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GUPPYFRIEND setzt ein Zeichen gegen Mikroplastik im Sport mit neuer TV-Kampagne „The Real Bag For Life“

Die mit dem Sky Zero Footprint Fund ausgezeichnete TV-Kampagne startet landesweit in Großbritannien – begleitet von neuen Analysen zum Mikroplastikaustrag von Sportbekleidung.

BildLondon, 10. Mai 2026 GUPPYFRIEND setzt sich dafür ein, Mikroplastik an der Quelle zu stoppen. Jetzt startet die erste TV-Kampagne: „The Real Bag For Life“, die ab dem 10. Mai auf Sky UK mit einer starken, klaren Story das unsichtbare Problem der Mikroplastikverschmutzung sichtbar macht.
 
Im Zentrum der Kampagne steht eine einfache, aber dringende Botschaft: Alltägliche Handlungen wie das Waschen synthetischer Kleidung sind eine bedeutende, aber häufig übersehene Quelle von Mikroplastikverschmutzung.
Um das Ausmaß des Problems zu verdeutlichen, veröffentlicht GUPPYFRIEND während des London Marathons neue Analysen, um auf die Umweltauswirkungen des Waschens von Sportbekleidung aufmerksam zu machen. Das Ergebnis: die Laufkleidung eines einzelnen Marathonläufers kann während einer typischen 16-wöchigen Trainingsphase mehr als 14 Millionen Mikroplastikfasern durch das Waschen freisetzen. Hochgerechnet auf alle Teilnehmenden des Marathons gelangen so etwa 800 Milliarden Fasern in Gewässer¹.
Synthetische Textilien sind für rund 35 % der Mikroplastikverschmutzung in Ozeanen und Flüssen verantwortlich. Dennoch ist das Bewusstsein gering: Sieben von zehn Briten und Britinnen wissen nur unzureichend darüber Bescheid, dass Materialien wie Polyester oder Nylon beim Waschen Plastikfasern freisetzen³.
Die von der Agentur Enviral umgesetzte Kampagne „The Real Bag For Life“ setzt auf einen mutigen, reduzierten Ansatz, um das unsichtbare Problem der Mikroplastikverschmutzung unübersehbar zu machen. Der Spot spielt an einer britischen Küste und zeigt einen Radfahrer, der seine synthetische Sportbekleidung ablegt und sich direkt an die Zuschauenden wendet – und verdeutlicht, wie alltägliche Trainingskleidung beim Waschen Mikroplastik freisetzt. Vom Problem zur Lösung überleitend, stellt der Film den GUPPYFRIEND Waschbeutel als effektive Möglichkeit vor, diese Auswirkungen zu reduzieren. Mit einer Mischung aus britischem Humor und einem starken visuellen Stil schafft der Spot eine einprägsame Verbindung zwischen persönlichen Gewohnheiten und ihren ökologischen Folgen.
 
Joss Ford von Enviral, sagt:
„Wir hatten große Freude daran, das Konzept und den Film zu The Real Bag For Life zu entwickeln. Bei Enviral glauben wir an ,Stopping Global Yawning‘ – Humor und Unterhaltung zu nutzen, um Menschen für ernste Themen zu gewinnen. Bei einem Thema wie Mikroplastikverschmutzung ist es schon die halbe Miete, in einem vollen Werbeblock Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dieser Gedanke hat unseren Ansatz geprägt: ein mutiges, unerwartetes Kreativkonzept, welches das Thema unmittelbar und greifbar macht. Durch den Dreh an der Südküste konnten wir zudem eine klare visuelle Verbindung zwischen alltäglichen Handlungen und ihren Auswirkungen auf unsere Ozeane schaffen – und damit verdeutlichen, warum Lösungen wie GUPPYFRIEND heute wichtiger sind denn je.“
Im Mittelpunkt der Kampagne steht der GUPPYFRIEND Waschbeutel – eine wissenschaftlich getestete Lösung, die Faserabrieb reduziert, die Lebensdauer von Kleidung verlängert und Mikroplastik auffängt, bevor es in Gewässer gelangt. Durch den Fokus auf eine einfache Verhaltensänderung möchte die Kampagne Menschen befähigen, sofortig und praktische Maßnahmen zu ergreifen.
 
Fiona Ball, Group Director, Bigger Picture and Sustainability bei Sky, sagt:
„Die Kampagne von GUPPYFRIEND ist ein starkes Beispiel dafür, wie der Sky Zero Footprint Fund wichtige, aber oft unsichtbare Umweltthemen in den Mainstream bringen kann. Durch die Reichweite und Wirkung von TV macht The Real Bag For Life Mikroplastikverschmutzung sichtbarer und zeigt, wie einfache Alltagsentscheidungen helfen können, sie zu reduzieren.“
 
Oliver Spies, Co-Founder GUPPYFRIEND, sagt:
„Die Herausforderung besteht nicht darin, den Ehrgeiz von Läufern zu verändern, sondern den Fußabdruck der Kleidung zu reduzieren, auf die wir angewiesen sind. Mikroplastik zu reduzieren ist keine Raketenwissenschaft. Wir haben das Wissen und die Mittel längst. Jetzt geht es darum, sie in den Alltag zu integrieren. Dank des Sky Zero Footprint Fund können wir diese Botschaft breiter teilen und Menschen inspirieren, in ihrem Alltag wirksame Maßnahmen zu ergreifen.“

Alexander Nolte, Co-Founder GUPPYFRIEND, sagt:
„Veränderung beginnt mit kleinen, alltäglichen Entscheidungen – besonders in der Sportgemeinschaft, von Laufklubs und Radfahrenden bis hin zu Fitnessbegeisterten und Wochenendabenteurern. The Real Bag For Life zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht kompliziert sein muss; es geht darum, wie wir die Kleidung pflegen, die wir täglich nutzen. Ob beim Training oder Wettkampf: Einfache Handlungen wie die Nutzung des Guppy Bags können dazu beitragen, unsere Kleidung, unsere Gesundheit und den Planeten zu schützen.“
– ENDE –
Die Creatives sehen Sie hier.

 
Anmerkungen für die Redaktion
 
Über GUPPYFRIEND
GUPPYFRIEND informiert, erfindet und entwickelt wirksame, wissenschaftlich fundierte Lösungen, um die Verschmutzung durch Mikroplastik an der Quelle zu stoppen – zu Hause, im Sport, auf den Straßen und in der Industrie.
Für sein Engagement, seine Aufklärungsarbeit und seine innovativen Lösungen wurde GUPPYFRIEND mit dem Sports Positive Award ausgezeichnet.
 
Jeden einzelnen Tag!
Laut eines Forschungsteams der University of California in Santa Barbara setzt eine Stadt mit 100.000 Einwohnern beim Waschen eine Menge an Mikrofasern frei, die 15.000 Plastiktüten entspricht. Somit könnte eine Stadt von der Größe Berlins für mehr als 500.000 Plastiktüten verantwortlich sein – und das jeden Tag! 4
 
Website: www.guppyfriend.com
 
Über Sky Media 
Sky Media ist die Werbevertriebsabteilung von Sky und unterstützt Unternehmen jeder Art und Größe dabei, zu wachsen. Durch Premium-Inhalte und -Kanäle in Verbindung mit marktführenden datengestützten Innovationen wie AdSmart ermöglicht Sky Media Marken den Zugang zu Zielgruppen, wo auch immer diese sich befinden und wie auch immer sie fernsehen – über lineares Fernsehen, On-Demand, Streaming und digitale Plattformen.
Sky Media erreicht über 93 % der britischen Bevölkerung und vertritt über 130 Kanäle, darunter alle hochwertigen Kanäle und Websites von Sky, darunter Sky Sports, Sky News, Sky One, Sky Cinema, Sky Arts, Sky Atlantic, Sky Crime, Sky Comedy, Sky Witness, Sky Nature, Sky Documentaries und Sky HISTORY. Sky Media vertreibt zudem im Auftrag führender Sender wie Paramount (Channel 5, MTV, Comedy Central), Warner Bros. Discovery (HBO Max, TNT Sports, Discovery), Narrative, Hearst Networks und AMC Networks. 
Das wachsende digitales Ökosystem geht über den Rundfunk hinaus und bietet durch Partnerschaften und programmatische Möglichkeiten skalierten Zugang zu erstklassigen digitalen Umgebungen sowie Innovationen in den Bereichen kontextbezogenes Targeting, Aufmerksamkeitsmessung und plattformübergreifende Attribution.
Als Europas führendes Direct-to-Consumer-Medien- und Unterhaltungsunternehmen im Besitz von Comcast NBCUniversal verfügt Sky Media über eine globale Präsenz. Ganz gleich, ob lokal, national oder international, neu im TV-Bereich, ein Start-up, das schnell skalieren möchte, oder eine etablierte Marke: Die preisgekrönten Lösungen von Sky Media liefern Ergebnisse.
 
Website: www.skymedia.co.uk  
LinkedIn: www.linkedin.com/company/sky-media-uk  
Über den Sky Zero Footprint Fund
Der Sky Zero Footprint Fund ist ein mehrfach ausgezeichneter Werbefonds, der Marken dabei unterstützen soll, Initiativen zur Bekämpfung des Klimawandels durch nachhaltigere Produkte und Verhaltensweisen zu beschleunigen und zu verstärken.
Die Gewinner des Sky Zero Footprint Fund wurden von einer Jury aus Branchenexperten aus den Bereichen Werbung, Kreativität und Nachhaltigkeit ausgewählt. Die Juroren trafen sich im Sky-Hauptquartier in Isleworth, um die Live-Präsentationen von 18 in die engere Wahl gekommenen Marken zu bewerten. Dabei wurden Kreativität, Wirkung und nachhaltige Glaubwürdigkeit beurteilt.
Bislang wurde der Fonds mit dem British Media Award’s 2022 Best Sustainability Initiative, Ad Net Zero’s 2022 Media Award und dem 2023 Media Leader Sustainability Excellence Award ausgezeichnet.
 
 
 
Quellen:
1 Vassilenko et al. (2021), Domestic laundry and microfiber pollution: Exploring fiber shedding from consumer apparel textiles
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0250346

2 Boucher & Friot (2017), IUCN Report 2017-002 Marine Pollution Bulletin
 
3 The research was carried out online by Research Without Barriers – RWB
All surveys were conducted between 14th April 2026 and 16th April 2026
The sample comprised 2,038 UK adults
All research conducted adheres to the MRS Codes of Conduct (2023) in the UK and ICC/ESOMAR World Research Guidelines)
RWB is registered with the Information Commissioner’s Office and is fully compliant with the General Data Protection Regulation
(GDPR) and the Data Protection Act (2018)

4 Holden et al. (2016), Bren School of Environmental Science & Management
 

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Langbrett GmbH
Frau Thea Baptista da Luz
Eberswalder Str. 29
10437 Berlin
Deutschland

fon ..: +49 157 85158644
web ..: https://guppyfriend.com/
email : Thea@guppyfriend.com

Mit der neuen TV-Kampagne „The Real Bag For Life“ bringt GUPPYFRIEND das oft unsichtbare Problem der Mikroplastikverschmutzung durch Waschen synthetischer Kleidung in den Mainstream. Begleitend veröffentlicht das Unternehmen neue Analysen zu den Umweltauswirkungen des Waschens von Sportbekleidung während der Marathon-Saison. Die Kampagne läuft ab dem 10. Mai auf Sky UK.

GUPPYFRIEND informiert, erfindet und entwickelt wirksame, wissenschaftlich fundierte Lösungen, um die Verschmutzung durch Mikroplastik an der Quelle zu stoppen – zu Hause, im Sport, auf den Straßen und in der Industrie.
Für sein Engagement, seine Aufklärungsarbeit und seine innovativen Lösungen wurde GUPPYFRIEND mit dem Sports Positive Award ausgezeichnet.

Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.

Pressekontakt:

Langbrett GmbH
Herr Alexander Nolte
Eberswalder Str. 29
10437 Berlin

fon ..: +491702293339
web ..: https://guppyfriend.com/

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STOMP-Programm: USA investieren 144 Millionen Dollar in die Erforschung von Mikroplastik

Die USA investieren 144 Mio. Dollar, um Mikroplastik aus dem Körper zu entfernen. Was Forscher zur elektrostatischen Ladung als Schlüsselmechanismus bereits wissen, geht weit darüber hinaus.

BildAm 2. April 2026 hat die Advanced Research Projects Agency for Health (ARPA-H) innerhalb des US-Gesundheitsministeriums HHS das Programm STOMP gestartet: 144 Millionen Dollar für Messung, Erforschung und Entfernung von Mikro- und Nanoplastik aus dem menschlichen Körper. Was die US-Behörde als Beginn einer dringend notwendigen Forschung beschreibt, bestätigt, was unabhängige Wissenschaftler seit Jahren dokumentieren: Plastikpartikel befinden sich in jedem Organ, das Forscher untersuchen. Und die eigentliche Gefahr liegt in einer Eigenschaft, über die in der offiziellen Ankündigung noch kein Wort fällt.

Was ist das STOMP-Programm und was hat die US-Gesundheitsbehörde angekündigt?

Die Advanced Research Projects Agency for Health (ARPA-H), eine Behörde innerhalb des US-amerikanischen Department of Health and Human Services (HHS), hat am 2. April 2026 das Programm STOMP offiziell angekündigt. STOMP steht für „Systematic Targeting Of MicroPlastics“ und ist mit einem Budget von 144 Millionen Dollar ausgestattet.

Das Ziel des Programms ist die Entwicklung eines umfassenden Werkzeugkastens zur Messung, Erforschung und Entfernung von Mikro- und Nanoplastik aus dem menschlichen Körper. Geleitet wird das Programm von den ARPA-H-Programmmanagern Dr. Ileana Hancu und Dr. Shannon Greene. Als unabhängiger Validierer der entwickelten Messmethoden wird die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) eingesetzt.

HHS-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. erklärte bei der Ankündigung: „Heute ergreift HHS entschiedene Maßnahmen, um Mikroplastik als wachsende Bedrohung für die menschliche Gesundheit zu bekämpfen. Die Amerikaner verdienen klare Antworten darauf, wie Mikroplastik in ihrem Körper ihre Gesundheit beeinflusst. Durch das STOMP-Programm von ARPA-H werden wir die Mikroplastikbelastung messen, Risikofaktoren identifizieren und gezielte Lösungen zur Reduzierung entwickeln.“

ARPA-H-Direktorin Alicia Jackson, Ph.D., ergänzte mit einer bemerkenswert klaren Einschätzung:

_“Mikroplastik befindet sich in jedem Organ, das wir untersuchen, bei uns und bei unseren Kindern. Aber wir wissen nicht, welche davon schädlich sind oder wie man sie entfernt. Niemand möchte, dass sich unbekannte Partikel in seinem Körper ansammeln. Das Forschungsfeld tappt im Dunkeln. STOMP schaltet das Licht ein.“_

Warum kann ARPA-H Mikroplastik nicht messen und was ändert sich durch STOMP?

Die Ankündigung des STOMP-Programms enthält ein entscheidendes Eingeständnis der US-Behörde: Trotz der nachgewiesenen Präsenz von Plastikpartikeln in Lungen, arteriellen Plaques und Hirngewebe fehlen bis heute präzise Messmethoden, um die individuelle Belastung eines Menschen verlässlich zu quantifizieren.

Wie ARPA-H-Programmmanagerin Dr. Ileana Hancu erläuterte, produzieren die bestehenden Messtechniken inkonsistente Ergebnisse zwischen verschiedenen Laboren. Das macht einen wissenschaftlichen Vergleich und die Entwicklung gezielter Behandlungsansätze praktisch unmöglich. STOMP soll in Phase 1 Goldstandard-Messmethoden entwickeln, einschließlich eines klinischen Tests, der die individuelle Mikroplastikbelastung quantifizieren kann.

Darüber hinaus soll ein Risikostratifizierungsmechanismus für Plastikmaterialien entstehen, der diese nach ihrer biologischen Schädlichkeit einordnet. Damit sollen Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und die Industrie eine gemeinsame Antwort auf die grundlegende Frage erhalten: Welche Mikroplastikarten müssen zuerst und am dringendsten angegangen werden?

Phase zwei des Programms konzentriert sich auf die Entfernung. Wie Dr. Shannon Greene betonte:

_“Es ist physisch unmöglich, unser Leben vollständig von Kunststoffen zu trennen. Sie stecken in allem, was wir berühren: in unserer Kleidung, in den Materialien, aus denen wir unsere Nahrung und unser Wasser beziehen. Wir müssen verstehen, wie Mikroplastik im Körper verteilt ist und welchen Schaden es anrichtet, bevor wir den nächsten Schritt nach vorne machen können, um es letztendlich zu entfernen.“_

Das Programm richtet sich besonders auf gefährdete Gruppen: Schwangere, Kinder, Patienten mit chronischen Erkrankungen und stark belastete Berufsgruppen. Mit verlässlichen, breit verfügbaren Testmethoden sollen Gesundheitsbehörden, Regulierungsstellen und das Gesundheitswesen politische Entscheidungen leiten, Interventionen überwachen und gesundheitliche Auswirkungen über Jahrzehnte hinweg adressieren können.

Was Wissenschaftler bereits über Mikroplastik im menschlichen Körper wissen

Die Entscheidung von ARPA-H, 144 Millionen Dollar in die Mikroplastikforschung zu investieren, kommt nicht ohne Vorgeschichte. Was die US-Behörde als Ausgangspunkt beschreibt, ist für die internationale Forschungsgemeinschaft bereits eine Fülle gut dokumentierter Befunde.

Forscher haben Mikro- und Nanoplastikpartikel in nahezu jedem untersuchten menschlichen Gewebe nachgewiesen. Sie wurden in der Lunge, in arteriellen Plaques, im Hirngewebe, in der Plazenta, in der Muttermilch, im Knochenmark, in der Follikelflüssigkeit der Eierstöcke, in Spermien, in Herzmuskelgewebe und im Darm gefunden.

Besonders aufsehenerregend war eine Studie der University of New Mexico, die im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht wurde: In Hirngewebeproben verstorbener Menschen wurden im Durchschnitt etwa 4.900 Mikrogramm Plastik pro Gramm Hirngewebe festgestellt. Bei Personen mit Demenzdiagnose waren die Konzentrationen bis zu 10 Mal höher als bei Menschen ohne diese Erkrankung. Das Gehirn eines durchschnittlichen mittelalten Menschen enthält demnach mehr Plastik als jedes andere untersuchte Organ, inklusive Leber und Nieren. Zwischen 2016 und 2024 hat der Plastikgehalt im menschlichen Gehirn um 50 Prozent zugenommen.

Der überwiegende Teil der im Gehirn gefundenen Partikel waren winzige Polyethylenfragmente oder -flocken, also eines der am häufigsten für Verpackungen eingesetzten Kunststoffe.

Wie Plastikpartikel in den menschlichen Körper gelangen und warum es drei Wege gibt

Mikro- und Nanoplastik gelangt über drei Hauptwege in den menschlichen Körper: durch Einatmen, durch Nahrung und Wasser sowie durch die Haut.

Der Weg über die Atemwege gilt dabei als besonders gefährlich. Chinesische Wissenschaftler haben berechnet, dass ein Erwachsener während eines zweistündigen Aufenthalts im Freien bis zu 106.000 Mikroplastikpartikel einatmen kann. Ein Kind atmet aufgrund seines geringeren Körpergewichts pro Kilogramm durchschnittlich 4 Mal mehr Plastik ein als ein Erwachsener. Über die Riechnerven können Nanopartikel direkt ins Gehirn gelangen, ohne vorher die Blut-Hirn-Schranke überwinden zu müssen.

Über die Nahrung nimmt ein Mensch nach Schätzungen der University of Newcastle etwa 250 Gramm Plastik pro Jahr auf. Das entspricht dem Gewicht von 50 Plastiktüten. Plastikpartikel wurden in handelsüblichem Trinkwasser, in Flaschenwasser, in Obst und Gemüse, in Honig, in Milch, in Fleisch und in Meeresfrüchten nachgewiesen. Beim Erhitzen von Kunststoffbehältern, wie Babyflaschen aus Polypropylen, können mehr als 2 Milliarden Nanopartikel pro Quadratzentimeter Oberfläche in die Nahrung übertreten.

Besonders besorgniserregend ist die Belastung der Jüngsten: In rund 40 Prozent der untersuchten Muttermilchproben wurde Mikroplastik gefunden. Der Plastikgehalt im Stuhl von Säuglingen ist 14-mal höher als bei Erwachsenen. Plastikpartikel durchdringen die Plazentaschranke und wurden in den Geweben von Föten nachgewiesen.

Welche Gesundheitsschäden durch Mikroplastik wissenschaftlich dokumentiert sind

Die Frage, welche konkreten Erkrankungen durch Mikro- und Nanoplastik verursacht oder beschleunigt werden, ist für die Forschung nicht neu. Eine wachsende Zahl von Studien dokumentiert Zusammenhänge zwischen der Exposition gegenüber Plastikpartikeln und einer Vielzahl schwerwiegender Erkrankungen.

Im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt eine Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, dass Patienten mit Mikroplastikablagerungen in den Halsschlagadern ein 4,5-fach höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod aufweisen. Plastikpartikel wurden in drei verschiedenen Arterientypen nachgewiesen. Sie schädigen das Endothel, die innere Auskleidung der Blutgefäße, verursachen chronische Entzündungen und erhöhen das Thromboserisiko.

Für das Nervensystem zeigen Studien, dass Nanoplastik innerhalb von zwei Stunden nach oraler Aufnahme im Gehirn nachweisbar ist. Es lagert sich bevorzugt in der lipidreichen Myelinscheide der Neuronen ab, stört die Übertragung von Nervenimpulsen und löst neuroinflammatorische Prozesse aus. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, aber auch Depressionen, Angstzustände und kognitive Störungen werden wissenschaftlich mit der Plastikbelastung in Verbindung gebracht.

Im Bereich der Reproduktionsmedizin wurden in einer Studie aus dem Jahr 2025 bei 14 von 18 untersuchten Frauen Mikroplastikpartikel in der Follikelflüssigkeit der Eierstöcke gefunden, im Durchschnitt über 2.000 Partikel pro Milliliter. In allen untersuchten Spermienproben einer chinesischen Studie wurde Mikroplastik nachgewiesen. Bereits nach 30-minütigem Kontakt werden Mitochondrienfunktion und DNA in Spermien geschädigt. Seit 1973 ist die Gesamtzahl der Spermien bei Männern weltweit um 62,3 Prozent zurückgegangen.

Das Immunsystem reagiert auf Plastikpartikel mit beschleunigtem Zelltod: Immunzellen, die Nanoplastik ausgesetzt werden, sterben 3 mal schneller ab als nicht belastete Zellen. Mikroplastik dient zudem als Transportplattform für Viren, Bakterien und Schwermetalle und verlängert deren Überlebensdauer außerhalb eines Wirtes erheblich.

Die elektrostatische Ladung: Der Schlüsselmechanismus, über den kaum gesprochen wird

Das STOMP-Programm von ARPA-H konzentriert sich auf die Fragen der Messung und Entfernung von Plastikpartikeln. Was in der offiziellen Ankündigung jedoch noch nicht thematisiert wird, ist der Mechanismus, der nach dem aktuellen Stand der interdisziplinären Forschung als entscheidend für die Toxizität von Nanoplastik gilt: die elektrostatische Ladung.

Nanoplastikpartikel sind keine passiven Fremdkörper im Körper. Sie verhalten sich wie sogenannte Elektrete, also Materialien, die statische Elektrizität akkumulieren und über längere Zeiträume aufrechterhalten können. Durch den triboelektrischen Effekt, der bei Kontakt und Reibung mit Oberflächen auftritt, können sich diese Partikel wiederholt neu aufladen.

Je kleiner die Partikel werden, desto größer ist ihre spezifische Oberfläche im Verhältnis zur Masse. Ein Mikroplastikpartikel von 5 Millimetern Durchmesser zerfällt in Nanopartikel von 1 Mikrometer Größe, es entstehen daraus 125 Milliarden Partikel, deren Gesamtoberfläche 5.000-mal größer ist als die des ursprünglichen Partikels. Jedes dieser Partikel trägt eine elektrostatische Ladung. Die Gesamtladung steigt entsprechend exponentiell.

Diese Ladung ermöglicht es Nanoplastikpartikeln, Zellmembranen zu durchdringen, biologische Barrieren zu überwinden, sich an Proteine, Lipide und DNA zu binden und sich der Erkennung durch das Immunsystem zu entziehen. Geladene Nanoplastikpartikel können die Blut-Hirn-Schranke passieren, indem sie sich mit Cholesterinmolekülen umhüllen, die ihnen als Tarnung dienen. In Tierversuchen wurden Plastikpartikel bereits zwei Stunden nach der Verabreichung im Gehirn nachgewiesen.

Innerhalb der Zellen konzentriert sich der Schaden auf die Mitochondrien, die Kraftwerke jeder Zelle. Nanoplastik reichert sich in Mitochondrien an, stört die Elektronentransportkette, reduziert die ATP-Produktion und verursacht Mutationen in der mitochondrialen DNA. Oxidativer Stress, chronische Entzündungen, beschleunigter Zelltod und epigenetische Veränderungen sind die Folge. Diese Mechanismen sind identisch mit jenen, die auch den biologischen Alterungsprozess antreiben, weshalb Nanoplastik die Zellalterung erheblich beschleunigt.

Valery Etkin, Doktor der Physik und Mathematik und Mitglied der Europäischen Akademie der Naturwissenschaften, hat die Auswirkungen elektrostatischer Nanoplastikpartikel auf den Ionentransport und elektrische Prozesse in Neuronen untersucht und bestätigt, dass geladene Partikel die Ionenpumpen und Membranfunktionen auf fundamentaler Ebene stören.

Warum Kinder und ungeborene Kinder besonders gefährdet sind

Das STOMP-Programm nennt ausdrücklich Schwangere und Kinder als besonders gefährdete Gruppen. Die wissenschaftliche Begründung dafür ist eindeutig dokumentiert.

Plastikpartikel durchdringen die Plazentaschranke. Eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Professor Antonio Ragusa, italienischer Gynäkologe, hat als erste Mikroplastik in der menschlichen Plazenta nachgewiesen. Eine Studie der University of New Mexico aus dem Jahr 2025 zeigt, dass die Mikroplastikkonzentrationen in Plazenten von Frühgeburten höher sind als in jenen von termingeborenen Kindern.

Das Risiko für Frühgeburten steigt mit zunehmender Plastikbelastung der Plazenta. In Italien liegt die Frühgeburtenrate bei rund 7 Prozent, in den USA bei 12 Prozent. Eine Zunahme dieser Rate bedeutet nach Einschätzung von Wissenschaftlern erhebliche biologische und wirtschaftliche Belastungen für die Gesellschaft.

Das Nervensystem von Kindern entwickelt sich in den ersten Lebensjahren aktiv und ist besonders empfindlich gegenüber elektrostatischen Störungen durch Nanoplastik. Studien zeigen mögliche Zusammenhänge zwischen pränataler und postnataler Plastikexposition und der Entwicklung von Autismus-Spektrum-Störungen. In den USA stieg die Zahl der Autismus-Diagnosen zwischen 2000 und 2022 von 1 von 150 auf 1 von 31 Kindern. Die Zahl der Fälle hat sich im genannten Zeitraum um 317 Prozent erhöht. Das Siebbein, ein Knochen, der den Riechnerv vom Gehirn trennt, ist bei Kindern unter 2 Jahren noch nicht vollständig ausgebildet, was das direkte Eindringen von Plastikpartikeln ins Gehirn über die Atemwege erleichtert.

Was Wissenschaftler als Lösungsansatz vorschlagen: Die Neutralisierung der elektrostatischen Ladung

Während ARPA-H mit dem STOMP-Programm beginnt, die Grundlagen für Messung und Entfernung von Plastikpartikeln zu legen, hat eine internationale Forschungsgemeinschaft bereits einen konkreten strategischen Ansatz zur Verringerung der Schädlichkeit von Nanoplastik entwickelt.

Wissenschaftler der internationalen gesellschaftlichen Bewegung ALLATRA, in Zusammenarbeit mit der Bolivianischen Katholischen Universität San Pablo (UCB), haben im wissenschaftlichen Bericht „Nanoplastik in der Biosphäre: Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise“ eine Hypothese formuliert, die auf der zentralen Rolle der elektrostatischen Ladung basiert.

Die Grundidee lautet: Wenn die gefährlichste Eigenschaft von Nanoplastik seine Fähigkeit ist, elektrostatische Ladungen zu akkumulieren und aufrechtzuerhalten, dann liegt die entscheidende Intervention darin, ihm genau diese Eigenschaft zu entziehen. Die Autoren des Berichts schätzen, dass die Abschirmung oder Neutralisierung der elektrostatischen Ladung von Nanoplastik die potenzielle Schädlichkeit um mindestens 50 Prozent verringern könnte.

Dieser Ansatz basiert auf der Beobachtung, dass unzählige Nanopartikel in der Umwelt existieren, ohne in Zellen einzudringen und diese zu zerstören. Diese Spezifität von Plastik im Vergleich zu anderen Nanopartikeln liegt in seinen elektrét-ähnlichen Eigenschaften begründet. Durch Entziehen dieser Eigenschaft würde Nanoplastik zu passiven, harmlosen Partikeln ohne biologische Aktivität.

Die Herausforderung dieser Aufgabe ist immens. Es genügt nicht, einen Mechanismus zur Ladungsneutralisation in einem Reagenzglas zu finden. Die Lösung müsste für jedes bereits in der Biosphäre vorhandene Nano- und Mikroplastikpartikel funktionieren, einschließlich jener im menschlichen Körper, ohne dabei Menschen oder die Natur zu schaden und ohne das Erdmagnetfeld zu beeinflussen. Die Forschungsgemeinschaft bezeichnet dieses Ziel als interdisziplinäre Herausforderung, die Expertise aus Biophysik, Nanotechnologie, molekularer Toxikologie, Materialwissenschaften und Medizin erfordert.

Die Grundlagen für diesen Ansatz wurden vor über 20 Jahren durch den Vertebrologen und Forscher Igor Danilov gelegt, der bei der Untersuchung degenerativer Bandscheibenerkrankungen Fremdpartikel in Zellen identifizierte, die er als Plastik erkannte, und feststellte, dass die Schädigung der Mitochondrien in diesen Zellen direkt mit den Plastikpartikeln in Verbindung stand.

Warum der Ansatz von ARPA-H zu begrüßen ist und was noch fehlt

Die Entscheidung von ARPA-H, 144 Millionen Dollar in die systematische Erforschung von Mikro- und Nanoplastik im menschlichen Körper zu investieren, ist ein bedeutender und richtiger Schritt. Die öffentliche Anerkennung durch das US-Gesundheitsministerium, dass Plastikpartikel ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen und dass die derzeitigen Messmethoden unzureichend sind, schafft eine wichtige Grundlage für eine breite gesellschaftliche und politische Reaktion.

Die Forderung nach einem Goldstandard für die Messung individueller Plastikbelastung und nach einer Risikostratifizierung für verschiedene Plastiktypen ist sachlich begründet und wissenschaftlich notwendig. Die explizite Einbeziehung der CDC als unabhängigem Validierer und der Fokus auf vulnerable Gruppen wie Schwangere und Kinder zeigen, dass das Programm ernsthaft angelegt ist.

Gleichzeitig zeigt der aktuelle Stand der interdisziplinären Forschung, dass die Dimension des Problems über das hinausgeht, was das STOMP-Programm in seiner derzeitigen Form adressiert. Die Frage der elektrostatischen Ladung als zentralem Wirkungsmechanismus von Nanoplastik, die Störung der planetaren Wärmeleitfähigkeit der Ozeane durch akkumuliertes Mikro- und Nanoplastik, die beschleunigung geodynamischer Prozesse sowie die kumulative Wirkung auf den kognitiven Abbau ganzer Bevölkerungen sind Felder, die einer ebenso ernsthaften wissenschaftlichen Aufmerksamkeit bedürfen.

Programmmanagerin Dr. Shannon Greene hat recht, wenn sie sagt, dass es physisch unmöglich ist, Plastik vollständig aus dem Alltag zu eliminieren. Dies unterstreicht, dass die Entwicklung von Methoden zur Reduzierung der biologischen Aktivität von Plastikpartikeln, insbesondere durch Neutralisierung ihrer elektrostatischen Ladung, parallel zur Entwicklung von Entfernungsmethoden vorangetrieben werden muss.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm, der das Thema Mikro- und Nanoplastik einem breiten Publikum zugänglich macht

Parallel zur wissenschaftlichen Forschung hat die internationale gesellschaftliche Bewegung ALLATRA einen Dokumentarfilm produziert, der die Thematik von Mikro- und Nanoplastik als globale Bedrohung für breite Öffentlichkeit aufbereitet: „Nanoplastik: Die unsichtbare Lebensgefahr“.

Der Film erklärt anhand von Interviews mit international renommierten Wissenschaftlern, darunter der Pathologe und Krebsforscher Professor Lukas Kenner (Christian Doppler Labor für angewandte Metabolomik), der Kardiologe Dr. Sarju Ganatra (Lahey Hospital and Medical Center), der Gynäkologe und Plazentaforscher Professor Antonio Ragusa, der Meeresbiologe Professor Richard Thompson (University of Plymouth) und der Strahlenonkologe Dr. Jeffrey Long, wie Mikro- und Nanoplastik in den menschlichen Körper gelangt, welche molekularen Mechanismen es auslöst und warum konventionelle Lösungsansätze das Problem nicht lösen können.

Der Film vermittelt auch, warum die elektrostatische Ladung von Nanoplastikpartikeln der entscheidende Faktor für ihre Toxizität ist und welcher strategische Forschungsansatz erforderlich wäre, um diese Eigenschaft zu neutralisieren.

Der Dokumentarfilm hat seit seiner Veröffentlichung mehrere internationale Filmauszeichnungen erhalten:

* Award Winner Mannheim Arts and Film Festival 2026 (zweifach ausgezeichnet)
* Winner London Independent Film Awards
* Gold Winner Latitude Film Awards 2026
* sowie eine Auszeichnung beim Eastern Europe Film Festival 2026.

Die internationale Auszeichnung durch gleich mehrere unabhängige Filmfestivals unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz und die wissenschaftliche Qualität der aufbereiteten Informationen. Der Film ist in deutscher Sprache auf der Website von ALLATRA abrufbar: allatra.org/de/nanoplastics-threat-to-life

Warum der kognitive Rückgang einer ganzen Generation mit der Plastikbelastung zusammenhängt

Ein Aspekt des Themas, der in der politischen Debatte bisher kaum thematisiert wird, betrifft die kognitiven Auswirkungen der akkumulierten Plastikbelastung auf ganze Bevölkerungen. Wissenschaftliche Daten zeigen seit Mitte der 1990er Jahre einen Rückgang der durchschnittlichen Intelligenzleistung in mehreren Ländern, der als „umgekehrter Flynn-Effekt“ bekannt ist.

In Norwegen wurde bei der Analyse von über 730.000 IQ-Tests ein Rückgang von etwa 7 Punkten bei den nach 1975 geborenen Generationen festgestellt. In Dänemark erreichte der IQ Ende der 1990er Jahre seinen Höchststand und ist seitdem deutlich gesunken. In den USA ergab eine Studie der Northwestern University, die zwischen 2006 und 2018 durchgeführt wurde, einen IQ-Rückgang in 3 von 4 kognitiven Bereichen. Im Jahr 2025 erreichten die Ergebnisse wichtiger Mathematik- und Lesetests bei amerikanischen Oberstufenschülerinnen und -schülern den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der Zeitraum, in dem dieser Rückgang einsetzt, korreliert mit dem exponentiellen Anstieg der weltweiten Plastikproduktion und der damit verbundenen Zunahme von Mikro- und Nanoplastik in der Umwelt.

Neurowissenschaftliche Studien erklären einen möglichen Mechanismus: Chronischer oxidativer Stress und Neuroinflammation durch geladene Nanoplastikpartikel im Gehirn versetzen das Gehirn in einen dauerhaften Energiesparmodus. In diesem Zustand werden ressourcenintensive Bereiche wie der präfrontale Kortex, zuständig für Analyse, Kreativität, logisches Denken und Impulskontrolle, gedrosselt. Limbische Strukturen, zuständig für Angstreaktionen und impulsives Verhalten, bleiben aktiv. Das Ergebnis ist eine messbare Verschiebung in der kognitiven Architektur der betroffenen Population.

Diese Entwicklung ist kein zukünftiges Szenario. Sie ist, wie die vorliegenden Daten zeigen, bereits im Gange.

Was die Entscheidung von ARPA-H über den Stand der globalen Plastikkrise aussagt

Die Entscheidung des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, ein 144-Millionen-Dollar-Programm zur Bekämpfung von Mikroplastik im menschlichen Körper aufzulegen, sendet ein klares Signal: Das Thema hat die Schwelle von der Umweltdebatte zur Gesundheitspolitik überschritten.

ARPA-H-Direktorin Alicia Jackson hat mit ihrer Formulierung „_Wir tappen im Dunkeln_“ eine bemerkenswert ehrliche Bestandsaufnahme geliefert. Gemessen an dem, was die internationale Forschungsgemeinschaft bereits an dokumentierten Befunden vorgelegt hat, ist dieser Zustand alarmierend.

Mehr als 200 Millionen Tonnen Plastikmüll haben sich in den Weltmeeren angesammelt. Allein in der obersten Schicht des Ozeans befinden sich nach wissenschaftlichen Schätzungen rund 350 Billionen Plastikpartikel. Jedes Jahr gelangen etwa 11 Millionen Tonnen neues Plastik in die Meere. Gleichzeitig verhindert das in den Ozeanen akkumulierte Mikro- und Nanoplastik durch Veränderung der physikalischen Eigenschaften des Wassers die effiziente Wärmeableitung, was zur Erwärmung der Ozeane und zur Verstärkung von Extremwetterereignissen beiträgt.

Das STOMP-Programm ist ein wichtiger erster Schritt für die Vereinigten Staaten. Es ist jedoch eingebettet in eine globale Herausforderung, die nach Einschätzung von Wissenschaftlern, die auf diesem Gebiet forschen, eine koordinierte internationale Reaktion erfordert, ähnlich dem Modell der Entschlüsselung des menschlichen Genoms, bei der Hunderte Institutionen in Dutzenden Ländern nach einheitlichen Standards zusammenarbeiteten.

Welche Rolle internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit jetzt spielen muss

Die Wissenschaftler, die sich mit dem Thema Mikro- und Nanoplastik befassen, sind sich in einem Punkt einig: _Das Problem übersteigt die Kapazitäten einzelner Staaten oder Institutionen. Die Lösung liegt nicht in einem einzigen Labor, sondern in der systematischen, grenzüberschreitenden Kooperation._

Der wissenschaftliche Bericht „Nanoplastik in der Biosphäre: Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise“, erstellt durch die internationale gesellschaftliche Bewegung ALLATRA in Zusammenarbeit mit der Bolivianischen Katholischen Universität San Pablo und der Unabhängigen Universität Juan Misael Saraceno, wurde im Mai 2025 erstmals auf einer internationalen Konferenz der Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice im Vatikan präsentiert. Er vereint als erstes Dokument dieser Art umfassende Daten darüber, wie sich Mikro- und Nanoplastik in der Biosphäre ausbreitet, in Nahrungsketten gelangt und die menschliche Gesundheit sowie Ökosysteme schädigt.

Kardinal Peter Turkson, Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan, hat sich in seinen Ausführungen zur Enzyklika „Laudato Si“ für eine globale Zusammenarbeit beim Schutz des Planeten ausgesprochen, die Ökologie, Klimagerechtigkeit und die gemeinsame Verantwortung der Menschheit verbindet. Die Frage des Mikro- und Nanoplastiks als systemische Bedrohung für Ökosysteme, menschliche Gesundheit und planetare Stabilität ist ein konkretes Feld, auf dem diese Zusammenarbeit dringend benötigt wird.

Die Initiative von ARPA-H mit dem STOMP-Programm kann, wenn sie konsequent weitergeführt und international vernetzt wird, ein wichtiger Baustein in einer koordinierten globalen Reaktion sein. Was jetzt gebraucht wird, ist jedoch nicht allein der politische Wille. Entscheidend ist vor allem die öffentliche Nachfrage der Menschen selbst, in aller Welt.

Denn Forschungsbudgets folgen gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Politische Prioritäten entstehen dort, wo Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme erheben. Es hängt also maßgeblich von jedem Einzelnen ab, ob dieses Thema die Resonanz bekommt, die seiner Dringlichkeit entspricht:

* durch öffentliche Wortmeldungen in sozialen Netzwerken
* durch Berichte in der Presse
* durch Gespräche im eigenen Umfeld
* durch das Teilen wissenschaftlich fundierter Informationen
* durch den aktiven persönlichen Einsatz, andere Menschen über die Realität der Plastikbelastung aufzuklären.

Je mehr Menschen verstehen, was sich bereits in ihren Organen, in den Organen ihrer Kinder und in der Nahrung, die sie täglich zu sich nehmen, befindet, desto größer wird die gesellschaftliche Kraft, die Lösungen nicht nur fordert, sondern auch trägt. Wissenschaft braucht Finanzierung. Finanzierung folgt öffentlichem Druck. Und öffentlicher Druck entsteht durch informierte Menschen, die nicht schweigen.

_Quellen: _

* _HHS-Pressemitteilung vom 2. April 2026_
* _ARPA-H STOMP-Programm (arpa-h.gov);_
* _Wissenschaftlicher Bericht „Nanoplastik in der Biosphäre: Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise“_
* _ALLATRA/UCB 2025; _
* _Nihart et al., Nature Medicine 2025; _
* _Marfella et al., New England Journal of Medicine 2024; _
* _Levine et al., Human Reproduction Update 2023; _
* _Montano et al., Ecotoxicology and Environmental Safety 2025; _
* _Thompson et al., Science 2024._

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Nanoplastik in der Biosphäre: ALLATRA Expertenworkshop beim ChangeNOW-Gipfel in Paris

Gefahr Nanoplastik: Das ALLATRA GRC präsentiert beim ChangeNOW-Gipfel in Paris neue Forschungsdaten zu Gesundheitsrisiken und fordert innovative Ansätze jenseits herkömmlicher Recyclinglösungen.

BildPARIS, 6. April 2026 – Teilnehmer der Internationalen Gesellschaftlichen Bewegung ALLATRA und Vertreter des ALLATRA Global Research Center (ALLATRA GRC) nahmen am internationalen Gipfeltreffen ChangeNOW 2026 teil, das vom 30. März bis 1. April im Grand Palais in Paris stattfand. Zu den Höhepunkten zählte der Expertenworkshop „Nanoplastik: Die unsichtbare Bedrohung und das globale Risiko: Was können wir tun?“, der am 1. April stattfand. Organisiert und moderiert wurde die Expertensitzung von Teilnehmern der ALLATRA-Bewegung unter Mitwirkung von Vertretern des ALLATRA GRC.

ChangeNOW ist eine der größten internationalen Plattformen für nachhaltige Entwicklung und bringt jährlich Tausende Teilnehmende zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Institutionen und Umweltinitiativen. ChangeNOW gestaltet die globale Agenda für Lösungen in den Bereichen Ökologie und Technologie. Die Ausrichtung des Workshops auf dieser Plattform ermöglichte es, die Diskussion über Mikro- und Nanoplastik in einen breiteren internationalen Kontext einzuordnen.

Der Workshop „Nanoplastik: Die unsichtbare Bedrohung und das globale Risiko: Was können wir tun?“ widmete sich der umfassenden Auseinandersetzung mit Mikro- und Nanoplastik als einem Problem, das weit über das herkömmliche Verständnis von Plastikmüll hinausgeht. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die öffentliche Gesundheit, die ökologische Nachhaltigkeit und die langfristigen Risiken für zukünftige Generationen. Den Teilnehmenden wurde ein interdisziplinärer Rahmen vorgestellt, in dem Nanoplastik als wachsende systemische Herausforderung betrachtet wird, die die menschliche Gesundheit, die Integrität von Ökosystemen und die Umweltqualität beeinträchtigt.

Im Rahmen der Präsentation wurden veröffentlichte wissenschaftliche Daten zur Verteilung von Mikro- und Nanoplastik in Luft, Wasser, Böden und Nahrungsketten sowie Daten zum Nachweis von Plastikpartikeln in menschlichem Gewebe und Körperflüssigkeiten vorgestellt und diskutiert. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, dass die traditionelle Sprache der Plastikverschmutzung nicht mehr ausreicht, um das Ausmaß und die Komplexität des Problems auf der Ebene der Nanopartikel zu beschreiben. Die Workshop-Teilnehmenden betonten, dass dieses Thema eine sorgfältige, evidenzbasierte Bewertung und einen weiteren wissenschaftlichen Dialog erfordert.

An der Diskussion nahmen Vertreter von ALLATRA, Dr. Gabriela Szalayova und Alexander Masny, MSc (ALLATRA GRC), teil. Der Vortrag behandelte die physikochemischen und elektrostatischen Eigenschaften von Nanoplastik, deren Potenzial als Träger gleichzeitig auftretender Schadstoffe sowie mögliche Mechanismen ihrer Wechselwirkung mit biologischen Barrieren. Diese Themen wurden als Bereiche für weitere interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Medizin, Umweltwissenschaften, Chemie und Materialwissenschaften vorgestellt.

Ein weiterer Teil des Workshops befasste sich mit den Grenzen bestehender Lösungsansätze. Es wurde festgestellt, dass traditionelle Maßnahmen wie Abfallrecycling und großflächige Wasseraufbereitungsanlagen zwar wichtig sind, aber nicht alle mit Nanopartikeln verbundenen Risiken abdecken. Als vielversprechendes Forschungsfeld wurde die strategische elektrostatische Neutralisierung diskutiert, um die Transport-, Akkumulations- und Wechselwirkungsfähigkeit von Nanoplastik in der Umwelt zu reduzieren. Gleichzeitig betonten die Referenten, dass solche Ansätze weiterer Validierung, methodischer Standardisierung und intensiver Expertendiskussion bedürfen.

Der letzte Teil des Workshops umfasste eine interaktive Diskussion und eine Fragerunde. Rund 80 Menschen nahmen am Workshop teil. Das Veranstaltungsformat förderte den offenen Dialog: Die Teilnehmenden tauschten Beobachtungen aus, stellten Fragen und diskutierten sowohl die Umweltaspekte des Themas als auch dessen mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Laut Rückmeldungen der Teilnehmenden wurde das Thema als aktuell und wichtig wahrgenommen. Die Präsentation wurde als informativ, für ein breites Publikum verständlich und durch eine klare Erläuterung der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Prinzipien überzeugend bewertet.

Die im Workshop präsentierten Materialien basierten unter anderem auf dem Open-Access-Forschungsbericht „Nanoplastik in der Biosphäre. Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise“ und dem wissenschaftlichen Dokumentarfilm „Nanoplastik – die unsichtbare Lebensgefahr“, der im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurde. Die Teilnahme an ChangeNOW 2026 bot eine weitere internationale Plattform für den offenen fachlichen Dialog zu diesem Thema, das die Aufmerksamkeit der Forschungsgemeinschaft, öffentlicher Institutionen und zivilgesellschaftlicher Initiativen erfordert.

Das ALLATRA Global Research Center war zuvor Mitveranstalter einer Konferenz im Europäischen Parlament mit dem Titel „Nanoplastik: Verborgene Zusammenhänge und neue Risiken“, die mit Unterstützung des Europaabgeordneten Ondrej Knotek stattfand.

ALLATRA GRC dankt den Organisatoren von ChangeNOW 2026 für die Bereitstellung der Dialogplattform sowie allen Workshop-Teilnehmenden für ihr Interesse am Thema und ihre aktive Beteiligung an den Diskussionen.

Über das ALLATRA Global Research Center
Das ALLATRA Global Research Center (ALLATRA GRC) ist ein internationales Forschungs- und Analysezentrum, das sich mit zentralen globalen Herausforderungen befasst und dazu umfassende wissenschaftliche Analysen, integrierte Risikobewertungen sowie evidenzbasierte Politikempfehlungen erarbeitet.

Das Zentrum ist offiziell in den USA registriert und hat dort seinen Hauptsitz. Es ist international tätig, was seine globale Reichweite und seinen interdisziplinären Ansatz widerspiegelt.

Das ALLATRA GRC betreibt interdisziplinäre Forschung zu den Dynamiken von Naturkatastrophen, Klima- und geophysikalischen Risiken sowie den Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf Umwelt und Gesundheit. Es setzt sich für Menschenrechte ein und fördert die interkulturelle Zusammenarbeit. Die Arbeit des Zentrums verbindet wissenschaftliche Forschung mit strategischer und operativer Führung, um fundierte Entscheidungen auf globaler Ebene zu unterstützen.

Über die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA
Die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA ist eine unabhängige, von Freiwilligen getragene Organisation, die Menschenrechte und Grundfreiheiten schützt und groß angelegte Forschungsarbeiten in den Bereichen Geodynamik und Umweltfragen durchführt. ALLATRA ist für seinen interdisziplinären Ansatz bei der Erforschung von Naturkatastrophen bekannt und fördert aktiv die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit und setzt sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten ein.

In Anerkennung ihrer Arbeit erhielt die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA im Jahr 2025 den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. und im Jahr 2024 den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit Papst Franziskus für ihre Bemühungen um den Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung.

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Allatra e.V. ist ein eingetragener Verein. Wir vertreten die internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA in Deutschland, stehen außerhalb von Politik und Religion und sind getragen von ehrenamtlichem Engagement. Mit klarem Fokus auf die eskalierende Klimakrise informieren wir über die klimatische Situation und setzen uns ein für den Schutz von Menschenrechten und das menschliche Leben.

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Egon Cholakian: Zu spät für kontrollierte Entgasung des Sibirischen Plumes

Wissenschaftler Dr. Egon Cholakian warnt: Die seismische Aktivität steigt exponentiell – und eine geheime Anlage, die die Welt schützte, wurde 2023 abgeschaltet. Gibt es noch eine Lösung?

BildIn einem Video mit dem Titel „Die verpasste Chance: Eine kontrollierte Entgasung des Sibirischen Plumes ist keine Option mehr“ trägt der Wissenschaftler Dr. Egon Cholakian ein Szenario vor, das geodynamische Entwicklungen, globale Risiken, politische Vorwürfe und einen weiteren Themenkomplex zu Mikro- und Nanoplastik miteinander verbindet. Dr. A. Egon Cholakian ist ein Wissenschaftler, registrierter Bundeslobbyist im Senat, im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten und im Weißen Haus sowie Experte für nationale Sicherheit und Vertreter von ALLATRA.

Der zentrale Befund des Videos lautet aus Sicht des Sprechers: Das Zeitfenster für eine vorbereitete und kontrollierte Entgasung des Sibirischen Plumes sei verstrichen. Cholakian beschreibt diesen Plume als eine enorme Magmastruktur unter Sibirien, die nach seiner Darstellung die Basis der ostsibirischen Platte angreife. Die Möglichkeit, rechtzeitig technische und wissenschaftliche Vorbereitungen für eine kontrollierte Entgasung einzuleiten, sei nicht mehr gegeben. Diese Feststellung formuliert er im Video ausdrücklich als offizielle Erklärung.

Der Kern des Vortrags: Ein verlorenes Zeitfenster

Dr. Egon Cholakian argumentiert, eine kontrollierte Entgasung hätte nur dann als Option bestanden, wenn bereits Jahre zuvor mit einem groß angelegten internationalen Vorbereitungsprogramm begonnen worden wäre. Nach seiner Darstellung hätte ein realistischer Zeitplan mindestens vier Jahre umfasst. Die ersten zwei Jahre wären demnach für Überwachung, Grundlagenforschung, geologische Erkundung und Testbohrungen erforderlich gewesen. In dieser Phase hätten laut Cholakian unter anderem Lage und Beschaffenheit möglicher Gasreservoire, die interne Struktur des Plumes, Fluide in unterschiedlichen Tiefen sowie Risiken unkontrollierter Oberflächenaufbrüche untersucht werden müssen.

Als konkrete technische Vorstellung nennt der Sprecher ein Netz aus Hunderten Erkundungsbohrungen mit Tiefen von mehr als fünf Kilometern über große Teile Ostsibiriens. Ergänzt werden sollte dies nach seiner Darstellung durch seismisches Monitoring, geochemische Gasanalysen und thermische Profilierungen der Magmareservoire. Erst in einem zweiten, weiteren Zweijahresabschnitt hätten dann Hunderte Tiefbohrungen von über zehn Kilometern vorbereitet, Sicherheitsmechanismen geprüft, Stabilitäten getestet und sämtliche Abläufe in realitätsnahen Verfahren erprobt werden können.

Erst nach Abschluss dieses gesamten Vorlaufs hätte nach Cholakians Darstellung die eigentliche Entgasung begonnen. Diese wird von ihm als schrittweise und streng kontrollierte Freisetzung von Gasen und überschüssigem Magma aus oberflächennahen Reservoiren beschrieben. Der Nutzen wäre nach seiner Darstellung eine Verringerung des Gasdrucks auf die Lithosphärenplatte, die Abführung überschüssigen Magmas und eine Abkühlung tiefer Krustenbereiche unter Sibirien gewesen. Im Ergebnis hätte dies der Menschheit, so der Sprecher, ein Sicherheitsfenster verschafft.

Die eigentliche Zäsur des Vortrags liegt in seiner Schlussfolgerung: Selbst wenn eine solche Entgasung früher mit hohen Risiken verbunden gewesen wäre, sei sie inzwischen sinnlos oder sogar gefährlicher als Untätigkeit. Vier Jahre ab dem jetzigen Zeitpunkt, so lautet seine These, könne jeder Eingriff eher einen explosiven Bruch auslösen, als eine Gefahr zu mindern. Als Bild verwendet er den Vergleich mit einem überdehnten Ballon, der durch einen Nadelstich platzt. Dieser Vergleich ist eine Veranschaulichung des Sprechers.

Verweis auf Erdbeben 2025 als Indiz für eine neue geodynamische Phase

Zur Begründung seiner Einschätzung verweist Cholakian in seinem Vortrag auf mehrere Erdbebenereignisse des Jahres 2025. Er führt an, die Erde sei in eine neue Phase seismischer Aktivität eingetreten. Als Beispiele nennt er ein Erdbeben der Stärke 7,0 an der Grenze zwischen Alaska und dem Yukon sowie zwei Tage später ein Erdbeben der Stärke 7,6 vor der Küste Japans. Diese zeitliche Nähe wertet er ausdrücklich nicht als Zufall, sondern als Hinweis auf tiefgreifende geodynamische Prozesse unter dem Einfluss des von ihm beschriebenen Sibirischen Plumes.

Zusätzlich verweist er auf ein Erdbeben der Stärke 7,7 in Myanmar vom 28. März 2025, das er wegen einer „supersonischen Ruptur“ über 475 Kilometer als beispiellos darstellt. Ferner nennt er ein Mega-Erdbeben der Stärke 8,8 vor Kamtschatka Ende Juli 2025, begleitet von einer Serie anomaler Nachbeben. Nach seiner Aussage liegen diese Vorgänge am Rand der eurasischen Platte und stünden damit im Zusammenhang mit einer zunehmenden Aktivität des Sibirischen Plumes.

Der Verweis auf offene Daten und die Rolle der Plattform VolcanoDiscovery

Cholakian zeigte im Video eine Grafik. Diese basiert auf offen zugänglichen Daten und stellt die Zahl der Erdbeben ab Magnitude 3 dar. Als Quelle nennt er die Plattform VolcanoDiscovery, die seismische Informationen aus verschiedenen Meldesystemen weltweit bündelt. Laut seiner Beschreibung zeigt das Jahr 2025 einen drastischen Anstieg der globalen Erdbebenaktivität. Er fügt hinzu, er halte es nicht für plausibel, dass ein solcher Anstieg lediglich durch den plötzlichen Einsatz ungewöhnlich vieler neuer Sensoren erklärt werden könne. Im bereitgestellten Material ist die Grafik enthalten, die jeder eigenständig verifizieren kann.

Politische Ansprache an Wladimir Putin und schwere Vorwürfe gegen russische Akteure

Ein großer Teil des Videos verlässt die Ebene naturwissenschaftlicher Argumentation und wechselt in eine direkte politische Anklage. Cholakian richtet eine persönliche Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Darin erhebt er Vorwürfe gegen russische Machtstrukturen, gegen sogenannte Antikult-Netzwerke, gegen RACIRS, gegen FSB-Strukturen sowie gegen Personen, die nach seiner Darstellung wirtschaftliche Interessen an sibirischen Rohstoffen verfolgen.

Der Sprecher teilte mit, dass wissenschaftliche Informationen über den Sibirischen Plume und über vorgeschlagene Gegenmaßnahmen gezielt diskreditiert worden seien. Er wirft vor, dass „ALLATRA“ und seine Person auf internationaler Ebene diskreditiert worden seien, damit niemand diese Warnungen ernst nehme. Dabei verbindet er diese Darstellung mit dem Vorwurf, dass in Russland wirtschaftliche Interessen über die öffentliche Sicherheit gestellt worden seien.

Eine wirksame Anlage musste wegen Repressionen in Russland abgebaut werden

Im Video wird außerdem betont, dass ALLATRA-Wissenschaftler über einen Zeitraum von zehn Jahren eine technische Anlage betrieben haben, die klimatische und geodynamische Folgen abgemildert hat, auch auf russischem Gebiet. Diese Anlage oder dieses System habe, so Cholakian, die Folgen nicht beseitigt, aber dämpfend gewirkt. Russland habe deshalb ein vergleichsweise ruhiges Jahrzehnt erlebt. Ausführlich darüber hat Dr. Egon Cholakain in seiner vorherigen Ansprache „Katastrophale Erdbeben sind unvermeidbar. Wissenschaftler warnen!!“ berichtet. Seit 2023 sei diese Anlage jedoch infolge politischer Repressionen außer Betrieb.

Mikro- und Nanoplastik als globale Systemfrage

Im letzten Drittel des Vortrags verlagert Cholakian den Schwerpunkt auf Mikro- und Nanoplastik. Er stellt diesen Bereich als die verbleibende Handlungsoption dar, nachdem aus seiner Sicht sowohl eine kontrollierte Entgasung des Sibirischen Plumes als auch frühere technologische Ansätze zur Kühlung des Ozeans mittels atmosphärischer Wassergeneratoren (AWG) nicht mehr praktikabel seien.

Zunächst beschreibt Dr. Egon Cholakian Nanoplastik als allgegenwärtige Belastung, die über Luft, Wasser und Nahrung in den menschlichen Körper gelange. Diese Partikel würden sich nach seiner Darstellung in Blut, Gehirn, Nervenzellen und weiteren Geweben ansammeln. Er informiert weiter, Mikro- und Nanoplastik zerstörten biologische Prozesse auf zellulärer Ebene und könnten zu kognitiven Schäden sowie zu Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsfähigkeit führen. Schließlich formuliert er die These, der biologische Fortbestand des Homo sapiens stehe dadurch auf dem Spiel.

Cholakian sagte, dass die zentrale Gefährlichkeit in der Fähigkeit der Partikel liege, elektrostatische Ladung zu speichern und damit ähnlich wie ein Elektret zu wirken. Diese Ladung störe elektrische Grundprozesse biologischer Systeme. Daraus leitet er den von ALLATRA Global Research Center benannten Lösungsweg ab:

_Nanoplastik müsse seiner elektrostatischen Eigenschaften befreit und somit inert gemacht werden._

Der Verweis auf einen Dokumentarfilm und die These einer verpassten AWG-Strategie

Zur Untermauerung dieses Themas verweist der Sprecher auf einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Nanoplastik – die unsichtbare Lebensgefahr | ALLATRA Dokumentation“. Dieser sei am 7. Dezember 2025 präsentiert worden und von ALLATRA-Freiwilligen mit Unterstützung des analytischen Zentrums ALLATRA Global Research Center produziert worden. Der Film bündelt wissenschaftliche Daten, Aussagen führender Forscher und eine systematische Darstellung des Forschungsstands.

Zusätzlich nennt Cholakian einen weiteren aus seiner Sicht verpassten Lösungsweg: den großflächigen Einsatz von atmosphärischen Wassergeneratoren (AWGs). Diese Technik hätte seiner Darstellung zufolge früher zur Abkühlung überhitzter Ozeane beitragen und zugleich Mikro- und Nanoplastik aus dem Meer reduzieren können. Inzwischen sei jedoch auch dieses Zeitfenster verloren. Ein heutiger großskaliger Einsatz würde seiner Meinung nach nicht mehr entlasten, sondern zusätzliche Plastikpartikel aus dem Ozean in die Atmosphäre überführen und die Lage verschlimmern.

Fazit

Der vorliegende Vortrag ist eine umfassende Warnbotschaft. Sein Kern besteht aus drei miteinander verknüpften Aussagen:

* Erstens sei das Zeitfenster für eine kontrollierte Entgasung des sogenannten Sibirischen Plumes geschlossen.
* Zweitens seien frühere technische Gegenmaßnahmen ebenfalls nicht mehr einsetzbar.
* Drittens müsse sich die Forschung nun auf die Neutralisierung von Mikro- und Nanoplastik konzentrieren, insbesondere auf deren behauptete Fähigkeit, elektrostatische Ladung zu speichern.

Der im Vortrag erwähnte Dokumentarfilm zeigt alle dokumentierten Fakten im Detail und was Dr. Egon Cholakian über Mikro- und Nanoplastik im Vortrag sagt. Die in der Berichterstattung vorgelegten Quellen können und sollten eigenständig von jedem nachgeprüft werden, um sich von den Fakten selbst zu überzeugen.

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Nanoplastik im Fokus: ALLATRA Global Research Center präsentiert Forschung im EU-Parlament

Internationale Experten diskutierten im Europäischen Parlament die Risiken von Mikro- und Nanoplastik. Das ALLATRA GRC stellte aktuelle Forschungsergebnisse zu Umwelt- und Gesundheitsfolgen vor.

BildBRÜSSEL, Belgien – Am 24. Februar 2026 fand im Europäischen Parlament ein wichtiger internationaler Dialog statt. Die Expertenkonferenz mit dem Titel „NANOPLASTIK: VERBORGENE ZUSAMMENHÄNGE UND NEUE RISIKEN“ eröffnete eine Diskussion über eines der drängendsten Umwelt- und Gesundheitsprobleme unserer Zeit.

MIKROPLASTIK IM MITTELMEER
Die Veranstaltung fand mit Unterstützung des Europaabgeordneten Ondrej Knotek und in enger Zusammenarbeit mit dem ALLATRA Global Research Center statt und brachte führende Wissenschaftler aus aller Welt sowie Mitglieder des Europäischen Parlaments zusammen.

Ziel der Konferenz war es, auf die wachsende Bedrohung durch Mikro- und Nanoplastik als unsichtbare, aber zunehmend gefährliche Form der Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen, die über die traditionellen Umwelt- und Gesundheitsprobleme hinausgeht. Experten betonten, dass diese Partikel mittlerweile in Luft, Wasser, Nahrungsketten und den menschlichen Körper eindringen und somit eine komplexe Herausforderung für die menschliche Gesundheit und die Stabilität natürlicher Systeme darstellen. Sie wiesen zudem auf die Notwendigkeit hin, konstruktive Lösungen für zukünftige Gesetze und Forschung zu finden, insbesondere angesichts der beispiellosen unsichtbaren Verschmutzung des Mittelmeers durch Mikro- und Nanoplastik. Die Konzentration von Mikroplastik in den Oberflächengewässern des Mittelmeers ist viermal höher als im Gebiet des sogenannten Großen Pazifischen Müllstrudels.

In seinen einleitenden Bemerkungen betonte der Europaabgeordnete Ing. Ondrej Knotek (Tschechische Republik), dass sich die Klimapolitik seiner Ansicht nach nicht allein auf eine rasche Emissionsreduktion konzentrieren dürfe, ohne die Kosten, weitergehende Auswirkungen und andere Faktoren, die Klima und Gesundheit der Gesellschaft beeinflussen, zu berücksichtigen. „Es gibt weitere Elemente, die ebenfalls zur Klimastabilität beitragen, und diese werden völlig ignoriert“, erklärte Knotek.

Pastor Mark Burns (USA) bezeichnete Nanoplastik als eine unsichtbare Bedrohung, die bereits den Alltag der Menschen weltweit beeinträchtigt, und betonte die moralische und soziale Dimension des Gesundheitsschutzes und des Schutzes zukünftiger Generationen. In seiner Rede erklärte er: „Die globale Initiative „Spirituelle Diplomatie“, deren Vorsitz ich innehaben darf, hat das Thema Nanoplastik als einen ihrer wichtigsten Arbeitsbereiche anerkannt.“ Er fügte hinzu: „Nanoplastik ist keine Frage von links oder rechts. Es ist weder eine religiöse noch eine säkulare Frage. Wir sind überzeugt, dass es unsere moralische Verpflichtung ist, Leben und Gesundheit zu schützen und frühzeitig zu handeln – nicht erst, wenn der Schaden irreversibel ist.“

Marina Ovtsynova (USA), Präsidentin der IGB ALLATRA, präsentierte die Arbeit und Expertise des ALLATRA GRC. „Ich freue mich, heute auch Vertreter unseres Forschungszentrums hier am Rednerpult begrüßen zu dürfen, die aus den USA, Israel, Deutschland und Tschechien angereist sind. Sie repräsentieren zwar nur einen Teil eines viel größeren internationalen wissenschaftlichen Konsortiums, dem Experten führender Institutionen weltweit angehören, doch sie präsentieren die gemeinsamen Forschungsergebnisse und analytischen Schlussfolgerungen des ALLATRA Global Research Center, darunter eine umfassende Bewertung der potenziellen Folgen der Mikro- und Nanoplastik-Verbreitung für die menschliche Gesundheit und die Integrität der Ökosysteme.“

Die Konferenz wurde mit vier Expertenrunden fortgesetzt, in denen die Referenten Forschungsergebnisse und die Schlussfolgerungen einer wissenschaftlichen Studie über Mikro- und Nanoplastik in der Biosphäre, deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, die Umwelt und globale natürliche Prozesse sowie erste Schritte hin zu Lösungen vorstellten.

MIKRO- UND NANOPLASTIK: UNSICHTBARE UMWELTVERSCHMUTZUNG
Im ersten Teil konzentrierten sich die Experten auf Mikro- und Nanoplastik als unsichtbare Umweltverschmutzung und erklärten, warum Plastikpartikel zu einem biologischen und gesundheitsbezogenen Faktor von globaler Bedeutung werden.

John Ahn, Ph.D., MBA (USA), erklärte: „Gelangen diese Partikel in den Blutkreislauf, können sie sich im ganzen Körper verteilen. Sie wurden in verschiedenen Geweben und Organsystemen nachgewiesen, darunter Leber, Nieren, Herz und Blutgefäße, Plazenta und Muttermilch.“

Anna Kotlyar, MSc (Israel), betonte: „Folglich sollte Mikro- und Nanoplastik nicht als lokales Abfallproblem, sondern als neuer physikalischer und chemischer Faktor auf planetarischer Ebene betrachtet werden.“

WIE MIKRO- UND NANOPLASTIK DIE MENSCHLICHE GESUNDHEIT BEEINFLUSST
Der zweite Block konzentrierte sich auf die Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf die menschliche Gesundheit, einschließlich zellulärer Schädigungsmechanismen, und auf die Präsentation wichtiger medizinischer Erkenntnisse.

Alexander Masny, MSc (Deutschland), wies auf eine entscheidende Erkenntnis bezüglich Mikro- und Nanoplastik hin: Aufgrund ihrer extrem kleinen Größe und der elektrischen Ladung können Nanoplastikpartikel in Zellen eindringen und die Mitochondrien erreichen. Dadurch können sie die normale Funktion der Mitochondrien stören und somit die Fähigkeit der Zelle beeinträchtigen, effizient Energie zu produzieren und lebenswichtige Prozesse durchzuführen. Er betonte: „Die Oberflächenladung von Mikro- und Nanoplastik spielt eine wichtige Rolle für sein Verhalten in biologischen Systemen.“

Im Jahr 2020 veröffentlichte ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Antonio Ragusa (Italien) eine wegweisende Studie, die erstmals Mikroplastik im menschlichen Plazentagewebe nachwies. Die Ergebnisse erregten aufgrund ihrer weitreichenden Implikationen großes internationales Aufsehen in Wissenschaft und Medien. Auf der Konferenz präsentierte Prof. Ragusa seine Forschung: „Die ständige Belastung durch Plastikpartikel gibt Anlass zur Sorge um die menschliche Gesundheit, besonders wenn es um Neugeborene geht. Die vorliegende Studie untersucht erstmals das Vorkommen von Plastikpartikeln in menschlichen Plazenten und deren Zusammenhang der Entwicklung des Fötus.“ Er zog folgenden Vergleich: „Es ist, als bekäme man ein Cyborg-Baby: Es besteht nicht mehr nur aus menschlichen Zellen, sondern aus einer Mischung organischer und synthetischer Verbindungen.“

AUSWIRKUNGEN VON MIKRO- UND NANOPLASTIK AUF UMWELT UND ATMOSPHÄRE SOWIE SEIN EINFLUSS AUF GEODYNAMISCHE PROZESSE
Im dritten Abschnitt wurde die Diskussion auf eine planetarische Ebene ausgeweitet und die Auswirkungen dieser Partikel auf die Umwelt, die Atmosphäre und damit verbundene natürliche Prozesse hervorgehoben.
Wie Jan Kára, Ph.D. (Tschechische Republik), darlegte: „Es ist bereits bekannt, dass Mikro- und Nanoplastik den Wasserkreislauf beeinflusst und möglicherweise zu häufigerem Hagel und zur Bildung größerer Hagelkörner beiträgt.“ Später in seinem Vortrag erwähnte er die Hypothese, dass „die Verschmutzung mit Mikro- und Nanoplastik den Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre, die Wolkenbildung, den Wasserkreislauf sowie den Wärmetransport im Ozean beeinträchtigen könnte.“ Er erklärte: „Unseren Schätzungen zufolge beträgt das Zeitfenster für substanzielle Fortschritte nur wenige Jahre, nicht Jahrzehnte.“

FORSCHUNGSPERSPEKTIVEN UND LÖSUNGSVORSCHLÄGE
Im letzten, vierten Teil befassten sich die Konferenzteilnehmer mit Forschungsperspektiven, möglichen Lösungen und dem Bedarf an konkreten politischen und internationalen Maßnahmen. Die Diskussion betonte die Notwendigkeit, die Förderung der Forschung zu den Wechselwirkungen zwischen Nanoplastik und biologischen Systemen, einschließlich der weitreichenden Auswirkungen ihrer Oberflächenladung, deutlich zu verstärken und eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizin, Umweltwissenschaften und Geowissenschaften anzustoßen.

Jan Kára, Ph.D: „Es mangelt an einheitlichen europäischen Standards für die Überwachung von Plastikpartikeln mit einer Größe von weniger als 10 Mikrometern. Jede Forschungsgruppe verwendet ihre eigenen Methoden und Klassifizierungskriterien. Daher können wir Daten aus verschiedenen Ländern nicht vergleichen und uns kein umfassendes Bild der Nanoplastikverteilung in Europa machen. Stellen Sie sich vor, jedes Land würde die Temperatur mit seiner eigenen Skala messen. Wir müssen diese Standards entwickeln. Auch fehlen standardisierte Protokolle zur Untersuchung der gesundheitlichen Auswirkungen. Wir verfügen über keine einheitliche Methodik zur Bewertung der Auswirkungen von Nanoplastik auf den menschlichen Organismus. Einige Wissenschaftler untersuchen die Auswirkungen auf die Leber, andere auf die Lunge, wieder andere auf das Gehirn – doch alle verwenden unterschiedliche Ansätze. Ohne einheitliche Protokolle können wir keine verlässlichen und reproduzierbaren Ergebnisse erzielen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.“

Zum Abschluss der Konferenz betonten die Redner die Notwendigkeit, die Risiken von Nanoplastik in die europäischen Politik- und Regulierungsrahmen für Umweltschutz und öffentliche Gesundheit zu integrieren. Ein weiteres wichtiges Thema war die Notwendigkeit, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und die institutionelle Transparenz bei der Kommunikation evidenzbasierter Umweltgefahren zu stärken.

Im Rahmen der Veranstaltung fand auch eine Diskussion mit dem Publikum statt, in der die Frage aufgeworfen wurde, was in diesem Bereich realistischerweise getan werden kann und ob ein stärkerer Druck von unten erforderlich ist, d. h. eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit, statt von den Politikern zu erwarten, dass sie ihre Vorgehensweise von selbst ändern.

Ondrej Knotek bekräftigte, dass das Problem der Mikro- und Nanoplastikpartikel politisch ignoriert werde, weil es nicht direkt sichtbar sei und gleichzeitig bestehende ideologische Rahmenbedingungen untergrabe, wie etwa die Interpretation des Klimawandels, der eng mit fossilen Brennstoffen verknüpft sei.

Seinen Ausführungen zufolge zögern Politiker, ihre Positionen zu ändern, da dies bedeuten würde, einzugestehen, in der Vergangenheit nicht die ganze Wahrheit gesagt zu haben, und sie riskieren würden, Unterstützung zu verlieren. Er merkte an, dass in der Wirtschaft die Anpassung der Strategie eine natürliche Reaktion auf neue Erkenntnisse sei, in der Politik jedoch ein Kurswechsel oft als Verlust wahrgenommen werde.
Als Lösung betonte Knotek die Notwendigkeit eines stärkeren öffentlichen Drucks von unten, der politische Vertreter aller Parteien dazu bewegen würde, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden. „Es ist also eine wichtige Gelegenheit für die Öffentlichkeit, sich zu diesem Thema deutlicher zu äußern. Das ist meine Antwort“, schloss er.

Marina Ovtsynova, Präsidentin der Internationalen Gesellschaftlichen Bewegung ALLATRA, rief außerdem alle Konferenzteilnehmer dazu auf, sich an einem verantwortungsvollen, professionellen und konstruktiven Dialog zur Bewältigung dieser Herausforderung zu beteiligen.

REDNER DER KONFERENZ
Ing. Ondrej Knotek – Organisator der Konferenz, Mitglied des Europäischen Parlaments und Mitglied der Fraktion „Patrioten für Europa“, setzt sich seit langem für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union, die Förderung von Innovationen und die Förderung eines realistischen Ansatzes für die Energiewende ein, der die wirtschaftlichen, sozialen und sicherheitspolitischen Auswirkungen auf die EU-Mitgliedstaaten und ihre Bürger berücksichtigt.

Pastor Mark Burns (USA) – Vorsitzender der Initiative „Spiritual Diplomats“, geistlicher Berater des Präsidenten Donald Trump, weltweit anerkannter christlicher Führer und internationaler Redner.

Prof. Dr. Antonio Ragusa (Italien) – Geburtshelfer, Gynäkologe und der erste Wissenschaftler, der Mikroplastik in der menschlichen Plazenta nachweisen konnte. Damit unterstreicht er die unmittelbaren Auswirkungen der Plastikverschmutzung auf die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung.

Marina Ovtsynova (USA) – Präsidentin der Internationalen Gesellschaftlichen Bewegung ALLATRA und weltweit anerkannte Expertin für Risiko- und Klimastrategie mit den Schwerpunkten Wissenschaft, Regierungsführung und internationale Zusammenarbeit. Die in Harvard ausgebildete Führungskraft im Bereich öffentliche Verwaltung und Verhandlung ist für ihr Engagement in den Bereichen Klimadiplomatie, Sicherheit und Menschenrechte bekannt.

John Ahn, Ph.D., MBA (USA) – Experte für Chemieingenieurwesen und nachhaltige Technologien. Er promovierte an der Technischen Universität München, absolvierte ein MBA-Studium am INSEAD und erwarb einen Master-Abschluss an der University of California, Berkeley. John Ahn ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats und Forschungsrats des ALLATRA Global Research Center.

Anna Kotlyar, MSc (Israel) “ Spezialistin für Geologie und Geographie, Südliche Föderale Universität, 2006. Anna Kotlyar ist Vertreterin des Wissenschaftlichen Beirats und Forschungsrats des ALLATRA Global Research Center.
Jan Kára, Ph.D. (Tschechische Republik) “ Promotion in Diskreter Mathematik und Algorithmen, Karls-Universität 2007, und Master in Informatik, Karls-Universität, 2003. Dr. Jan Kára ist Vertreter des Wissenschaftlichen Beirats und Forschungsrats des ALLATRA Global Research Center.

Alexander Masny, MSc (Deutschland) “ Biochemiker mit einem Master of Science in Life Science Informatics, Bonn-Aachen International Center for Information Technology/Universität Bonn, 2018. Alexander Masny ist Vertreter des Wissenschaftlichen Beirats und Forschungsrats des ALLATRA Global Research Center.

Über das ALLATRA Global Research Center

Das ALLATRA Global Research Center (ALLATRA GRC) ist ein internationales wissenschaftliches Forschungs- und Analysezentrum, das sich mit zentralen globalen Herausforderungen beschäftigt. Es arbeitet auf Grundlage umfassender und interdisziplinärer wissenschaftlicher Analysen, sorgfältiger Risikobewertungen und evidenzbasierter Handlungsempfehlungen. Das Zentrum ist rechtlich registriert und hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten, agiert jedoch international und spiegelt damit seinen globalen Anspruch und seinen multidisziplinären Ansatz wider.

Das ALLATRA GRC führt interdisziplinäre Forschung zu den Dynamiken von Naturkatastrophen, klimatischen und geophysikalischen Risiken, den Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf Umwelt und Gesundheit sowie zur Förderung globaler Menschenrechte und interkultureller Zusammenarbeit durch. Dabei verbindet es wissenschaftliche Erkenntnisse mit strategischer und operativer Beratung, um fundierte Entscheidungen auf globaler Ebene zu unterstützen.

Das ALLATRA Global Research Center (ALLATRA GRC) ist im Transparenzregister der Europäischen Union unter der Registrierungsnummer REG 1148853102055-15 eingetragen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ALLATRA e. V.
Anna Wagner
Schlehenweg 11
74847 Obrigheim
Deutschland

fon ..: +491746358307
web ..: http://www.allatra-ev.de
email : pr@allatra-ev.de

Allatra e.V. ist ein eingetragener Verein. Wir vertreten die internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA in Deutschland, stehen außerhalb von Politik und Religion und sind getragen von ehrenamtlichem Engagement. Mit klarem Fokus auf die eskalierende Klimakrise informieren wir über die klimatische Situation und setzen uns ein für den Schutz von Menschenrechten und das menschliche Leben.

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