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Wirtschaft

Führungskrise in Deutschland: Nur noch jede(r) Siebte will Chef werden

Nur 14 % wollen führen, 43 % lehnen ab: 2025 fehlten 28.180 Führungskräfte. Generationenexperte Ralf Overbeck sieht darin den Gipfel eines Wertewandels und fordert ein Umdenken in der Führungskultur.

BildDeutschlands Unternehmen steuern auf ein strukturelles Führungsproblem zu. Eine aktuelle Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung zeichnet ein alarmierendes Bild: Nur 14 Prozent der Beschäftigten können sich vorstellen, eine Führungsposition zu übernehmen. Weitere 40 Prozent würden dies nur unter bestimmten Bedingungen tun – und 43 Prozent lehnen Führungsaufgaben grundsätzlich ab. Die Folge: Im Jahresdurchschnitt 2025 fehlten allein in Führungsberufen 28.180 Fachkräfte. „Diese Zahlen sind kein Ausreißer, sondern der sichtbare Gipfel eines tiefgreifenden Wertewandels in der Arbeitswelt“, sagt Ralf Overbeck, Begründer des Generationenmanagements im deutschsprachigen Raum und Inhaber der Ralf Overbeck Consulting in Ratingen. Was steckt hinter dem wachsenden Unwillen – und warum müssen Unternehmen ihre Führungskultur jetzt neu denken?

Neue Studiendaten alarmieren Personalverantwortliche – doch es lässt sich gegensteuern. Die Schreckensbilanz der Führung: Hohe Belastung, wenig Privatleben. Die Ursachen für die wachsende Führungsmüdigkeit sind vielschichtig und treffen einen Nerv. An der Spitze der Abschreckungsfaktoren steht die hohe Arbeitsbelastung: 77 Prozent der Befragten nennen sie als entscheidenden Grund, warum sie keine Führungsverantwortung anstreben. Dicht dahinter folgen die große Verantwortung (75 Prozent) und spürbare Einschnitte ins Privatleben (73 Prozent). Auch die geringe finanzielle Zusatzmotivation und die Sorge, kollegiale Beziehungen zu gefährden, wiegen schwer – beide Aspekte nennen jeweils 48 Prozent der Befragten.

Innere Kündigung und Milliardenschäden: Wie ernst die Lage bereits ist

Aktuelle Gallup-Daten unterstreichen die Dramatik: Nur 16 Prozent der deutschen Führungskräfte werden von ihren Mitarbeitenden als „voll zufriedenstellend“ bewertet – ein historischer Tiefstwert. 78 Prozent der Beschäftigten haben innerlich gekündigt und fühlen sich ihrem Arbeitgeber nur gering verbunden. Den volkswirtschaftlichen Schaden beziffert Gallup für 2024 auf 113 bis 135 Milliarden Euro.

„Wer unter diesen Rahmenbedingungen fragt, warum niemand Chef sein will, sollte sich zunächst fragen, was Führung in seinem Unternehmen aktuell eigentlich bedeutet“, sagt Overbeck.

Besonders alarmierend verläuft die Entwicklung bei den jüngeren Generationen. Laut einer weiteren Umfrage wünscht sich derzeit nur noch rund ein Viertel der Berufstätigen eine Führungsposition – so wenige wie nie seit 2018. Bei Frauen ist der Rückgang besonders drastisch: Ihr Anteil fiel binnen weniger Jahre von rund einem Viertel auf knapp ein Fünftel.

Führungsmodelle von gestern in einer Arbeitswelt von morgen

Ein zentrales Problem liegt in der strukturellen Starre vieler Unternehmen. Führung wird nach wie vor vorwiegend mit Vollzeitpräsenz, permanenter Erreichbarkeit und hierarchischer Weisungsbefugnis gleichgesetzt. Diese Konzepte sind jedoch mit den Lebensrealitäten und Wertvorstellungen jüngerer Generationen kaum noch vereinbar. Die Generation Z, die aktuell in den Arbeitsmarkt eintritt, strebt nach Selbstverwirklichung, eigenverantwortlichem Arbeiten und einer sinnstiftenden Tätigkeit. Ein hierarchisch geprägter Führungsstil ist mit diesen Wünschen kaum vereinbar. Flexible Modelle wie Teilzeitführung fristen dagegen noch immer ein Nischendasein. Aktuell arbeiten nur 5 Prozent der weiblichen und 3 Prozent der männlichen Führungskräfte in Teilzeit.

Die Attraktivität von Führungsaufgaben nimmt auch deshalb ab, weil sich ihre gesellschaftliche Wahrnehmung grundlegend verändert hat. Führungsaufgaben stehen nicht mehr für Status und Privilegien. Ein Führungsangebot wird heute nicht mehr automatisch als Belohnung wahrgenommen.

Erschwerend wirkt zudem der demografische Wandel: Die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge verlassen den Arbeitsmarkt, während zu wenige Nachwuchsführungskräfte nachrücken. Das entstehende Führungsvakuum trifft Unternehmen ausgerechnet in einer Phase, in der die Komplexität der Führungsaufgaben durch Digitalisierung, Transformation und generationenübergreifende Teamdynamiken gleichzeitig wächst.

Wie Führung wieder attraktiv wird – Ansätze für zukunftsfähige Unternehmen

Die gute Nachricht: Es fehlt nicht an Motivation, sondern an den richtigen Rahmenbedingungen. Laut Studie sind bei führungsinteressierten Beschäftigten ein attraktives Gehalt (95 Prozent), größere Gestaltungsspielräume und mehr Entscheidungsfreiheit (85 Prozent) die wichtigsten Anreize. Doch allein mit höheren Gehältern lässt sich das Problem nicht lösen. Overbeck, der den Begriff „Generationenmanagement“ bereits Anfang der 1980er Jahre prägte und seit über 25 Jahren Unternehmen in der D-A-CH-Region bei der Gestaltung des demografischen Wandels begleitet, identifiziert drei strategische Handlungsfelder:

1. Führungskultur generationengerecht gestalten:
Nicht Generationenklischees, sondern konkrete Spielregeln und gegenseitige Wertschätzung schaffen ein Führungsklima, das Menschen motiviert – und im Amt hält. Reverse Mentoring, agile Führungsmethoden und kompetenzbasiertes Führen statt hierarchischem Direktionsprinzip sind wirksame Instrumente, um auch die Generation Z für Führungsverantwortung zu gewinnen. Die Overbeck-Formel „Alt + Jung = Erfolg“ bringt es auf den Punkt: Erfolgreiche Organisationen nutzen die Stärken aller Generationen produktiv.

2. Führung neu definieren und entlasten:
Unternehmen müssen Führungsrollen von der Gleichung „Vollzeit = Führung“ entkoppeln. Flexible Modelle wie strukturierte Führungstandems ermöglichen es qualifizierten Fachkräften, Leitungsverantwortung zu übernehmen, ohne dabei ihre Work-Life-Balance zu opfern. Wenn Vereinbarkeit sichtbar auf der Leitungsebene gelebt wird, steigt die Akzeptanz familienbewusster Maßnahmen im gesamten Unternehmen.

3. Führungskräfte systematisch entwickeln und begleiten:
Führung ist erlernbar – wenn sie konsequent gefördert wird. Individuelle Führungskräfte-Coachings, praxisnahe Entwicklungsprogramme und ein systematischer Wissenstransfer beim Generationenwechsel reduzieren die wahrgenommene Last der Führungsrolle und stärken die Handlungskompetenz. Wer früh in die Entwicklung potenzieller Führungskräfte investiert, sichert nicht nur die Nachfolge, sondern steigert nachweislich Bindung, Motivation und Arbeitgeberattraktivität.

„Führung darf nicht länger als persönliches Opfer verstanden werden“, betont Overbeck. „Unternehmen, die das Führungsmodell der Vergangenheit konservieren, werden den Wettbewerb um die besten Köpfe verlieren. Wer hingegen Führung so gestaltet, dass sie zu den Lebensentwürfen von Menschen heute passt, schafft einen echten strategischen Vorteil.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Ralf Overbeck Consulting
Herr Ralf Overbeck
Brachter Straße 99
40882 Ratingen
Deutschland

fon ..: 02102-7089-400
web ..: https://www.overbeck-consulting.de
email : info@overbeck-consulting.de

Ralf Overbeck Consulting – Management- und Generationenexpertise aus NRW

Ralf Overbeck Consulting ist eine inhabergeführte Managementberatung mit Sitz in Ratingen. Seit der Gründung im Jahr 2000 unterstützt das Unternehmen Organisationen in der gesamten D-A-CH-Region bei Generationenmanagement, Führungskräfteentwicklung, Change-Management, Konfliktmanagement, interkultureller Kompetenz und Personalentwicklung.
Gründer und Inhaber Ralf Overbeck prägte den Begriff „Generationenmanagement“ bereits Anfang der 1980er-Jahre im deutschsprachigen Raum – lange bevor demografischer Wandel und Fachkräftemangel auf der Agenda von Personalabteilungen standen. Heute gilt er als einer der führenden Generationenexperten Deutschlands und ist Initiator des Wissensportals generationenmanagement.info.
Das Beratungsangebot verbindet strategische Beratung mit Coaching, Workshops und Vorträgen. Kernphilosophie: keine Standardprogramme, sondern individuell entwickelte Lösungen mit messbarem Transfer in den Unternehmensalltag. Zielgruppen sind mittelständische Unternehmen, Konzerne, Verbände und öffentliche Einrichtungen – mit besonderer Branchenerfahrung in Maschinen- und Anlagenbau, öffentlicher Verwaltung, Krankenhäusern, Bauindustrie, Elektrotechnik, Chemie, Banken und Versicherungen sowie Sozialverbänden.
Leitmotiv des Unternehmens: „Menschen führen. Unternehmen stärken.“

Pressekontakt:

Ralf Overbeck Consulting
Herr Ralf Overbeck
Brachter Straße 99
40882 Ratingen

fon ..: 02102-7089-400
email : ralf.overbeck@overbeck-consulting.de

Wirtschaft

Die 7 wichtigsten Erkenntnisse zu Vertrauen, die jede Führungskraft kennen sollte

Viele Menschen haben das Vertrauen in Unternehmen und Führungskräfte verloren. Doch warum ist Vertrauen so wichtig? Die Ergebnisse einer Befragung geben überraschende Einblicke.

BildVertrauen ist ein fundamentales Gefühl, das tief in verschiedenen Aspekten unseres Lebens verankert ist. 

In Video-Interviews hat Christoph Hauke, Vertrauens-Experte, viele Führungskräfte und Fachleute befragt, was Vertrauen für sie bedeutet und welches Gefühl sie persönlich damit verbinden.

Die Antworten der Interview-Partner:innen zeigen deutlich, wie vielfältig und essenziell Vertrauen ist und dass Vertrauen eine fundamentale und vielseitige Emotion ist, die tief in unterschiedlichen Aspekten des menschlichen Lebens verwurzelt ist.

Hier sind die sieben wesentliche Erkenntnisse, die jede Führungskraft kennen sollte:

Sicherheit und Geborgenheit:
Viele der Befragten betonen, dass Vertrauen ihnen ein Gefühl der emotionalen Sicherheit und Geborgenheit gibt. Dieses Sicherheitsgefühl ist essenziell, um sich wohl und gut aufgehoben zu fühlen, sei es in zwischenmenschlichen Beziehungen oder im beruflichen Umfeld.

Beziehungen und Zusammenarbeit:
Vertrauen wird als grundlegendes Element für stabile und gesunde Beziehungen hervorgehoben, sowohl in privaten als auch in beruflichen Kontexten. Die Befragten beschreiben Vertrauen als die Basis jeder Art von Beziehung und Zusammenarbeit, die ohne dieses Fundament nicht bestehen könnten.

Selbstvertrauen und Selbstwert:
Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten ist ein wiederkehrendes Thema. Die Befragten heben hervor, wie wichtig Selbstvertrauen und der Glaube an den eigenen Wert sind, um berufliche Herausforderungen zu meistern und das volle Potenzial auszuschöpfen.

Leichtigkeit und Freiheit:
Vertrauen ermöglicht es Menschen, sich frei und unbeschwert zu fühlen. Die Befragten verbinden Vertrauen mit Leichtigkeit und Freiheit, was ihnen erlaubt, sich in verschiedenen Lebenssituationen fallen zu lassen und authentisch zu sein.

Mut und Stärke:
Vertrauen erfordert oft Mut und innere Stärke. Die Befragten betonen, dass es Mut braucht, um anderen zu vertrauen und Vertrauen zu erweitern, während gleichzeitig eine innere Stärke notwendig ist, um Vertrauen zu geben und zu empfangen.

Verbundenheit und Wärme:
Vertrauen schafft eine tief empfundene Verbindung und ein warmes, wohliges Gefühl. Die Befragten beschreiben Vertrauen als einen roten Faden, der sich durch ihr Leben zieht und ihr Herz öffnet, wodurch eine tiefe menschliche Verbundenheit entsteht.

Unverzichtbare Grundlage für das tägliche Leben:
Vertrauen ist im Alltag allgegenwärtig und unverzichtbar. Die Befragten zeigen auf, dass Vertrauen in alltäglichen Handlungen und Entscheidungen eine wesentliche Rolle spielt und das Leben ohne Vertrauen kaum vorstellbar ist.

Die verschiedenen Perspektiven unterstreichen, dass Vertrauen mehr als nur ein abstraktes Konzept ist; es ist ein lebenswichtiges Gefühl, das das Fundament für Sicherheit, Beziehungen, Selbstwert und das allgemeine Wohlbefinden bildet.

„Vertrauen schafft eine stabile und verlässliche Verbindung zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden“, sagt Christoph Hauke. Und weiter: „Vertrauen ist das unsichtbare Band, das Mitarbeitende gewinnt und bindet.“

Vertrauen ermöglicht es Mitarbeitenden, ihre Stärken zu entfalten, ihre Arbeitsbeziehungen zu vertiefen und mit Zuversicht und Gelassenheit durch den Berufsalltag zu gehen.

In einem Umfeld, das sich ständig verändert, bleibt Vertrauen eine konstante Größe, auf die aufgebaut werden kann. Es ist der Schlüssel zu einem erfüllten und erfolgreichen Arbeitsleben. 

Deshalb rät Christoph Hauke: „Geben Sie Mitarbeitenden einen Vertrauensvorschuss, denn Vertrauen ist der unsichtbare Faden, der unsere tägliche Zusammenarbeit zusammenhält.“ 

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Christoph Hauke – 3Gen Worx
Herr Christoph Hauke
Prinz-Georg-Str. 91
40479 Düsseldorf
Deutschland

fon ..: 0211-4497227
web ..: https://www.strengvertraulich.live/
email : ch@christophhauke.de

Christoph Hauke ist Vertrauensexperte, Impulsgeber und Potenzialentfalter.

Er bringt 20+ Jahre Business- und Vertrauens-Erfahrungen und -Erlebnisse mit. Als Keynote-Speaker, Geschäftsführer, Aufsichtsratsvorsitzender, Ratgeber für Vorstände, Geschäftsleitungen und Führungskräfte, als Mentor von ambitionierten Menschen und Gesprächspartner von vielen „Experten des Alltags“.

Als Pionier und Wegbereiter etablierte er bereits 2001 eine echte Vertrauenskultur im Unternehmen, die von der Europäischen Kommission ausgezeichnet wurde.

Er inspiriert und begleitet Menschen und sorgt für echte Erfolgserlebnisse: Mehr Vertrauen, mehr Erfolg und Lebensfreude und weniger Enttäuschungen.

Pressekontakt:

Christoph Hauke – 3Gen Worx
Herr Christoph Hauke
Prinz-Georg-Str. 91
40479 Düsseldorf

fon ..: 0211-4497227
email : ch@christophhauke.de