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Kroatiens unbekannte Mitte – eine Reise abseits der Küste

Entdeckung zwischen Hügeln und Thermalquellen einer reizvollen Landschaft

BildKroatien ist ein beliebtes Reiseziel. Leider steuern viele Reisende in Kroatien direkt die Küste an – und verpassen damit ein Land voller Überraschungen im grünen Herzen. Mittelkroatien bietet stille Natur, charmante Dörfer, traditionsreiche Weingüter, kulinarische Genüsse und geschichtsträchtige Orte. Wer sich auf eine Entdeckungstour abseits der bekannten Strände einlässt, erlebt ein Kroatien, das man so nicht erwartet.

Krapina-Zagorje: Wellness, Burgen und Legenden
Beginnt man die Reise nahe dem Nachbarland Slowenien kommt man in die Region Zagorje – der Beginn einer Reise durch sanfte Hügel und einer Landschaft voller Heilquellen. Schon die Römer wussten die wohltuende Wirkung der Mineralbäder zu schätzen. Heute ist Tuheljske Toplice der Mittelpunkt der modernen Badeorte mit modernen Wohn- und Wellnessanlagen. Die Palette reicht vom Hotel Well (4 Sterne), mit großzügig konzipierten Zimmern, über 20 luxuriöse Ferienhäuser (bis 4 Personen), 110 Stellplätzen für Camper bis zum Clou der Anlage – Übernachten im Safarizelt. Die Erlebnispalette schließt eine Saunawelt, ein SPAeVITA Zentrum und die 5000 qm große Wasserwelt mit Innen- und Außenpool ein. Natürlich sind Kinder willkommen. Animationsprogramme und kinderfreundliche, sportliche Betätigungen werden angeboten. Ein Fahrradverleih ist vor Ort. Für Gourmets bietet das Restaurant Schloß Mihanovic eine moderne, kroatische Küche. Verwöhnen lassen ist angesagt!
Die Interessengemeinschaft „True Zagorje Home“, (www.truezagorjehome.hr ) offeriert dem anspruchsvollen Gast 22 Ferienwohnungen bzw. Häuser in landschaftlich reizvollen Regionen an. Das Angebot beinhaltet moderne Häuser, aber auch restaurierte, traditionelle Objekte teilweise mit Swimmingpool. Absolute Ruhe gibt es kostenlos dazu!

Auch Kultur und Geschichte kommen nicht zu kurz. Auf dem weiteren Weg beeindruckt das Schloss Veliki Tabor in Desinic, ein historisches Juwel. Es gilt als das best restaurierte, spätmittelalterliche Schloss Kroatiens. Im 15. Jahrhundert begann die Nobelfamilie Celjski mit dem Bau. Die Besitzer wechselten und das Anwesen war zwischenzeitlich ein Gefängnis, ein Waisenhaus, ein Nonnenkloster und ein Lagerhaus für eine Agrar Kooperative. Seit 1993 wird das Vorzeigeobjekt durch das Croatian Conservation Institute in Zagreb verwaltet, und mit EU Geldern vorbildlich restauriert. Auf 3 Etagen findet der Besucher zahlreiche Exponate aus verschiedenen Epochen. Eine Folterkammer gehört ebenfalls dazu. Natürlich gibt es eine tragische Liebesgeschichte, die als Legende weiterlebt. Im Mittelpunkt steht Veronika von Desinic. Ihr toter Körper wurde angeblich eingemauert. Ihre Schreie sollen in kalten Winternächten zu hören sein. Bestätigen können wir das nicht, wir waren im Herbst da.

Kumrovec: Dorfidylle und Tito-Geschichte
Umgeben von Bergen, direkt an der Grenze zu Slowenien, liegt der kleine Ort Kumrovec. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Das ethnografische Freilichtmuseum „Staro Selo“ zeigt rund 200 Jahre alte Bauernhäuser, in denen teilweise noch Menschen leben. Handwerkliche Fähigkeiten, wie die Herstellung von Papierblumen oder die Verarbeitung von Hanfgarn zum Leintuch, waren die finanziellen Grundlagen der Bewohner. Obwohl es ein Museum ist, leben Menschen in den 30 restaurierten Häusern. Wir trafen u. a. einen Schmid, der uns wehmütig zu verstehen gab, dass er wohl der Letzte seiner Zunft sein werde. 1892 wurde hier als siebtes von 15 Kindern Josip Broz geboren. Um der Armut zu entfliehen verließ er, 15 Jahre jung, Kumrovec. Er lernte das Schlosserhandwerk, wurde Mitglied der verbotenen kommunistischen Partei und schließlich Berufsrevolutionär. Er änderte seinen Namen in Tito um nach dem 2.Weltkrieg Präsident der Sozialistischen Föderation Jugoslawiens zu werden. Sein Geburtshaus ist heute ein kleines Museum.

Auf den Spuren der Urgeschichte: Krapina-Neandertal-Museum
Auf den ersten Blick wirkt der moderne Betonbau in Krapina wenig einladend – doch innen eröffnet sich eine faszinierende Welt. Nach zehnjähriger Bauzeit wurde das besondere Museum 2010 eröffnet. Über zwei Etagen mit 1200 m2 Fläche hat der Besucher die Möglichkeit, sich in konzentrierter und authentischer Form, mit der Entstehung der Welt und der Ur- und Frühgeschichte der Menschen auseinanderzusetzen. Die mystische Welt der Urbewohner, die vor 130.000 Jahren hier lebten, steht im Mittelpunkt der diversen Exponate und Schautafeln. Die Museumsleitung ist stolz darauf, der Welt größte Sammlung von Neandertal-Fossilien präsentieren zu können. Die Geschichte begann 1895 mit dem Fund von 900 Knochen. Die folgenden Ausgrabungen dauerten bis 1905.

Auch Klanjec ist einen Besuch wert. Der Ort wurde bereits im 15. Jahrhundert erwähnt. Den heutigen, pittoresken Zustand verdankt die Gemeinde der Familie Erdödy, die über 4 Jahrhunderte hier regierte. Veliko Trgovisce, am Krapina Fluss gelegen, wurde im 16 Jahrhundert gegründet und hat die älteste Schule des Balkans. Der berühmteste Sohn der Gemeinde: Dr. Franjo Tudman war der erste kroatische Präsident nach der Unabhängigkeit. Der Besuch und die Übernachtung im Weingut Voglec-Breg war ein Höhepunkt der Reise. Sechs Holzhäuser mit modernen Doppelzimmern (Balkon) stehen zur Verfügung. Ein großer Pool im Freien, ein „ausgezeichnetes“ ( Michelin/ Gault Millau) Restaurant und acht verschiedene Rebsorten zum Probieren ließen Urlaubsfreude aufkommen. Überrascht wurden wir morgens auf dem Weg zum Frühstück. Ein genussvoll fressender Esel stand direkt vor der Haustür und ließ sich nicht stören.

Bjelovar-Bilogora: Land des verborgenen Charmes
Nur zwei Autostunden östlich beginnt eine andere (touristische) Welt: Die Region Bjelovar-Bilogora setzt auf Natur- und Agrartourismus. Hier erleben Besucher ursprüngliches Landleben, probieren hausgemachte Spezialitäten, brennen Schnaps oder helfen auf dem Feld mit.
Zentraler Ort ist Daruvar (ca. 10.000 Einwohner), der durch Wasser (heiße Quellen, heiße Bäder) berühmt wurde. Seit 2500 Jahren gibt es Gesundheitstourismus. Am Anfang kamen römische Kaiser, dann türkische Heerführer. Später folgte der Adel und Bürger die es sich leisten konnten. Es lohnt sich, durch die gepflegte Kleinstadt zu bummeln, die seit 1750 einen tschechischen Bevölkerungsanteil von fast 30% hat. Dementsprechend gibt es eine tschechische Schule und einen Kindergarten. 1840 wurde die örtliche Brauerei Pivovara Daruvar gegründet, braut heute noch (27 Biersorten) und ist die Älteste in Kroatien. Im Mittelpunkt der Kleinstadt steht das Barockschloss des Grafen Antun Jankovic, aus dem 18.Jahrhundert. Bis 2004 wurde es als Schule genutzt. Seit 2022 steht es für Ausstellungen, Vernissagen und Empfänge zur Verfügung. Ein Zimmer im Schloss war dekorativ mit der Flagge Israels geschmückt. Wir waren erstaunt, aber der uns begleitende Geschichtsprofessor klärte auf. Ein ehemaliger Bürger der Stadt, David Frankfurter, tötete 1936 den Landesgruppenleiter der NSDAP (Auslandsorganisation Schweiz) Wilhelm Gustloff in Bern. Er stellte sich der Polizei, bekam seinen Prozess, wurde verurteilt und wanderte nach Verbüßung der Haftstrafe nach Palästina aus.

Weingenuss in Vuglec Breg
Ein Höhepunkt für Genießer ist das Weingut Vuglec Breg. In rustikalen Holzhäusern übernachten Gäste stilvoll mit Blick über die Weinberge. Das hauseigene Restaurant, ausgezeichnet von Michelin und Gault Millau, verwöhnt mit regionaler Küche. Zum Frühstück sorgt nicht selten ein neugieriger Esel für Unterhaltung – Kroatien-Idylle pur.

Kultur und Musik mit Überraschungen
Geschichte ist in dieser Region allgegenwärtig. In Garesnica, in einem neu erbauten touristischen Informationszentrum, erwartete uns eine Überraschung. Ivo Robic, in Geresnica geboren und sicher nur noch den Älteren unter uns bekannt, hatte 1959 mit dem Schlagertitel „Morgen“ nicht nur in Deutschland einen riesigen Erfolg. Über 1 Million Platten wurden verkauft. Ihm zu Ehren ist ein Zimmer mit dem Mobiliar und Auszeichnungen des Künstlers , eingerichtet.
Der gut ausgebaute Agrartourismus bietet den Gästen die Mitarbeit im Feld oder in den Ställen, Reitstunden, geführte Spaziergänge und Hausmannskost vom Feinsten. Die schließt natürlich auch den hausgebrannten Likör oder Schnaps ein. Für Stadtkinder ist es sicherlich ein großartiges Erlebnis mit Schafen und Pferden in Berührung zu kommen.

Natur pur: Wandern, Radeln, Vögel beobachten
Radfahrer und Wanderer können über den Tourismusverband Kartenmaterial (in englischer Sprache) anfordern. Neun Radtouren und unzählige Wanderwege sind beschrieben. Wer nicht mit dem eigenen Rad anreist, kann Mieträder nutzen. Wald und Wasser dominieren in der erholsamen Natur. Dementsprechend gibt es Angebote für Fotosafaris und Vogelbeobachtungen. Über 60 geschützte Vogelarten sind, mit etwas Glück, zu sehen. Durch das EU Projekt NATURA 2000 wird die Natur hier nachhaltig geschützt.

Krönender Abschluss im Weingut Coner
Zum perfekten Finale gehört ein Abend im Weingut Coner bei Kapela. Inmitten von Weinbergen genießen Gäste ein stimmungsvolles Dinner mit regionalen Spezialitäten und erlesenen Weinen. Danach lockt ein komfortables Gästezimmer – besser kann ein Reisetag kaum enden.

Kroatiens Mitte ist ein Reiseziel voller Überraschungen – für Genießer, Kulturinteressierte und Naturfreunde. Wer abseits der Küste unterwegs ist, entdeckt ein Land, das seine Gäste herzlich empfängt und mit Vielfalt begeistert.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Notate Pressebüro
Herr Ernst Walter
Rheinblickstrasse 12
65187 Wiesbaden
Deutschland

fon ..: 0049 170 9055 973
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email : ehmarketing@t-online.de

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Will he – won’t he …? 1940 – eine dritte Amtsperiode für Franklin D. Roosevelt?

Ernst Mohnike hat eine Reihe von Büchern verfasst, die sich alle mit der Zeit vor, während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg befassen.

BildFür vier Amtsperioden, insgesamt – aufgrund des vorzeitigen Todes allerdings lediglich 13 Jahre lang – durfte Franklin D. Roosevelt die Geschicke der USA lenken. Kein Präsident vor ihm diente eine so lange Zeit.
Aus europäischer Sicht erschien der Präsident eher als ein hin- und hergerissener Zaungast des absurden Theaters der Europäer als ein souveräner Mitgestalter des Geschehens. Zugleich konnte er als Parteigänger innerhalb seiner eigenen Partei angesehen werden, der allerdings bereit war, alles zu unternehmen, um 1940 einerseits den der faschistischen Sache zuneigenden „Parteifreunden“ die Stirn zu bieten und zugleich den von ihm – gegen den starken Widerstand der traditionellen Demokraten – eingeschlagenen Weg einer „progressive“ Democratic Party fortzusetzen und damit die Reform der Partei abzusichern.
Dass diese Zusammenhänge FDR veranlassten, eine dritte Amtszeit anzustreben, soll mit dieser Arbeit herausgearbeitet werden.
Ernst Mohnike, Jahrgang 1945, Autor von u.a. „Die Sumner-Welles-Mission“, „Botschafter am Court of St James’s“ und „Joseph P. Kennedy’s Fact Finding Tour für den Präsidenten“ .

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_Ernst Mohnike:_

Will he – won’t he …?
1940 – eine dritte Amtsperiode für Franklin D. Roosevelt?

Angelika Lenz Verlag

188 S. | ISBN 978-3-943624-90-8 | 19,90 EUR

Erhältlich direkt im Verlag und überall wo es Bücher gibt.

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Angelika Lenz Verlag | Ortrun E. Lenz M.A.
Frau Ortrun Lenz
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63263 Neu-Isenburg
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ALV – Angelika Lenz Verlag – das Haus für humanistische Literatur. Bücher für Freigeister, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Atheisten und alle, die gerne gute Bücher lesen und weiterdenken. Wir arbeiten mit freigeistigen Autoren und Verbänden zusammen. Unser Verlagsprogramm umfasst Themen wie Humanismus, Ethik, Religionskritik, Skeptizismus, Philosophie in der Tradition der Aufklärung, aber auch Belletristik, Kinder- und Jugendbücher. Gegründet 1990.

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Neuveröffentlichung: „Der postsowjetische Mensch“ von Mykhailo Minakov

„Der postsowjetische Mensch“, das neue Buch des Philosophen und Politologen Mykhailo Minakov, ist bereits 2024 beim ibidem-Verlag auf Englisch erschienen. Nun ist es in deutscher Sprache verfügbar.

BildDas neue Buch des renommierten Philosophen und Politikwissenschaftlers Mykhailo Minakov, „Der postsowjetische Mensch“, ist in einer deutschen Fassung beim ibidem-Verlag erschienen.

Man kann die postsowjetische Periode 1989-2022 bereits heute als eine eigenständige, ja sogar prägende Epoche der modernen Weltgeschichte betrachten. Sie resultierte aus dem spektakulären Ende des Sowjetsystems und endete mit der Großinvasion Russlands in der Ukraine. Diese gut dreißigjährige Ära eröffnete den Völkern Osteuropas und Nordeurasiens eine einzigartige Möglichkeit, Freiheitsformen selbst zu gestalten und eigene schöpferischen Potentiale zu erproben. Eine weitere Besonderheit der postsowjetischen Epoche in ihrem Raum war, dass sie – im Gegensatz zur Zeit der Russischen Revolution und des Bürgerkriegs 1917-1924 – nur eine vergleichsweise geringe Zahl an Toten forderte. Stattdessen unternahmen die Bürger der UdSSR-Nachfolgestaaten den Versuch, freie Politik und Wirtschaft zu etablieren sowie kollektive Emanzipation und persönliche Freiheit zu erlangen. Obwohl diese Versuche in den meisten Fällen scheiterten, war die politische Kreativität der postsowjetischen Menschen – ob nun bezüglich ihrer demokratischen Errungenschaften oder autokratischen Brüche – faszinierend.

Eine unvoreingenommene Analyse dieser politischen Kreativität trägt dazu bei, angemessene Lehren aus der postsowjetischen Periode zu ziehen. Es ist für die neuen osteuropäischen und nordeurasischen Gesellschaften essentiell, dem Teufelskreis aus Tragödie und Zerstörung entgegenzuwirken sowie künftig eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.

Das Buch von Minakov möchte genau dazu einen Beitrag leisten. Es ist ab sofort als Band 89 der umfassenden Ukraine-Buchreihe „Ukrainian Voices“ beim ibidem-Verlag erhältlich:

https://www.ibidem.eu/Fachgebiete/Gesellschaft-Politik/Der-postsowjetische-Mensch.html

Die englische Ausgabe des Buches erschien bereits 2024 in der Buchreihe „Soviet and Post-Soviet Politics and Society“, ebenfalls beim ibidem-Verlag:

https://www.ibidem.eu/Reihen/Gesellschaft-Politik/Soviet-and-Post-Soviet-Politics-and-Society/The-Post-Soviet-Human.html

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ibidem-Verlag
Herr Laurin Orth
Leuschnerstr. 40
30457 Hannover
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email : lo@ibidem.eu

Als Verlag für Wissenschaftsliteratur bieten wir ein breites Spektrum aktueller und zeitloser Fachtitel, vornehmlich aus sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen. In diesen Fachgebieten pflegen wir derzeit neben mehreren Zeitschriften 70 wissenschaftliche Reihen. Neben unserem erklärten Ziel, den wissenschaftlichen Diskurs zu fördern, wenden wir uns mit einer zunehmenden Zahl allgemeinverständlicher aktueller Sachbücher auch an Leser, die sich kompetent über ein Themengebiet informieren und sich in aktuelle Diskussionen einklinken können möchten.

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Startschuss für 3D-Grabmal-Projektion „Der Preis fürs Paradies“

Mithilfe modernster 3D-Projektion erweckt die Stiftung Kloster Eberbach die Grafen von Katzenelnbogen zum Leben. Heute wurde die szenisch erzählte Projektion der Öffentlichkeit vorgestellt.

BildMit modernster 3D-Projektion erweckt die Stiftung Kloster Eberbach jetzt die einst mächtigen Grafen von Katzenelnbogen zum Leben, indem ihre prachtvollen Grabplatten in der Basilika in ursprünglicher Farbigkeit erstrahlen und so die historischen Zusammenhänge zu Kloster und Kulturgeschichte erzählt werden.

Über ein Jahr lang recherchierte das Stiftungsteam für die Umsetzung des Projekts Quellenu.a. im Hessischen Hauptstaatsarchiv, ließ Restauratoren die so genannten historischen Tumbendeckel begutachten, analysierte Farbproben und fand mit der Berliner Agentur „PRJKTR.“ den passenden Projektpartner.

Staatsminister Ingmar Jung, Vorsitzender des Kuratoriums: „Die Stiftung zeigt mit ihrem Gestaltungswillen, ihrer Kreativität und ihrem Innovationsgeist nicht nur, was es heißt, das Erbe der Gründungsväter weiter zu tragen, sondern auch, wie Kultur kommende Generationen begeistern kann und was es braucht, um diesen Ort lebendig zu halten.“

Heute wurde die szenisch erzählte Projektion der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Für uns ist ein besonderer Tag, denn wir weihen mit Stolz einen wichtigen Baustein unserer Museumsneukonzeption von Kloster Eberbach ein“, so Julius Wagner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Geschichte zugänglich und erlebbar zu machen, heißt, unsere Geschichte zu erzählen. Die Geschichte unserer Kultur, des Rheingaus und des Weins.“

„Tausche Zollfreiheit gegen Seelenheil“ – die Geschichte der Tumbendeckel-Projektion

Eine Urkunde aus dem Jahr 1219 offenbart einen Einblick in die komplexe Geschichte von Kloster Eberbach im Mittelalter. Und die steht stellvertretend für die Funktionsweisen der damaligen Ständegesellschaft.

Diether IV. von Katzenelnbogen folgte als treuer Reichsgraf dem Ruf seines Kaisers Friedrich II. von Hohenstaufen, ihm beim Kreuzzug ins Heilige Land zur Seite zu stehen. Die Reise über das Meer und ein Kreuzzug waren gefährlich, er fürchtete um sein Leben und um sein Seelenheil.

Derweil waren die Mönche in Kloster Eberbach zu erfolgreichen Weinproduzenten mit ausgedehntem Besitz im Rheingau geworden. Jedes Jahr fuhren sie mit ihren Kähnen den Rhein entlang, um ihren Wein in Köln zu verkaufen. An jeder Burg entlang des Stroms mussten sie Zoll entrichten. Köln war damals der Umschlagplatz für Wein in Europa.

Graf Diether IV. ging mit den Zisterziensern in Eberbach einen Handel ein. Der Adlige gewährte dem Kloster Zollfreiheit bei allen Burgen der Katzenelnbogener. Im Gegenzug sollten die Mönche für alle Zeit für sein und seiner Familie Seelenheil beten. Dazu sollte Kloster Eberbach Grablege der Grafen von Katzenelnbogen sein, damit diese dem Himmel so nah wie möglich kommen.

Für das Kloster markierte dies den Beginn eines unvorstellbaren wirtschaftlichen Erfolges. Die Mönche konnten ihren Wein nun ohne Zusatzkosten nach ganz Europa verkaufen.

Innovatives Design der Agentur PRJKTR. aus Berlin

David Roth von PRJKTR.: „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir den Abbildern der Grafen ihre leuchtenden Farben zurückgeben, ohne sie mit Pinsel und Farbe anzumalen. Mit 3D-Projection-Mapping erwecken wir die lebensgroßen steinernen Figuren zum Leben, ohne die historische Substanz anzurühren. In einer Art ,Augmented Reality‘ erzählen wir die Geschichte dieser besonderen Objekte als digitale Überlagerung, ohne die Authentizität der zeitgeschichtlichen Originale zu verändern oder zu beeinflussen.“

Dieser behutsame Eingriff in die Aura der Basilika kommt ohne die permanente Beschallung durch eine Sprecherstimme aus. Vielmehr werden die starken historischen Bilder und Zeichnungen durch sorgfältig gestaltetes Sounddesign in den richtigen Zusammenhang gebracht. Die Komposition aus schwebenden Flächen und bildbegleitenden Sounds ist speziell für den hallenden Raum der Basilika komponiert.

PRJKTR.-Kollege Florian Machner ergänzt: „Überraschend ist für uns, dass Themen wie wirtschaftliches Wachstum, Zölle, Beziehungen, Abkommen und Handel heute genauso relevant sind wie vor über 500 Jahren und es viele Parallelen gibt.“

Pressemitteilung

Mehr zum Projekt, den Mitwirkenden und den Spenderinnen und Spendern

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Stiftung Kloster Eberbach
Frau Melanie Besecke
Kloster-Eberbach-Straße 1
65346 Eltville am Rhein
Deutschland

fon ..: 06723 9178-111
web ..: https://kloster-eberbach.de/de
email : presse@kloster-eberbach.de

Kloster Eberbach, gegründet 1136 von Bernhard von Clairvaux, besteht bis heute als vollständig erhaltenes Gesamtensemble herausragender Bauten aus Romanik, Gotik und Barock. Im Jahr 1998 wurde die gesamte Liegenschaft vom Land an eine öffentlich-rechtliche Stiftung übertragen, die seitdem die Mittel für Betrieb und Unterhalt selbst erwirtschaftet. Sie finanziert sich über Eintrittsgelder, Spenden, Führungen, Veranstaltungen, Miet- und Pachteinnahmen. Der Schutz und der Erhalt des herausragenden Kulturdenkmals sind die Kernaufgaben der gemeinnützigen Stiftung. Dazu gehören, neben dem aufwändigen Unterhalt und Betrieb der denkmalgeschützten Klosteranlage, die Förderung kultureller Projekte. Der Stiftungsauftrag lautet: Werte erhalten, Zukunft gestalten, Dialog fördern.

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Stiftung Kloster Eberbach
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Simulationsberechnungen zur Verifizierung der Vergangenheit

FEM-Simulation einer Sprengung korrigiert die Geschichtsbücher

1967 wurde am hochalpinen Grenzpass zwischen Osttirol (Österreich) und dem Cadore, in der italienischen Provinz Belluno, ein Sprengstoffanschlag auf den 220KV Strommasten Nr.119 auf der Porzescharte verübt. Der Anschlag führte zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Österreich und Italien und gilt als einer der dramatischsten Vorfälle des Südtirol-Konflikts.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Ing. Harald Hasler MSc MA, gerichtlich beeideter Sachverständiger für Explosionswesen, Sprengtechnik, Minen und Forensik, hat Merke CAE Solutions über ingenieurtechnische Simulationsberechnungen die Vergangenheit nachgestellt.

Simulation kann nicht nur Vorhersagen treffen, sondern auch Vergangenes verifizieren. Das ist der Kern der Schadensimulation, trifft aber auch für Kriminalfälle mit geschichtsträchtigem Sprengstoff zu.
Hintergrund der Untersuchung der Sprengung ist, dass Herr Prof. Dr. Ing. Harald Hasler MSc MA umfangreiche, wissenschaftliche Feldversuche und Experimente sowie genaueste Rekonstruktionen mit verschiedenen Sprengstoffen durchführte, die in seinem Buch ,Wissenschaftliche Neubeurteilung der Rechtssache „Porzescharte 25. Juni 1967″‚ detailliert beschrieben sind. Dabei traten Widersprüche zutage, die deutlich machten, dass das Geschehen kaum so abgelaufen sein konnte, wie es in den Gerichtsakten beschrieben wird.

Simulatives Abbilden der Sprengung
Die Simulations-Aufgabe bestand darin, das Verhalten des 220KV Strommasts Nr. 11 während und nach einer Sprengung mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) realitätsnah zu simulieren. Dabei sollte untersucht werden, wie sich die Struktur unter Eigengewicht nach gezielter Zerstörung einzelner Verbindungsstellen verhält. Die Fragestellung war also, ob und wie der Mast in Folge von einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Sprengungen versagen und schließlich vollständig zu Boden kippen kann.

Mit Hilfe der Finite Elemente Methode (FEM) konnte festgestellt werden, dass der Strommast nach der ersten gezielten Sprengung seine strukturelle Integrität zunächst beibehielt. Erst durch eine zweite Sprengung kam es zu einem entscheidenden Strukturversagen.

Verifizieren der Simulation
In einer erweiterten Simulation konnte schließlich auch das vollständige Umkippen des Masts bis zum Boden realitätsnah dargestellt werden. Zuvor auftretende numerische Instabilitäten wurden durch eine feinere Modellierung mit Schalenelementen erfolgreich behoben. Die Ergebnisse der Untersuchung stützen die Annahme, dass ein zweistufiger Sprengvorgang notwendig war, um das vollständige Versagen, das Umfallen des Masts, herbeizuführen.
Damit stützt die FEM-Simulation die Annahmen von Hr. Prof. Dr. Ing. Hasler MSc MA, dass die angebliche Sprengung des Strommasts 119 mit nur einer einzelnen Sprengladung, angebracht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, kaum so abgelaufen sein konnte.
Der Anschlag führte damals zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Österreich und Italien und gilt als einer der dramatischsten Vorfälle des Südtirol-Konflikts. Auch wird diskutiert, ob der Vorfall möglicherweise von italienischer Seite bewusst für politische Zwecke instrumentalisiert wurde.

Digitale Simulationen entsprechen der Realität
„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wozu FEM-Simulationen in der Lage sind. Da die Physik durch hohe Rechnerleistungen und Expertise realitätsnah digital abgebildet wird, leisten Simulationen seit Jahren wertvolle Dienste in der Produktentwicklung und Schadensanalyse. Diesmal eben auch mit geschichtsträchtigem Ausmaß“, so Dipl.-Ing. (TU) Stefan Merkle, Geschäftsführender Gesellschafter der Merkle CAE Solutions GmbH. „Wenn Experiment und Simulation zusammenpassen, lassen sich viele Varianten effizienter und sicherer untersuchen als durch reinen Versuchsbetrieb. In diesem Sinne werden Hr. Prof. Dr. Ing. Hasler MSc MA und die Merkle CAE Solutions ihr Know-how, sei es beim Sprengen von Gebäuden oder die Abstimmung von Dummies und Explosionen im Feldversuch, weiter bündeln.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Merkle CAE Solutions GmbH
Herr Stefan Merkle
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Deutschland

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email : kontakt@merkle-partner.de

Das Unternehmen Merkle CAE Solutions GmbH in Heidenheim wurde 1989 als Merkle & Partner GbR von Luft- und Raumfahrtingenieur Stefan Merkle gegründet. Merkle CAE Solutions GmbH zählt zu den ersten und führenden Dienstleistern für ingenieurwissenschaftliche Berechnungen und Simulationen in Deutschland. Am Hauptsitz Heidenheim und den Niederlassungen Homburg/Saar und Erfurt bearbeiten die ca. 50 Mitarbeiter jedes Jahr rund 500 Kundenprojekte aus den Kerngebieten Strukturanalyse, Strömungssimulation und virtuelle Produktentwicklung. Zum Kundenkreis zählen namhafte Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Luft- und Raumfahrttechnik, der Automobilindustrie, der Konsumgüterindustrie und dem Schiffbau.

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KOKON – Marketing
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86697 Oberhausen

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