kirche. Die nun in Tansania durchgeführte Prüfung ist eine Fortsetzung davon und hat insofern große Bedeutung, als dass erstmals im Ausland zahlreiche Pastoren teilgenommen haben.

Ein Sprecher der Shincheonji-Kirche Jesu erklärte: „Die Bibelprüfung ist keine bloße Wissensabfrage, sondern ein Ort, an dem geprüft wird, ob der Maßstab des Glaubens tatsächlich im Wort der Bibel liegt. Wir sind dankbar, dass immer mehr Pastoren im In- und Ausland daran teilnehmen. Wir hoffen, dass künftig noch mehr Kirchen und Gläubige durch das Wort miteinander im Austausch stehen und eins werden.“

Die Shincheonji-Tansania-Kirche, die 2018 gegründet wurde, wächst seitdem kontinuierlich. Mit Stand August dieses Jahres gehören etwa 2.440 Gläubige der Gemeinde an. Die Kirche bemüht sich, durch den Austausch mit lokalen Pastoren eine bibelzentrierte Glaubensverbreitung voranzubringen.

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