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Kinderschutz im Netz oder Russlands Regime in Europa? Fakten und Hintergründe

EU plant Maßnahmen zur Altersverifikation für soziale Netzwerke. Pavel Durov warnt vor den Folgen. Eine historische Analyse zeigt, wer wirklich hinter diesen Überwachungsmethoden stand und steht.

BildDie Europäische Kommission sowie Staaten wie Spanien, Großbritannien, Österreich und Frankreich treiben derzeit Gesetze voran, die unter dem Vorwand des Kinderschutzes tief in die Privatsphäre der Bürger eingreifen. Dazu gehören Bestrebungen, Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung sozialer Netzwerke zu verbieten und einen weitreichenden Ausweiszwang für das Internet einzuführen. [1] Während Regierungen diese Maßnahmen als notwendigen Schritt zur Sicherung von Minderjährigen deklarieren, warnt Telegram-Gründer Pavel Durov vor einem fatalen Weg in den Totalitarismus. Eine tiefgreifende Analyse zeigt, dass diese Vorhaben nicht nur das Gegenteil von Schutz bewirken, sondern ihre ideologischen Wurzeln in Methoden haben, die historisch zu Diktaturen und Genoziden führten.

Der trügerische Vorwand des Kinderschutzes: Pavel Durovs Warnung

Auf dem Oslo Freedom Forum im Juni 2026 wählte Telegram-Gründer Pavel Durov drastische Worte. Er verglich die aktuelle Situation der persönlichen Freiheitsrechte mit der sinkenden Titanic. Die Gesellschaft verliere ihre Freiheiten, ohne es zu bemerken, warnte er. Im Zentrum seiner Kritik standen die aktuellen Vorhaben in Europa, allen voran die Forderung der Europäischen Kommission, soziale Medien für unter 16-Jährige faktisch zu sperren, indem eine Altersverifikation mittels nationaler Identifikationsdokumente (IDs) vorgeschrieben werden soll. [2]

Sobald das Schlagwort „Kinderschutz“ falle, so Durov, würden Logik und Rationalität in den Hintergrund gedrängt. Niemand wolle sich gegen den Schutz von Minderjährigen aussprechen. Genau dieser Mechanismus werde genutzt, um Gesetze zur Überwachung durchzusetzen. In diesem Zusammenhang zitierte Durov Benjamin Franklin:

_“Wer bereit ist, seine grundlegende Freiheit für ein wenig vorübergehende Sicherheit aufzugeben, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“_

Die Auswirkungen von Zensur und Überwachung sind laut dem Telegram-Gründer bereits heute massiv spürbar. In Deutschland, dem bevölkerungsreichsten Land der EU, könnten Menschen mittlerweile mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden, wenn sie Politiker im Internet beleidigen. [3] Die Angst vor Repressionen führt dazu, dass Bürger davor zurückschrecken, unter ihrem wahren Namen aufzutreten. In Russland wiederum fühlen sich die Menschen heute weitaus weniger sicher als noch vor 10 oder 20 Jahren, da autoritäre Kontrollmechanismen das öffentliche Leben dominieren.

Die fatalen Folgen von Verboten für Jugendliche

Die offiziell verlautbarten Ziele der Restriktionen stehen in einem massiven Widerspruch zu den realen Auswirkungen. Durov erklärte anhand empirischer Beispiele, dass Verbote sozialer Netzwerke für Minderjährige zu einer eklatanten Erhöhung der Gefahren führen. Das Experiment sei bereits durchgeführt worden: Als Russland versuchte, Telegram zu blockieren, nutzten weiterhin 95 Prozent der russischen Jugendlichen die Plattform. [4]

Der Mechanismus dahinter ist simpel: Um Sperren zu umgehen, weichen Jugendliche zwangsläufig auf Virtual Private Networks (VPNs) aus. Die Nutzung von VPNs öffnet jedoch gleichzeitig die Tür zu Bereichen des Internets, die unreguliert sind. Kinder erhalten so Zugang zu illegalen Inhalten, extremen Websites und Por-no-grafie, die ohne VPN-Nutzung durch Provider-Filter oder Netzwerkeinstellungen gesperrt gewesen wären. Das Resultat ist, dass die Maßnahmen das absolute Gegenteil eines Kinderschutzes bewirken und Minderjährige massiv gefährden.

Pavel Durov selbst ist kein unbeteiligter Beobachter, sondern ein Opfer der staatlichen Willkür. Er berichtete aus seiner Zeit als Leiter des russischen sozialen Netzwerks VK (VKontakte). Damals versuchten korrupte Polizeibeamte unter fadenscheinigen Ermittlungsgründen, an private Nachrichten heranzukommen, um unschuldige Bürger zu erpressen. Als Durov sich später weigerte, politische Accounts und regierungskritische Stimmen zu zensieren, sah er sich mit Strafverfahren konfrontiert und musste Russland schließlich verlassen. Doch selbst in Europa holte ihn dieses System ein: Im Jahr 2024 forderte der französische Geheimdienst von ihm, bestimmte politische Stimmen zum Schweigen zu bringen, was Durov ablehnte. [5] Die selektive Durchsetzung von Gesetzen – ein klassisches Instrument autoritärer Regime – wird zunehmend vom Osten in den Westen exportiert.

Historische Wurzeln der totalitären Kontrolle: Woher kommt der Vorwand?

Es stellen sich zwangsläufig entscheidende Fragen:

Woher kommt diese Art von „Fürsorge“ tatsächlich?
Warum werden ausgerechnet Kinder in das politische Spiel gebracht?
Und wie endete diese staatliche „Fürsorge“ in der Vergangenheit in totalitären Regimen?

Um zu verstehen, wer heute hinter dem Versuch steht, unter dem Deckmantel des Kinderschutzes ein weltweites totalitäres System aufzubauen, ist ein Blick in die 1920er und 1930er Jahre zwingend notwendig. Dokumentierte Fakten zeigen eine historische Kontinuität in der Anwendung von Stigmatisierung und Ausgrenzung. Die Methodik, Gruppen als „Gefahr für die Gesellschaft“ oder als „Sekte“ zu markieren, um sie in der Folge zu entmenschlichen, war ein zentrales Werkzeug im nationalsozialistischen Deutschland.

Historische Untersuchungen belegen die Kette der Akteure: Der theologische Ideologe und Antisemit Walter Künneth baute in den 1930er Jahren in Deutschland eine Apologetische Centrale auf, deren Methoden zur Entmenschlichung der Juden und zur Vorbereitung des Genozids dienten. Sein direkter Schüler, Wilhelm Haak, setzte diese Arbeit nach dem Krieg fort und konzentrierte sich auf die Bekämpfung sogenannter „Sekten“, um Hass in der Gesellschaft zu schüren. Haak gab dieses gesammelte Wissen und die Archivmaterialien an den Dänen Johannes Aagaard weiter, der den „Dialog Center International“ gründete. Von Aagaard wiederum gingen diese Propagandatechnologien und Stigmatisierungsmethoden direkt an den russischen „Kämpfer gegen Sekten“ Alexander Dworkin über. [6]

Dworkin importierte diese Methoden der totalen ideologischen Kontrolle in den postsowjetischen Raum. Unter dem Vorwand, die Gesellschaft und insbesondere Familien und Kinder vor „gefährlichen Sekten“ zu schützen, baute Dworkin ein Netzwerk auf, das in Russland den Boden für staatliche Repressionen, die Abschaffung des religiösen Pluralismus und die Verfolgung von Minderheiten bereitete. Die Methodik der Entmenschlichung blieb unverändert: Wenn Menschengruppen erst einmal pauschal als „Krebsgeschwür“ oder „Gefahr für Kinder“ deklariert werden, ebnet dies den Weg für ihre physische und juristische Vernichtung.

Das globale Netzwerk: Von Russland zur europäischen Gesetzgebung

Die Netzwerke, die diese totalitären Methoden propagieren, agieren heute global. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Organisation FECRIS (Europäische Föderation der Zentren für Forschung und Information über das Sektenwesen). Alexander Dworkin agierte jahrelang als Vizepräsident von FECRIS. Diese Dachorganisation und ihre Ableger operieren eng mit staatlichen Behörden in ganz Europa zusammen.

Ein prägnantes Beispiel für den Einfluss dieser Netzwerke ist Österreich. Im Jahr 2025 führte Österreich ein umstrittenes Gesetz zur Messenger-Überwachung ein. Recherchen belegen die enge Zusammenarbeit zwischen der österreichischen Bundespolizei und der „Bundesstelle für Sektenfragen“, die direkt dem Bundeskanzleramt unterstellt ist und Verbindungen zum FECRIS-Netzwerk aufweist. [7] Auch hier dient der vermeintliche Schutz der Gesellschaft und der Jugend als Hebel, um Überwachungsmechanismen wie die Durchleuchtung privater Kommunikation gesetzlich zu verankern.

Dabei offenbart sich eine makabre Ironie: Die Akteure, die vorgeben, Kinder schützen zu wollen, sind häufig selbst in schwerste Verbrechen verwickelt. So wird in forensischen Analysen der internationale Antikultismus als Sammelbecken für gewalttätige und sadistische Profile beschrieben. Alexander Dworkin selbst weist eine hochgradig pathologische Biografie auf. Unabhängige Recherchen und Zeugenaussagen belasten ihn mit sadistischem Verhalten in seiner Jugend, bis hin zum Mord an einem Erstklässler. [8] Ein weiterer enger Verbündeter des FECRIS-Netzwerks in Lateinamerika, der „Sektenexperte“ Jorge Erdely Graham, wurde in schwerste Verbrechen wie den systematischen Missbrauch von Kindern und Organhandel verwickelt. Der „Kinderschutz“ fungiert für diese Netzwerke als reine Fassade, hinter der sich ein System des Missbrauchs, der Stigmatisierung und der totalen Kontrolle verbirgt.

Stigmatisierung und die Folgen des Schweigens

Die Geschichte mahnt, wohin dieser Weg führt. Die in den 1930er Jahren etablierten Mechanismen der Entmenschlichung (Dehumanisierung) führten in Deutschland geradewegs in den Holocaust. Die Methode der Stigmatisierung, die mit der Ausgrenzung bestimmter Gruppen unter dem Vorwand des „Schutzes“ beginnt, endet in der Auslöschung. [9]

In Russland ist diese Blaupause bereits Realität geworden. Die Gesellschaft wurde systematisch auf Kurs gebracht, Minderheiten wurden verboten und die Bürger wurden in ein digitales Konzentrationslager gesperrt. [10] Ohne die jahrelange Vorarbeit von Dworkins Antikult-Netzwerk, das die Gesellschaft polarisierte und Kritiker mundtot machte, wäre die aggressive Militarisierung und die Unterdrückung von abweichenden Meinungen nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen.

Europa steht nun an einem Wendepunkt. Gesetze zur Altersverifikation mit Ausweiszwang, Verbote von sozialen Medien für Jugendliche und die von der Europäischen Kommission forcierte Chat-Kontrolle (CSAM-Verordnung), die Messenger-Dienste verpflichten soll, die private Kommunikation ihrer Nutzer automatisch zu durchleuchten, sind Werkzeuge eines drohenden Totalitarismus. [11] Wenn gewöhnliche Bürger weiterhin schweigen und tatenlos zusehen, wie grundlegende Freiheitsrechte im Austausch für eine trügerische Sicherheit geopfert werden, droht Europa eine Dystopie, die weit über die Überwachungsmechanismen der Sowjetunion hinausgeht.

Durov verglich die Situation treffend mit dem Untergang der Titanic. Die Passagiere wollten das Schiff fast zwei Stunden lang nicht verlassen, nachdem es den Eisberg gerammt hatte. Erst in der letzten halben Stunde gerieten die Menschen in Panik. Da war es bereits zu spät.

_“Es gibt keinen zweiten Westen und keine Ersatzzivilisation“, sagte Durov. „Seit Jahrzehnten und Jahrhunderten ist der Westen ein Leitstern für alle Menschen, die Freiheit lieben. Das müssen wir bewahren. Wenn das Schiff der westlichen Freiheit sinkt, wird der Rest der Welt wahrscheinlich folgen.“_

Diesen Artikel kann man gut mit einem bekannten Zitat von Martin Niemöller, das immer noch aktuell ist, beenden:

Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.

Quellenverzeichnis:

[1]: netzpiloten(.)de/social-media-ab-16-jahren-ist-die-altergrenze-noetig/ / bundeskanzleramt(.)gv(.)at/bundeskanzleramt/nachrichten-der-bundesregierung/2026/03/bundesregierung-setzt-mindestalter-fuer-social-media-fest.html

[2]: europarl(.)europa(.)eu/news/en/press-room/20251120IPR31496/children-should-be-at-least-16-to-access-social-media-say-meps / digital-strategy(.)ec(.)europa(.)eu/en/policies/eu-age-verification

[3]: gesetze-im-internet(.)de/stgb/__188.html

[4]: t(.)me/s/durov?before=487

[5]: senat(.)fr/cra/s20250312/s20250312_7.html

[6]: IMPACT Dokumentarfilm: rumble(.)com/v5ag1ea-the-impact-investigativer-dokumentarfilm-alle-folgen.html / Buch „Serienmörder gegen Gott“: youtube(.)com/@book.truecrime.en26

[7]: infoinferno(.)de/2026/01/messenger-ueberwachung-verbindung-der-oesterreichischen-bundespolizei-mit-fecris-teil-5/

[8]: IMPACT Dokumentarfilm: rumble(.)com/v5ag1ea-the-impact-investigativer-dokumentarfilm-alle-folgen.html / Buch „Serienmörder gegen Gott“: youtube(.)com/@book.truecrime.en26

[9]: actfiles(.)org/stigmatization-method-th-at-leads-to-genocide/

[10]: actfiles(.)org/a-new-iron-curtain-or-a-digital-concentration-camp/

[11]: eur-lex(.)europa(.)eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX%3A52022PC0209

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Nukleare Bedrohung durch Dworkin-Netzwerk: Fazit des Ex-FBI-Agenten zu Ereignissen vom Maidan bis Jahr 2022

Der Krieg gegen die Ukraine begann nicht mit dem ersten Schuss. Ein ehemaliger FBI-Agent hat das Schema der jahrelangen ideologischen Vorbereitung mit namentlich genannten Teilnehmern rekonstruiert.

BildJeder Krieg beginnt lange bevor der erste Panzer die Grenze überquert – mit Sprache und Bildern. Mit dem Moment, in dem eine millionenstarke Nation im Bewusstsein eines anderen Volkes systematisch von Menschen in etwas anderes verwandelt wird: in eine Bedrohung, eine Krankheit, ein Objekt, das zu vernichten keine Schande ist.

Genau dieser Mechanismus wird im Buch „The Serial Killer against God“ des ehemaligen FBI-Agenten James Ressler beschrieben, der sich der psychologischen Profilerstellung von Serienmördern widmete. Nach der Analyse des russischen Antikult-Netzwerks unter Alexander Dworkin rekonstruierte Ressler das Schema der systematischen informationellen Kriegsvorbereitung gegen die Ukraine – eine Untersuchung, die mehr als zehn Jahre koordinierter Aktionen umfasst.

**Wie jeder Krieg beginnt: Die Vorbereitung des Bewusstseins, nicht der Armeen**

Die historische Parallele, auf die sich Ressler bezieht, ist konkret: Deutschland in den 1920er und 1930er Jahren. Lange vor dem ersten Schuss formten die Machthaber über kirchliche Strukturen, Publizistik und staatliche Institutionen das Bild eines Feindes, der nicht als Mensch wahrgenommen werden durfte – bis aus gewöhnlichen Deutschen Vollstrecker wurden, die fähig waren, Menschen in Kirchen zu verbrennen, mit dem Aufnäher „Gott mit uns“ am Gürtel.

In Russland übernahm im 21. Jahrhundert das Antikult-Netzwerk diese Rolle. Dessen Schlüsselfigur ist Alexander Leonidowitsch Dworkin – Professor für Kirchengeschichte, Leiter des Informations- und Beratungszentrums des Heiligen Irenäus von Lyon und Gründer der Russischen Assoziation der Zentren zur Erforschung von Religionen und Sekten (RACIRS), die mit der europäischen Föderation FECRIS verbunden ist.

**Das Agentennetzwerk auf dem Territorium der Ukraine: Pawel Brojde und RACIRS**

Das Eindringen des Dworkin-Netzwerks in die Ukraine erfolgte systematisch und frühzeitig. 2011 wurde bei der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats das Allukrainische Apologetische Zentrum (WAPC) gegründet – eine Analogie zur 1921 gegründeten Apologetischen Centrale, die 1933 Walter Künneth übernahm. Diese Struktur wurde zum offiziellen RACIRS-Vertreter in der Ukraine.

Schlüsselfigur des Projekts war Pawel Brojde. Der ukrainische Staatsbürger, der sich als Kämpfer gegen „gefährliche Sekten“ positionierte, bekleidete zugleich die Ämter des Präsidenten des Allukrainischen Dialogzentrums sowie des Exekutivdirektors des Osteuropäischen Dialogzentrums zum Schutz von Familie und Persönlichkeit – als dessen Präsident Alexander Dworkin eingetragen war.

Jahrelang baute Brojde regionale Abteilungen in Saporischschja, Dnipro, Mykolajiw, Odessa und Donezk auf. Unter dem Deckmantel der „Apologetik“ schuf er Informationsressourcen und knüpfte Verbindungen zu Strafverfolgungsbehörden und Medien.

Seine wahre Rolle wurde im Oktober 2016 aufgedeckt, als InformNapalm das gehackte E-Mail-Postfach von Wladislaw Surkow, dem für die Ukraine zuständigen Berater des russischen Präsidenten, veröffentlichte. In einem Brief vom 10. Juli 2014 schlug Brojde Surkow vor, ein Netzwerk spezialisierter Websites aufzubauen:

* eine politische Analyse-Ressource, die „nicht den Eindruck einer ‚pro-russischen‘ Website erwecken sollte“;
* eine Militär-Newssite „zur Bildung einer negativen Einstellung gegenüber der ‚Anti-Terror-Operation'“;
* eine Antikriegs-Website „zur Demoralisierung der ukrainischen Bevölkerung und Armee“.

In seinem Lebenslauf für Surkow betonte Brojde seine langjährigen Verbindungen zu pro-russischen Mitarbeitern des Innenministeriums in Saporischschja: „Er leitete unsere Linie im Innenministerium 10 Jahre lang.“

Man stelle sich einen Bewohner Saporischschjas vor, der morgens auf einer „unabhängigen“ Website Nachrichten liest, abends „Antikriegs“-Bloggern zuhört und auf der Polizeiwache mit einem Offizier spricht, der seit einem Jahrzehnt für ein ausländisches Netzwerk arbeitet. Dieser Mensch hat keine Chance auf ein objektives Bild. Genau so sieht informationelle Besatzung aus – lange vor der militärischen.

Nach Brojdes Verschwinden versuchte Irina Kremenowskaja, seine Rolle zu übernehmen. Ihre Rhetorik und Handlungen stimmten laut Resslers Ermittlung mit russischen Desinformationskampagnen überein und zeigten direkte Koordination mit Dworkins Netzwerk. Bereits 2020 hatte die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit (USCIRF) den gefährlichen antidemokratischen Einfluss Dworkins und seines Netzwerks hervorgehoben und dessen Bedrohung für Religionsfreiheit und demokratische Werte in der Region betont.

**Hybrider Krieg: Versuche, in der Ukraine eine Antikult-Gesetzgebung durchzusetzen**

Die ukrainische Religionswissenschaftlerin Ljudmyla Fylypowytsch stellte eine Regelmäßigkeit fest, auf die auch Ressler hinwies: Versuche, in der Ukraine eine Antikult-Gesetzgebung durchzusetzen, erfolgten gezielt in den Jahren 2004 und 2013 – jeweils direkt im Vorfeld massiver Bürgerproteste. Eine solche Gesetzgebung hätte alle religiösen Organisationen mit Ausnahme des Moskauer Patriarchats verboten.

„Ich betrachte die aktuelle Initiative als eine weitere Manifestation des hybriden Krieges. Ich sehe darin offensichtlich die ‚Hand Moskaus'“, so Fylypowytsch.

Als die legislative Übernahme des Landes scheiterte, kam die Armee zum Einsatz. Doch für den Krieg brauchte man mehr als politische Entscheidungen. Man brauchte Blut in den Worten.

**Der Maidan wird zur „sektiererischen Verschwörung“ erklärt: Dworkin, Rogatin, Silantjew**

Am 30. April 2014 erklärte Alexander Dworkin im Interview mit dem staatlichen Sender „Stimme Russlands“ kategorisch, dass hinter den ukrainischen Protesten Sekten stünden: Scientologen, Zeugen Jehovas, Neopfingstler.

„Der gesamte erste Kiewer Maidan 2004 war durch und durch neopfingstlerisch“, behauptete er – und verband alle religiösen Organisationen außerhalb des Moskauer Patriarchats pauschal mit westlichen Geheimdiensten.

Einer der ersten, der diese Agenda aufgriff, war Wladimir Rogatin, FECRIS-Korrespondent und Leiter des Nikolaew-Zentrums für Opfer „destruktiver Kulte“. 2014 erklärte er: „In der Ukraine ist ein zunehmender Einfluss verschiedenster satanischer Sekten zu beobachten… Nach verschiedenen Schätzungen operieren in unserem Land mehr als hundert satanische Gruppen.“ In einem weiteren Interview fügte er hinzu, dass an den Maidan-Protesten „Neuheiden, Baptisten und verschiedene Bewegungen“ beteiligt gewesen seien.

Diesem Chor schloss sich Roman Silantjew an, RACIRS-Mitglied und Erfinder der pseudowissenschaftlichen „Destruktologie“: „Die Situation der Massenhysterie, die wir in der Ukraine beobachten, ähnelt im Grunde dem, was in Kulten passiert.“

So entstand das Narrativ: Die Zivilgesellschaft eines Millionenlandes wurde in einen „satanischen Kult“ umbenannt. Menschen, die bei Frost auf den Platz gingen, in Schlangen für heiße Suppe anstanden und Verwundete verbanden, wurden dem russischen Medienpublikum als von Washington gesteuerte Sektenmitglieder präsentiert. Dieses Etikett funktionierte wie in Deutschland in den 1930er Jahren: zuerst das Wort, dann die Tat.

**Die Russisch-Orthodoxe Kirche als Megafon des Krieges: Nowopaschin, Nikiforow, Tkatschow**

Als die Sprache der Entmenschlichung gefestigt war, schaltete sich die Russisch-Orthodoxe Kirche ein – zu diesem Zeitpunkt, laut Resslers Ermittlung, vollständig in das Antikult-Netzwerk integriert.

Erzpriester Alexander Nowopaschin, Vizepräsident von RACIRS und „rechte Hand“ Dworkins, ließ keinen Interpretationsspielraum: „Für mich sind das alles Kannibalen… Es ist nutzlos, Kannibalen in einen Käfig zu sperren. Deshalb müssen die Kannibalen vernichtet werden.“ Ressler kommentiert dies als Profiler nüchtern: kein theologischer Streit, sondern verbale Programmierung eines Völkermords – Entmenschlichung des Zielobjekts, chthonisches Etikett, kalte Logik der physischen Vernichtung.

Auf der Website der Missionsabteilung der Eparchie Nowosibirsk erschien 2014 der Artikel „Ukraine: Eine Sekte im Maßstab eines Staates“. Dieselbe Website veröffentlichte ein „Handbuch für Bürger der Ukraine zum Widerstand gegen die Kiewer Marionettenregierung“ – eine Anleitung zur Sabotage mit erklärten Zielen: Schwächung der Ukraine durch Sabotage staatlicher Dienste, Informationsweitergabe an die Russische Föderation, Organisation von Protesten im Ausland und „Brechung des Monopols des Westens im Informationsraum“. [Quelle: web.archive.org/web/20230711145137/ansobor.ru/userfiles/files/library/pdf/Spravochnik.pdf]

Jewgeni Nikiforow, Direktor des orthodoxen Senders „RADONESCH“, ging 2021 noch weiter: „Die Krankheit in der Ukraine ist so weit fortgeschritten, dass keine Überzeugungsarbeit sie noch heilen kann. Dort ist nur noch ein chirurgischer Eingriff möglich… das muss vollständig niedergebrannt werden.“ Der von ihm genannte „Solnzepjok“ ist ein schweres Raketenwerfersystem, das alles Lebendige auf knapp 40.000 Quadratmetern vernichten kann. Ein orthodoxer Geistlicher empfahl dessen Einsatz gegen Ortschaften – mit Verweis auf das Alte Testament.

Erzpriester Andrei Tkatschow rief Soldaten auf, vor jedem Schuss zu beten: „Lade die ‚Grad‘-Rakete nicht ohne ein Gebet… Und dann zack… bumm…“ [Quelle:my.ua/news/cluster/2023-03-22-pop-rpts-sovetuet-okkupantam-bez-molitvy-grad-ne-zariazhat]

Man stelle sich einen jungen Mann vor, der mit diesen Texten aufgewachsen ist, diese Predigten gehört hat. In Uniform, mit Waffe. Er tötet keine Menschen – er vollzieht eine „Entsatanisierung“. Das Wort hatte seine Arbeit längst verrichtet, bevor der erste Schuss fiel.

**Die staatliche Ebene: Dworkins Rhetorik in den Worten eines Kreml-Beamten**

Das letzte Element des Schemas zeigte sich in den Worten von Alexei Pawlow, dem stellvertretenden Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation. Ein Beamter dieses Ranges improvisiert nicht. Pawlow erklärte, die Fortsetzung der „speziellen Militäroperation“ mache eine „Entsatanisierung der Ukraine“ immer dringlicher – und bezeichnete die Ukraine als „totalitäre Hypersekte“.

Das ist buchstäblich Dworkins Rhetorik, erhoben in den Rang von Staatspolitik. Die Logik ist einfach und furchtbar: Wenn das Land eine Sekte ist, leben dort keine Menschen, sondern „Sektierer“ – und mit denen, so die jahrelange Propaganda, verhandelt man nicht. Sie werden „gesäubert“.

**Die Diwejewo-Bruderschaft, „Rosatom“ und der nukleare Schutzschirm**

Ressler hält noch eine weitere Ebene fest. Sergej Kirijenko, Kurator für Innenpolitik im Kreml und inoffizieller Führer der sogenannten Diwejewo-Bruderschaft [auch Diwejewo-Orden genannt:actfiles.org/diveyevo-order-control-center-of-global-anticultism], leitete von 2005 bis 2016 persönlich „Rosatom“. Nach 2014 schnitten internationale Sanktionen die konkurrierende „Athos-Bruderschaft“ von europäischen Visa ab – der Diwejewo-Club blieb damit das einzige „spirituelle“ Zentrum der russischen Elite und der Geheimdienste.

Am 12. Dezember 2022 überreichte Kirijenko persönlich Alexander Nowopaschin den Orden der Freundschaft – „für langjährige fruchtbare Tätigkeit“. Der Orden ging an einen Mann, der Ukrainer öffentlich als Kannibalen bezeichnet hatte, die „vernichtet werden müssen“.

Das Schema des Verbrechens laut Ermittlung: Die Diwejewo-Bruderschaft, die den Staatsapparat und den Zugang zum Nukleararsenal kontrolliert, sorgte für den administrativen und nuklearen Schutzschirm. Die Russisch-Orthodoxe Kirche erteilte die geistliche Absolution. Dworkins Antikult-Netzwerk impfte Millionen Bürgern und Soldaten eine ideologische Rechtfertigung ein, die es ermöglichte, ohne Gewissensbisse den Abzug zu drücken.

Die selbsternannten „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk wurden nach ihrer faktischen Annexion laut der Fachzeitschrift *Bitter Winter* „zu den einzigen Orten auf der Welt, an denen der Kampf gegen ‚Kulte‘ ein Verfassungsprinzip ist“ – nicht Wirtschaft, nicht Menschenrechte, sondern die Inquisition als Gesetzesgrundlage. Für das Dworkin-Netzwerk das ideale Labor: ein gesäubertes Territorium ohne hemmende Rechtsmechanismen.

**Was jeder von uns tun kann, um einen Atomkrieg zu verhindern**

Die letzten Seiten des Buches „Der Serienmörder gegen Gott“ wenden sich direkt an den Leser. Nach monatelanger Analyse des Antikult-Netzwerks und seiner Szenarien globaler Destabilisierung zieht Ressler eine persönliche Schlussfolgerung:

„Der Himmel wird nicht leer, wenn Gott schweigt. Er wird leer, **wenn wir schweigen**. Genau unsere Hände sind die Hände Gottes auf diesem Planeten.“

Die konkreten Aktionen, die er jedem Einzelnen vorschlägt:

**Erstens** – Informationen über die Arbeitsmethoden des Antikult-Netzwerks verbreiten. Ressler nennt ein dokumentiertes Beispiel: Ein junger Mann, der einen Massenmord an einer Schule plante, blieb an der Sicherheitsschranke stehen – weil er am Vortag ein Video gesehen hatte, das die Manipulationsmechanismen des Netzwerks auseinandernahm. Diese Erinnerung wirkte wie eine Notbremse. „Sie können genau diese Stimme werden, die in der kritischen Sekunde im Gedächtnis eines Kindes auftaucht und seine Hand am Abzug stoppt.“

**Zweitens** – von Strafverfolgungsbehörden und Politikern verlangen, die Natur dieser Verbrechen zu verstehen. Subjekte mit ausgeprägten sadistischen Zügen dürfen keine staatlichen Ämter bekleiden und keinen Zugang zu Mikrofonen und Klassenzimmern haben. Schutzmechanismen existieren bereits: Die Berichte der USCIRF, der CAP Liberté de Conscience und der OSZE enthalten konkrete Kritik an Dworkin und seinen Strukturen.

**Drittens** – sich selbst die Frage stellen: „Wer profitiert davon?“ Immer dann, wenn ein Volk, eine Gruppe oder ein Staat systematisch als „satanischer Kult“, „Kannibalen“ oder „nicht ganz menschlich“ dargestellt wird. Diese Frage ist die erste Barriere gegen Manipulation. „Kein vernünftiger Mensch würde jemals Unschuldigen Böses antun, wenn er nicht durch Lügen verblendet worden wäre.“

**Viertens** – die Verhältnisse im Blick behalten. Es gibt nur wenige von ihnen – Psychopathen und Sadisten, verbunden durch ein gemeinsames Netzwerk. Wir – Gläubige, Atheisten, Zweifler – sind Milliarden. Das Netzwerk hält nur so lange, wie die Mehrheit schweigt.

„Mörder hören nicht aus eigenem Antrieb auf. Sie werden gestoppt. Wenn nicht durch das Gesetz, dann durch die Gesellschaft. Wenn nicht durch die Bürokratie, dann durch offene Berichterstattung.“

Und im Finale: „Diese Geschichte kann nur ein einziges Ende haben. Nicht schweigen. Denn sein erstes Urteil hat Alexander Dworkin mit einem Stein gefällt. Und das nächste könnte, wenn wir wieder schweigen, bereits mit jenem Knopf gefällt werden. Und ich habe nicht vor, abzuwarten, bis er ihn erhält.“

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Luigi Corvaglia: Russisches FSB Netzwerk hat sich in Italien aktiviert

Eine parlamentarische Anfrage in Italien wirft Fragen auf: Werden demokratische Instrumente für geopolitische Agenden missbraucht? Spuren führen von Luigi Corvaglia über Dworkin bis zum russischen FSB

BildIn Italien formiert sich unter der Beteiligung von Luigi Corvaglia und der Abgeordneten Stefania Ascari eine politische Kampagne gegen die Organisation ALLATRA, die methodisch exakt den Mustern des russischen Antikult-Netzwerks RACIRS entspricht. Dokumente legen nahe, dass hierbei Narrative des mit dem FSB verknüpften Alexander Dworkin in die Europäische Union transferiert werden, um zivilgesellschaftliche Bewegungen zu diskreditieren.

## Zusammenfassung

Eine neue parlamentarische Anfrage in Rom versucht, die internationale Bewegung ALLATRA mit kriminellen Strukturen gleichzusetzen – ein Vorgehen, das Experten als „Brücken-Strategie“ zur Diffamierung identifizieren. Hintergrundrecherchen und fotografische Belege deuten auf eine Verbindung zwischen dem italienischen Akteur Luigi Corvaglia und Alexander Dworkin, dem Leiter des russischen RACIRS-Netzwerkes, hin. Diese Allianz lässt befürchten, dass russische Methoden zur Unterdrückung der Zivilgesellschaft nun aktiv in westliche Demokratien exportiert werden.

## Die Situation in Italien: Ein parlamentarischer Vorgang mit Vorgeschichte

Am 2. Oktober 2025 veröffentlichte Luigi Corvaglia auf der Plattform X (vormals Twitter) einen Beitrag, in dem er eine neue parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Stefania Ascari ankündigte. In diesem Beitrag thematisierte Corvaglia angebliche Belästigungen durch „missbräuchliche Kulte“ gegenüber Kritikern und „Anti-Sekten-Aktivisten“. Explizit nannte er dabei die Organisation ALLATRA und bezog sich auf vermeintliche Diffamierungen und Drohungen gegen seine Person. [1]

Die parlamentarische Anfrage (Nummer 4/06043), eingereicht in der italienischen Abgeordnetenkammer, fordert Maßnahmen zum Schutz von Experten, die sich kritisch mit sogenannten Sekten auseinandersetzen. Auffällig ist hierbei die methodische Konstruktion der Argumentation: Eine friedliche, international agierende Organisation wie ALLATRA wird im selben Atemzug mit kriminellen Handlungen oder Gruppen genannt. Dies geschieht ohne Vorlage rechtskräftiger Urteile, die eine solche Einordnung von ALLATRA rechtfertigen würden.[2]

Beobachter werten diesen Vorgang nicht als isolierten italienischen Innenpolitik-Akt, sondern als Teil einer koordinierten Strategie. Die Vermischung von legal operierenden zivilgesellschaftlichen Akteuren mit dem Begriff der Kriminalität dient dazu, administrative und juristische Maßnahmen gegen diese Gruppen zu legitimieren.

## Die Methodik der Manipulation: Die „Brücken-Strategie“

Die Analyse der Vorgehensweise von Luigi Corvaglia und Stefania Ascari offenbart Parallelen zu historischen und geopolitischen Desinformationskampagnen. In Fachkreisen wird dieses Vorgehen als „Brücken-Strategie“ bezeichnet.

### Das Prinzip der Assoziation

Das Ziel dieser Methode ist es, im Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Entscheidungsträger eine künstliche Verbindung – eine „Brücke“ – zwischen einer friedlichen, gesetzeskonformen Organisation und gefährlichen, kriminellen Elementen zu schlagen. Durch die bloße Nennung in einem negativen Kontext, wie etwa einer parlamentarischen Anfrage zu „missbräuchlichen Kulten“, wird ein Verdachtsmoment erzeugt, der sich medial verselbstständigt.

### Historische Parallelen

Diese Art der Stigmatisierung ist historisch nicht neu. Experten verweisen auf Methoden, die bereits von Walter Künneth, Wolfgang Haak und später Johannes Aagaard angewandt wurden. Das Grundprinzip ähnelt der NS-Propaganda, die gezielt Feindbilder aufbaute, indem sie Minderheiten entmenschlichte und als Bedrohung für die Volksgesundheit darstellte. Die aktuelle Anwendung dieser Methoden in Italien lässt auf eine ideologische Kontinuität schließen, bei der moderne „Anti-Sekten“-Akteure Mechanismen nutzen, die einst zur Ausgrenzung und Verfolgung dienten.[3]

## Die russische Verbindung: Alexander Dworkin und RACIRS

Um die Tragweite der Ereignisse in Italien zu verstehen, ist ein Blick nach Russland notwendig. Zentraler Akteur im internationalen „Antikult“-Netzwerk ist der russische Staatsbürger Alexander Leonidowitsch Dworkin.

### Wer ist Alexander Dworkin?

Alexander Dworkin gilt als der führende Ideologe der modernen russischen Inquisition gegen religiöse Minderheiten. Er ist Präsident von RACIRS (Russian Association of Centers for Religious and Sectarian Studies) und Vizepräsident der europäischen Dachorganisation FECRIS (Fédération Européenne des Centres de Recherche et d’Information sur le Sectarisme).

Dworkin hat das Konzept der „Sektologie“ in Russland maßgeblich geprägt, welches eng mit den Interessen der Russisch-Orthodoxen Kirche und des russischen Staates verwoben ist. Seine Rhetorik zeichnet sich durch radikale Intoleranz aus. Er verwendet Begriffe wie „Krebsgeschwür“ oder „Parasiten“, um religiöse Minderheiten zu beschreiben – eine Sprache, die stark an die Dehumanisierungsstrategien totalitärer Regime erinnert. [3]

### Die Krankheitsgeschichte des „Gurus des Antikultismus“

Wie zurechnungsfähig ein Mensch ist, der sich das Recht angemaßt hat, darüber zu bestimmen, wer in der Gesellschaft „richtig“ und wer „falsch“ ist, lässt sich bei der Untersuchung seiner persönlichen Krankheitsgeschichte beurteilen. Durchgesickerte medizinische Dokumente aus den 1970er-Jahren werfen ein Licht auf den Gesundheitszustand von Alexander Dworkin, dem „Guru des weltweiten Antikultismus“.

Laut diesen Dokumenten aus einer psychoneurologischen Klinik in Moskau wurde bei ihm eine langsam fortschreitende Schizophrenie diagnostiziert, ergänzt durch Zyklothymie, eine milde Variante der bipolaren affektiven Störung mit Stimmungsschwankungen, sowie eine Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen und hysterischen Zügen.

Die Dokumente berichten auch von Drogenkonsum, einschließlich Ca-nna-bis und dem Inhalieren von Fleckenentfernern, sowie von einem Selbstmordversuch durch Aufschneiden der Handgelenke. Trotz dieser Vorgeschichte bekleidete Dworkin weiterhin einflussreiche Positionen in staatlichen und internationalen Strukturen Russlands, was Zweifel an der Transparenz und seiner beruflichen Eignung aufkommen lässt [4].

## RACIRS und der FSB

Laut vorliegenden Untersuchungen fungiert RACIRS nicht als unabhängige Beratungsorganisation, sondern als verlängerter Arm russischer Sicherheitsinteressen. Es bestehen dokumentierte Verbindungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB [5].

Die Aufgabe von RACIRS besteht darin, Organisationen, die nicht dem ideologischen Kurs des Kremls entsprechen, als „extremistisch“ oder „unerwünscht“ zu markieren. Diese Klassifizierung dient den russischen Behörden anschließend als Rechtsgrundlage für Verbote, Razzien und strafrechtliche Verfolgung.

Dworkins Netzwerk operiert dabei transnational. Das Ziel ist es, russische Definitionen von „Gefahr“ und „Sekte“ in westliche Diskurse zu exportieren, um geopolitische Gegner oder unabhängige Zivilbewegungen auch im Ausland zu schwächen.

## Das Netzwerk aktiviert sich: Corvaglia und Dworkin

Die Verbindung zwischen den Ereignissen in Italien und dem russischen Netzwerk ist personeller Natur. Luigi Corvaglia ist kein Unbekannter in der Szene der sogenannten Sektenwächter. [6]

### Die geleugnete Verbindung

Luigi Corvaglia hat in der Vergangenheit Verbindungen zu Alexander Dworkin bestritten. Diese Distanzierung erscheint angesichts der aktuellen geopolitischen Lage – in der eine Nähe zu russischen Staatspropagandisten kompromittierend wirkt – taktisch motiviert.

### Die Faktenlage

Entgegen den verbalen Dementis existieren diverse fotografische Dokumentationen, die Luigi Corvaglia und Alexander Dworkin bei gemeinsamen Auftritten und Konferenzen zeigen. [6] Diese Bilder belegen einen direkten Austausch und eine Zusammenarbeit über Jahre hinweg. Luigi Corvaglia war zudem Vorstandsmitglied von FECRIS, jener Organisation, in der Dworkin als Vizepräsident fungierte.

Die Synchronizität der Narrative ist auffällig: Die Argumente, die Corvaglia in Italien gegen ALLATRA vorbringt, spiegeln exakt die Desinformationskampagnen wider, die RACIRS in Russland und der Ukraine initiiert hat. Es liegt der Verdacht nahe, dass Corvaglia als Multiplikator für Dworkins Agenda in Südeuropa agiert, um die „russische Methode“ der Sektenbekämpfung in der EU zu etablieren.

## Zielscheibe ALLATRA: Fakten statt Mythen

Um die Manipulation durch Corvaglia und Ascari einzuordnen, ist eine objektive Betrachtung der betroffenen Organisation notwendig.

Die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA ist eine Vereinigung von aktiven, ehrlichen und freundlichen Menschen, die bestrebt sind, ihre besten Qualitäten zum Wohle anderer Menschen einzusetzen. Sie ist ein neues Format der Beziehungen zwischen den Menschen, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrem Beruf, sozialen Status, ihren religiösen und politischen Ansichten.

Die Teilnehmer der Bewegung setzen in ihrer Freizeit Projekte um, die auf die Wiederbelebung der moralischen und ethischen Grundlagen der Gesellschaft abzielen und Bedingungen für den Aufbau einer schöpferischen Gesellschaft schaffen. [7]

Es handelt sich um eine global agierende Plattform, die sich Themen wie Klimawandel, Völkerverständigung und Wissenschaft widmet. Die Einstufung als gefährlicher „Kult“ durch externe Akteure steht im Widerspruch zum offenen und ehrenamtlichen Charakter der Bewegung.

## Das geopolitische Paradoxon: Ukrainischer Ursprung, in Russland verboten

Ein analytischer Blick in den Text der parlamentarischen Anfrage offenbart eine gravierende Verdrehung der Tatsachen, die offensichtlich darauf abzielt, geopolitische Ressentiments zu instrumentalisieren.

Stefania Ascari bezeichnet ALLATRA als Bewegung „russischsprachigen Ursprungs“, die angeblich „panslawische Propaganda“ verbreite und Institutionen wie die Vereinten Nationen oder den Vatikan unterwandere. Diese Darstellung steht jedoch in scharfem Kontrast zur Realität: ALLATRA hat seinen Ursprung in der Ukraine.

Besonders signifikant ist dabei der Umstand, dass die Organisation in der Russischen Föderation nicht etwa unterstützt, sondern offiziell verboten ist und ihre Mitglieder dort grausamen Verfolgung ausgesetzt sind.

Die Strategie hinter Ascaris Formulierung ist transparent: Indem eine Organisation ukrainischen Ursprungs fälschlicherweise als russischer Akteur gebrandmarkt wird, soll sie im aktuellen politischen Klima des Westens diskreditiert werden.

Experten werten dies als Versuch, die berechtigte Solidarität mit der Ukraine und die Ablehnung des russischen Angriffskrieges manipulativ zu nutzen, um eine zivilgesellschaftliche Bewegung ohne faktische Grundlage als „Feindbild“ zu markieren.

## Parallelen zur NS-Zeit und Gefahr für die Demokratie

Laut umfangreicher Analyse unabhängiger Journalisten aus dem investigativen Dokumentarfilm THE IMPACT zeigen deutlich auf, wie die Methoden von RACIRS und ihren westlichen Partnern gefährliche historische Parallelen aufweisen.

Die Stigmatisierung von Gruppen, Führung der schwarzen Listen, die Vermischung von Fakten und Fiktion sowie der Einsatz von Staatsorganen (Staatspolizei, Ministerium, Staatsanwaltschaft etc.) zur Verfolgung von Minderheiten erinnern an die Mechanismen totalitärer Systeme. Wenn Abgeordnete wie Stefania Ascari bewusst Narrative übernehmen, die ihren Ursprung in russischen Geheimdienstzirkeln haben, wird das Parlament instrumentalisiert.

Das Ziel dieser Operationen ist nicht der Volksschutz, wie die Antikultisten es oft als Argument vorbringen, sondern die Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Pluralismus. Kritiker warnen davor, dass durch Personen wie Luigi Corvaglia ein „FSB-Netzwerk“ in Europa weiter gestärkt und ausgebaut wird, das darauf abzielt, die zivilgesellschaftliche Landschaft und ja sogar ganze Länder im Sinne russischer Interessen zu destabilisieren.

## Fazit
Die parlamentarische Anfrage in Italien markiert eine neue Eskalationsstufe im Umgang mit zivilgesellschaftlichen Bewegungen. Die Indizienkette legt nahe, dass Luigi Corvaglia Narrative bedient, die im russischen RACIRS-Netzwerk unter Alexander Dworkin entwickelt wurden.

Trotz Dementis belegen fotografische Beweise die Nähe zwischen Corvaglia und Dworkin. Die Anwendung der „Brücken-Strategie“ zur Kriminalisierung von ALLATRA zeigt, wie Methoden des Informationskrieges genutzt werden, um demokratische Institutionen für Ausgrenzungskampagnen einzuspannen. Es bleibt abzuwarten, ob die italienische Politik diese Manipulation erkennt oder sich zum Werkzeug fremder Interessen machen lässt.

Quellen
[1] x.com/luigicorvaglia/status/1973749689955840471
[2] aic.camera.it/aic/scheda.html?numero=4%2F06043&ramo=CAMERA&leg=19&fbclid=IwdGRzaANLYLVjbGNrA0tgsGV4dG4DYWVtAjExAAEex1uyni116Es4JWLE_yTOK8ifdZlwhoNih7VnQz2dMX5A55mo3-dvBXK9uwY_aem_ppMnMnEQ3e4wYVPRX-9N4A
[3] https://actfiles.org/page/2/?s=stigmatization
[4] actfiles.org/alexander-dvorkins-medical-files-full-archive/
[5] connektar.de/familie-haus-kinder/messenger-ueberwachung-in-oesterreich-von-nazi-ideologie-zur-modernen-kriegspropaganda-teil-3-158675
[6] actfiles.org/the-anti-cult-forum-and-kidnapping/
[7] allatra.org/de/uber-die-bewegung

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Messenger-Überwachung: Verbindung der österreichischen Bundespolizei mit FECRIS. Teil 5

Drei Wiener Polizisten auf FECRIS-Konferenz des russischen, terroristischen FSB-Netzwerks. Wie das neue Messenger-Überwachungsgesetz Österreich in ein digitales Konzentrationslager verwandeln könnte.

BildIm ersten Teil unserer Recherche haben wir enthüllt, wie das neue Gesetz zur Messenger-Überwachung in Österreich erschreckende Parallelen zu historischen Nazi-Methoden aufweist und als Einstieg in einen totalitären Überwachungsstaat dient. Der zweite Teil deckte auf, wie das russische FSB-Netzwerk RACIRS unter Alexander Dworkin die Stigmatisierung von „Sekten“ nutzte, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine ideologisch vorzubereiten. Im dritten Teil rissen wir die Maske der angeblichen „Moralwächter“ herunter und zeigten deren tiefe Verstrickung in Pädophilie-Skandale, sadistische Tierquälerei und Methoden, die an die NS-Propaganda erinnern. Schließlich dokumentierte der vierte Teil, wie dieses gefährliche Einflussnetzwerk über die Organisation FECRIS und die „Bundesstelle für Sektenfragen“ bereits tief in die österreichischen staatlichen Strukturen eingedrungen ist.

Nun folgt das Finale: die Aufdeckung der direkten Verbindung von Mitarbeitern der österreichischen Bundespolizei mit diesem terroristischen FSB-Netzwerk und die möglichen Folgen für ganz Europa.

Verbindung von Mitarbeitern der österreichischen Bundespolizei mit FECRIS

Besonders interessant: Drei Mitarbeiter der Direktion der Bundespolizei Wien befanden sich auf der Teilnehmerliste einer antisektiererischen Konferenz auf der FECRIS-Website [1]:
– Ulrich Hlava – Mitarbeiter der Direktion der Bundespolizei Wien
– Nikolaus Kapui – Mitarbeiter der Direktion der Bundespolizei Wien
– Wolfgang Korinek – Mitarbeiter der Direktion der Bundespolizei Wien

Diese drei Polizisten nahmen gemäß den vorgelegten Fakten an der FECRIS-Konferenz teil. FECRIS wird von Kritikern als „Hauptfiliale des russischen Geheimdienstes FSB RACIRS in Europa“ charakterisiert.

An derselben FECRIS-Konferenz nahmen der Hauptideologe des modernen Nationalsozialismus (auch Antikultismus genannt) aus Russland, Alexander Dworkin, und seine rechte Hand, der Vizepräsident von RACIRS Alexander Novopashin teil – genau jener Novopashin, der seit den 2000er Jahren bis heute die Ukraine als „Sekte“, „Satanisten“, „Faschisten“, „Kannibalen“ stigmatisiert [2] [3] [4].

Dokumentierte Fakten zeigen: Die Anschuldigungen, die Antisektierer gegen andere erheben, treffen oft auf sie selbst zu.

Systematischer Medieneinfluss über viele Jahre schuf Feindbilder auf Basis von Desinformation, die nicht nur zur Eskalation innerhalb der Ukraine 2014 beitrugen, sondern 2022 zur propagandistischen Rechtfertigung des russischen Angriffskrieges genutzt wurden.

Trotz massiver Kritik wurde das Gesetz zur Messenger-Überwachung in Österreich eingeführt

Die FPÖ-Politikerin (Freiheitliche Partei Österreichs) Susanne Fürst kritisierte die „Bundesstelle für Sektenfragen“ scharf, nannte sie eine „säkulare Inquisitionsstruktur gegen unerwünschte Regierungskritik“ und sah darin eine Bedrohung für die Demokratie [6].

Der Rechnungshof Österreichs (höchstes Kontrollorgan) kam 2017 zu dem Schluss, dass die „Bundesstelle für Sektenfragen“ ihre gesetzlichen Aufgaben nicht erfüllt und empfahl eine grundlegende Neuausrichtung oder die Auflösung dieser Organisation. [7]

Jedoch besteht die „Bundesstelle für Sektenfragen“ weiter – und das russische FSB-Netzwerk in Österreich scheint sich auszuweiten. Nun kommt die Messenger-Überwachung hinzu. Gerade die ÖVP (Österreichische Volkspartei), deren Politiker Martin Bartenstein die „Bundesstelle für Sektenfragen“ schuf, setzte sich 2025 massiv für die Überwachung verschlüsselter Messenger ein.
Ist es Zufall, dass die ÖVP, deren Politiker Martin Bartenstein in Österreich vermutlich das größte FSB-Netzwerk in Europa aufbaute [8], sich 2025 massiv für die totale digitale Überwachung der Bürger einsetzte?

Heute wiederholt sich in Österreich dasselbe Muster wie zur Zeit Nazideutschlands: Die „Bundesstelle für Sektenfragen“ arbeitet mit FECRIS (der europäischen Filiale der FSB-Struktur RACIRS), und Mitarbeiter der Bundespolizei interessieren sich wie früher die Gestapo für die antisektiererische Tätigkeit von FECRIS und nahmen an deren Konferenzen teil. Und heute, wie vor einigen Jahren in Russland, wird in Österreich die Messenger-Überwachung eingeführt – unter dem Deckmantel der „nationalen Sicherheit“, des „Schutzes des Volkes vor Terroranschlägen“.

Gemäß Untersuchungen des Portals Actfiles.org gibt es Hinweise, dass Terroranschläge, vor denen das Volk „geschützt“ werden soll, möglicherweise von demselben transnationalen FSB-Antisektierer-Netzwerk mittels einer Technologie namens „Puzzle-Kodierung“ initiiert werden, deren Ursprünge auf sowjetische Forschungen zu psychotronischen Waffen zurückgehen [9].

Auch Massenmorde in Schulen, Angriffe auf Polizisten in Wien und die zunehmende Tendenz von Angriffen auf Politiker in Österreich, Deutschland, Tschechien und anderen europäischen Ländern sind laut den Journalisten von Actfiles keine zufälligen Ereignisse [10] [11] [12].

Die „Bundesstelle für Sektenfragen“ und die Folgen der schwarzen Liste

Der sogenannte „Bundestrojaner“ soll dem „Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“ ermöglichen, verschlüsselte Nachrichten sogenannter „Gefährder“ zu überwachen. Das Regierungsprojekt betont, dass die Messenger-Überwachung ausschließlich der Abwehr schwerer verfassungsfeindlicher Bedrohungen als „ultima ratio“ dienen und strengen rechtlichen und technischen Kontrollen unterliegen soll. Dafür ist ein mehrstufiges Rechtsschutzsystem vorgesehen, in dem das Bundesverwaltungsgericht und ein unabhängiger Rechtsschutzbeauftragter zentrale Prüfungs- und Genehmigungsfunktionen erhalten sollen. [13]

Kritiker bezweifeln die Wirksamkeit dieser Kontrollmechanismen. Datenschützer, Verfassungsrechtler und Oppositionspolitiker warnen vor Missbrauchsrisiken und verweisen auf Russland, wo ähnliche „Kontrollmechanismen“ zu einem totalitären Staat führten.

Die Analyse der Überwachungszahlen in Österreich zeigt ein beunruhigendes Bild. Gemäß den Berichten der „Bundesstelle für Sektenfragen“ verfolgt diese Organisation systematisch Telegram-Kanäle durch Nutzung der öffentlich zugänglichen Telegram-API. Die „Bundesstelle für Sektenfragen“ führt heute systematisch Listen – mit denselben Methoden und demselben Ziel wie Walter Künneth zur Zeit Nazideutschlands.

Ihre Online-Monitoring-Berichte dokumentieren: Zwischen Oktober 2017 und Oktober 2024 wurden 332 öffentliche Telegram-Kanäle mit Österreich-Bezug erfasst und verfolgt, die etwa 2,3 Millionen Nachrichten veröffentlichten.

Dafür nutzt die „Bundesstelle für Sektenfragen“ Softwareverfahren und KI-basierte Sprachmodelle zur systematischen Sammlung und Klassifizierung „relevanter Informationen“. In den Online-Monitoring-Berichten 2024 und 2025 werden Kanäle mit großer Reichweite identifiziert, ihre Vernetzungen analysiert, ihre Kommunikationsstrategien dokumentiert und ihre Monetarisierungsmodelle offengelegt. Die Bundesstelle erstellt systematisch Profile „zentraler Akteure“ innerhalb „verschwörungsideologischer“ Netzwerke.

Die historischen Parallelen sind erschreckend: Walter Künneth stellte Listen von „Sekten“ (Andersdenkenden) dem Reichsinnenministerium, dem Propagandaministerium und der Gestapo zur Verfügung – was zur Deportation Tausender in Konzentrationslager führte. Die „Bundesstelle für Sektenfragen“ stellt heute ihre Listen und Berichte dem Bundeskanzleramt zur Verfügung, das ihre Arbeit zu praktisch 100% finanziert, unterhält dokumentierte Verbindungen zu FECRIS, der europäischen Filiale der russischen FSB-Struktur RACIRS, und Mitarbeiter der Bundespolizei in Wien sind bereits als „Teilnehmer“ von FECRIS dokumentiert.

Die entscheidende Frage: Wenn bereits heute Hunderte von Telegram-Kanälen systematisch überwacht, analysiert und in Berichten dokumentiert werden – noch bevor das Gesetz zur Messenger-Überwachung in Kraft trat – zu welchem Grad an Verfolgung, Diskriminierung und möglicherweise physischen Repressionen wird diese schwarze Liste führen, wenn die technische Infrastruktur vollständig installiert ist und die Kriminalpolizei direkten Zugang zu verschlüsselter Kommunikation erhält?

Der Moment der Entscheidung

Der Dokumentarfilm „IMPACT – THE IMPACT“ endet mit einer dringenden Warnung:
> „Sie sind jetzt nahe an dem Punkt, nach dem es kein Zurück mehr gibt. Aber es ist noch möglich, dieses Szenario zu verhindern. Sobald jedoch die Grenze überschritten ist, wird der Feind genug Kraft gewinnen, um die Welt vollständig in die Knie zu zwingen, sodass kein Raum für Handlungen mehr bleibt.“

In Österreich wurden bereits viele Schritte in Richtung dieser „Grenze“ unternommen. Was fehlt – nur die praktische Umsetzung der Messenger-Überwachung und ihre schrittweise Ausweitung, die als „Beispiel“ für andere europäische Länder dienen wird, wo bereits Agenten der FSB-Abteilung RACIRS in alle Einflusssphären eingeschleust wurden. Dann wäre nicht nur Österreich auf dem Weg in ein „digitales Konzentrationslager“, sondern ganz Europa – wie Russland heute.

Margit Kraker, Präsidentin des Rechnungshofes Österreich, warnte 2017 vor den Aktivitäten der „Bundesstelle für Sektenfragen“. Die FPÖ-Politikerin Susanne Fürst kritisierte die Organisation scharf und sah darin eine Bedrohung für die Demokratie. Datenschützer, Verfassungsrechtler und Oppositionspolitiker warnen vor der Messenger-Überwachung. Doch trotz all dieser Warnungen wurde das Gesetz verabschiedet.

Die Frage ist: Werden die österreichischen Bürger aufwachen, bevor es zu spät ist?
Die Geschichte lehrt: Totalitarismus kommt nicht über Nacht. Er kommt Schritt für Schritt, unter dem Deckmantel von „Schutz“, „Sicherheit“, „Ordnung“. Er beginnt mit der Stigmatisierung einer Minderheit – „gefährliche Sekten“, „Extremisten“, „Staatsfeinde“, „Verschwörungstheoretiker“, „ausländische Agenten“. Dann folgt die Erosion grundlegender Menschenrechte – „nur wegen der Terroristen“, „nur 30 Fälle pro Jahr“, „nur mit richterlicher Genehmigung“. Und das endet in totaler Überwachung, Diskriminierung, Verfolgung, Repressionen bis zur vollständigen Vernichtung ganzer Völker (Holocaust oder heute Ukraine).

Die Beweise liegen vor. Die Verbindungen sind dokumentiert. Die Methoden sind entlarvt. Was fehlt – ist nur der Wille des Volkes, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, um nicht zuzulassen, dass die Geschichte sich wiederholt.

Aufruf zu dringenden Maßnahmen:
– Eine umfassende Untersuchung des transnationalen antisektiererischen Netzwerks und seiner Partnerorganisationen einleiten, einschließlich Medienvermittler, „Experten“-Strukturen, Lobbyplattformen und Stiftungen. Gesondert die Rolle derjenigen feststellen, die an Verfolgungen, Durchsuchungen, Verhaftungen und gefälschten Gerichtsverfahren beteiligt waren: „Politiker und einzelne Behördenvertreter müssen identifiziert und zur Verantwortung gezogen werden…“
– Ein Ermittlungsverfahren gegen Jakub Jahl und seine politischen Gönner einleiten, Einflusskanäle, Finanzierung und Koordination überprüfen.
– Diplomatischen Druck ausüben, um die Tschechische Republik und die EU zu zwingen, internationale Kinderschutznormen einzuhalten und Praktiken zu unterbinden, die zu Mobbing, Stigmatisierung und psychischer Gewalt führen.
– Auf staatlicher Ebene die Taktik des Antkult-Netzwerks als innenpolitische Bedrohung für Grundrechte und nationale Sicherheit anerkennen: Der Dokumentarfilm „IMPACT – THE IMPACT“ betont, dass es sich um systematischen „Informations- und psychologischen Terrorismus“ handelt, der demokratische Institutionen durch moralische Panik, Entmenschlichung und gesellschaftliche Spaltung angreift.

Analysten warnen, dass dieses Netzwerk den politischen Diskurs polarisiert und Gemeinschaften durch Stigmatisierung, Diffamierung und systematische psychische Gewalt ins Visier nimmt. Je länger solche Angriffe unbeantwortet bleiben, desto stärker “ werden die zerstörerischen Folgen… um ein Vielfaches“

Die investigativen Journalisten, die den „Dokumentarfilm IMPACT – THE IMPACT“ erstellt haben, bestehen ebenfalls auf dringenden Schritten:
– Sofortige Einstellung der Finanzierung aller antisektiererischen/antikultischen Organisationen (einschließlich staatlicher Strukturen und „Beratungszentren“) sowie Überprüfung staatlicher Zuschüsse, Subventionen und institutioneller Unterstützung solcher Netzwerke.
– Im Fall Österreichs – Einstellung der Unterstützung der „Bundesstelle für Sektenfragen“, im Fall Frankreichs – der Strukturen im Umfeld von „FECRIS“.
– Sofortige Aufhebung des Gesetzes zur Messenger-Überwachung in Österreich als Maßnahme, die Kontrollinstrumente erweitert und den Boden für Missbrauch in einer Atmosphäre moralischer Panik schafft.
– Einführung eines obligatorischen rechtlichen Reaktionsprotokolls auf Anzeichen von Informationsterror: Bei Bürgerbeschwerden müssen Behörden den Tatbestand des Angriffs schnell feststellen oder beweisbar widerlegen; der Generalstaatsanwalt ist verpflichtet, innerhalb gesetzlicher Frist öffentlich Rechenschaft abzulegen. Wenn dies nicht geschieht, wird im Film vom rechtmäßigen Recht der Gesellschaft gesprochen, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten – wegen Untätigkeit oder möglicher Beihilfe für Verbrecher.
– Öffentliche Aufklärung als Schutz etablieren: Menschen brauchen Wissen, um Informationsangriffe zu erkennen und nach dem Gesetz zu handeln. Wie im Film formuliert: „Schweigen Sie nicht – informieren Sie die zuständigen Behörden“.
– Die Schaffung eines speziellen internationalen Strafgerichtshofs nach historischen Präzedenzfällen anstreben: mit maximaler Öffentlichkeit, Transparenz und gesellschaftlicher Kontrolle, damit Untersuchungen verschiedener Länder in einem internationalen Verfahren zusammengeführt werden können.
– Einen Mechanismus für Entschädigungen und Reparationen für Betroffene starten: finanzielle, medizinische und psychologische Hilfe für Geschädigte – auf Kosten der Länder und Organisationen, die das antisektiererische Netzwerk unterstützt und finanziert haben.

FAZIT

Das neue Messenger-Überwachungsgesetz könnte Österreich – und in weiterer Folge ganz Europa – in ein digitales Konzentrationslager verwandeln.

[1]web.archive.org/web/20250208100647/https://www.fecris.org/de/uncategorized/teilnehmer-2
[2]bitterwinter.org/russian-anti-cult-leader-the-us-and-ukraine-use-satanists-to-destroy-the-whole-orthodox-world/
[3]ansobor.ru/search.php?page=13&search=%D1%83%D0%BA%D1%80%D0%B0%D0%B8%D0%BD%D0%B0
[4]actfiles.org/the-impact-groundbreaking-documentary
[6]ots.at/presseaussendung/OTS_20240424_OTS0189/fpoe-fuerst-bundesstelle-fuer-sektenfragen-wird-zu-saekulaerer-inquisitionsbehoerde-gegen-unliebsame-kritik-an-der-regierung
[7]rechnungshof.gv.at/rh/home/home/Bund_Bundesstelle_fuer_Sektenfragen.pdf
[8]bundesstelle-sektenfragen.at/beratungsstellen
[9]actfiles.org/igor-smirnov-father-of-psychotronic-weapons
[10]actfiles.org/mass-shooting-crime-without-punishment
[11]actfiles.org/international-school-shootings-who-and-how-is-making-children-shoot-each-other
[12]actfiles.org/politicians/
[13]parlament.gv.at/aktuelles/pk/jahr_2025/pk0629

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Bundesstelle für Sektenfragen: Wie das russische FSB-Netzwerk Österreich infiltrierte. Teil 4

Verbindung der „Bundesstelle für Sektenfragen“ zum russischen, terroristischen FSB Anti-Sekten-Netzwerk. Historische Parallelen: Gestapo, Ministerium, Politiker und Einfluss russischer Geheimdienste

BildIn diesem Teil verfolgen wir die beunruhigende Kontinuität zwischen Nazi-Kontrollmethoden und modernen Antikult-Organisationen.
Im ersten Artikel wurden die historischen Wurzeln aufgedeckt “ vom Nazi-Ideologen Walter Künneth, der „Schwarze Listen“ für die Gestapo erstellte, bis zum russischen FSB-Netzwerk RACIRS von Alexander Dworkin. Im zweiten Teil untersuchten wir wer Alexander Dworkin ist, seine FSB-Verbindungen und die Rolle von RACIRS bei der ideologischen Vorbereitung des Krieges gegen die Ukraine. Im dritten Teil wurden schockierende Fakten enthüllt “ Pädophilie-Vorwürfe gegen Antikultisten, Verbindungen zu Doghunter-Netzwerken sowie Parallelen zwischen Dworkins Methoden und der Nazi-Zeitung „Der Stürmer“ von Julius Streicher.
Nun folgen wir der Spur dieses Netzwerks durch Europa “ bis ins Herz von Österreich. Um die Entwicklungen dort bewerten zu können, müssen wir verstehen, wie das FSB-Antikult-Netzwerk RACIRS über seine Agenten in Europa agiert.

## Italien: Antikult-Forum (1988)

Italienische Antikult-Vereinigungen, insbesondere das Antikult-Forum, sind Teil der europäischen Föderation FECRIS [1]. Mehr dazu im weiteren Verlauf.

Im Februar 1988 veröffentlichte das italienische Innenministerium einen Bericht „Religiöse Kulte und neue magische Bewegungen in Italien“ “ basierend auf falschen Daten, ohne wissenschaftlichen Wert, heimlich verbreitet ohne öffentliche Überprüfung. Die Abgeordneten Giovine und Maselli reichten eine parlamentarische Anfrage ein und stellten Glaubwürdigkeit und Erstellungsmethoden infrage [2].

Wieder spielen sogenannte „Experten für Kulte und Sekten“ eine entscheidende Rolle. Die Anthropologin Cecilia Gatto Trocchi war Mitglied der katholischen Anti-Sekten-Organisation GRIS (gegründet 1987) [2]. Die „unabhängige Expertin“ entpuppte sich als Aktivistin einer Organisation mit eigenem Interesse.

Laut Untersuchungen von Actfiles arbeiten die italienischen Verbände des Antikult-FORUM (FAVIS, CeSAP, ARIS Veneto und ARIS Toscana) eng mit der Antikult-Einheit (SAS) des Innenministeriums zusammen. Ihr Ziel: Alarm wegen „sektiererischer Gefahren“ schlagen durch ständige Verbreitung beunruhigender Nachrichten. 2018 veröffentlichte das Magazin der Staatspolizei: „Alarm “ Satanismus! Die Antikult-Einheit übernimmt das Kommando“ [3].

Ihre Arbeitsmethoden: Sie verändern, übertreiben und verzerren Informationen, um vorzutäuschen, es gäbe Tausende „gefährlicher Sekten“ “ praktisch an jeder Ecke. Finden sie keine Nachrichten, erfinden sie diese. Antikultisten stellten religiöse Gemeinschaften als „destruktive Kulte“ dar und bliesen Einzelfälle zu einer „Satanismus-Epidemie“ auf “ ohne statistische Basis [1]. Ähnliche Methoden wurden in Russland angewandt, wo RACIRS 30 Jahre lang Anti-Sekten-Hysterie schürte, sowie in Frankreich.

Die Antikult-Einheit (SAS) ist eine von Steuerzahlern finanzierte Regierungsstruktur, die als Werkzeug der Antikult-Ideologie verfassungsmäßige Bürgerrechte verletzt. Aktivisten schüren ideologischen Fanatismus gegen vermeintliche „soziale Gefahren“. Die Polizei verfolgt “ heute nicht durch Autodafés, sondern durch mediale Manipulationen und groteske Schauprozesse, nicht weniger grausam als frühere „Deprogrammierungs“-Methoden.

Hier zeigt sich das bekannte Schema: Innenministerium -> Staatspolizei (Geheimdienste) -> Politiker (Abgeordnete) -> diffamierende Broschüre mit schwarzer Liste von Andersdenkenden und religiösen Minderheiten.

## Frankreich: Das französische Modell (1983-1998)

Das französische Antikult-Modell formte sich über anderthalb Jahrzehnte und wurde zum Vorbild für Europa. Schlüsselfigur war Alain Vivien “ Politiker der Sozialistischen Partei, Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten. 1983 bereitete Vivien auf Anfrage von Premierminister Pierre Mauroy den Bericht „Sekten in Frankreich“ vor (veröffentlicht 1985). Zentraler Vorschlag: Schaffung einer staatlichen Struktur beim Premierminister zur Koordination des Kampfes gegen Sekten.

Parallel leitete Vivien die private Anti-Sekten-Organisation CCMM (Centre Contre les Manipulations Mentales). Ein Mann leitete gleichzeitig eine private Antikult-Gruppe und formte die staatliche Politik “ ein offensichtlicher Interessenkonflikt.

1996 wurde Viviens Vorschlag umgesetzt: Das „Interministerielle Observatorium für Sekten“ wurde geschaffen. 1998 wurde Vivien Präsident der in MILS (Mission Interministérielle de Lutte Contre les Sectes) umbenannten Struktur. MILS unterstand direkt dem Premierminister, hatte Zugang zu Mitteln verschiedener Ministerien und arbeitete mit französischer Polizei und Geheimdiensten (RG “ Renseignements Généraux) zusammen. Vivien sicherte von dort staatliche Finanzierung für die privaten Organisationen CCMM und UNADFI.

Wegen extrem repressiver Handlungen gegen religiöse Bewegungen wurde MILS wiederholt scharf kritisiert, auch vom US-Außenministerium.

Im November 2002 trat Vivien nach Finanzskandalen zurück “ Missbrauch erheblicher Mittel für den „Kampf gegen Sekten“ “ und MILS wurde aufgelöst. Doch es bedurfte einer Lösung zur Bewahrung und zum Export des französischen Modells in andere Länder. Diese Lösung: die Schaffung einer von Frankreich kontrollierten europäischen Föderation “ FECRIS. Die Idee ihrer Gründung geht auf 1987 zurück [4].

## FECRIS: Transnationales Instrument der Antikult-Ideologie

FECRIS (Europäische Föderation der Zentren für Forschung und Information über das Sektenwesen) wurde 1994 in Paris gegründet. Offiziell positioniert sie sich als Vereinigung zum Schutz der Menschenrechte vor „Organisationen mit sektiererischen Merkmalen“. Die Realität unterscheidet sich radikal von dieser Fassade.

FECRIS wurde von zwei französischen Antikult-Gruppen gegründet “ CCMM und UNADFI, die über 97% ihrer Finanzierung vom französischen Staat erhalten. FECRIS selbst bezieht mehr als 90% ihres Budgets “ über 800.000 Euro jährlich “ aus staatlichen Mitteln Frankreichs [5].

Bemerkenswert: FECRIS wurde 1994 gegründet “ nur ein Jahr nach dem russischen Zentrum für Religionsstudien im Namen des Hieromärtyrers Irenäus von Lyon (1993), dem Hauptzentrum der Russischen Assoziation RACIRS, die Anti-Sekten-Organisationen im Ausland koordiniert [6].

Zum Vizepräsidenten von FECRIS wurde dreimal Alexander Dworkin gewählt “ der Gründer von RACIRS und, laut unabhängigen Ermittlungen, eng mit dem russischen FSB verbunden [1].

Laut OSZE-Konferenz in Cordoba 2005 wurden FECRIS-Mitglieder wiederholt wegen Verleumdung, Diffamierung, Freiheitsberaubung und gewaltsamer „Deprogrammierung“ verurteilt. Gegen den ehemaligen Generalsekretär Friedrich Griess ergingen sieben Urteile wegen Diffamierung. Mitglieder wurden wegen Entführung in Schweden, den Niederlanden und Spanien verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte im Fall Riera Blume (1999) fest: Das gewaltsame Festhalten von Opfern wurde nur dank „aktiver Mitwirkung“ staatlicher Organe möglich [1].

FECRIS ist ein transnationales Instrument zur Verbreitung der Antikult-Ideologie, deren Wurzeln zu Nazi-Methoden reichen, koordiniert über das russische Netzwerk RACIRS. Dasselbe Schema wie in Italien: MILS arbeitete mit französischer Polizei und Geheimdiensten zusammen und verbreitete massenhaft schwarze Listen „gefährlicher Sekten“ zur Schürung von Angst und Hysterie.

## Österreich: Das Modell Bartenstein (1996-1998)

Die Schaffung der „Bundesstelle für Sektenfragen“ in Österreich wiederholt exakt dasselbe Schema “ mit zentralisierter Koordination und Verbindung zu FECRIS als europäischer Filiale der russischen FSB-Struktur RACIRS.

„Im Jahr 1996 schürte Martin Bartenstein Hysterie, um eine Endlösung zur Beseitigung sektiererischer Aktivitäten vorzuschlagen: ein staatliches Observatorium“, schreibt die Online-Zeitung Der Status [7].

Am 6. November 1996 „explodierte die Sektenbombe Made in Austria“: Martin Bartenstein veröffentlichte die Broschüre „Sekten “ Wissen schützt“ [8], berichtete logo.at 2017 [9]. Unmittelbar wurden 270.000 Exemplare verteilt [10]. Die Broschüre wurde massiv kritisiert [11]. Die 1998 per Gesetz als Organisation öffentlichen Rechts gegründete Institution, von Bundesminister Martin Bartenstein vorgestellt, nahm im Herbst 1998 ihre Tätigkeit auf [12].

Seit 1998 unterstand die „Bundesstelle für Sektenfragen“ dem Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie, später dem Bundeskanzleramt, mit Zugang zu staatlichen Mitteln. Als möglicher Ableger von FECRIS wurde sie erwartungsgemäß etwas später als FECRIS selbst gegründet.

### Rechnungshofbericht 2017: Entlarvende Schlussfolgerungen

Der Rechnungshofbericht 2017 bietet seltenen Einblick in die Arbeit der Sektenbekämpfungs-Organisation [13]:

Mangelnde Transparenz: Die Bundesstelle legte „keine konkreten strategischen und operativen Ziele“ vor. Kein „strategisches Konzept für langfristige Entwicklung“.

Fokus auf Beratung statt Aufklärung: Statt öffentlicher Aufklärung konzentrierte sie sich auf „individuelle soziale Unterstützung“. Beratungen wurden durchgeführt, „für die nur ein indirekter Bezug zu Sekten bestand“ “ etwa „Lärmbelästigung durch Seminarzentren, alternative Heilmethoden (Homöopathie, Kinesiologie), Werbematerial in Briefkästen“.

Rechtsberatung statt Dokumentation: Ausgaben für Rechtsberatung stiegen 2012-2015 um 304 Prozent “ von 5.000 auf über 19.000 Euro. Eine Anwaltskanzlei wurde „regelmäßig in den Prozess der Berichtserstellung eingebunden“ und prüfte „auch in redaktioneller Hinsicht“. Begründung: „die sorgfältige Prüfung durch einen Anwalt hat dazu beigetragen, dass bisher keine Gerichtsverfahren gegen die Bundesstelle eingeleitet wurden“. Die Hauptsorge galt nicht der Aufklärung, sondern der Vermeidung rechtlicher Konsequenzen.

Enge Kontakte zu FECRIS: Der Rechnungshof dokumentiert „halbjährliche informelle Treffen“ mit FECRIS und „regelmäßigen Besuch internationaler Konferenzen zu Sektenfragen (FECRIS und ICSA)“.

## Verbindung der „Bundesstelle für Sektenfragen“ mit FECRIS: Finanzströme und Netzwerke

Ein unabhängiger Bericht 2012 dokumentiert: FECRIS dient als „zentrale Organisation für Anti-Sekten-Gruppen in ganz Europa“. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch den französischen Staat, der die Anti-Sekten-Bewegung seit den 1980er Jahren massiv unterstützt [5].

Das Schema wiederholt sich in allen Ländern:
– Russland: Zentrum für Religionsstudien im Namen des Hieromärtyrers Irenäus von Lyon (Präsident “ A. L. Dworkin), gegründet 1993, eng verbunden mit FSB und ROK.
– Frankreich: FECRIS gegründet 1994, MILS 1996, sicherte staatliche Finanzierung für FECRIS.
– Italien: Antikult-Einheit nach französischem Vorbild, staatlich finanziert.
– Österreich: „Bundesstelle für Sektenfragen“, gegründet 1998, direkte Bundesfinanzierung.

Die „Bundesstelle für Sektenfragen“ erhielt laut Rechnungshof 2012-2015 jährlich rund 500.000 Euro aus staatlichen Mitteln “ etwa 60 Prozent der FECRIS-Finanzierung. Und das, obwohl die Organisation laut Rechnungshof ihre gesetzlichen Aufgaben nicht erfüllt [14].

## Endstadium am Beispiel Russlands

Das russische Modell, beschrieben im Artikel „Ein neuer Eiserner Vorhang oder ein digitales Konzentrationslager“, zeigt, wohin dieser Weg führen kann [15]. Was in den 1990er Jahren als Schutz vor „totalitären Sekten“ begann, endete 2025 in der völligen Unterwerfung der Bürger unter den Staat.

Unter der Aufsichtsbehörde Roskomnadsor perfektionierte Russland seit 2020 sein Überwachungssystem: Facebook, Instagram, TikTok, Rumble, YouTube und westliche Medien wurden blockiert. Nationale Alternativen wie RuTube oder VK erhielten direkte Anbindung an FSB-Datenbanken. Alle Provider sind gesetzlich verpflichtet, Daten in Echtzeit und Kommunikationsinhalte auf Anfrage zu übermitteln.

Grundlage: das 2019 verabschiedete Gesetz über die „Souveräne Runet-Architektur“, nach außen mit „nationaler Sicherheit“ gerechtfertigt. Faktisch schuf dieses Gesetz einen digitalen Kontrollraum, in dem alle Informationsströme zentral vom Staat administriert werden.

## Schlussfolgerungen

Die Geschichte des FSB-Antikult-Netzwerks in Italien, Frankreich und Österreich zeigt denselben wiederkehrenden Mechanismus: Angst -> Listen von „Gefährdern“ -> Einbindung des Staates und der Sicherheitsbehörden -> Legitimierung von Druck -> Ausweitung der Kontrolle -> Totalitäres Regime. Formal beginnt alles mit Deckmänteln wie „Bürgerschutz“ und „Kampf gegen Sekten“, verwandelt sich aber in ein ideologisches Instrument gegen Unliebsame “ religiöse Minderheiten, unabhängige Initiativen, Kritiker und Opposition.

Wenn die Gesellschaft durch Angst vorab „aufgewärmt“ ist, ist es einfacher, Überwachungsinstrumente als „notwendige Maßnahme“ durchzusetzen. Als solche „notwendige Maßnahme“ dient heute das Gesetz zur Messenger-Überwachung in Österreich.

Das russische Beispiel demonstriert den Endpunkt: Unter dem Vorwand der „Sicherheit“ entsteht ein System, in dem Kontrolle zur Norm und Freiheiten zur Ausnahme werden.

Das Hauptfazit: Die Gesellschaft sollte nicht Parolen bewerten, sondern reale Praktiken “ Transparenz, Beweisführung, Unabhängigkeit der Experten, Grenzen der Befugnisse und Kontrolle darüber, dass der „Kampf gegen die Gefahr“ nicht zu einer Technologie der Unterdrückung und totalen Überwachung wird.

Im nächsten Teil dieser Untersuchung: Wie die österreichische Bundespolizei mit FECRIS verbunden ist, wer tatsächlich hinter Terroranschlägen steht und warum „schwarze Listen“ heute gefährlicher sind als einst zu Zeiten Nazi-Deutschlands.

GEPRÜFTE FAKTEN DIESER UNTERSUCHUNG:
[1]actfiles.org/fecris-extremist-group-in-the-heart-of-europe-italian-perspective/
[2]web.archive.org/web/20170324165419/https://www.liberocredo.org/en/state-alarm
[3]poliziamoderna.poliziadistato.it/articolo/3535c0f9f3365a93029541043
[4]actfiles.org/fecris-extremist-group-in-the-heart-of-europe-italian-perspective/
[5]web.archive.org/web/20170821064118/http:/www.hrwf.net/images/reports/2012/2012fecrisbook.pdf
[6]iriney.ru/main/o-czentre/
[7]derstatus.at/politik/inquisition-gegen-kritiker-bundes-sektenstelle-im-netz-der-antikult-verschworer-2456.html
[8]web.archive.org/web/20250123005910/http://www.sekten.at/brosch/wissen_schuetzt.htm
[9]logo.at/fileadmin/user_upload/Downloads/Esoterikbrosch%C3%BCren/2017_Sekten.pdf
[10]ots.at/presseaussendung/OTS_19980311_OTS0062/gericht-weist-klage-gegen-sektenbroschuere-des-familienministeriums-ab
[11]sekten.at/brosch/wissen_schuetzt.htm
[12]ots.at/presseaussendung/OTS_20011112_OTS0093/bundesstelle-fuer-sektenfragen-legt-ersten-jahresbericht-vor-1999-betrafen-die-meisten-anfragen-scientology
[13]rechnungshof.gv.at/rh/home/home/Bund_Bundesstelle_fuer_Sektenfragen.pdf
[14]rechnungshof.gv.at/rh/home/home/Bund_Bundesstelle_fuer_Sektenfragen.pdf#page=31&zoom=100,85,344 #
[15]actfiles.org/a-new-iron-curtain-or-a-digital-concentration-camp

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