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Wirtschaft

Führung neu denken: Kampfkunstprinzipien als Schlüssel moderner Führung

Wie gelingt gute Führung unter Druck? Ein Seminar der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und TA WingTsun zeigt, wie Kampfkunstprinzipien Führungskräfte nachhaltig stärken.

BildMentoringprogramm der Evangelische Stiftung Alsterdorf verbindet Führungskräfteentwicklung mit den Prinzipien der Kampfkunst TA WingTsun Hamburg, 29.06.2026: Führung bedeutet heute weit mehr als Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Moderne Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, Orientierung zu geben, Beziehungen zu gestalten und auch in dynamischen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Genau hier setzte das Seminar „Bewusste Führung unter Druck“ an, dass im Rahmen des Mentoringprogramms „Frauen in Führung“ der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Kooperation mit dem TA WingTsun durchgeführt wurde.

Das Mentoringprogramm unterstützt Frauen dabei, ihre berufliche Entwicklung aktiv zu gestalten, Erfahrungen auszutauschen und sich in ihrer Rolle als Fach- und Führungskräfte weiterzuentwickeln. Netzwerken, gegenseitige Unterstützung und die Auseinandersetzung mit Führungsfragen stehen dabei im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Programm durch Seminare, die neue Perspektiven auf Führung und persönliche Entwicklung eröffnen. Die Bedeutung solcher Angebote wird auch wissenschaftlich bestätigt. Eine Studie¹ zeigt, dass Mentoring- und Netzwerkprogramme Frauen in Führungspositionen stärken, ihr Selbstvertrauen fördern und wichtige Unterstützung bei beruflichen Herausforderungen bieten. Gerade dort, wo Frauen strukturellen Barrieren begegnen, leisten solche Programme einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Entwicklung.

Vor diesem Hintergrund bot das kürzlich stattgefundene Seminar „Bewusste Führung unter Druck“ mit dem Kampfkunstlehrer Dominik Fischer einen ungewöhnlichen Blick auf das Thema Führung. Ausgangspunkt war die Frage, was moderne Führungskräfte von den Prinzipien der traditionellen chinesischen Kampfkunst „TA WingTsun“ lernen können. In dieser Kampfkunst steht nicht die Konfrontation im Vordergrund, sondern der bewusste Umgang mit Herausforderungen. Anstatt Kraft gegen Kraft einzusetzen, geht es darum, Situationen wahrzunehmen, angemessen zu reagieren und die eigenen Möglichkeiten gezielt einzusetzen. Dieses Grundkonzept lässt sich auch anschaulich und besonders erlebbar auf den Führungsalltag übertragen.

Selbstführung als Fundament erfolgreicher Führung

Im Mittelpunkt des Seminars standen konkrete Prinzipien bewusster Führung, die aus den Werten, Konzepten und Erfahrungen des TA WingTsun entwickelt wurden. Ihr zentrales Leitmotiv lautet: „Selbstführung vor Fremdführung“. So stellte Fischer anschaulich dar, wer andere Menschen führen möchte, sollte zunächst in der Lage sein, das eigene Verhalten zu reflektieren, Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen und auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Diese Sichtweise wird auch durch aktuelle Forschung gestützt. Weitere Studien zeigen, dass Selbstführung und Selbstwahrnehmung wichtige Grundlagen wirksamer Führung sind. Führungskräfte, die ihre eigenen Werte kennen, ihr Verhalten reflektieren und auch in herausfordernden Situationen bewusst handeln, werden von Mitarbeitenden häufiger als vertrauenswürdig und authentisch wahrgenommen. So gibt bspw. das Fachjournal Frontiers in Psychology² wieder, dass authentische Führung das Vertrauen in Führungskräfte stärkt und sich positiv auf Zusammenarbeit, Motivation und das Erleben von Sinnhaftigkeit im Arbeitskontext auswirkt.

Führung erlebbar durch Kampfkunst

Im Führungsseminar wurden diese Zusammenhänge nicht nur theoretisch betrachtet, sondern auch praktisch erfahrbar gemacht. Die Teilnehmerinnen setzten sich mit Fragen auseinander wie: Wie gehe ich mit Unsicherheit um? Wie reagiere ich unter Druck? Wie schaffe ich Vertrauen und Orientierung? Welche Rolle spielt meine eigene Haltung im Umgang mit anderen Menschen?

Wie nachhaltig die vermittelten Inhalte wirken, zeigt die Rückmeldung einer Teilnehmerin:

„Besonders wertvoll war für mich die Erkenntnis, dass man auch als vermeintlich schwächere Person im Konfliktfall Handlungsoptionen hat. Gleichzeitig habe ich viele praktische Inhalte mitgenommen, die sich direkt auf meine Führungsrolle übertragen lassen.“

Durch Übungen aus dem TA WingTsun konnten die Teilnehmerinnen erleben, wie eng innere Haltung und äußeres Handeln miteinander verbunden sind. Dabei wurde deutlich, dass Führung nicht in erster Linie durch Autorität oder Kontrolle entsteht. Vielmehr kommt es darauf an, auch in herausfordernden Situationen einen klaren Blick zu behalten, Verantwortung zu übernehmen und angemessen auf Veränderungen zu reagieren.

Das Seminar ergänzte den Mentoringansatz damit um eine besondere Perspektive: Führung wurde nicht nur besprochen, sondern unmittelbar erfahrbar gemacht. Die Verbindung von Reflexion, Austausch und praktischer Erfahrung eröffnete den Teilnehmerinnen neue Zugänge zu den Themen Selbstführung, Verantwortung und persönliches Wachstum. Das Fazit der Teilnehmerinnen fiel entsprechend positiv aus. Das Seminar zeigte, dass die Prinzipien einer traditionellen Kampfkunst weit über den Trainingsraum hinaus relevant sein können – insbesondere dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, andere begleiten und Führung bewusst gestalten möchten.

TA WingTsun versteht Führung nicht als Technik, sondern als Haltung. Denn nachhaltige Führung beginnt bei der Fähigkeit, sich selbst zu führen.

_*1: Larasatie, Barnett & Hansen (2024), Trends in Higher Education._

_*2: Kleynhans, Heyns & Stander (2022), veröffentlicht in Frontiers in Psychology. _

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

TA WingTsun Hamburg – Fachschule für Selbstverteidigung und Kampfkunst
Herr Dominik Fischer
Mundsburger Damm 26
22087 Hamburg
Deutschland

fon ..: 04030750156
web ..: https://www.lernekampfkunst.com
email : presse@tawt-hh.com

Über Hamburgs TA WingTsun Kampfkunstschulen
Bereits 2019 eröffnete Dominik Fischer Hamburgs erste TA WingTsun Kampfkunstschule auf dem Mundsburger Damm 26 in 22087 Hamburg. Mittlerweile trainieren mehr als 200 Mitglieder:innen in altersgerechten Gruppen, die Freude an der Bewegung und generell an Fitness zeigen sowie ihr Selbstbewusstsein stärken, ihre sportliche Effektivität und ihr Potential steigern wollen. TA WingTsun ist eine chinesische Kampfkunst basierend auf einem strikten, logisch durchdachten Selbstverteidigungssystem. Die TA WingTsun Kampfkunstschule gehört zum Dachverband WTI (WingTsun International), der primär Gewaltprävention und Selbstverteidigung fokussiert und wichtige gesellschaftliche Werte wie Integration, Toleranz, Inklusion und die Stärkung von Frauen vermittelt. Schulleiter Dominik Fischer, aktiver Kampfkünstler seit 2007, ist qualifizierter und ebenso passionierter TA WingTsun Lehrer, der seit dem 11.11.2023 den Titel „Sifu“ trägt, was „väterlicher Lehrer“ bedeutet. In dieser Rolle begleitet er Schüler:innen – von Kindern, über Jugendliche bis hin zu Erwachsenen – auf ihrem Weg in der Kampfkunst. Nicht nur in der eigenen Kampfkunstschule, sondern auch in Kindergärten, Schulen, Unternehmen und als Personaltrainer. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach mehr Kursen in weiteren Stadtteilen Hamburgs steht seit April 2025 ein zweiter Hamburger Standort der TA WingTsun Kampfkunstschule in Niendorf im Niendorfer Kirchenweg 17, 22459 Hamburg, Tor und Tür für Kampfsportbegeisterte offen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Pressekontakt:

TA WingTsun Hamburg
Frau Vivien Schlemminger
Mundsburger Damm 26
22087 Hamburg

fon ..: 04030750156
email : presse@tawt-hh.com

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„Frauen sollten nicht unterschätzen, wie wichtig Netzwerke sein können.“

Wie gelingt Führung in der Politik? Daniela Schmitt spricht über ihren Weg, Netzwerke und Entscheidungen – und darüber, was Frauen auf ihrem Karriereweg stärkt.

Bildladiesdentaltalk zum 16. Mal in Mainz: Am 6. Mai 2026 mit Daniela Schmitt, Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Rheinland-Pfalz

Was bewegt eine Frau, in die Politik zu gehen – und dort Verantwortung zu übernehmen? Wie fühlt sich politisches Arbeiten im Alltag an? Und welche Rolle spielen Netzwerke, wenn es um Entscheidungen, Einfluss und Erfolg geht?

Darüber sprechen wir mit Daniela Schmitt beim 16. ladiesdentaltalk Mainz/Wiesbaden am 6. Mai 2026.

Bevor Daniela Schmitt in die Politik wechselt, ist sie zunächst in der Finanzbranche tätig. Nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau studiert sie Sparkassenbetriebswirtschaft und schließt später ein Studium an der Frankfurt School of Finance & Management als diplomierte Bankbetriebswirtin ab. Von 2011 bis 2016 ist sie Direktorin der Regionalmärkte Bingen/Ingelheim und Mainz bei der Mainzer Volksbank. Parallel engagiert sie sich als ehrenamtliche Handelsrichterin beim Landgericht Mainz und als Mitglied im Hochschulkuratorium an der TH Bingen.

2006 tritt sie in die FDP ein, wird 2011 Landesvorsitzende des Liberalen Mittelstands Rheinland-Pfalz, 2013 Mitglied im Bundesvorstand der FDP, ebenfalls 2013 Stellvertreterin und 2025 Landesvorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz. Im Mai 2016 übernimmt sie das Amt als Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, seit Mai 2021 leitet sie nun dieses Ministerium.

Was bestimmte ihren Weg in die Politik? Wie erlebt sie das politische Arbeiten? Welche Eigenschaften sind wichtig, um in der Politik langfristig engagiert zu sein? Welche Empfehlung würde sie Frauen mitgeben, die politisch aktiv werden möchten? Welche Bedeutung misst sie Netzwerken bei? Wie gestaltet sie Führung? Wie sorgt sie bei all den Herausforderungen dafür, dass ihr nicht Kraft und Gelassenheit ausgehen? Darüber sprechen wir beim 16. ladies dental talk Mainz mit Daniela Schmitt.

Alle interessierten Zahnmedizinerinnen sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Anmeldung und weitere Informationen:
? https://www.ladies-dental-talk.de/impulsabend/16-ladiesdentaltalk-mainzwiesbaden/

Wann: Mittwoch, 06. Mai 2026, von 17 bis 21.30 Uhr

Wo: Restaurant Zeitlos am Proviant Magazin | Schillerstr. 11a | 55116 Mainz

Was: Der ladiesdentaltalk ist eine anerkannte Fortbildung für Zahnärztinnen. Es werden 6 Fortbildungspunkte gemäß BZÄK vergeben.

Für: Zahnmedizinerinnen, Assistenz-Zahnärztinnen, Zahnmedizin-Studentinnen, (Führungs-)Frauen in der Dentalbranche

Teilnahmebeitrag: gestaffelt, siehe Anmeldeformular. Das Essen sowie alle Getränke sind inbegriffen.

Es lädt ein: Dr. Karin Uphoff (ladiesdentaltalk)

Außerdem gibt es kurze fachliche Impulse von den Expertinnen des Netzwerks:

Abrechnung: Izabela Ramadani, Dentalabrechnung Auxilium IR e.K.

Finanzierung: Petra Knödler, Volksbank Darmstadt Mainz eG

Projektmanagement / Digitalisierung: Madalina Critcher, Organize Your World

Online-Terminbuchung und digitale Patientenkommunikation: Josephine Buchholz, Doctolib

Steuerberatung: Brigitte Sorg, SORG Steuer- und betriebswirtschaftliche Beratung im Gesundheitswesen

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

connectuu GmbH
Frau Karin Uphoff
Alfred-Wegener-Str. 6
35039 Marburg
Deutschland

fon ..: +49 172 7368106
web ..: https://www.ladies-dental-talk.de
email : info@ladies-dental-talk.de

Der ladiesdentaltalk ist ein besonderes Fortbildungsformat für Zahnärztinnen, um persönlich, beruflich und unternehmerisch zu wachsen. Die Veranstaltungen sind anregend, offen, fröhlich. Die Teilnehmerinnen tauschen sich aus, teilen Erfahrungen und Tipps. Unter dem Motto „Gemeinsam weiter denken!“ lädt EU-Unternehmensbotschafterin Dr. Karin Uphoff dazu ein, sich voneinander und von erfolgreichen Führungsfrauen unternehmerisch inspirieren zu lassen. Begleitet werden die Abende außerdem von Expertinnen aus der Dentalbranche, die auf verschiedene Bereiche rund um die Praxisführung spezialisiert sind und den Teilnehmerinnen bei Fragen zur Seite stehen.

Pressekontakt:

connectuu GmbH
Frau Karin Uphoff
Alfred-Wegener-Str. 6
35039 Marburg

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email : info@ladies-dental-talk.de

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Moderne Chefinnen, alte Machtstrukturen – Wenn junge Frauen in globalen Teams auf Widerstand stoßen

Diversität allein reicht nicht: Junge Frauen in internationalen Teams müssen interkulturelle Führungskompetenz entwickeln, um respektiert und erfolgreich zu führen.

BildGrenzen der Diversität im Arbeitsalltag
Deutsche Unternehmen feiern Diversität – doch im Alltag internationaler Teams zeigt sie ihre Grenzen. Besonders junge Frauen in Führungspositionen zahlen den Preis, wenn kulturelle Missverständnisse unausgesprochen bleiben. In Deutschland gilt Führung als partnerschaftlich, das Geschlecht offiziell als irrelevant. In multikulturellen Teams mit Kollegen und Kolleginnen reicht dieses Selbstverständnis oft nicht aus. In einigen Ländern prägen patriarchale Strukturen und klare Hierarchien das Bild von Autorität – mit spürbaren Folgen für weibliche Managerinnen.

Missverständnisse und die Suche nach Respekt
„Viele deutsche Führungskräfte glauben, dass Kompetenz ausreicht, um respektiert zu werden. In hierarchischen Kulturen ist das jedoch ein Trugschluss, besonders für Frauen“, sagt Jessica Wahl, Gendercoach und Expertin für interkulturelle Führung und Kommunikation. „Respekt muss dort anders aufgebaut werden: über Rolle, Auftreten, Sprache und ein klares Verständnis kultureller Erwartungen.“ In Indien etwa wird von Führungspersönlichkeiten eine paternalistische, autoritäre Rolle erwartet. Das lässt sich nur schwer mit einem partnerschaftlichen Führungsstil vereinbaren. In Japan wiederum wird eine direkte, selbstbewusste Kommunikation bei weiblichen Vorgesetzten eher als unangemessen oder irritierend wahrgenommen.

Toleranz reicht nicht – Führungskompetenz ist gefragt
Jessica Wahl betont: Toleranz allein reicht nicht. „Echte Toleranz bedeutet Arbeit an sich selbst. Führungskräfte, besonders weibliche, müssen lernen, kulturelle Codes zu lesen, ihre Kommunikation anzupassen und ihren Stil flexibel weiterzuentwickeln, ohne die eigenen Werte aufzugeben.“ Internationale Führung ist kein Haltungsthema, sondern eine Kompetenz. Wenn man Führung im interkulturellen Kontext aktiv gestaltet, also mit Sprache, Auftreten und Rollenklärung, dann wird eine Führungskraft respektiert. Wer darauf verzichtet, verliert ihn.

Erfolgreiche Führung in einer globalisierten Welt
Um in internationalen Teams erfolgreich zu führen, müssen Führungskräfte ihre interkulturellen Kompetenzen gezielt weiterentwickeln. Es gilt, die eigene Kommunikation und das Auftreten an kulturelle Erwartungen anzupassen, ohne die eigenen Werte zu verlieren. Unternehmen können diesen Prozess durch Trainings und Mentoring-Programme für Führungskräfte und Mitarbeitende unterstützen, um so eine respektvolle und produktive Arbeitsumgebung zu fördern. Für alle Beteiligten. Die Fähigkeit, interkulturelle Herausforderungen zu meistern, stärkt das Teamgefühl und hilft dabei, Unternehmensziele global erfolgreich umzusetzen. Wer diese Kompetenz entwickelt, trägt zu einer inklusiven Unternehmenskultur bei und schafft so langfristige wirtschaftliche Vorteile.

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Interview
Jessica Wahl, Personal Performance Coach über Herausforderungen und Chancen weiblicher Führung in internationalen Teams

Frage: Viele deutsche Managerinnen sind fachlich anerkannt, werden aber nicht als Führungskraft wahrgenommen. Woran liegt das?
Jessica Wahl: In vielen Kulturen wird Führung nicht nur über Kompetenz definiert, sondern auch über Rolle und Auftreten. Wer zu kollegial, erklärend oder zu offen agiert, wirkt schnell unsicher. Besonders in hierarchisch geprägten Kulturen wie Indien oder Japan erwarten Mitarbeitende klare Ansagen, Entscheidungsstärke und sichtbare Autorität. Der Schlüssel liegt in der Balance: Man sollte Kompetenz zeigen und gleichzeitig ein autoritativeres Auftreten entwickeln, ohne dabei die eigene Authentizität zu verlieren.

Frage: Was unterschätzen deutsche Führungskräfte im Umgang mit indischen Teams besonders?
Jessica Wahl: In Indien wird Führung oft paternalistisch verstanden. Mitarbeitende erwarten Orientierung und klare Vorgaben und sehen sich eher als „zu führende Personen“ denn als gleichwertige Partner. Wer als Führungskraft ständig nach Meinungen fragt oder Verantwortung zurückdelegiert, verliert schnell an Autorität. Frauen sollten daher Entscheidungen selbstbewusst treffen, Erwartungen klar formulieren und Verantwortung übernehmen – ohne Rechtfertigung.

Frage: Und bei japanischen Teams?
Jessica Wahl: Besonders junge, weibliche Führungskräfte stehen vor Herausforderungen, da in Japan Respekt stark durch Verhalten UND Alter geprägt ist. Auch wenn man jünger als das Team ist – Führung erfolgt hier mehr über indirekte Kommunikation und Beziehungspflege. Kritik sollte behutsam eingerahmt, Pausen zugelassen und Hierarchien respektvoll berücksichtigt werden.

Frage: Viele Managerinnen wollen „authentisch“ führen. Passt das zur Anpassung an andere Kulturen?
Jessica Wahl: Nein. Authentisch heißt nicht, immer gleich zu handeln, sondern wirksam zu sein. Anpassung ist keine Anbiederung, sondern eine Erweiterung des eigenen Führungsstils.

Frage: Welche Stellschrauben können Frauen sofort nutzen?
Jessica Wahl:

* Sprache klarer und entscheidungsorientierter wählen.
* Statussignale bewusst einsetzen, Struktur und Agenda schaffen sowie klare Rollen definieren.
* Nähe dosieren: Vertrauen entsteht nicht überall durch Gleichrangigkeit, sondern durch Verlässlichkeit und Führung.

Frage: Was sollten Unternehmen tun, um ihre Führungskräfte besser vorzubereiten?
Jessica Wahl: Interkulturelle Kompetenz darf kein Soft Skill bleiben. Entscheidend sind Coaching, Rollentraining und ehrliches Feedback. Wer internationale Teams will, muss internationale Führung lernen. Sonst bleibt Diversität ein Lippenbekenntnis.

Frage: Ihr Fazit für deutsche Managerinnen in globalen IT-Teams?
Jessica Wahl: Respekt ist kulturell codiert. Wer ihn will, muss lernen, diese Codes zu lesen und souverän zu nutzen. Wer diese Sensibilität entwickelt, steigert nicht nur die eigene Wirksamkeit, sondern auch den langfristigen Erfolg des gesamten Teams.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Jessica Wahl – Institut für Personal Performance
Frau Jessica Wahl
Taborstr. 17
10997 Berlin
Deutschland

fon ..: 030-61283123
web ..: https://www.jessicawahl.de
email : Info@JessicaWahl.de

Das Institut für Personal Performance Coaching unterstützt seit über 20 Jahren Menschen dabei, ihre Persönlichkeit, Präsenz und Wirkung authentisch zu entfalten. Jessica Wahl, Senior Performancecoach, zählt zu den erfahrensten Führungs-, Gender- und Kommunikationscoaches Deutschlands. Gemeinsam mit Jörg Tewes, Senior Performance- und Kommunikationscoach mit Schwerpunkt Präsenz-, Sprech- und Führungskompetenz, entwickelt das Institut maßgeschneiderte Strategien für souveränes Auftreten, klare Kommunikation und selbstbewusstes Handeln – in Meetings, Präsentationen, auf Bühnen und vor der Kamera.
Das Coaching-Angebot des Instituts verbindet fachliche Kompetenz, persönliche Weiterentwicklung und interkulturelle Sensibilität. Ziel ist es, Fach- und Führungskräfte darin zu stärken, ihre Stärken sichtbar zu machen, Vertrauen aufzubauen und in internationalen Teams wirkungsvoll zu führen. Dabei arbeiten beide Coaches praxisnah, ganzheitlich, wertschätzend und lösungsorientiert, sodass nachhaltige Veränderung und echte Wirkung möglich werden.

Pressekontakt:

WAHLUNIVERSUM®
Frau Jessica Wahl
Taborstr. 17
10997 Berlin

fon ..: 030-61283123
email : Info@WAHLUNIVERSUM.de