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Wartezeit statt Therapie? Modellprojekt soll Versorgungslücke in der Physiotherapie schließen

FPZ, Physiofit und R+V BKK führen digitale Übungsprogramme zur Überbrückung von Wartezeiten ein.

BildKöln, 23. Juni 2026 – Die Gesundheitsversorgung steht unter Druck: steigende Kosten, politische Sparvorgaben und Fachkräftemangel sorgen für lange Wartezeiten, auch bei Physiopraxen. Für Patient:innen entsteht dadurch eine Versorgungslücke: Selbst wenn eine ärztliche Heilmittelverordnung vorliegt, dauert es vielerorts drei bis sechs Wochen bis zum nächsten freien Termin.

Abhilfe schaffen soll nun ein Modellprojekt von FPZ, Physiofit und der R+V BKK, das diese zentrale Versorgungslücke adressiert: Patient:innen werden bereits während der Wartezeit auf ihren Vor-Ort-Termin digital begleitet. Teilnehmende Praxen weisen über die Physiofit-App passende Übungen zu, individuell orientiert am Beschwerdebild und als strukturierte Unterstützung bis zum Start der Behandlung in der Praxis. Die Kosten übernimmt die R+V BKK für ihre Versicherten, während FPZ die Versorgungsstruktur über sein Netzwerk mit aufbaut.

_“Wenn ein Rezept ausgestellt wird, besteht ein konkreter Versorgungsbedarf. Dann darf Unterstützung nicht erst Wochen später beginnen“_, sagt Dr. Frank Schifferdecker-Hoch, Geschäftsführer von FPZ._ „Mit dem Modellprojekt wollen wir zeigen, wie digitale Begleitung Praxen entlasten und Patientinnen und Patienten_ _früher erreichen kann, ohne die Behandlung vor Ort zu ersetzen. Dass die R+V BKK hier echte Pionierarbeit leistet, ist ein wichtiges Signal: Versorgung muss dort ansetzen, wo Menschen Unterstützung brauchen – und zwar möglichst früh.“_

Digitale Brücke bis zum Praxistermin

Mit Physiofit können Physiopraxen ihren Patient:innen ausgewählte Heimübungen per App zuweisen, die Durchführung begleiten und Fortschritte nachvollziehen.

Im Modellprojekt mit der R+V BKK wird Physiofit gezielt für Versicherte eingesetzt, die bereits eine Verordnung erhalten haben, aber noch auf ihren ersten Termin in der Physiopraxis warten. So wird aus passiver Wartezeit eine aktiv begleitete Phase.

_“Therapie endet nicht an der Praxistür. Gleichzeitig wissen wir, wie eng der Alltag in Physiopraxen getaktet ist“_, sagt Manuel Mandl, Gründer und Geschäftsführer der Physiofit Digital GmbH. _“Mit Physiofit möchten wir Praxen ein Werkzeug an die Hand geben, das Patientinnen und Patienten weiterhilft und Praxen im Alltag unterstützt. Besonders wertvoll für uns ist die Umsetzung mit FPZ: Über das große Netzwerk an Leistungserbringern kann die digitale Begleitung schnell in die Versorgungspraxis gebracht werden.“_

Versorgung früher ermöglichen und Folgekosten vermeiden

Die R+V BKK sieht in dem Modellprojekt einen Ansatz, von dem Versicherte, Praxen und das Gesundheitssystem gleichermaßen profitieren können.

_“Lange Wartezeiten können dazu führen, dass sich gesundheitliche Belastungen verfestigen oder verschlimmern. Das ist für die Betroffenen belastend und kann zugleich höhere Folgekosten für das Gesundheitssystem verursachen“,_ sagt Roland Rogge, verantwortlich im Bereich Versorgungsmanagement bei der R+V BKK. _“Deshalb ist es sinnvoll, Wartezeiten aktiv zu überbrücken und frühzeitig Hilfe anzubieten. Von diesem Modellprojekt können am Ende alle profitieren: Versicherte, Leistungserbringer und die Solidargemeinschaft.“_

Für Physiopraxen ist der Einsatz niedrigschwellig angelegt. Übungen können digital zugewiesen und gesteuert werden. Zusätzlich erhalten teilnehmende Praxen pro abgeschlossenem Kurs eine Vergütung von der R+V BKK. Damit soll digitale Patientenbegleitung nicht nur versorgungsrelevant, sondern auch wirtschaftlich praktikabel für Leistungserbringer werden.

Modellprojekt mit gesundheitspolitischer Relevanz

Das Projekt greift eine aktuelle gesundheitspolitische Frage auf: Wie lassen sich begrenzte Ressourcen besser nutzen, ohne die Versorgungsqualität zu schwächen?

_“Wir brauchen Versorgungslösungen, die pragmatisch, wirksam und anschlussfähig an den Praxisalltag sind“_, so Dr. Frank Schifferdecker-Hoch.

FPZ, Physiofit und die R+V BKK verstehen die digitale Überbrückung ausdrücklich nicht als Ersatz für physiotherapeutische Behandlung. Vielmehr soll sie eine ergänzende Lösung sein, um Versicherte früher zu aktivieren, Praxen zu entlasten und die Zeit bis zum Therapiebeginn sinnvoll zu nutzen.

Interessierte Physiopraxen und Therapieanbieter können sich unverbindlich für das Modellprojekt anmelden unter: https://go.Physiofit.app/z6dG

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

FPZ GmbH
Frau Catharina Kern
Gustav-Heinemann-Ufer 88a
50968 Köln
Deutschland

fon ..: 022199530651
web ..: https://www.fpz.de
email : presse@fpz.de

Über FPZ

Die FPZ GmbH mit Sitz in Köln entwickelt seit mehr als 30 Jahren evidenzbasierte Therapie- und Präventionsprogramme. Kern aller Programme des „Forschungs- und Präventionszentrums“ ist die Aktivierung der Muskulatur als körpereigene Apotheke durch gezieltes Krafttraining, um Menschen mehr gesunde Lebensjahre zu ermöglichen.

Die Programme werden in einem deutschlandweiten Netzwerk spezialisierter Therapiezentren angeboten und kontinuierlich wissenschaftlich weiterentwickelt. FPZ arbeitet mit Therapieanbietern, Ärzt:innen, Krankenkassen und Versicherungen zusammen, um wirksame Versorgungskonzepte in die Praxis zu bringen.

Über Physiofit

Die Physiofit Digital GmbH entwickelt digitale Lösungen für die physiotherapeutische Versorgung. Mit Physiofit können Praxen ihren Patient:innen strukturierte Heimübungen digital zuweisen, die Durchführung begleiten und Fortschritte nachvollziehen. Ziel ist es, Therapie über die Praxis hinaus verständlich, motivierend und alltagstauglich zu unterstützen.

Über die R+V BKK

Die R+V Betriebskrankenkasse (R+V BKK) ist eine seit 2002 bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse. Historisch bedingt versteht sie sich als Krankenkasse der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Etwa 40 % der Versicherten haben einen dementsprechenden Hintergrund. Sie arbeiten z. B. in einer Volks- oder Raiffeisenbank, bei der R+V Versicherung AG, der Union Investment Gruppe oder bei anderen genossenschaftlichen Unternehmen. Versicherte profitieren von zahlreichen Zusatzangeboten, die zunehmend auch digital zur Verfügung stehen. Mit Wahltarifen haben Mitglieder die Möglichkeit, den Versicherungsschutz nach individuellen Bedürfnissen anzupassen.

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80% der Erwachsenen in Deutschland leiden unter schweren Beinen – die neue Levana App bringt Erleichterung

Schwere Beine sind kein Schicksal: Mit der neuen kostenlosen Levana App startet eine innovative Lösung, die Betroffene digital begleitet, motiviert und das Gesundheitssystem entlastet.

BildForchheim, 09. April 2026 – Schwere Beine, Spannungsgefühle oder nächtliche Unruhe sind weit verbreitet – rund 80% der Erwachsenen in Deutschland und etwa 60% der Menschen weltweit sind betroffen.

Mit der neu gestarteten webbasierten App _Levana_ setzt ein innovatives Digital-Health-Startup jetzt neue Maßstäbe in der Beingesundheit. Die Anwendung unterstützt Patient:innen mit venösen oder lymphatischen Problemen, Lipödem, PAVK und Restless-Legs-Syndrom auf ihrem individuellen Weg zu mehr Wohlbefinden, Eigenverantwortung und Selbstmanagement.

Levana ist die erste Lösung, die sich speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit schweren, geschwollenen und schmerzenden Beinen konzentriert und alle acht Hauptursachen abdeckt (Venenerkrankungen, Lympherkrankungen, Lipödem, Ödeme, schwangerschaftsbedingte Beschwerden, Stoffwechselstörungen, postoperative Komplikationen und chronische Gefäßfunktionsstörungen).

„Unser Ziel ist es, mit Levana nicht nur Betroffenen zu helfen, ihren Alltag einfacher und gesünder zu gestalten“, erklärt Stefan Rascher, Geschäftsführer von Levana. „Sondern auch in Zukunft als digitale Plattform mit modernster KI das Gesundheitssystem durch effiziente und sinnvolle Prozesse zu unterstützen, zu entlasten und so zukunftssicher zu machen – für Patient:innen und alle Beteiligten: Ärzt:innen, Therapeut:innen, Krankenhäuser und mehr.“

Bereits heute erleichtert die App den Zugang zu Wissen, Bewegung, individueller digitaler Unterstützung und einer Community. Sie schafft Transparenz über den eigenen Fortschritt, motiviert zur regelmäßigen Anwendung und entlastet Fachpersonal durch strukturierte, nachvollziehbare Daten.

Mit einem ganzheitlichen Ansatz möchte Levana den Gesundheitsprozess im Bereich der Beingesundheit langfristig revolutionieren – digital, effizient und empathisch zugleich.

Direktzugang zum kostenfreien Angebot unter: Direktzugang zum kostenfreien Angebot unter: https://app.my-levana.com

Ansprechpartner für Produkt-, Bild- und Interviewanfragen: Stefan Rascher, Geschäftsführer Mobil: 015152455358
E-Mail: stefan@my-levana.com Web: www.my-levana.com

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Health First GmbH
Herr Stefan Rascher
Dreifaltigkeitsweg 8
91301 Forchheim
Deutschland

fon ..: +49 (0) 151 524 55 358
web ..: https://my-levana.com/
email : stefan@my-levana.com

Levana ist die Gesundheitsmarke der Health First GmbH aus Forchheim. Das Unternehmen entwickelt digitale und medizinisch orientierte Lösungen für Menschen mit schweren Beinen und chronischen Beinerkrankungen, mit dem Ziel, Versorgung
einfacher, persönlicher und wirksamer zu machen.

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Frauenstoff GmbH
Frau Heike Endemann
Grünstraße 111
40667 Meerbusch

fon ..: 01735122266
email : endemann@frauenstoff.de

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Fraunhofer IGD zeigt neue Assistenztechnologien auf der DMEA

Kontaktlose Vitaldatenerfassung für Pflege und Zuhause: KI-gestützte Sensorik ermöglicht kontaktlose Erfassung von Puls, Atmung und Aktivitätsmustern

BildWie können digitale Technologien Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig ältere Menschen dabei unterstützen, länger selbstständig zu Hause zu leben? Antworten darauf zeigt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD auf der DMEA 2026, eines der in Europa führenden Events für Digital Health, in Berlin. Im Mittelpunkt stehen neue Entwicklungen zur kontaktlosen Vitaldatenerfassung sowie KI-basierte Assistenzsysteme für Pflege und Gesundheit.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die CareCam medical. Sie ermöglicht die berührungslose Erfassung von Vitalparametern wie Puls, Atemfrequenz, Herzratenvariabilität oder Bewegungsmustern mithilfe verschiedener Sensoren und KI-basierter Analyseverfahren. Die Sensorik kann modular am Aufrichter eines Pflege- oder Krankenhausbettes angebracht werden und ermöglicht so eine kontinuierliche Beobachtung, ohne zusätzliche Geräte direkt am Körper der Patientinnen und Patienten wie bei vielen klassischen Monitoringverfahren. Zum Einsatz kommen unter anderem kamerabasierte Systeme zur Analyse minimaler Hautfarbveränderungen, Tiefen- bzw. LiDAR-Sensorik zur Erfassung von Atembewegungen sowie Wärmebildsensorik zur Analyse von Oberflächentemperaturen. Ergänzend können Bewegungsmuster im Bett oder Aktivitätsveränderungen kontinuierlich erfasst werden.

Multisensorik und KI ermöglichen neue Formen des Monitorings

Die Sensordaten werden mithilfe von einer KI kontinuierlich ausgewertet. Dabei werden aus den einzelnen Messsignalen charakteristische Muster extrahiert und miteinander kombiniert. So lassen sich beispielsweise Veränderungen in Vitalparametern oder Aktivitätsmustern erkennen, die auf gesundheitliche Veränderungen hinweisen können. „Kontaktlose Vitaldatenerfassung eröffnet neue Möglichkeiten für die Gesundheitsversorgung“, sagt Dr.-Ing. Gerald Bieber vom Fraunhofer IGD. „Sie kann sowohl im häuslichen Umfeld als auch perspektivisch im Krankenhaus eingesetzt werden und Pflegekräfte mit zusätzlichen Informationen über den Zustand von Patientinnen und Patienten unterstützen.“

Ein mögliches Einsatzszenario ist die Unterstützung von Pflegeprozessen. Digitale Assistenzsysteme können beispielsweise Aktivitätsmuster im Bett analysieren, Veränderungen der Atmung erkennen oder Hinweise auf gesundheitliche Auffälligkeiten geben. Diese Informationen können Pflegekräfte dabei unterstützen, Prioritäten im Arbeitsalltag zu setzen und schneller auf kritische Situationen zu reagieren.

Intelligente Assistenz für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Ein Beispiel für die praktische Anwendung dieser Forschung ist das neu gestartete, ZIM-geförderte Projekt „SUSI – Smartes und sicheres KI-basiertes Assistenzsystem für unabhängige Senioren“. Ziel des Projekts ist ein intelligentes Assistenzsystem für das häusliche Umfeld, das ältere Menschen im Alltag unterstützt und Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig erkennen kann.

SUSI kombiniert verschiedene Sensoren mit Methoden der künstlichen Intelligenz und baut auf Technologien zur kontaktlosen Vitaldatenerfassung auf. Das System kann unter anderem Puls, Atmung oder Bewegungsmuster analysieren und daraus Trends im Gesundheitszustand ableiten. Ergänzend erinnert es an Medikamente oder Arzttermine und kann – wenn gewünscht – Angehörige informieren. Ziel ist es nicht, medizinische Diagnosen zu stellen, sondern Hinweise auf mögliche Veränderungen frühzeitig sichtbar zu machen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Schutz der Privatsphäre. Die Auswertung der Sensordaten erfolgt grundsätzlich lokal auf dem Gerät. Nutzerinnen und Nutzer entscheiden selbst, welche Informationen weitergegeben werden. Langfristig könnten solche Technologien auch eine Brücke zwischen häuslicher Betreuung und klinischer Versorgung schlagen. Werden Gesundheitsdaten bereits im Alltag erfasst, könnten diese Informationen bei einem Krankenhausaufenthalt zusätzliche Hinweise zum Gesundheitsverlauf liefern und so medizinische Entscheidungen unterstützen.

Das Projekt SUSI wird gemeinsam mit der Deep Care GmbH und der Hochschule Offenburg umgesetzt. Während Deep Care eine modulare Hardwareplattform entwickelt, arbeitet die Hochschule Offenburg an benutzerfreundlichen Interaktionskonzepten und einem empathischen KI-Agenten. Das Fraunhofer IGD bringt seine Expertise in der kontaktlosen Vitaldatenerfassung sowie in der KI-gestützten Analyse von Gesundheitsdaten ein.

Wie diese Technologien in der Praxis eingesetzt werden können, zeigt Dr.-Ing. Gerald Bieber auch in einem Vortrag auf der DMEA. Unter dem Titel „CareCam medical – Kontaktlose Vitaldatenerfassung am Krankenbett“ stellt er aktuelle Entwicklungen der CareCam-Technologie und deren Einsatzmöglichkeiten in Pflege und Krankenhaus vor.

Weiterführende Informationen

– Vortrag auf der DMEA 2026: CareCam medical – Kontaktlose Vitaldatenerfassung am Krankenbett

– Kongress-Session: Next Level Care – KI, Telepflege & Tools, die Alltag wirklich verändern

– Mittwoch, 22. April – 12:55-13:55 Uhr

– Stage 6.2 (Session K010)

– Referent: Dr.-Ing. Gerald Bieber / Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Weitere Informationen zur CareCam medical: https://www.igd.fraunhofer.de/de/produkte/gesundheit-und-pflege/carecam-medical.html 

Weitere Informationen zu SUSI: https://www.igd.fraunhofer.de/de/forschung/oeffentliche-projekte/gesundheit-und-pflege/susi-ki-assistenz-fuer-ein-selbststaendiges-leben-im-alter.html 

Alle Exponate des Fraunhofer IGD auf der DMEA 2026: https://www.igd.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/dmea.html 

Fraunhofer IGD auf der DMEA 2026
21. April 2026 – 23. April

Fraunhofer- Gemeinschaftsstand
Halle 2.2, Stand D-109

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Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
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Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützen Unternehmen und Institutionen der Branchen Manufacturing and Mobility, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Infrastruktur und Public Services sowie Maritime Wirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen. Internationale Relevanz entfalten seine Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schwesterinstitut an den Standorten Graz und Klagenfurt sowie die Beteiligung an verschiedensten EU-Projekten.

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Signifikante Einsamkeitsreduktion in Pilotstudie zu platoniq.healths App gegen Einsamkeit

Die Universitätsausgründung platoniq.health präsentiert Studienergebnisse, die eine klar reduzierte Einsamkeitsbelastung für Nutzer ihrer App gegen Einsamkeit nachweist.

BildEinsamkeit ist eine weit verbreitetes Problem, mit weit über 10 Millionen Betroffenen in Deutschland und erheblichen gesundheitlichen Folgen. Darum sind neue Ansätze, um Menschen zu helfen starke Beziehungen aufzubauen und ihre Einsamkeit zu reduzieren von großer Wichtigkeit.

Die EXIST-geförderte Universitätsausgründung platoniq.health präsentiert hierzu nun neue Daten. In einer Pilotstudie konnte gezeigt werden, dass die Nutzung der App gegen Einsamkeit von platoniq bereits nach 4 Wochen mit einer signifikant reduzierten Einsamkeitsbelastung einhergeht. In der einarmigen Studie, welche gemeinsam mit der Humboldt Universität durchgeführt wurde, stellten die Forscher zudem eine Steigerung der sozialen Kompetenz sowie der wahrgenommenen sozialen Unterstützung fest. Besonders relevant ist hinsichtlich der hohen Einsamkeitsprävalenz bei jungen Menschen auch, dass über 50% der Studienteilnehmer:innen 35 oder jünger waren. Die Teilnehmerinnen nutzten hierbei die App im Durchschnitt 25 Minuten pro Woche, um soziale Kompetenzen zu stärken, Barrieren zu Beziehungen abzubauen und beziehungsförderliches Verhalten in ihrem Alltag zu verankern.

Hierzu der Psychologe und Studienleiter Dr. Silvan Hornstein: „Diese ersten Daten fügen sich genau in das Bild, welches Metaanalysen zu Einsamkeit bereits klar und deutlich zeigen: Psychologische Interventionen, auch in digitalem Format, können Menschen helfen ihre Einsamkeit zu reduzieren, indem sie ihnen helfen, ihre Beziehungsfähigkeit zu stärken. Der Weg aus der Einsamkeit beginnt manchmal nicht auf Kennenlern-Apps oder mit unzähligen neuen Kontakten, sondern in der Auseinandersetzung mit sich selbst. Wir hoffen diese wichtige Message auch mit den neuen Studiendaten noch besser an Betroffene bringen zu können“. Eine Kurzfassung des Evaluationsberichtes findet sich auf platoniq.health/de.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

SHS Social Health Solutions UG
Herr Silvan Hornstein
Luisenstraße 53
10117 Berlin
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email : kontakt@platoniq.health

Seit 2025 entwickelt platoniq.health evidenzbasierte Angebote gegen Einsamkeit und zur Stärkung sozialer Gesundheit. Denn jeder Mensch hat mit sozialen Beziehungen die Fähigkeit, das eigene Leben gesund und glücklich zu gestalten. Hierfür will platoniq.health digitale und innovative Werkzeuge schaffen.

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Fraunhofer IGD: Sepsis frühzeitig erkennen – KI-gestützte Sensortechnologie zur patientennahen Fernüberwachung

Datenschutzkonforme Fernüberwachung im Klinikalltag

BildIn Kooperation mit der Hypros GmbH hat das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD einen Proof of Concept für eine berührungslose Sensortechnologie zur Früherkennung von spontaner Änderung des Gesundheitszustandes abgeschlossen. Ziel des Projekts HealthView ist es die Untersuchung, inwieweit sich Vitalparameter wie Atemfrequenz, Puls oder Körpertemperatur mithilfe von KI und bildgebenden Sensoren aus der Ferne zuverlässig erfassen lassen.

Plötzliche Zustandsänderungen, etwa durch Infektionen, Medikamentenreaktionen, Flüssigkeitsungleichgewichte oder Kreislaufprobleme, können im klinischen Alltag schwer vorhersehbar sein. Eine kontinuierliche, berührungslose Überwachung könnte medizinisches Personal frühzeitig auf kritische Entwicklungen aufmerksam machen. Auch Hinweise auf eine mögliche Sepsis könnten so frühzeitig erkennbar sein. Sepsis zählt mit jährlich bis zu 100.000 Fällen allein in Deutschland zu den häufigsten, aber oft unterschätzten Gesundheitsgefahren in Krankenhäusern. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für das Überleben der Patientinnen und Patienten, bisherige manuelle Kontrollen stoßen hier an ihre Grenzen. Der vom Fraunhofer IGD in Rostock durchgeführte Machbarkeitsnachweis zeigt, dass eine KI-gestützte Kombination aus RGB-Kameras, Thermal- und Distanzsensoren künftig als Frühwarnsystem dienen könnte, direkt über dem Krankenhausbett installiert und ohne direkten Patientenkontakt. Erste Tests mit hochauflösenden Sensoren belegen, dass selbst unter Decken liegende Brustkorbbewegungen detektiert werden können.

Datenschutzkonforme Fernüberwachung im Klinikalltag

Die Hypros GmbH bringt langjährige Expertise im Bereich datenschutzfreundlicher Fernüberwachung in das gemeinsame Projekt ein. Das Unternehmen hat ein KI-basiertes System zur Erkennung kritischer Krankenhaussituationen wie nächtliche Bettfluchten, beginnendes Delir oder Druckgeschwüre entwickelt. Dabei kommen batteriebetriebene IoT-Geräte mit niedrigauflösenden optischen Sensoren und Umweltsensoren zum Einsatz, die keine identifizierenden Bilddaten erzeugen. Eine zweistufige KI-Architektur, bei der ein trainiertes Modell auf hochauflösenden Bildern basiert und auf die Low-Res-Sensorik übertragen wird, ermöglicht eine effektive Ereigniserkennung bei gleichzeitigem Schutz der Privatsphäre. Die Lösung erlaubt eine kontinuierliche Überwachung und liefert Pflegekräften in Echtzeit relevante Informationen zum Zustand der Patienten. Dabei bleibt die Rolle von Ärztinnen und Ärzten zentral: Die KI liefert Hinweise und Einschätzungen. Die letztendliche Entscheidung über Diagnostik und Therapie liegt immer beim medizinischen Fachpersonal.

„Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels im Pflegebereich braucht es Technologien, die gezielt entlasten und gleichzeitig Sicherheit für Patientinnen und Patienten schaffen“, sagt Tobias Gebhardt, CEO der Hypros GmbH. „Gerade in Zeiten knapper personeller Ressourcen kann KI-gestützte Fernüberwachung einen wertvollen Beitrag zur Versorgungsqualität leisten.“

Machbarkeitsnachweis legt Fundament für Weiterentwicklung

Die Untersuchung ergab, dass eine zuverlässige berührungslose Erfassung relevanter Sepsis-Anzeichen wie Atemfrequenz, Puls oder Körpertemperatur technisch prinzipiell möglich ist, sofern Sensorauflösung, Algorithmen und Systemarchitektur entsprechend angepasst werden. Bestehende Lösungen wie das Patientenmonitoring der Hypros GmbH lassen sich mit höher auflösender Wärmebildtechnik, RGB-Kameras und KI-gestützter Datenfusion erweitern. Insbesondere die Positionierung und Energieeffizienz der Sensorik sowie die Integration in bestehende klinische Abläufe stellen zentrale Herausforderungen dar.

Die Projektergebnisse bieten eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung hin zu einem marktfähigen System. Als nächste Schritte empfiehlt das Fraunhofer IGD die Beantragung weiterer Fördermittel, die Evaluation höherauflösender Sensoren und KI-basierter Bewertungsalgorithmen im klinischen Einsatz sowie die Untersuchung der Temperaturerfassung mit höherer Auflösung.

Weiterführende Informationen 

Mehr Informationen zur Digitalisierung in der Pflege: https://www.igd.fraunhofer.de/de/branchen/gesundheit/digitalisierung-in-der-pflege.html 

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Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützten Unternehmen und Institutionen der Branchen Automotive, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Software- und IT-Wirtschaft, Maritime Wirtschaft sowie Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen. Internationale Relevanz entfalten seine Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schwesterinstitut an den Standorten Graz und Klagenfurt sowie die Beteiligung an verschiedensten EU-Projekten.

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