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HEAG und Fraunhofer IGD treiben Aufbau eines Hessischen Sensorik-Clusters voran

Sensorik-Standort Hessen

BildBeim 2. Darmstädter Tag der Sensorik stellten die Initiatoren ihre Pläne für ein Hessisches Cluster für Sensorik vor. Ziel ist es, Forschung, Industrie und Start-ups stärker zu vernetzen und neue Technologien schneller in die Anwendung zu bringen.

Rund 80 Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kamen gestern zum 2. Darmstädter Tag der Sensorik im GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Aufbau eines Hessischen Clusters für Sensorik.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der HEAG Holding AG und dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD gemeinsam mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. Fachvorträge aus Wissenschaft und Industrie zeigten Anwendungen aus Bereichen wie Raumfahrt, energieeffizienten Sensorsystemen und intelligenten Edge-Technologien.

Verein soll Netzwerk und Transfer stärken

Die Initiatoren präsentierten erstmals den Satzungsentwurf des geplanten „Hessischen Clusters für Sensorik e.V.“. Das Netzwerk soll Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups enger zusammenbringen und den Transfer neuer Technologien in die Anwendung beschleunigen.

„Mit dem geplanten Cluster wollen wir vorhandene Kompetenzen in Hessen sichtbarer machen, Akteure gezielt zusammenbringen und den Transfer von Sensorik-Lösungen in die Anwendung beschleunigen“, sagt Florian Kirchbuchner, Abteilungsleiter am Fraunhofer IGD.

Sensorik als Zukunftstechnologie

Der Aufbau des Clusters knüpft an Empfehlungen des Hessischen Zukunftsberichts Wirtschaft sowie an den Hessischen Koalitionsvertrag 2024-2029 an. Sensorik gilt als wichtige Grundlage für intelligente Systeme – von vernetzten Produktionsanlagen bis zur autonomen Mobilität.

Unterstützt wurde die Initiative unter anderem durch den Darmstädter Oberbürgermeister Hanno Benz sowie die Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, Prof. Dr. Kristina Sinemus, die die Schirmherrschaft übernommen hat und sich mit einer Grußbotschaft an die Teilnehmenden wandte. „Darmstadt und Hessen sind ein Hotspot der Sensorik. Mit starken Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IGD, der TU Darmstadt und dem GSI Helmholtzzentrum sowie zahlreichen Unternehmen und Start-ups verfügt die Region bereits heute über eine hohe Kompetenz im Bereich datengetriebener Technologien. Diesen Standort weiter zu stärken und Akteure aus Forschung, Wirtschaft und Politik noch enger zu vernetzen, ist ein zentraler Schlüssel für Innovation“, so Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation.

Workshop definiert nächste Schritte

Ergänzend zum Vortragsprogramm diskutierten die Teilnehmenden in einem Workshop die nächsten konkreten Schritte für die kommenden zwölf Monate. Im Fokus standen dabei die künftige Struktur und Aufgaben des geplanten Vereins, mögliche Mitgliedschaften, Sichtbarkeit und Kommunikation des Netzwerks sowie der Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Praxis.

Darmstadt und Hessen als Standort für Sensorik stärken

„Der Aufbau des Hessischen Sensorik-Clusters stärkt Darmstadt als Innovations- und Technologiestandort nachhaltig. Für die Wirtschaftsförderung bietet das Cluster große Chancen, Forschung, Unternehmen und Start-ups noch enger zu vernetzen und neue Wertschöpfung in Zukunftsfeldern wie Sensorik und Künstlicher Intelligenz gezielt in Darmstadt zu entwickeln. Der 2. Darmstädter Tag der Sensorik macht deutlich, welches enorme Potenzial in diesem Cluster steckt“, so Hanno Benz, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Das geplante Cluster soll sich perspektivisch über ganz Hessen erstrecken und nationale sowie internationale Kooperationen fördern. Ziel der Initiative ist es, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, neue Partnerschaften zu ermöglichen und den Technologiestandort Hessen langfristig zu stärken.

Weiterführende Informationen:

Mehr Informationen zum Sensorikcluster: https://sensorik-hessen.de/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
Deutschland

fon ..: +49 6151 155-146
web ..: https://www.igd.fraunhofer.de
email : presse@igd.fraunhofer.de

Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützen Unternehmen und Institutionen der Branchen Manufacturing and Mobility, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Infrastruktur und Public Services sowie Maritime Wirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen. Internationale Relevanz entfalten seine Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schwesterinstitut an den Standorten Graz und Klagenfurt sowie die Beteiligung an verschiedensten EU-Projekten.

Über die HEAG:
Die HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt, kurz: HEAG, ist die Holding und Führungsgesellschaft des HEAG-Konzerns mit Sitz in Darmstadt. Zudem ist sie das Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Die HEAG unterstützt die wirtschaftlichen Beteiligungen Darmstadts und verankert vor allem bei den Mehrheitsbeteiligungen die städtischen Ziele. Somit ist die HEAG der zentrale und maßgebliche Berater der Stadt Darmstadt in allen wirtschaftlichen Angelegenheiten der Stadtwirtschaft.
Die HEAG versteht sich als aktives Beteiligungsmanagement und als verlässlicher Partner der Wissenschaftsstadt Darmstadt und deren Beteiligungen. Durch ein effektives Beteiligungsmanagement wird die Eigentümerfunktion der Wissenschaftsstadt Darmstadt in der Stadtwirtschaft gestärkt. Zudem wird die Information und Transparenz über die Beteiligungen verbessert.

Pressekontakt:

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Ionenquelle von DREEBIT ermöglicht präzise Untersuchung des Kohlenstoffkerns

Die DREEBIT GmbH hat eine leistungsstarke Ionenquelle entwickelt, die bahnbrechende Messungen des Kohlenstoffkerns ermöglicht.

BildWie groß ist ein Atomkern? Die Frage scheint einfach, doch eine präzise Antwort darauf zu finden, gehört zu den größten Herausforderungen der modernen Physik. Forscher der Technischen Universität Darmstadt sind der Lösung nun einen großen Schritt näher gekommen: Mithilfe fortschrittlicher Lasertechnologie und einer hochspezialisierten Ionenquelle von DREEBIT hat das Team die Größe des Kohlenstoff-13-Kerns mit rekordverdächtiger Genauigkeit gemessen, nämlich sechsmal präziser als bei früheren Elektronenstreuexperimenten.

Der Ladungsradius des Kohlenstoff-13-Kerns beträgt etwa 2,46 Femtometer, bestimmt mit einer Unsicherheit von rund 2-3 x 10-3 fm, d. h. von etwa einem Tausendstel. Ein Femtometer ist ein billiardstel Meter. Das Verhältnis Femtometer zu Meter entspricht also dem eines winzigen Stecknadelkopfs zum gesamten Sonnensystem. Kohlenstoff-13 ist ideal für die Untersuchung von Atomkernen, da es sich aufgrund seiner Eigenschaften in einzigartiger Weise für Kernspektroskopie- und Traceranwendungen eignet.

Das Experiment wurde an der KOALA-Anlage (Kollineare Apparatur für Laserspektroskopie und agewandte Wissenschaften) der TU Darmstadt durchgeführt. Dort untersuchten die Wissenschaftler mit Lasern Kohlenstoffionen – Kohlenstoffatome, die mehrere ihrer Elektronen abgegeben haben – und maßen winzige Verschiebungen in dem von ihnen emittierten Licht. Anhand dieser Verschiebungen ermittelten sie, wie die positive Ladung im Kern verteilt ist. Dieser Ladungsradius beschreibt die räumliche Verteilung der elektrischen Ladung in Komposit-Partikeln wie Atomkernen und bietet ein Maß für deren Größe.

Zur Erzeugung des erforderlichen Ionenstrahls setzten die Forscher auf die Elektronenstrahl-Ionenquelle Dresden EBIS-A von DREEBIT. Dieses System kann hochgeladene Ionen von nahezu allen Elementen des Periodensystems erzeugen und liefert stabile Strahlen aus Protonen, Alphateilchen, Ionen sowie Molekülfragmenten. Für das Kohlenstoffexperiment lieferte es einen reinen und leistungsstarken Strahl aus Kohlenstoff-13-Ionen in genau dem richtigen Ladungszustand für die Laserspektroskopie.

Das nächste Ziel der Forscher ist die Anwendung ihrer Lasermethode mit der DREEBIT Elektronenstrahl-Ionenquelle auf Kohlenstoff-14, um dessen nuklearen Ladungsradius mit einer Genauigkeit zu messen, die mit ihren Ergebnissen für Kohlenstoff-13 vergleichbar ist. Da Kohlenstoff-14 im Gegensatz zum stabilen Kohlenstoff-13 radioaktiv und instabil ist, ist die Messung seines Ladungsradius schwieriger, aber wissenschaftlich wertvoll. Diese Messung würde das Wissen über die Kernstruktur von Kohlenstoff-14 im Vergleich zu früheren Messungen deutlich verbessern und gleichzeitig die Anwendbarkeit der Laserspektroskopietechnik auf radioaktive Isotope erweitern. Die Forscher möchten auf ihrem Erfolg mit Kohlenstoff-13 aufbauen und die nuklearen Präzisionsmessungen auf den radioaktiven Bereich ausweiten, mit wichtigen Auswirkungen auf die Kernstrukturtheorie und Grundlagenphysik.

„Wir sind stolz darauf, dass unsere Ionenquelle zu diesem bemerkenswerten wissenschaftlichen Durchbruch beigetragen hat“, betont Lars Großmann, Geschäftsführer der DREEBIT GmbH. „Es zeigt, wie unsere Technologien die Grundlagenforschung unterstützen, mit der wir – Atom für Atom – ein besseres Verständnis unseres Universums erlangen.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
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Über die Dreebit GmbH
DREEBIT mit Sitz in Dresden ist Teil von Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions und daher Mitglied der globalen Busch Group. Das Unternehmen ist auf kundenspezifische Systeme für die Ionenstrahltechnologie, Massenspektrometrie und Leckageprüfung spezialisiert. Der Name steht für DREsden Electron Beam Ion Trap (Elektronenstrahl-Ionenfalle) und seine Produkte – darunter Dresden EBIS-A – werden weltweit in Forschung und Industrie eingesetzt. Die Busch Group ist weltweit einer der größten Hersteller von Vakuumpumpen, Vakuumsystemen, Gebläsen, Kompressoren und Abgasreinigungssystemen. Unter ihrem Dach vereint sie die beiden bekannten Marken Busch Vacuum Solutions und Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions.

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