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Wolters Kluwer führt KI-gestützte UpToDate Enterprise Edition in Europa ein

Revolutionierung der klinischen Entscheidungsunterstützung für Leistungserbringer mit KI für Suche, Nutzungsanalyse und mehr

BildWolters Kluwer Health gab heute bekannt, dass seine UpToDate® Enterprise Edition ab dem dritten Quartal für Leistungserbringer in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) verfügbar sein wird. Die speziell für große Krankenhäuser und Klinika konzipierte Lösung zur Unterstützung klinischer Entscheidungen (CDS), angereichert durch KI-Funktionen, soll Führungskräfte sowie Ärzte und Ärztinnen im Gesundheitswesen dabei unterstützen, eine gleichbleibend hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Wolters Kluwer Health wird die Lösung auf der HIMSS25 Europa in Paris vom 10. bis 12. Juni 2025 vorstellen.

„Durch den Einsatz von KI-Technologie geht die UpToDate Enterprise Edition über die herkömmliche Entscheidungsunterstützung hinaus. Sie bietet eine unvergleichliche Qualität, die optimierte, integrierte Arbeitsabläufe und schnellere Antwortzeiten unterstützt, um letztendlich die Einbindung der Patientinnen und Patienten zu fördern und die Leistungserbringung nachhaltig zu verändern“, sagte Christian Cella, Vice President, International Segment for Clinical Effectiveness, Wolters Kluwer Health. „Mit der Verfügbarkeit von UpToDate Enterprise in EMEA erweitern wir das Engagement von Wolters Kluwer, die klinische Entscheidungsfindung weltweit zu verbessern.“

Seit Jahrzehnten vertrauen medizinische Fachkräfte auf der ganzen Welt auf die klinische Entscheidungsunterstützung von UpToDate, um eine sichere Entscheidungsfindung zu ermöglichen und Varianz in der Versorgung zu reduzieren. Die UpToDate Enterprise Edition baut auf diesem Nutzen auf und bietet erweiterte Funktionen, Einblicke und technologische Innovationen, um Ärztinnen und Ärzte bei der Bewältigung ihrer aktuellen und künftigen Herausforderungen zu unterstützen. Die Lösung wird bereits von 40 der größten Leistungserbringer in der EMEA-Region eingesetzt, die sich den über 350 Gesundheitssystemen in Nordamerika anschließen, die die UpToDate Enterprise Edition nutzen.

„UpToDate hat sich für isländische Gesundheitseinrichtungen als äußerst wertvolle Ressource zur Unterstützung klinischer Entscheidungen erwiesen. Die UpToDate Enterprise Edition fügt neue Funktionen hinzu, darunter KI, die unseren Mitarbeitenden helfen werden, intelligentere klinische Entscheidungen zu treffen, um die Patientenversorgung weiter zu verbessern“, sagt Runólfur Pálsson, CEO des Landspítali University Hospital und Professor für Medizin an der medizinischen Fakultät der Universität von Island.

Die UpToDate Enterprise Edition bietet einheitliche Inhalte und Lösungen für das gesamte Behandlungsteam, die es ihm ermöglichen, fundierte, sichere und wirkungsvolle Entscheidungen zu treffen. Mit den KI-gestützten Suchfunktionen können Ärztinnen und Ärzte jetzt die Effizienz einer marktführenden Lösung für klinische Entscheidungen erleben, die hochkonzentrierte, präzise Antworten auf natürlichsprachliche Abfragen liefert – eine Zeitersparnis für vielbeschäftigte Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Das KI-gestützte Analytics Dashboard bietet Organisationen im Gesundheitswesen die Möglichkeit, wertvolle Daten für eine verbesserte Effizienz und für die Lehre nutzbar zu machen.

„Der Einsatz der UpToDate Enterprise Edition ist eine wichtige Initiative zur Unterstützung unserer digitalen Innovationsstrategie“, so Prof. Adrian Harris, Chief Medical Officer, Royal Devon University Healthcare NHS Foundation Trust. „Durch die Nutzung der Daten, Analysen und KI-Funktionen, die jetzt in UpToDate verfügbar sind, können wir die medizinische Ausbildung weiter unterstützen sowie die klinische Entscheidungsfindung optimieren und so dazu beitragen, dass wir allen Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung bieten und dass unsere Bevölkerung gesund bleibt.“

Diese erweiterte Lösung stimmt Behandlungsteams und Führungskräfte gemeinsam auf den Schwerpunkt innovativer Arbeitsabläufe, Analysen und erweiterter Behandlungsfunktionen ein. Durch den teamübergreifenden Zugriff können Organisationen:

– Komplexität bewältigen, indem klinische Entscheidungen auf höherem Niveau getroffen werden,

– die Zufriedenheit und Zusammenarbeit verbessern, indem alle Mitglieder des Behandlungsteams auf dieselben vertrauenswürdigen UpToDate-Inhalte mit erweiterten Entscheidungsfunktionen zugreifen,

– durch verbesserte Workflow-Funktionen unterstützen, Burnout zu verringern,

– die Ressourcennutzung und die Geschäftsergebnisse verbessern, durch systemweite Daten und Einblicke sowie Self-Service-Analysen, z. B. systemweite Themennutzung, UpToDate-Themenbenchmarking und CME-Akkreditierungsaktivitäten.

Im Bericht „Frost Radar(TM): Clinical Decision Support System, 2025“ wurde Wolters Kluwer als einziges Unternehmen sowohl als „Company to Action“ als auch als Marktführer für Innovation genannt. Frost & Sullivan untersuchte und analysierte mehr als 60 Anbieter von klinischen Entscheidungsunterstützungssystemen in allen den Ort der Behandlung betreffenden Segmenten. Die Analysten stellten 10 Unternehmen auf der Grundlage einer detaillierten Analyse ihres Wachstumspotenzials und ihrer Fähigkeit, visionäre Innovationen in diesem Bereich voranzutreiben, in die engere Auswahl.

Erfahren Sie hier mehr über die UpToDate Enterprise Edition in EMEA: https://www.wolterskluwer.com/en/expert-insights/launching-uptodate-enterprise-edition-in-emea-new-era-in-clinical-decision-support?utm_source=pressrelease&utm_medium=pressrelease&utm_campaign=2025_06_04_EE_GA_Launch+_Demand_INT_HighMaturity_INT-ALL_

Weitere Informationen zu Wolters Kluwer Health: https://www.wolterskluwer.com/en/health

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Über Wolters Kluwer:
Wolters Kluwer (EURONEXT: WKL) ist ein weltweiter Anbieter von Fachinformationen, Softwarelösungen und Dienstleistungen für Klinik- und Pflegepersonal, Steuerspezialist:innen und Buchhalter:innen sowie für die Bereiche Financial und Corporate Compliance, Recht und Regulierung sowie Unternehmensleistung und ESG. Wir bieten Expertenlösungen – eine Kombination aus tiefgehendem Fachwissen mit spezialisierten Technologien und Dienstleistungen -, die unseren Kund:innen helfen, täglich kritische Entscheidungen zu treffen.

Wolters Kluwer erzielte im Jahr 2024 einen Jahresumsatz von 5,9 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Alphen aan den Rijn, Niederlande, betreut Kund:innen in über 180 Ländern, hat Vertretungen in über 40 Ländern und beschäftigt weltweit ca. 21.600 Mitarbeitende.

Zusätzliche Informationen finden Sie unter wolterskluwer.com/. Folgen Sie uns auf LinkedIn, Facebook, YouTube und Instagram.

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EMPERRA beantragt BfArM-Zulassung für seine digitale Diabetes-Management-Plattform ESYSTA als DiGA (DiHA)

Nach BfArM-Zulassung – und der damit verbundenen Kostenübernahme durch die Deutschen Krankenkassen – wird EMPERRA die gezielte Vermarktung der ESYSTA Plattform und DiGA ESYSTA in Deutschland starten.

Bild– Auf Basis der erfolgreichen wissenschaftlichen Ergebnisse hat Emperra für ESYSTA® den Antrag auf dauerhafte Listung als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA/DiHA, DTx) am 30. September 2024 beim BfArM eingereicht.

– EMPERRA® E-Health Technologies: Entwickler innovativer Digital Health Produkte im Bereich „Diabetes mellitus“

EMPERRA® E-Health Technologies ist ein Pionier in der Entwicklung innovativer digitaler Gesundheitsprodukte im Bereich „Diabetes mellitus“, die zur Verbesserung der Versorgung dieser Patient:innen führt.

Inzwischen wurden drei Studien mit mehr als 1.200 Patient:innen erfolgreich abgeschlossen. Ein abschließender Clinical Study Report (CSR) wurde vom Principal Investigator, Prof. Dr. med. Peter H. Schwarz, Universität Dresden und Präsident der International Diabetes Federation (IDF) erstellt.

Auf Basis der positiven wissenschaftlichen Ergebnisse hat EMPERRA die ESYSTA®-Plattform mit der DiGA (DiHA) ESYSTA® am 30. September 2024 beim BfArM zur Zulassung eingereicht. EMPERRA rechnet damit, Anfang 2025 die uneingeschränkte Marktzulassung zu erhalten. Diese Zulassung ist die wesentliche regulatorische Voraussetzung für EMPERRA, um die ESYSTA®-Plattform mit der DiGA ESYSTA® den mit Diabetes mellitus befassten Ärzt:innen bundesweit zur Verordnung bereitzustellen – als Add-on-Ansatz für alle mit Insulin behandelten Diabetes-Patient:innen (T1DM/T2DM). ESYSTA® optimiert nachweislich die langfristige Diabetes-Therapie deutlich. Dazu kombiniert EMPERRA® die medizinische Wirksamkeit seiner Digital Health Produkte für Diabetes mellitus mit der effizienten, digitalen Vernetzung zwischen Ärzten und Patienten.

Nach der BfArM-Zulassung – und der damit verbundenen Kostenübernahme durch die Deutschen Krankenkassen – wird EMPERRA die gezielte Vermarktung der ESYSTA® Plattform und der DiGA ESYSTA® in Deutschland starten. Ebenso strebt EMPERRA für ESYSTA® spezifische Rabattverträge mit den Deutschen Krankenkassen für die Behandlungsoptimierung von Patient:innen mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus (T1DM / T2DM) an.
Unmittelbar nach der Zulassung für den deutschen Markt plant EMPERRA weitere Zulassungsaktivitäten in ausgewählten EU-Ländern sowie zusätzliche, gezielte Pilotprojekte in relevanten internationalen Märkten mit einem hohen Anteil an Diabeteserkrankungen in der Bevölkerung.

Dr. med. Janko Schildt (CEO und Gründer): „Ich freue mich sehr, dass wir nun den umfassenden wissenschaftlichen Nachweis erbringen und somit die dauerhafte Zulassung als DiGA beantragen konnten. Damit kann unsere digitale, geräteunabhängige Plattform ESYSTA® mit hoher medizinischer Evidenz zum Wohle der Patient:innen und zur Entlastung der Diabetes-Behandlungsteams in unserem Kernmarkt Deutschland flächendeckend eingesetzt werden. ESYSTA® ist damit auch gesundheitsökonomisch ein überaus attraktives System für alle Krankenkassen.“

Prof. Dr. med. Peter Schwarz (Leiter der drei Studienprojekte von ESYSTA® und Präsident der International Diabetes Federation – IDF) erklärt: „Aufgrund seiner Einzigartigkeit bietet ESYSTA® viele Ansatzpunkte zur Verbesserung der Therapie, insbesondere für insulinbehandelte Patient:innen im Segment Diabetes mellitus. Die vorliegenden positiven wissenschaftlichen Ergebnisse halte ich für entscheidend im weiteren Prozess zur flächendeckenden Verordnungsfähigkeit von ESYSTA®. Die aktuellen Daten zeigen eine schnellere Senkung des Langzeitmarkers HbA1c bei schlecht eingestellten Patient:innen, sogar bei Menschen mit Diabetes, die in den sogenannten Disease-Management-Programmen (DMP) eingeschlossen sind. ESYSTA® hat auch eine verstärkende Wirkung, wenn es zusammen mit GLP-1-Analoga (sogenannte „Abnehm-Spritzen“) angewendet wird. Ich bin zuversichtlich, dass diese medizinischen Effekte auch von Expert:innen außerhalb Deutschlands anerkannt werden. In einigen Jahren sollte ESYSTA® daher nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern zum digitalen Standardverfahren bei der Behandlung bestimmter Diabetes-Patientengruppen gehören.“

Dr. med. Horst Mertens (COO/CBDO) ergänzt: „Die ESYSTA® Plattform zeigt nachweislich, dass das Diabetes-Management einfach, sicher und digital in die Behandlungsprozesse integriert werden kann. Im Rahmen der geplanten Markteinführung in Deutschland hat EMPERRA sich zum Ziel gesetzt, über eine großangelegte, nicht-interventionelle Studie (NIS) weitere wissenschaftliche Daten zu generieren. Daran wird das renommierte FIDAM (Diabetes Forschungsinstitut, Bad Mergentheim) beteiligt sein. Darauf aufbauend soll ESYSTA® auch in weiteren internationalen Projekten eingesetzt werden.“

Eine aktuelle Finanzierungsrunde ist für interessierte Investoren noch offen.

Weitere Informationen unter https://www.emperra.com/ und https://esysta-diabetes.com/ 

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Emperra GmbH E-Health Technologies
Herr Dr. med. Horst Mertens
Zeppelinstraße 48a
14471 Potsdam
Deutschland

fon ..: +49 (0) 331 979 34 80-0
web ..: https://www.emperra.com/
email : info@emperra.com

Emperra GmbH E-Health Technologies ist ein forschungs- und entwicklungsorientiertes Medizintechnik-Unternehmen mit höchstinnovativen Ansätzen und Lösungen in den Bereichen Health-IT und Telediabetologie.

Durch Verbindung von innovativer Software, zukunftsweisender Hardware und deren Einbettung in ein medizinisch-wissenschaftliches Grundkonzept stellt Emperra telemedizinische Produktsysteme für Patienten mit „Diabetes mellitus“ bereit.

Das Unternehmen wird von führenden Venture-Capital-Firmen und institutionellen Investoren unterstützt.

Die CE-geprüfte und geräteunabhängige, interoperable ESYSTA®-Plattform ist derzeit in Deutschland verfügbar. Aktuell ist die Beantragung als dauerhaft gelistete und damit von allen gesetzlichen Krankenkassen wiedererstattungsfähige digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) gestellt. Der erfolgreiche Abschluss der Zulassung wird spätestens im ersten Halbjahr 2025 erwartet.

Auf Basis des dadurch fixierten, dauerhaften Geschäftsmodells im Kernmarkt Deutschland plant Emperra darüber hinaus mit strategischen Partnern eine Weiterentwicklung des Geschäftsmodells mit internationalem Fokus und darauffolgendem Exit.

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Medizinisches Melderegister: Aus Fehlern lernen ohne anzuprangern

Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) begrüßt unter bestimmten Bedingungen die Einrichtung eines Melderegisters für Behandlungsfehler

BildBonn, 05.09.2024 – Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion Tino Sorge forderte kürzlich die Einrichtung eines anonymen Melderegisters für besonders schwere Behandlungsfehler. Der drittgrößte deutsche Psychotherapeutenverband DPNW begrüßt diese Initiative unter bestimmten Voraussetzungen.

Der DPNW-Vorstandsvorsitzende Dieter Adler meint: „Es sollte ein Register nicht nur für besonders schwere Behandlungsfehler geben, sondern für alle Kunstfehler. Zielsetzung sollte dabei sein, Ursachen von Kunstfehlern zu ergründen, um sie in Zukunft zu vermeiden. Es geht nicht darum, „Täter“ zu ermitteln, sondern um eine rein wissenschaftliche Aufarbeitung. Auch eine Amnestie im Vor- oder Nachhinein darf nicht Thema dieses Registers sein.“

Adler kommentiert weiter: „Wir haben das bereits 2021 vorgeschlagen und würden das auch für Psychotherapeuten, Hebammen, Physiotherapeuten, kurz, alle Behandler empfehlen. Es gibt nur einige Hürden, die ernst genommen werden sollten.“

Das DPNW zeigt sich überzeugt, dass ein rein wissenschaftlich geführter Diskurs schwerer Behandlungsfehler allen medizinischen Behandlern helfen kann. Um das zu gewährleisten, müssten aber bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Adler erläutert: „Ärzte und Psychotherapeuten müssen in einem solchen Forum unumkehrbar geschützt werden. Es sollte einen klaren Schutz vor Strafverfolgung, disziplinarischen Strafen oder Schadensersatzforderungen geben, dem Behandler vertrauen können. Hierfür ist eine Verankerung entsprechender Vorschriften im Strafrecht, im Zivilrecht und im Berufsrecht notwendig. Andernfalls wird niemand an dem Verfahren teilnehmen.“

Vorbild einer solchen Datenbank könnten die Prozessabläufe nach Flugzeug- oder Schiffsunglücken sein, so das DPNW. Damit das angedachte Melderegister nicht zu einem mittelalterlichen Verbalpranger werde, sei es zudem notwendig, so das DPNW, dass die Diskussionen von professionellen Fachleuten moderiert werden. Dafür sei ein entsprechendes Budget im Gesundheitshaushalt vorzusehen.

Außerdem dürften sich nur medizinische Behandler einbringen, damit die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit echten Fehlern sichergestellt sei. Eine Überprüfung der Forenteilnehmer sei im Vorhinein zu tätigen. Die rein fehlerorientierte Analyse solle zudem dadurch gewährleistet werden, dass nur geschultes Personal die Fehleranalyse vornehmen dürfe (analog der Aufarbeitung von Flug- und Schiffsunglücken).

Adler berichtet, dass sein Verband über die Schaffung einer solchen Datenbank für Psychotherapeuten bereits selbst nachgedacht habe, dies aber aus finanziellen Gründen bisher nicht umsetzte.

Über den Verband
Das „Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk – Kollegennetzwerk Psychotherapie“ (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat über 2.400 Mitglieder und 13.000 Abonnenten seines Freitagsnewsletters. Damit ist das DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Claudia Reimer, Dipl.-Päd. Sevgi Meddur-Gleissner. Mehr unter: www.dpnw.de

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Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk – DPNW
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DMEA 2024 – Fraunhofer IGD zeigt Lösungen zur medizinischen Entscheidungsunterstützung

Bessere datenbasierte Entscheidungen treffen

BildVitaldaten, Ergebnisse bildgebender Untersuchungen und Informationen zum Lebensstil: Umfassende Daten zu Patientinnen und Patienten sind für Beschäftigte im Gesundheitswesen bereits verfügbar, aber nicht unbedingt gut nutzbar. Diese bestmöglich zur medizinischen Entscheidungsunterstützung zu verwenden und auch die Patientinnen und Patienten einzubinden, hat sich das Fraunhofer IGD auf die Fahnen geschrieben. Auf der DMEA präsentieren die Forschenden vom 9. bis 11. April in Berlin zwei Lösungen – ein visuell-interaktives Werkzeug zur Kohorten-Analyse in der Forschung sowie den Parkinson-Monitor. Dieser hilft Ärztinnen und Ärzten sowie Betroffenen, die individuelle Erkrankung besser zu verstehen.

„Medizinerinnen und Mediziner sollen unkompliziert mit großen Datenmengen umgehen können“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Jörn Kohlhammer, Abteilungsleiter Informationsvisualisierung und Visual Analytics beim Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung. „Mit diesem Ziel entwickeln wir Lösungen, die sie – zusätzlich zu ihren persönlichen Erfahrungswerten – datenbasiert in der Entscheidungsfindung unterstützen.“ Gleichzeitig nehmen die Forschenden auch Patientinnen und Patienten in den Blick: „Wenn diese selbstbewusst und gut informiert die Behandlung mittragen, verbessert das ihr Wohlbefinden spürbar“, erklärt Dr.-Ing. Stefan Wesarg, Abteilungsleiter Visual Healthcare Technologies.

Visuell-interaktiv medizinische Studien designen

Neue Zusammenhänge entdecken: Die Kohortenanalyse dient als Grundlage der personalisierten Medizin. Forschende suchen nach Gemeinsamkeiten bei Patientinnen und Patienten und verbinden aktuelle Therapieentscheidungen mit vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit. Das Fraunhofer IGD entwickelte ein Analysetool, das forschende Ärztinnen und Ärzte visuell-interaktiv dabei unterstützt, Kohorten präziser einzuteilen und die Daten auf Korrelationen zwischen Parametern zu untersuchen.

Auf Basis von Patienteninformationen, medizinischen Bilddaten und omics-Daten, also verschiedensten Informationen zu Veränderungen auf zum Beispiel genetischer oder molekularer Ebene, werden Informationen KI-basiert für eine medizinische Bewertung zusammengeführt und aufbereitet. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf der Nephrologie sowie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. „In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Cluster of Excellence Immune-Mediated Diseases CIMD entwickeln wir die Technologie weiter, um sie künftig auch in der Pharmaindustrie einsetzen zu können“, sagt Kohlhammer.

Datenbasiert den Krankheitsverlauf vorhersehen

Ein Dashboard für Betroffene wie auch behandelnde Ärztinnen und Ärzte ist der Parkinson-Monitor. Die Web-Anwendung fasst ein Patiententagebuch, Bilddaten, eine Übersicht über die Daten im Zeitverlauf und weitere Bereiche zusammen. Daraus lassen sich KI-basiert Rückschlüsse ziehen, wie sich die Krankheit voraussichtlich entwickeln wird. Zukünftig soll es auch möglich sein, die Nebenwirkungen bei veränderter Medikation zu prognostizieren.

„Gerade wenn die Patientinnen und Patienten bei fortschreitender Erkrankung nicht mehr selbstständig sind, können Angehörige deren Situation mit dem Parkinson-Monitor besser verstehen“, erklärt Wesarg. Das Team um Wesarg nutzte für die Entwicklung Daten von etwa 3.000 in der Parkinson’s Progression Markers Initiative erfassten Patientinnen und Patienten. Im nächsten Schritt soll die Lösung mit einem klinischen Partner an einer aktuellen Patientengruppe erprobt werden – auch um Feedback zur Nutzerfreundlichkeit zu erhalten.

Auf verschiedene Krankheitsbilder anzupassen

Beide Fraunhofer-Lösungen – die Kohorten-Analyse und der Parkinson-Monitor – haben eins gemeinsam: Sie legen derzeit den Fokus auf spezifische Indikationen, sind perspektivisch aber universell auf viele verschiedene Fragestellungen anwendbar. Ein besonderes Augenmerk liegt bei beiden Projekten außerdem auf dem Datenschutz: Sowohl Kohlhammer als auch Wesarg sind Teil des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE. Dieses ist eine Forschungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft unter Leitung des Fraunhofer SIT und unter Beteiligung des Fraunhofer IGD sowie der Universitäten TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt und Hochschule Darmstadt.

Weiterführende Informationen:

Fraunhofer IGD präsentiert auf der DMEA: https://www.igd.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/dmea.html

Mehr über die Forschung des Fraunhofer IGD für die Branche Gesundheit und Pflege: https://www.igd.fraunhofer.de/de/branchen/gesundheit.html 

Fraunhofer IGD auf DMEA

09. bis 11. April 2024

Fraunhofer-Gemeinschaftsstand: Halle 2.2, Stand D-108 

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Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
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Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 210 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützten Unternehmen und Institutionen der Branchen Automotive, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie und Infrastruktur, Software- und IT-Wirtschaft, Maritime Wirtschaft sowie Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Datenanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen drei Standorten Darmstadt, Rostock und Kiel den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen. Internationale Relevanz entfalten seine Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schwesterinstitut an den Standorten Graz und Klagenfurt sowie die Beteiligung an verschiedensten EU-Projekten.

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Stationäre Versorgung ambulantisieren – Qualität in der Behandlung sichern

Der Blick von der Meta-Ebene

BildQualität, Wirtschaftlichkeit, Zugang – das sind Kernkriterien der Reform, die die Krankenhauslandschaft neu aufstellen soll. Angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der Finanzengpässe ist Handeln gefragt, um die Gesundheitsversorgung zukunftsfest zu machen. Tragfähige Optionen hierzu diskutierten im November führende Köpfe der Branche beim Think Tank ,Gesundheit – neu gestalten‘ von Wolters Kluwer Health.

Neue Ansätze sollten den medizinischen und digitalen Fortschritt einbeziehen. Die regionale Vernetzung der Versorgung muss die Patientenreise von Prävention, Früherkennung, Therapie und Nachbetreuung abbilden – diese Kernaspekte wurde in Berlin deutlich. Die Bildung von Kompetenzzentren und die Ambulantisierung jeder vierten stationären Behandlung sind Teil der politischen Strategie. Auf welche Herausforderungen müssen Krankenhausmanager:innen vor diesem Hintergrund nicht nur im Hinblick auf Strukturen und Prozesse, sondern auf Mitarbeitende und Patienten:innen Antworten finden? Ideen und Best Practice führte die hochkarätige Veranstaltung in Präsentationen und Speed-Einzelgesprächen zusammen.

Der Blick von der Meta-Ebene

Deutschland sei weltweit mit an der Spitze beim „Reparieren“ von Krankheiten – aber im Mittelfeld bei deren Vermeidung, unterstrich zum Auftakt der Moderator Prof. Dr. Volker Nürnberg. Mit Pro-Kopf-Ausgaben von 5.440 USD jährlich und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren gebe es durchaus Verbesserungsmöglichkeiten. Im Panel wurden Herangehensweisen diskutiert, mit denen sich Fortschritt erzielen lassen soll. So betonte Prof. Dr. Jörg Debatin, der hürdenfreie Datenaustausch spiele eine zentrale Rolle für eine Neustrukturierung. Internationale Interoperabilitätsformate sollten durchgesetzt werden, indem anderenfalls Leistungserbringer nicht mehr abrechnen können, fuhr der Healthcare-Unternehmer fort. Krankenhäuser seien generell keine willkommen heißenden Orte. Ressourcenknappheit bilde einen prägenden Faktor. Und bei den Niedergelassenen stellten Einzel-/Doppelpraxen ein Auslaufmodell dar, ohne Attraktivität für die neue Generation. Viel sei zu tun, lautete Prof. Debatins Situationsbeschreibung.

Für ein Ende des Föderalismus plädierte Prof. Dr. Christoph Herborn: Die Planungshoheit müsse den Ländern abgenommen und zur Bundesaufgabe gemacht werden. Die Vermeidung von Hospitalisierungen müsse als Ziel erkannt werden, fügte der Healthcare Professional hinzu. Effizienz schaffende telemedizinische Leistungen wie die Video-Sprechstunde seien nach der Pandemie zurückgegangen, und Präventionsmaßnahmen würden nicht ausreichend angenommen. Für eine Ambulantisierung benötigten Krankenhäuser neue Strukturen, und Hybrid-DRGs müssten endlich umfassend definiert werden – von Prof. Herborn kam somit ein großes Paket an Aufforderungen, das die Teilnehmenden diskutierten und erweiterten.

Wege aus der Krise

Neue Formen der Patientenversorgung zeigte Jens Schneider auf. Zu den konkreten Lösungsbeispielen zählt der Einsatz künstlicher Intelligenz für die Patientensteuerung, sagte der Leiter Zentrales Prozess-, Projekt- und Changemanagement (,COO‘) am Universitätsklinikum Halle (UKH). So ließen sich echte von vermeintlichen Notfällen besser differenzieren und Patient:innen in geeignete Versorgungsformen lenken. Mit dem Pilotprojekt „Universitäres Primärversorgungszentrum“ im Landkreis Mansfeld-Südharz wird das UKH ein innovatives Modell gegen die drohende Unterversorgung im ländlichen Raum umsetzen. Und nicht zuletzt soll ein Telemedizin-Leuchtturm helfen, Zugang zur Versorgung bei einer zurückgehenden Dichte an Leistungserbringern zu schaffen.

Herausforderungen und Chancen der Ambulantisierung im Krankenhaus skizzierte Dr. Karin Hochbaum. Die Medizinische Geschäftsführerin beschrieb, welche Herangehensweisen und Fallstricke die komplexe intersektorale Leistungserbringung an Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam, MVZ Potsdam und Poliklinik EvB prägen. Die Steuerung soll ein KI-basiertes Hospital Command Center verbessern, das in Zusammenarbeit mit dem Hasso Plattner Institut entwickelt wird.

Stationäre Versorgung ambulantisieren – Qualität in der Behandlung sichern

Wie sich in dieser komplexen, dynamischen Versorgungssituation mit klinischer Entscheidungsunterstützung gute Medizin in die Fläche bringen lässt, zeigte Walter Schmid, Country Manager DACH von Wolters Kluwer Health (WKH): Von präzisen Diagnosen, zielführenden Therapiestellungen und besseren Outcomes profitieren Krankenhäuser und ihre Mitarbeitenden ebenso wie Telehealth-Anbieter und Allgemeinmediziner:innen sowie selbstverständlich Patienten:innen.

Simone Mahn, Regional Marketing Manager DACH, BeNeLux & Nordics, WKH, resümierte: „Mit der Vermittlung von Wissen über Rahmenbedingungen und tragfähigen Anregungen für den Führungsalltag kam unser Think Tank äußerst positiv bei den Teilnehmenden an. Wir planen daher für 2024 eine starke Folgeveranstaltung.“

Weitere Informationen unter: https://www.wolterskluwer.com/de-de/health und https://www.wolterskluwer.com/de-de/solutions/uptodate

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Wolters Kluwer erzielte im Jahr 2022 einen Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Alphen aan den Rijn, Niederlande, betreut Kund:innen in über 180 Ländern, hat Vertretungen in über 40 Ländern und beschäftigt weltweit ca. 20.900 Mitarbeitende.

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