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EU-Parlament winkt Gentechnik-Deregulierung durch

EU-Abgeordnete Manuela Ripa (ÖDP): Schwarzer Tag für Wahlfreiheit, Artenvielfalt und das Vorsorgeprinzip

BildStraßburg (17.6.2026). Grünes Licht für die Deregulierung neuer gentechnischer Verfahren: Das Europaparlament in Straßburg hat nach langen Verhandlungen das neue EU-Gesetz zu Neuen Genomischen Techniken (NGT) angenommen. Die Europaabgeordnete Manuela Ripa (ÖDP) kritisiert die Entscheidung scharf: „Statt Transparenz und Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen, werden zentrale Schutzmechanismen aufgeweicht. Das ist ein Rückschritt für Verbraucher, für Landwirte, für den Umweltschutz und die Artenvielfalt.“

Unter den neuen Regeln ist künftig ein großer Teil der NGT-Pflanzen („Kategorie-1-Pflanzen“) von strengen Zulassungs-, Risikoprüfungs- und Kennzeichnungspflichten ausgenommen. Sie sollen weitgehend wie konventionell gezüchtete Pflanzen behandelt werden, zentrale Elemente des bisherigen Gentechnikrechts gelten für sie nicht. Das sei riskant und ein schwerer Eingriff in die Wahlfreiheit der Bürger, kritisiert Ripa: „Die Verbraucher haben mangels Kennzeichnung kaum noch eine Chance zu erfahren, was sie auf ihren Tellern haben.“

Auch für die Landwirtschaft und insbesondere für den Ökolandbau sieht Ripa erhebliche Risiken. „Ohne umfassende Rückverfolgbarkeit wird es für gentechnikfrei wirtschaftende Betriebe immer schwieriger, ihre Produktionsweise abzusichern. Die Koexistenz zwischen gentechnikfreier und gentechnisch veränderter Produktion wird deutlich komplizierter. Die Gefahr von rechtlichen Unsicherheiten und wirtschaftlicher Abhängigkeit steigt.“

In diesem Zusammenhang warnt die ÖDP-Politikerin vor den Folgen der im Gesetz vorgesehenen Patentregelungen. „Noch 2024 hatte das Europäische Parlament ein weitgehendes Patentverbot auf NGT-Pflanzen gefordert. Das ist während der Verhandlungen mit EU-Kommission und -Ministerrat unter den Tisch gefallen. Damit droht eine weitere Konzentration von Marktmacht bei wenigen globalen Saatgut- und Agrarkonzernen. Saatgut ist die Grundlage unserer Ernährung und darf nicht zum Machtinstrument werden.“

Ripa betont, dass die Herausforderungen des Klimawandels und einer nachhaltigen Landwirtschaft nicht durch eine Schwächung bestehender Schutzstandards gelöst werden könnten: „Innovation ist kein Freibrief für Deregulierung. Gerade bei Eingriffen in das Erbgut müssen das Vorsorgeprinzip, unabhängige Risikoprüfungen und vollständige Transparenz gelten.“ Auch zahlreiche Wissenschaftler hätten darauf hingewiesen, dass die Risiken neuer gentechnischer Verfahren weiterhin sorgfältig geprüft werden müssen, unterstreicht Ripa.

Die heutige Abstimmung des Europaparlaments sei allerdings kein Schlussstrich, so die Europaabgeordnete. „Das EU-Gesetz wird Realität, aber die Debatte über neue Gentechnik ist mit dieser Abstimmung nicht beendet. Gemeinsam mit meiner Partei ÖDP werde ich mich auf allen politischen Ebenen, gerade auch in Deutschland, dafür einsetzen, dass Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz sowie die Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bei politischen Entscheidungen im Mittelpunkt stehen. Allein aufgrund des Verbraucherschutzes und des Vorsorgeprinzips sollte Deutschland gegen das EU- Gesetz klagen oder sich einer eventuellen Klage anderer Mitgliedsstaaten anschließen. “ Deutschland hatte sich im Rat bei der Abstimmung zu dem Gesetz enthalten.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
Herr Gerd Pfitzenmaier
Pommergasse 1
97070 Würzburg
Deutschland

fon ..: 0172-9225161
web ..: https://www.oedp.de/aktuelles/pressemitteilungen
email : gerd.pfitzenmaier@gst.oedp.de

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) wurde 1982 als Bundespartei gegründet. Die ÖDP hat derzeit bundesweit ca. 7000 Mitglieder und über 520 Mandatsträger auf der Gemeinde-, Stadt- und Kreisebene, ist in Bezirkstagen vertreten, stellt 18 Bürgermeister und stellv. Landräte und ist seit 2014 auch im Europäischen Parlament vertreten.

Wer wir sind …

In der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) arbeiten Menschen, die gemeinwohlorientiert denken und handeln. Der oberste Grundsatz unseres politischen Handelns ist, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch solidarisch an alle Menschen auf unserer Erde und an die zukünftigen Generationen. Wir entwickeln zukunftsfähige Lösungen für Mensch, Tier und Umwelt mit dem Ziel einer lebenswerten, gerechten und friedvollen Gesellschaft. Der Grundsatz „Mensch vor Profit“ steht im Mittelpunkt unserer Politik. Wir lösen die Umwelt- und die Armutsfrage gemeinsam, indem wir ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge ehrlich und weitsichtig betrachten.

Pressekontakt:

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Neue Gentechnik soll durch die Hintertür kommen

EU-Abgeordnete Manuela Ripa (ÖDP): Deregulierung gefährdet Wahlfreiheit, Saatgutvielfalt und Unabhängigkeit

Bild(Würzburg/Berlin/Brüssel) – Kurz vor den entscheidenden Abstimmungen zur Deregulierung Neuer Genomischer Techniken (NGT) im Europaparlament kritisiert die EU-Abgeordnete Manuela Ripa (ÖDP) den ausgehandelten Kompromiss scharf. „Verbrauchern und Landwirten droht ein grundlegendes Recht verloren zu gehen: die freie Entscheidung darüber, ob sie Neue Gentechnik auf ihren Tellern haben oder einsetzen wollen“, so Ripa.

Der Umweltausschuss des Europaparlaments wird am Montag (15.6.), das Plenum voraussichtlich am Mittwoch (17.6.) über die neue Verordnung abstimmen. Zuvor hatten sich Verhandler von EU-Parlament, -Ministerrat und -Kommission im sogenannten Trilogverfahren auf einen Kompromisstext verständigt. Dieser wird verbindliches Recht werden, sollten sich nicht in letzter Minute noch Änderungsanträge durchsetzen.

„Mit dem vorliegenden Kompromiss wird ein Großteil der neuen Gentechnik faktisch aus dem bisherigen Gentechnikrecht herausgelöst. Das ist eine politische Entscheidung mit weitreichenden Folgen für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherrechte“, erklärt Ripa.

Besonders kritisch bewertet Ripa die schwache Regulierung sogenannter Kategorie-1-Pflanzen. Diese sollen künftig weitgehend wie konventionell gezüchtete Pflanzen behandelt werden. Zentrale Elemente des bisherigen Gentechnikrechts wie umfassende Risikoprüfungen und die Kennzeichnung entlang der Lebensmittelkette sollen entfallen. „Es darf nicht sein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mangels Kennzeichnung nicht wissen, ob sie Gentechnik auf dem Teller haben oder nicht“, kritisiert Ripa.

Die Abgeordnete verweist darauf, dass die wissenschaftliche Debatte über mögliche Auswirkungen Neuer Gentechnik keineswegs abgeschlossen sei. Zahlreiche Wissenschaftler und auch Institutionen wie das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) forderten weiterhin eine sorgfältige Risikoprüfung, Rückverfolgbarkeit und Regulierung. Vor diesem Hintergrund sei es nicht nachvollziehbar, bestehende Schutzstandards abzubauen. „Gerade bei Eingriffen in das Erbgut muss das europäische Vorsorgeprinzip weiterhin Maßstab politischen Handelns bleiben.“

Zugleich warnt Ripa vor einer weiteren Konzentration im Saatgutmarkt. Patente auf neue gentechnische Verfahren und Pflanzen könnten die Abhängigkeit vieler Landwirte und kleinerer Züchter erhöhen und die Vielfalt im Saatgutbereich weiter einschränken. „Wer den Zugang zu genetischen Ressourcen zunehmend durch Patente beschränkt, riskiert nicht nur weniger Wettbewerb und Innovation, sondern auch eine stärkere Abhängigkeit europäischer Landwirte von einigen wenigen globalen Konzernen“, erklärt Ripa.

Die Europaabgeordnete befürchtet, dass Landwirte und Züchter künftig verstärkt mit Patentansprüchen konfrontiert werden könnten. Bereits heute führten komplexe Patentstrukturen zu Rechtsunsicherheit. Kleinere Zuchtbetriebe hätten oft weder die finanziellen noch die rechtlichen Möglichkeiten, sich gegen Patentverletzungsvorwürfe zu verteidigen oder teure Lizenzvereinbarungen abzuschließen.

„Es geht hier auch um die europäische Souveränität im Agrar- und Ernährungsbereich. Wenn immer größere Teile unseres Saatguts von patentgeschützten Technologien abhängen, die von wenigen internationalen Konzernen kontrolliert werden, verliert Europa ein Stück seiner Unabhängigkeit bei der Lebensmittelproduktion“, warnt Ripa.
„Das Europäische Parlament sollte Transparenz, Wahlfreiheit, europäische Souveränität und den Schutz der biologischen Vielfalt höher gewichten als Schnellschuss-Lösungen“, so Ripa abschließend.

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Historischer Meilenstein: EU-Parlament beschließt Ende von Tierversuchen für Reinigungsmittel

Die neuen Regeln werden ab Mitte 2029 gelten.

BildHersteller müssen tierversuchsfreie Tests anwenden

Das Europäische Parlament hat einen entscheidenden Sieg für den Tierschutz und die moderne Wissenschaft errungen. Mit der am 20.01.2026 verabschiedeten Überarbeitung der EU-Detergenzienverordnung wird ein umfassendes Verbot von Tierversuchen für Wasch- und Reinigungsmittel sowie deren Inhaltsstoffe eingeführt. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) begrüßt diesen Schritt als längst überfälligen Systemwechsel hin zu einer sicheren, humanrelevanten Testung.

Bisher mussten unzählige Tiere in qualvollen Tests für die Zulassung von Haushaltschemikalien leiden. Das neue Verbot stellt sicher, dass für Endprodukte ab 2029 keine Tierversuche mehr durchgeführt werden dürfen. Besonders bedeutsam: Auch für einzelne Inhaltsstoffe gilt nun das strikte Gebot, auf tierversuchsfreie Methoden zurückzugreifen – ein Prinzip, das den Weg für eine vollständig tierfreie Sicherheitsbewertung ebnet.

Bereits im Juni 2025 war das Regelwerk mit dem Europäischen Rat abgestimmt worden. Das Tierversuchsverbot war auf Initiative des EU-Parlaments eingeflossen, um den über 1,2 Millionen Stimmen der Europäischen Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics“ Rechnung zu tragen. „Die Entscheidung der EU-Abgeordneten ist ein klares Signal gegen veraltete und unzuverlässige Methoden“, erklärt Dr. Tamara Zietek, Geschäftsführerin Wissenschaft bei ÄgT. „Tierversuche sind kein Goldstandard für die menschliche Gesundheit, denn sie scheitern an der mangelnden Übertragbarkeit auf den Menschen. Wirkliche Sicherheit für die menschliche Gesundheit bieten nur moderne, tierversuchsfreie Technologien, die gezielt menschliche Reaktionen abbilden, anstatt auf irreführende ,Tiermodelle‘ zu vertrauen.“

Nach der formalen Bestätigung durch den Rat tritt die neue Verordnung 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Für die praktische Anwendung sieht das Gesetz eine Übergangsfrist von 42 Monaten vor, sodass die neuen Regeln ab Mitte 2029 verbindlich gelten. Diese Zeitspanne soll es den Herstellern ermöglichen, ihre Teststrategien vollständig auf tierversuchsfreie Methoden umzustellen.

Dieser Erfolg zeigt, dass ein Ausstieg aus dem Tierversuch politisch machbar ist, wenn der Wille zur Innovation vorhanden ist. Trotz dieses Teilerfolgs kritisiert Ärzte gegen Tierversuche, dass viele Inhaltsstoffe unter der Chemikalien-Verordnung REACH weiterhin in grausamen Versuchen getestet werden dürfen. „Gemeinsam mit unserem Dachverband, der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), setzen wir uns daher aktiv dafür ein, die anstehende Überarbeitung von REACH so zu gestalten, dass diese Schlupflöcher konsequent beseitigt werden“, erläutert Zietek.

Als Resultat der europäischen Bürgerinitiative für ein tierversuchsfreies Europa, die von der ECEAE mit initiiert wurde, wird derzeit von der Europäischen Kommission eine Roadmap erarbeitet, um den Umstieg auf eine tierversuchsfreie Chemikalientestung zu beschleunigen. Nur so kann nachhaltig und konsequent verhindert werden, dass Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln z.B. unter dem Vorwand des Arbeitsschutzes doch noch an Tieren getestet werden. „Diesen Schwung müssen wir nutzen, um ähnliche Verbote auch in der Chemikalienverordnung (REACH) und in der Arzneimittelentwicklung konsequent umzusetzen“, fordert Dr. Zietek, die die ECEAE bei der EU repräsentiert. Nötig sind zudem eine konsequente Umlenkung öffentlicher Forschungsmittel hin zu ausschließlich tierversuchsfreien Methoden und eine beschleunigte Validierung tierfreier Verfahren. Nur durch den Fokus auf humanrelevante Methoden können sowohl der Tierschutz als auch der Gesundheits- und Umweltschutz in Europa nachhaltig gestärkt werden.

Quelle

Detergents: MEPs revise rules to improve environmental and health protection | News | European Parliament. European Parliament, News, 22.01.2026

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Frau Melanie Seiler
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
Deutschland

fon ..: 02204-99902-24
web ..: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de
email : seiler@aerzte-gegen-tierversuche.de

„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.

Pressekontakt:

Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Frau Gaby Neumann
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach

fon ..: 02204-99902-32
email : neumann@aerzte-gegen-tierversuche.de

Medien

EP-Vizepräsidentin Sabine Verheyen: „Brauchen kollektives Vergütungssystem für von der KI genutzte Inhalte“

Sabine Verheyen auf der BVDA-Jahrestagung über KI-Vergütung, Plattformmacht, Lokalmedien und europäische Mediengesetze im Journalismus.

BildSabine Verheyen, Erste Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments (EP), hat auf der Jahrestagung des Bundesverbands kostenloser Wochenzeitungen (BVDA) in Berlin ein Vergütungsmodell für Inhalte, die zum Training von KI genutzt werden, gefordert. Im Interview mit der Marketingabteilung des Softwareherstellers HUP GmbH sprach sie zudem über den Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Journalismus, Plattformmacht, Herausforderungen für Lokalmedien und den Status quo der europäischen Mediengesetzgebung.

Sie haben auf der BVDA Jahrestagung 2025 in Berlin einen Vortrag zur Zukunft der Wochenblätter gehalten. Ihre Botschaften kurz zusammengefasst lauten?
Sabine Verheyen: Ich habe darüber gesprochen, was wir auf europäischer Ebene tun, um den Pressebereich zu stärken. Medien – und dazu gehören natürlich auch Wochenblätter – sind für mich ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Demokratie. Gerade in ländlichen Regionen sind kostenlose Anzeigen- und Wochenblätter oft die einzigen Medien, die noch in nahezu jedem Haushalt ankommen. Sie erreichen Menschen, die auf anderen Kanälen vielleicht gar nicht mehr angesprochen werden.

Sie meinen Social Media?
Sabine Verheyen: Vor allem. Wochenblätter bieten einen breiteren Blick als Social-Media-Kanäle, die uns durch Algorithmen oft nur Inhalte aus unserer eigenen Bubble zeigen. Wochenblätter hingegen informieren über das, was direkt vor unserer Haustür passiert: lokale Veranstaltungen, Vereinsleben, gesellschaftliches Engagement. Vieles davon wird von klassischen Tageszeitungen nicht mehr abgedeckt – dort fehlt oft der Platz. Wochenblätter schließen diese Lücke und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Dennoch fühlen sich viele Wochenblatt-Verlage und auch der Verband von der Politik nicht ausreichend vertreten. Wie kann das sein?
Sabine Verheyen: Dieses Gefühl gibt es nicht nur bei den Wochenblättern, sondern in der gesamten Pressebranche. Als wir beispielsweise in Brüssel den Digital Services Act (DSA) verhandelt haben, haben wir uns im Kulturausschuss dafür eingesetzt, den Medienbereich herauszunehmen. Presseprodukte unterliegen bereits strengen Regeln, redaktioneller Verantwortung, Presseräten – sie brauchen keine zusätzliche Plattform-Regulierung. Leider ist das im DSA nicht gelungen. Deshalb haben wir mit dem European Media Freedom Act (EMFA) gezielt genrespezifische Ergänzungen eingebracht.

Wann wird der EMFA wirksam?
Sabine Verheyen: Die Vorgaben des EMFA müssen bis spätestens August dieses Jahres umgesetzt werden. Das ist eine Verordnung, keine Richtlinie – sie gilt also direkt in allen Mitgliedsstaaten. Aber: Die Kommission muss ihre Rolle als Hüterin der Verträge auch ernst nehmen. Wir kennen aus der Vergangenheit Beispiele, bei denen Sanktionen erst Jahre nach Fristablauf kamen. Deshalb beobachten wir die Umsetzung sehr genau – unter anderem mit einer eigenen Arbeitsgruppe.

Viele Wochenblattverlage und auch andere Publisher wünschen sich von der EU und der deutschen Regierung mehr Schutz vor der Übermacht amerikanischer Plattformen. Wie realistisch ist das?

Diese und weitere Antworten unter anderem zum Thema KI-Vergütungsmodell im vollständigen Interview mit Sabine Verheyen.

Mehr Informationen zum modularen Redaktionssystem myContent für Publisher, dem Einsatz von KI-Agenten und Lösungen, die den Redaktionsalltag revolutionieren, unter:
www.mycontent.online

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

HUP GmbH
Herr Boris Udina
Am Alten Bahnhof 4B
38122 Braunschweig
Deutschland

fon ..: +49 531 28181-250
web ..: http://www.hup.de
email : bud@hup.de

Über die HUP GmbH – Zukunftssichere Lösungen für die Verlagsbranche im Werbe- und Lesermarkt
Future powered by experts: Mit über 40 Jahren Erfahrung und einem Team aus mehr als 100 Experten entwickelt die HUP GmbH moderne Softwarelösungen für Publisher und digitale Medienanbieter. Die Softwareprodukte myContent (CMS) und Paradise (Verlagssoftware) bieten maßgeschneiderte Lösungen für die digitale Transformation u. a. mit hocheffizienten KI-Features und die Automatisierung von Prozessen. Von der Abo-Verwaltung bis zur Zustellerabrechnung – HUP unterstützt Medienunternehmen dabei, Inhalte effizient zu managen, neue Zielgruppen zu erschließen und ihre Geschäftsmodelle wirtschaftlich erfolgreich auszurichten. Die HUP GmbH entwickelt praxisnahe Softwarelösungen mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Verlage und Medienhäuser. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Softwareprodukte und der enge Austausch mit Kunden sind zentrale Bestandteile der Unternehmensstrategie. Dabei stehen Effizienzsteigerung, neue Monetarisierungsstrategien und die Optimierung von Workflows im Mittelpunkt. Die HUP GmbH ist ein Unternehmen der Hamburger CHAPTERS Group AG/Waterkant Software GmbH. Mehr unter www.hup.de, www.my-content.online, www.my-paradise.online

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Die Präsidentin des Europäischen Parlaments übernimmt erneut die Schirmherrschaft für den World Cleanup Day

Anlässlich ihrer Schirmherrschaft für den World Cleanup Day betont Roberta Metsola die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und die Notwendigkeit, Abfälle zu reduzieren, insbesondere in der Textilbranche

BildBrüssel/Berlin – Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, wird Schirmherrin für den World Cleanup Day am 20.09.2024.

„Die Misswirtschaft mit Abfällen ist ein globales Problem, das den Klimawandel verschärft“, erklärt Metsola. Sie weist darauf hin, dass „Einweg-Kunststoffe in unseren Ozeanen und Flüssen landen und über Jahrhunderte hinweg Giftstoffe freisetzen.“

Metsola hebt die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft hervor: „Abfälle und ihre unsachgemäße Entsorgung schädigen die Ökosysteme erheblich. Deshalb freue ich mich, dass das Europäische Parlament eine Kreislaufwirtschaft vorantreibt.“
Sie unterstreicht die Fortschritte, die gemacht wurden, etwa durch die Einigung auf neue Ökodesign-Anforderungen: „Wir haben uns auf eine neue Ökodesign-Anforderung für Produkte wie Schuhe, Kleidung und Möbel geeinigt, um sie nachhaltiger zu machen und den Abfall zu reduzieren.“

Durch ihre Schirmherrschaft des World Cleanup Day möchte Metsola ein Zeichen setzen und die Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der Abfallreduzierung und der nachhaltigen Gestaltung unserer Konsumgüter lenken.

Der World Cleanup Day, der jedes Jahr am 20. September stattfindet, zieht weltweit Millionen Menschen in über 190 Ländern an, die sich dem Kampf gegen Umweltverschmutzung und Plastikmüll widmen. Diese größte von Bürgern getragene Initiative hat 2023 für ihre unermüdliche Arbeit den UN SDG Award erhalten. Besonders bemerkenswert war die Beteiligung von 19 Millionen Menschen weltweit, einschließlich 438.000 in Deutschland, die sich in über 2.000 Gemeinden für eine saubere und gesunde Umwelt einsetzten.

„Wir rufen die Menschen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt dazu auf, sich im September 2024 im Rahmen des World Cleanup Day zu beteiligen“, so Holger Holland, EU-Klimapakt-Botschafter und Präsident der deutschen World Cleanup Organisation.
„Durch Cleanups wird das Ausmaß des Müllproblems weltweit verdeutlicht, was dazu beiträgt, das Bewusstsein für Umweltfragen zu stärken, Einstellungen zu wandeln und schlussendlich ein umweltfreundliches Verhalten zu fördern. Bildung und Kooperation sind hierbei der Schlüssel.“

Weitere Informationen:
Deutschland: www.worldcleanupday.de
International: www.worldcleanupday.org

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Let’s Do It! Germany e.V.
Herr Holger Holland
Poststraße 7
98559 Oberhof
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email : info@worldcleanupday.de

Der World Cleanup Day ist ein Projekt der Bürgerbewegung „Let’s Do It World!“, die 2008 in Estland entstanden ist, als 50.000 Menschen an einem Tag gemeinsam das gesamte Land von illegal entsorgtem Müll befreiten. 2023 beteiligten sich 19 Millionen Menschen weltweit am World Cleanup Day und setzten durch ihre Cleanups ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und müllfreie Umwelt.

Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.

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10785 Berlin

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