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Wirtschaft

Zweitjob „Elternpflege“ – Silver Exit & Silent Drain sind die Folgen

Die Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Der Referentenentwurf sieht nun höhere Beiträge, stren-gere Pflegegrade und Leistungskürzungen vor. Betroffen wären Millionen Versicherte.

BildSie ist eine verdrängte Wirtschaftskrise und eine der größten HR-Herausforderung unserer Zukunft: die Pflege eines Angehörigen und ihre Folgen für Unternehmen und ihre Mitarbeiter.

Die Debatte um den Fachkräftemangel in Deutschland übersieht einen entscheidenden blinden Fleck. Während Unternehmen intensiv über die Vier-Tage-Woche oder Kinderbetreuung diskutieren, rollt im Hintergrund eine weitaus größere demografische Welle auf den Mittelstand zu: Die Pflegebedürftigkeit im Allgemeinen, aber vor allem der Babyboomer-Generation. Wenn die eigenen Eltern ins Alter kommen, geraten berufstätige Kinder in einen unsichtbaren und extrem belastenden Zweitjob: die Versorgung ihrer Eltern. Die Pflegeexpertin und Rednerin Angelika Niedermaier warnt vor den wirtschaftlichen Folgen und fordert ein radikales Umdenken in den Chefetagen. Der gerade neu eingebrachte Referentenentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) erhitzt aktuell die Gemüter der Gesellschaft und birgt enorme Ängste bei pflegenden Angehörigen, die zu einem hohen Anteil auch Mitarbeiter und Fachkräfte in Unternehmen sind.

Mittelstand im Zangengriff der Demografie

Der deutsche Arbeitsmarkt steht daher unter einem enormen Druck. Dass gut ausgebildete Fachkräfte fehlen, ist längst keine Prognose mehr, sondern spürbare Realität in fast jeder Branche. Doch der aktuelle Fachkräftemangel hat eine weitere Ursache, über die in den Personalabteilungen bisher kaum gesprochen wird: Das steigende Alter der Gesellschaft und die damit einhergehende Pflegekrise. Wenn Leistungsträger im Alter zwischen 45 und 60 Jahren plötzlich die Pflege ihrer Eltern organisieren müssen, betrifft das direkt die wertvollsten Mitarbeiter eines Unternehmens. Es sind die erfahrenen Wissensträger, Führungskräfte und Spezialisten, die durch diese emotionale und organisatorische Belastung an ihre Grenzen stoßen.

„Wir erleben einen schleichenden, unsichtbaren Verlust von Produktivität – den _silent_ _drain_“, erklärt Rednerin Angelika Niedermaier. Die ehemalige Heim- und Regionalleiterin sowie erfahrene Pflegeberaterin kennt beide Seiten: das kollabierende Pflegesystem und die Nöte der Wirtschaft. „Unternehmen verlieren im Zuge der Pflegekrise tagtäglich wertvolle Mitarbeiter, weil diese ihre Arbeitszeit reduzieren oder das Unternehmen ganz verlassen müssen, um die Betreuung der Angehörigen zu sichern. Das verschärft den ohnehin akuten Fachkräftemangel massiv.“

In ihrem Vortrag zu den Themen Pflegekrise, Fachkräftemangel, Mitarbeiter, Alter und Innovationen „Strategien für die Pflege der Zukunft“ greift sie in ihre Erfahrungs-Schatzkiste und zeigt die Szenarien schonungslos auf. Sie holt im Vortrag das Thema Pflege und Alter aus der sozialen „Mitleidsecke“ und bringt es dort hin, wo es hingehört – auf die strategische Agenda der Geschäftsführung.

Vom „Silent Drain“ zum wirtschaftlichen Risiko

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wenn das Alter der Eltern eine Fortführung der normalen Arbeitszeit unmöglich macht, geraten Betroffene in das sogenannte „Sandwich-Management“: Sie werden zwischen den Anforderungen des Berufs, der eigenen Familie und der Pflege der Eltern aufgerieben. Für Arbeitgeber bedeutet dies ein immenses Risiko. Zum einen droht der „Silver-Exit“ – der plötzliche Ausfall von Fachkräften, deren langjähriges Know-how unersetzbar ist. Zum anderen führt die Pflegekrise zu einem Phänomen, das Niedermaier als „Silent Drain“ bezeichnet: Mitarbeiter sind zwar körperlich im Büro anwesend, mental aber völlig blockiert durch den Bürokratie-Dschungel des Pflegesystems. Die Folge sind Fehler, Fehlzeiten und ein dramatischer Abfall der Leistungsfähigkeit.

Um in Zeiten, in denen Fachkräfte Mangelware sind, wettbewerbsfähig zu bleiben, reicht die klassische familienfreundliche Ausrichtung mit Fokus auf Elternzeit nicht mehr aus. Das Thema Alter muss strategisch in die HR-Prozesse integriert werden. Wer als Arbeitgeber heute keine Lösungen für die Pflegekrise der eigenen Belegschaft anbietet, verliert im „War for Talents“ wertvollen Boden.

Gefragt sind echte Innovationen im Personalmanagement

Wie sieht also die Lösung aus? In ihrem Vortrag plädiert Rednerin Angelika Niedermaier für den raschen Aufbau einer „pflegerobusten Unternehmenskultur“. Hierfür braucht es soziale und organisatorische Innovationen in den Betrieben. Unternehmen müssen aufhören, das Thema Pflege als reines Privatsache-Problem zu betrachten. Zu den notwendigen Innovationen gehören flexible, pflegesensible Arbeitszeitmodelle, die Schulung von Führungskräften und die Etablierung von internen Erstansprechpartnern für Betroffene.

„Wir brauchen mutige Innovationen statt starrer Muster“, so Rednerin Angelika Niedermaier. „Betriebe, die hier innovative Wege gehen, sichern sich einen unschätzbaren Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Sie fangen ihre Mitarbeiter auf, bevor der Burnout droht, und positionieren sich im Employer Branding als echte Vorreiter.“ Letztlich zeigt sich: Die Bewältigung der Pflegekrise ist kein reines Wohlfühlthema, sondern ein knallharter Business-Case für jedes zukunftsorientierte Unternehmen. Nur durch gezielte Innovationen im Umgang mit dem demografischen Wandel lässt sich der Fachkräftemangel langfristig abfedern und die Leistungsfähigkeit der wichtigsten Mitarbeiter sichern.

Über Angelika Niedermaier: Angelika Niedermaier ist Impulsrednerin, zertifizierte Pflegeberaterin, Buchautorin und strategische Partnerin für Unternehmen. Als ehemalige Heimleiterin und langjährige Pflegeberaterin bringt sie exklusives Insider-Wissen auf die Bühne. Sie zeigt Vorständen, Geschäftsführern und HR-Verantwortlichen, wie sie durch eine pflegerobuste Unternehmenskultur den demografischen Wandel meistern, den Fachkräftemangel entschärfen und ihre wirtschaftliche Resilienz sichern.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Pflegeberatung Regensburg – HilDa UG (hb)
Angelika Niedermaier
Am Galgenberg 6
93164 Laaber
Deutschland

fon ..: 016090156245
web ..: https://www.rednerin-pflege-alter-veraenderung.de/
email : impulsrednerin@angelikaniedermaier.com

Die vielen Biographien ihrer Klienten und Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Tätigkeit in der Pflegebranche haben nicht nur das eigene Leben von Angelika Niedermaier stark beeinflusst, sondern haben sie auch dazu inspiriert, mit ihrer Expertise und ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Als Rednerin will sie den Fokus noch mehr auf brisante Themen legen und sowohl Gesellschaft als auch Unternehmen aufrütteln, den Blick auf das Alter, das Älterwerden, auf die damit verbundenen gesellschaftlichen und persönlichen Lebensthemen zu verändern. Aus ihren Vorträgen nehmen die Zuhörer wertvolle Impulse mit, die inspirieren und nachdenklich stimmen. Seit 2016 ist Angelika Niedermaier zudem selbständig als zertifizierte Pflegeberaterin § 7a SGB XI. Jahrzehnte vorher war sie selbst pflegende Angehörige, Heimleiterin und vor ihrer Selbständigkeit Regionalleitung von zehn Pflegeheimen bayernweit.
Sie hat daher nicht nur eine hohe Expertise, wenn es um Alter und Pflege geht, sondern bringt auch noch eine hohe Kompetenz als Unternehmerin und Führungskraft mit. Mit Mut und Menschlichkeit zu führen, war stets ihre Haltung, von der nicht nur die Mitarbeiter sondern vor allem auch das Unternehmen sehr stark profitiert haben.
Weitere Informationen erhalten Sie auf ihren Homepages
www.angelikaniedermaier.com
und
www.pflegeberatung-regensburg.de

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Abschaffung der Minijobs: Warum die Politik die Realität vieler Unternehmen nicht länger ignorieren darf

Die Debatte um die Abschaffung der Minijobs wirft grundlegende Fragen auf. Michael Weyrauch beleuchtet die möglichen Folgen für Mittelstand, Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort Deutschland.

BildDie Diskussion über die Zukunft der Minijobs wird derzeit mit großer Intensität geführt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der bisherige steuer- und sozialversicherungsrechtliche Sonderstatus geringfügiger Beschäftigungen abgeschafft werden sollte. Ziel der Überlegungen ist es, mehr Menschen in die Sozialversicherung einzubeziehen und die langfristige Finanzierung der Rentenversicherung zu stärken. Aus Sicht von Michael Weyrauch, selbstständiger Unternehmer, Verkaufstrainer und langjähriger Begleiter mittelständischer Unternehmen, greift diese Diskussion jedoch zu kurz.

Wer täglich mit Unternehmerinnen und Unternehmern spricht, erlebt eine Realität, die sich deutlich von politischen Debatten unterscheidet. Viele Betriebe kämpfen bereits heute mit steigenden Personalkosten, hoher Inflation, zunehmender Bürokratie, Fachkräftemangel und einer wachsenden wirtschaftlichen Unsicherheit. In dieser Situation über die Abschaffung der Minijobs nachzudenken, sendet aus unternehmerischer Sicht das falsche Signal.

Minijobs sind für viele Unternehmen kein Instrument, um Löhne zu drücken oder Sozialabgaben zu vermeiden. Sie sind vielmehr ein fester Bestandteil einer flexiblen Personalplanung. Gerade kleinere Betriebe verfügen häufig nicht über die finanziellen oder organisatorischen Möglichkeiten, jede kurzfristige Personalanforderung durch sozialversicherungspflichtige Teilzeit- oder Vollzeitstellen abzudecken. Flexible Beschäftigungsmodelle schaffen hier einen notwendigen Handlungsspielraum.

Besonders deutlich zeigt sich dies in der Gastronomie. Restaurants, Cafés, Hotels und Veranstaltungsbetriebe arbeiten selten mit konstanten Auslastungen. Wochenenden, Feiertage, Ferienzeiten oder saisonale Spitzen führen regelmäßig zu einem deutlich höheren Personalbedarf. Gleichzeitig gibt es ruhigere Zeiten, in denen weniger Mitarbeiter benötigt werden. Minijobs ermöglichen es vielen Betrieben, auf diese Schwankungen zu reagieren, ohne dauerhaft zusätzliche Personalkosten tragen zu müssen.

Ähnliche Herausforderungen bestehen im Einzelhandel. Auch dort bestimmen Kundenfrequenzen den Personalbedarf. Während verkaufsoffene Sonntage, Feiertage oder saisonale Verkaufsaktionen zusätzliche Arbeitskräfte erfordern, sinkt der Bedarf an anderen Tagen deutlich. Minijobs bieten Unternehmen die Möglichkeit, flexibel auf diese Veränderungen zu reagieren und gleichzeitig Servicequalität sicherzustellen.

Auch das Handwerk ist auf flexible Beschäftigungsformen angewiesen. Auftragsspitzen, kurzfristige Projekte oder witterungsbedingte Veränderungen führen regelmäßig dazu, dass zusätzliche Arbeitskräfte benötigt werden. Gerade kleinere Handwerksbetriebe könnten viele dieser Situationen ohne geringfügig Beschäftigte kaum bewältigen.

In politischen Diskussionen entsteht häufig der Eindruck, als ließen sich sämtliche Minijobs problemlos in reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umwandeln. Diese Annahme erscheint aus Sicht vieler Unternehmer wenig realistisch. Die Lebensrealität der Beschäftigten ist deutlich vielfältiger.

Viele Menschen entscheiden sich ganz bewusst für einen Minijob. Studierende möchten neben ihrem Studium arbeiten, ohne ihre zeitliche Flexibilität aufzugeben. Rentner möchten ihre Rente aufbessern, ohne wieder in ein umfangreiches Beschäftigungsverhältnis einzusteigen. Eltern verbinden Minijobs mit familiären Verpflichtungen. Andere nutzen sie ergänzend zu einer Hauptbeschäftigung oder während einer beruflichen Neuorientierung.

Diese Menschen suchen häufig keine klassische Teilzeitstelle mit höheren Stundenumfängen. Sie suchen bewusst eine Beschäftigungsform, die sich an ihre persönliche Lebenssituation anpassen lässt. Wird dieses Modell abgeschafft, bedeutet das nicht automatisch, dass dieselben Personen künftig sozialversicherungspflichtig arbeiten werden. Ebenso wahrscheinlich ist, dass viele ihre Tätigkeit vollständig aufgeben.

Genau an diesem Punkt beginnt aus Sicht von Michael Weyrauch das eigentliche Problem der aktuellen politischen Diskussion. Reformen werden häufig unter der Annahme entwickelt, dass sich Menschen ausschließlich nach gesetzlichen Rahmenbedingungen richten. Tatsächlich orientieren sich Beschäftigte jedoch an ihrer individuellen Lebensplanung. Unternehmen wiederum müssen auf wirtschaftliche Realitäten reagieren. Werden diese beiden Perspektiven nicht ausreichend berücksichtigt, entstehen politische Entscheidungen, deren praktische Auswirkungen deutlich von den ursprünglichen Zielen abweichen können.

Deutschland befindet sich bereits heute in einer angespannten wirtschaftlichen Situation. Zahlreiche Unternehmen berichten von sinkenden Margen, steigenden Betriebskosten und einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft. Gleichzeitig fehlen in nahezu allen Branchen qualifizierte Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel entwickelt sich zunehmend zu einer Wachstumsbremse.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Abschaffung eines etablierten Beschäftigungsmodells tatsächlich geeignet ist, den Arbeitsmarkt zu stärken. Aus unternehmerischer Sicht besteht vielmehr die Gefahr, dass zusätzliche Belastungen entstehen, ohne die eigentlichen Ursachen der Probleme zu lösen.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bilden das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands. Sie schaffen Arbeitsplätze, investieren regional und sichern die wirtschaftliche Stabilität zahlreicher Städte und Gemeinden. Gleichzeitig verfügen sie häufig nicht über dieselben finanziellen Reserven wie große Konzerne. Jede zusätzliche gesetzliche Verpflichtung wirkt sich unmittelbar auf ihre Wettbewerbsfähigkeit aus.

Deshalb sollte jede arbeitsmarktpolitische Reform nicht nur unter sozialpolitischen Gesichtspunkten bewertet werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welche praktischen Folgen sie für Unternehmen, Beschäftigte und den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt haben wird.

Gerade der Mittelstand ist seit Jahren einer immer größeren Belastung ausgesetzt. Steigende Energiepreise, höhere Lohnkosten, umfangreiche Dokumentationspflichten, wachsende Bürokratie und ein anhaltender Fachkräftemangel stellen viele Unternehmen täglich vor neue Herausforderungen. Hinzu kommen wirtschaftliche Unsicherheiten, die Investitionen erschweren und langfristige Planungen zunehmend riskant machen.

Vor diesem Hintergrund wirkt die Diskussion über die Abschaffung der Minijobs aus unternehmerischer Sicht wie eine weitere Belastung, die an den tatsächlichen Problemen vieler Betriebe vorbeigeht. Statt bestehende Hürden abzubauen, drohen neue zu entstehen.

Besonders deutlich wird dies in der Gastronomie. Kaum eine Branche ist so stark von schwankenden Gästezahlen abhängig. Sonnige Wochenenden, Feiertage, Ferienzeiten oder Veranstaltungen sorgen kurzfristig für einen erheblich höheren Personalbedarf. Gleichzeitig gibt es Tage, an denen deutlich weniger Mitarbeiter benötigt werden.

Minijobs schaffen hier die notwendige Flexibilität. Ohne diese Möglichkeit müssten viele Betriebe entweder dauerhaft mehr Personal beschäftigen oder auf Service verzichten. Beides stellt insbesondere kleinere Restaurants, Cafés oder familiengeführte Hotels vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen.

Aus Sicht von Michael Weyrauch besteht die Gefahr, dass zahlreiche Betriebe ihre Öffnungszeiten einschränken oder einzelne Angebote vollständig einstellen müssten. Schon heute schließen gastronomische Betriebe regelmäßig an bestimmten Wochentagen, weil Personal fehlt. Eine weitere Einschränkung flexibler Beschäftigung könnte diese Entwicklung beschleunigen.

Ähnlich stellt sich die Situation im Einzelhandel dar. Kundenströme lassen sich nur bedingt planen. Saisonale Spitzen vor Weihnachten, Ostern oder während besonderer Verkaufsaktionen verlangen kurzfristig zusätzliche Mitarbeiter. Minijobs ermöglichen es vielen Unternehmen, genau diese Spitzen wirtschaftlich aufzufangen.

Fallen diese Möglichkeiten weg, werden sich viele Händler die zusätzliche Personalplanung schlicht nicht mehr leisten können. Die Folge wären längere Wartezeiten, geringerer Kundenservice und in manchen Fällen reduzierte Öffnungszeiten.

Auch das Handwerk ist von dieser Entwicklung betroffen. Viele kleinere Betriebe arbeiten projektbezogen. Auftragsspitzen wechseln sich mit ruhigeren Phasen ab. Flexible Beschäftigung hilft dabei, diese Unterschiede wirtschaftlich auszugleichen.

Wer davon ausgeht, sämtliche Minijobs könnten problemlos in reguläre Teilzeitstellen umgewandelt werden, unterschätzt nach Einschätzung von Michael Weyrauch die wirtschaftliche Realität vieler kleiner Unternehmen. Zusätzliche Sozialabgaben bedeuten höhere Personalkosten. Höhere Personalkosten müssen finanziert werden.

Viele Betriebe verfügen dafür jedoch kaum noch über Spielräume.

Gleichzeitig wird häufig übersehen, dass Minijobs keineswegs nur den Interessen der Unternehmen dienen. Auch viele Beschäftigte entscheiden sich bewusst für dieses Modell.

Studierende möchten neben ihrem Studium arbeiten, ohne umfangreiche Arbeitszeiten übernehmen zu müssen. Eltern benötigen flexible Beschäftigungsmöglichkeiten, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Rentner möchten ihre Erfahrung weiterhin einbringen und gleichzeitig ihre Rente ergänzen. Viele Arbeitnehmer nutzen Minijobs außerdem als Nebentätigkeit neben ihrer Hauptbeschäftigung.

Diese Menschen wünschen sich häufig keine klassische sozialversicherungspflichtige Teilzeitstelle. Sie wünschen sich Flexibilität.

Deshalb erscheint die Annahme problematisch, eine Abschaffung der Minijobs werde automatisch zu mehr regulärer Beschäftigung führen. Ebenso wahrscheinlich ist, dass ein Teil dieser Arbeitskräfte dem Arbeitsmarkt vollständig verloren geht.

Gerade vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels wäre dies eine Entwicklung, die viele Unternehmen zusätzlich belasten könnte.

Nach Einschätzung von Michael Weyrauch konzentriert sich die aktuelle Bundesregierung bei zahlreichen Reformvorhaben zu stark auf theoretische Modelle und zu wenig auf die praktische Unternehmensrealität.

Politische Entscheidungen entfalten ihre Wirkung nicht auf dem Papier, sondern in Betrieben, Werkstätten, Restaurants, Verkaufsflächen und Büros. Dort müssen Unternehmer jeden Monat ihre Mitarbeiter bezahlen, steigende Kosten auffangen und wirtschaftliche Verantwortung übernehmen.

Deshalb sollte jede Reform auch daran gemessen werden, ob sie in der Praxis funktioniert.

Eine nachhaltige Rentenreform ist zweifellos notwendig. Der demografische Wandel stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme muss langfristig gewährleistet werden.

Die entscheidende Frage lautet jedoch, ob dieses Ziel durch die Abschaffung eines Beschäftigungsmodells erreicht werden kann, das seit vielen Jahren Millionen Menschen eine flexible Teilnahme am Arbeitsmarkt ermöglicht.

Aus Sicht von Michael Weyrauch besteht die Gefahr, dass die politischen Erwartungen deutlich von den tatsächlichen Folgen abweichen. Steigende Personalkosten könnten dazu führen, dass Unternehmen weniger Einstellungen vornehmen, Arbeitszeiten reduzieren oder Investitionen verschieben.

Die Leidtragenden wären am Ende nicht nur Unternehmer, sondern auch Beschäftigte und Verbraucher.

Wer den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken möchte, sollte den Mittelstand nicht mit immer neuen Belastungen konfrontieren. Unternehmen benötigen Planungssicherheit, Vertrauen und Rahmenbedingungen, die wirtschaftliches Handeln ermöglichen, anstatt es zusätzlich zu erschweren.

Die Politik sollte deshalb den Dialog mit denjenigen suchen, die tagtäglich Verantwortung für Arbeitsplätze übernehmen. Unternehmer kennen die Realität ihrer Betriebe häufig besser als theoretische Modelle oder statistische Prognosen.

Die Diskussion über die Zukunft der Minijobs berührt weit mehr als eine arbeitsrechtliche Detailfrage. Sie steht stellvertretend für die grundsätzliche Ausrichtung der deutschen Wirtschaftspolitik. Es geht um die Frage, wie viel Vertrauen der Staat Unternehmern entgegenbringt und wie politische Entscheidungen künftig gestaltet werden sollen.

Aus Sicht von Michael Weyrauch entsteht zunehmend der Eindruck, dass neue gesetzliche Regelungen häufig zusätzliche Verpflichtungen schaffen, ohne bestehende Belastungen spürbar abzubauen. Viele Unternehmer erleben, dass Bürokratie, Dokumentationspflichten und steigende Abgaben kontinuierlich zunehmen. Gleichzeitig wächst die Erwartung, unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen Arbeitsplätze zu sichern, auszubilden und Investitionen vorzunehmen.

Dabei gerät häufig aus dem Blick, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen das Fundament der deutschen Wirtschaft bilden. Sie beschäftigen den Großteil der Arbeitnehmer, bilden Fachkräfte aus und tragen wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei. Jede politische Entscheidung, die ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit einschränkt, wirkt sich langfristig auf den gesamten Wirtschaftsstandort aus.

Die geplante Abschaffung des bisherigen Minijob-Modells sollte deshalb nicht ausschließlich unter dem Gesichtspunkt zusätzlicher Einnahmen für die Sozialversicherung betrachtet werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Folgen eine solche Entscheidung für Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerische Flexibilität hätte.

Nach Einschätzung von Michael Weyrauch besteht das Risiko, dass eine Reform ihre eigentlichen Ziele verfehlt. Wenn Betriebe aufgrund steigender Personalkosten weniger Mitarbeiter beschäftigen können oder flexible Einsatzmöglichkeiten wegfallen, entstehen neue Probleme, ohne bestehende vollständig zu lösen. Eine stärkere soziale Absicherung ist ein wichtiges Ziel. Sie darf jedoch nicht dazu führen, dass funktionierende Strukturen geschwächt werden, ohne praktikable Alternativen bereitzustellen.

Hinzu kommt, dass Minijobs für viele Menschen eine freiwillig gewählte Form der Beschäftigung darstellen. Sie ermöglichen Studierenden, Eltern, Rentnern oder Berufstätigen mit einer Hauptbeschäftigung eine flexible Erwerbstätigkeit, die sich an ihre jeweilige Lebenssituation anpasst. Eine gesetzliche Veränderung sollte diese unterschiedlichen Lebensrealitäten berücksichtigen, anstatt von einem einheitlichen Erwerbsmodell auszugehen.

Deutschland befindet sich wirtschaftlich in einer Phase, in der Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen stehen. Internationale Konkurrenz, hohe Energiepreise, Digitalisierung, demografischer Wandel und der Fachkräftemangel verlangen nach politischen Entscheidungen, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und nicht zusätzlich belasten.

Aus Sicht von Michael Weyrauch braucht Deutschland deshalb keine Politik, die funktionierende Beschäftigungsmodelle vorschnell infrage stellt. Erforderlich sind Reformen, die wirtschaftliche Vernunft, soziale Verantwortung und unternehmerische Praxis miteinander verbinden. Wer langfristig stabile Sozialversicherungssysteme schaffen möchte, sollte gleichzeitig dafür sorgen, dass Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich arbeiten und Arbeitsplätze erhalten können.

Ein klares Signal an die Bundesregierung lautet daher: Wirtschaftspolitik sollte sich stärker an den tatsächlichen Bedingungen orientieren, unter denen Unternehmen jeden Tag Verantwortung übernehmen. Reformen gewinnen dann an Akzeptanz, wenn sie gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelt werden und nicht an ihr vorbei. Unternehmer sind keine Gegner sozialer Sicherheit. Sie sind jedoch darauf angewiesen, dass politische Entscheidungen praktikabel bleiben und die Vielfalt des Arbeitsmarktes berücksichtigen.

Die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes entscheidet sich nicht allein durch neue Gesetze, sondern durch Rahmenbedingungen, die Innovation, Unternehmertum und Beschäftigung gleichermaßen fördern. Minijobs sind dabei für viele Betriebe kein Auslaufmodell, sondern ein Baustein, der Flexibilität ermöglicht und Beschäftigung sichert. Ob dieses Modell weiterentwickelt oder grundlegend verändert wird, sollte deshalb auf Grundlage wirtschaftlicher Realität und nicht ausschließlich politischer Zielsetzungen entschieden werden.

Über Michael Weyrauch

Michael Weyrauch ist Sales-Promoter, Content Creator, Verkaufstrainer, Buchautor und Keynote Speaker. Mit seiner Marke LoveSelling beschäftigt er sich mit modernen Vertriebsstrukturen, Kommunikationspsychologie und unternehmerischen Veränderungsprozessen. Als selbstständiger Unternehmer setzt er sich regelmäßig mit wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen auseinander und veröffentlicht Gastbeiträge zu Themen, die Unternehmen, Selbstständige und den Mittelstand betreffen.

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Firmenportrait: LoveSelling / Michael Weyrauch
LoveSelling ist eine unabhängige Weiterbildungs- und Beratungsmarke im Bereich Vertrieb, Kommunikation und Führung. Das Unternehmen arbeitet an der Schnittstelle von Verkaufsstrategie, Persönlichkeitsentwicklung und organisationaler Transformation. Schwerpunkt ist die Qualifizierung von Einzelpersonen, Vertriebsteams und Führungskräften in marktorientierten Kompetenzen.

Die Angebote richten sich an Unternehmen unterschiedlicher Branchen sowie an Selbstständige und unternehmerisch tätige Persönlichkeiten. Inhaltlich konzentriert sich LoveSelling auf moderne Vertriebsstrukturen, Gesprächsführung, Entscheidungspsychologie, Führungsarbeit und den praktischen Einsatz digitaler Technologien – einschließlich Anwendungen künstlicher Intelligenz im Verkaufs- und Kommunikationsprozess.

Methodisch kombiniert LoveSelling klassische Trainingsformate mit modularen Weiterbildungsprogrammen, Workshops, Seminaren und Coaching-Angeboten. Ziel ist die strukturierte Weiterentwicklung beruflicher Handlungskompetenz. Die Programme sind praxisorientiert angelegt und beziehen reale Vertriebssituationen, unternehmerische Entscheidungsprozesse und Teamdynamiken ein.

LoveSelling agiert als freies Unternehmen ohne institutionelle Trägerschaft. Kooperationen bestehen projektbezogen mit Organisationen, Veranstaltern und Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Ein Teil der Tätigkeit umfasst Vorträge, Masterclasses und Weiterbildungsformate für Fachpublikum sowie unternehmensinterne Trainings.

Person: Michael Weyrauch

Michael Weyrauch ist Verkaufstrainer, Buchautor und Keynote Speaker. Sein beruflicher Hintergrund liegt im Vertrieb und in der Arbeit mit verkaufsorientierten Organisationen. Über mehrere Jahre entwickelte er Trainings- und Coachingformate, die sich mit Kommunikationspsychologie, Verkaufsstruktur und unternehmerischer Haltung beschäftigen.

Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Vertriebsprozesse mit zwischenmenschlicher Kommunikation, Vertrauen und strategischer Klarheit verbunden werden können. Seine Trainingsansätze kombinieren Elemente aus Verkaufslehre, Psychologie und Führungstheorie. Neben Seminartätigkeit ist Weyrauch als Speaker auf Fachveranstaltungen aktiv und veröffentlicht Inhalte zu Vertriebs- und Führungsthemen.

Mit der Marke LoveSelling bündelt er seine Weiterbildungsaktivitäten in einem eigenständigen Konzept, das Vertrieb als langfristigen Beziehungsprozess versteht und in den Kontext organisationaler Entwicklung einordnet.

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Meister statt Master: Warum der Hörsaal nicht für jeden der beste Weg ist

Duale Ausbildung plus Aufstiegsfortbildung bietet attraktive Alternative zum Studium

BildJahrzehntelang galt die Devise: Wer Karriere machen will, braucht einen Hochschulabschluss. Doch die Zeiten ändern sich. Während die Akademikerarbeitslosigkeit steigt und viele Studierende ihre Hochschule ohne Abschluss verlassen, erlebt die duale Ausbildung in Kombination mit beruflicher Aufstiegsfortbildung eine Renaissance. Ein genauerer Blick auf beide Karrierewege zeigt: Der Weg nach oben führt nicht nur über den Hörsaal.

Der akademische Weg: Chancen und Herausforderungen

Ein Hochschulstudium bietet zweifellos attraktive Perspektiven. Der Zugang zu Führungspositionen, ein breites Wissensspektrum und die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Vertiefung sprechen für den universitären Bildungsweg. Akademiker profitieren traditionell von höheren Einstiegsgehältern und haben in vielen Branchen bessere Aufstiegschancen.

Doch die Kehrseite wird zunehmend sichtbar. Die akademische Ausbildung dauert lange – in dieser Zeit fehlt ein verlässliches Einkommen und viele Studierende häufen Schulden an. Hinzu kommt, dass die steigende Zahl an Hochschulabsolventen in manchen Bereichen zu einem Überangebot führt. Besonders Geistes- und Sozialwissenschaftler haben es schwer, nach dem Abschluss schnell einen adäquaten Job zu finden. Auch die Abbrecherquoten geben zu denken – viele junge Menschen investieren Jahre in ein Studium, das sie nie abschließen werden.

Ein weiteres Problem: Vielen Absolventen fehlt die praktische Berufserfahrung. Theoretisches Wissen allein reicht oft nicht aus, um im Arbeitsalltag direkt durchzustarten. Die ersten Berufsjahre werden dann zum Nachlernen genutzt – Zeit, die Kollegen mit Berufsausbildung längst produktiv nutzen.

Die Alternative: Ausbildung plus Aufstiegsfortbildung

Wer sich für eine duale Ausbildung entscheidet, startet früher ins Berufsleben. Bereits mit der Ausbildung fließt das eigene Gehalt, und die praktische Erfahrung beginnt vom ersten Tag an. Nach zwei bis drei Jahren hat man einen anerkannten Berufsabschluss in der Tasche – und damit den Grundstein für eine weitere Karriere gelegt.

Die berufliche Weiterbildung in Deutschland ist hochentwickelt und international anerkannt. Meister, Fachwirte, Techniker oder Betriebswirte – mit diesen sogenannten Aufstiegsfortbildungen eröffnen sich attraktive Perspektiven. Was viele nicht wissen: Diese Abschlüsse sind im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem Bachelor- oder sogar Masterabschluss gleichgestellt. Ein Fachwirt steht formal auf einer Stufe mit einem Bachelor, ein Betriebswirt auf Masterniveau.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Kürzere Ausbildungszeiten, unmittelbarer Praxisbezug, Verdienst statt Schulden und exzellente Jobaussichten. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels sind gut ausgebildete Meister und Fachwirte auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt. Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen und Dienstleister suchen händeringend nach qualifizierten Fachkräften, die nicht nur theoretisches Wissen mitbringen, sondern auch praktisch anpacken können.

Auch finanziell lohnt sich dieser Weg. Die Aufstiegsfortbildung wird staatlich gefördert, etwa durch das Aufstiegs-BAföG. Und wer Meister oder Fachwirt ist, verdient oft nicht weniger als mancher Akademiker – in einigen Branchen sogar deutlich mehr.

Wo liegen die Grenzen?

Natürlich hat auch der berufliche Bildungsweg seine Einschränkungen. Für bestimmte Berufe – Arzt, Anwalt, Architekt – bleibt das Studium unerlässlich. Auch Forschung und Wissenschaft bleiben Akademikern vorbehalten. Zudem wird der Weg in die Selbstständigkeit oder in Top-Führungspositionen großer Konzerne mit einem Hochschulabschluss oft leichter.

Die Aufstiegsfortbildung erfordert außerdem Disziplin und Durchhaltevermögen, besonders wenn sie berufsbegleitend absolviert wird. Nach einem anstrengenden Arbeitstag noch die Schulbank zu drücken, verlangt Motivation und Opferbereitschaft.

Keine Entweder-Oder-Entscheidung

Interessanterweise schließen sich beide Wege längst nicht mehr aus. Immer mehr Menschen kombinieren Ausbildung und Studium oder steigen nach einer Meisterprüfung noch ins Studium ein. Entscheidend ist: Menschen sollten sich nicht von veralteten Statusvorstellungen leiten lassen. Der gesellschaftliche Druck, unbedingt studieren zu müssen, führt viele in die falsche Richtung. Wer handwerklich begabt ist, gerne praktisch arbeitet und schnell eigenständig werden möchte, ist mit einer Ausbildung oft besser beraten.

Das IBB bietet maßgeschneiderte Aufstiegsfortbildungen

Das IBB Institut für Berufliche Bildung unterstützt Menschen auf ihrem beruflichen Weiterbildungsweg. Mit einem breiten Spektrum an Aufstiegsfortbildungen – von Fachwirt-Lehrgängen über Meisterkurse bis hin zu Betriebswirt-Qualifikationen – bietet das IBB praxisnahe Weiterbildung auf höchstem Niveau. Moderne Lernformate, erfahrene Dozenten aus der Praxis und staatlich anerkannte Abschlüsse bilden das Fundament. Wer seine Karriere voranbringen möchte, ohne den Weg über die Hochschule zu gehen, findet hier die passenden Qualifikationen: www.ibb.com.

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IBB Institut für Berufliche Bildung GmbH
Frau Isabel Zimmermann
Bebelstraße 40
21614 Buxtehude
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Das Institut für Berufliche Bildung, kurz IBB, wurde 1985 in Buxtehude gegründet und gehört heute zu den größten Bildungsanbietern in Deutschland. Zum Portfolio des IBB gehört eine große Auswahl an zertifizierten Umschulungen, Weiterbildungen und Coachings. Dank Viona, der Online-Akademie und dem nahezu größten Netzwerk an kooperierenden Bildungsunternehmen, bietet das IBB maßgeschneiderte Schulungslösungen aus unterschiedlichsten Themenbereichen an mehr als 1.000 Standorten in ganz Deutschland an.

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Wirtschaft

Warum Fairness zum Wettbewerbsfaktor wird: ESSENTIAE mit dem Siegel „Fairness First“ ausgezeichnet

Fairness ist ein Wettbewerbsfaktor: ESSENTIAE wurde im Juni als einziges Unternehmen mit dem Siegel „Fairness First“ ausgezeichnet. Warum Fairness Produktivität, Bindung und Gesundheit stärkt.

BildDIIND bestätigt Fairness als wirtschaftlich relevanten Erfolgsfaktor für Unternehmen

Frankfurt, Deutschland, Juni 2026 – Produktivität steigern, Fachkräfte binden, Krankenstände reduzieren und die Umsetzungsfähigkeit stärken: Für Geschäftsführungen zählen diese Themen zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Ein entscheidender Hebel wird dabei häufig unterschätzt – Fairness.

Fairness ist längst kein weicher Wert mehr. Studien zeigen, dass Mitarbeitende bei als unfair wahrgenommenen Unternehmen ein um 64 Prozent höheres Kündigungsrisiko und ein um 72 Prozent höheres Burnout-Risiko aufweisen. Fairness entwickelt sich damit zu einem messbaren Wettbewerbsfaktor für Produktivität, Mitarbeiterbindung und Unternehmenserfolg.

Vor diesem Hintergrund wurde ESSENTIAE Coaching & Consulting im Juni als einziges Unternehmen mit dem Siegel „Fairness First“ ausgezeichnet.

Vergeben wird die Auszeichnung vom [DIIND – Deutsches Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung](https://diind.de?utm_source=chatgpt.com). Grundlage ist ein mehrstufiges Prüf- und Juryverfahren, in dem Unternehmen hinsichtlich ihres digitalen Außenauftritts, ihrer Arbeitgeber- und Servicequalität sowie ihrer gelebten Unternehmenswerte bewertet werden.

Im Rahmen des Verfahrens überzeugte ESSENTIAE insbesondere durch die konsequente Kundenzentrierung, die vertrauensvolle und transparente Kommunikation sowie den klaren Fokus auf faire, respektvolle und inklusive Zusammenarbeit – intern wie extern. Darüber hinaus wurden die gelebte Haltung zu Fairness, partnerschaftlicher Zusammenarbeit und verantwortungsvoller Unternehmensführung besonders positiv hervorgehoben.

Fairness beeinflusst Produktivität unmittelbar

Produktivität entsteht nicht ausschließlich durch Prozesse, Digitalisierung oder Effizienzprogramme. Ebenso entscheidend ist die Frage, wie viel Energie innerhalb einer Organisation tatsächlich in Wertschöpfung fließt.

Wo Entscheidungen nachvollziehbar sind, Verantwortlichkeiten klar geregelt werden und Mitarbeitende faire Rahmenbedingungen erleben, steigt die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zur Zielerreichung beizutragen.

Fehlt dieses Vertrauen, entstehen Reibungsverluste: Entscheidungen werden hinterfragt, Abstimmungen verlängert und Ressourcen in Absicherung statt in Umsetzung investiert.

Fairness reduziert diese Verluste und erhöht die Geschwindigkeit, mit der Organisationen Entscheidungen treffen und wirksam umsetzen können.

Mitarbeiterbindung wird zur wirtschaftlichen Kennzahl

Der Fachkräftemangel erhöht die Kosten für Fluktuation und unbesetzte Schlüsselpositionen kontinuierlich. Gleichzeitig zeigt sich, dass Mitarbeitende Unternehmen häufig nicht wegen ihrer Aufgaben verlassen, sondern wegen als unfair empfundener Rahmenbedingungen.

Transparente Entscheidungen, nachvollziehbare Regeln und ein respektvoller Umgang stärken das Vertrauen in die Organisation. Dieses Vertrauen ist eine wesentliche Voraussetzung für langfristige Mitarbeiterbindung und eine stabile Leistungsfähigkeit.

Faire Organisationen reduzieren gesundheitliche Risiken

Psychische Belastungen entstehen häufig dort, wo Menschen Unsicherheit, mangelnde Transparenz oder Ungleichbehandlung erleben.

Faire Führungs- und Organisationsstrukturen schaffen Orientierung, Verlässlichkeit und psychologische Sicherheit. Dadurch wirken sie sich nicht nur positiv auf Motivation und Engagement aus, sondern können auch gesundheitliche Belastungen reduzieren und damit langfristig zur Senkung von Fehlzeiten beitragen.

Auszeichnung bestätigt einen zentralen Management-Grundsatz

Für ESSENTIAE ist Fairness kein isoliertes HR-Thema, sondern ein strategischer Faktor für die Leistungsfähigkeit von Organisationen.

„Wenn Unternehmen über Wachstum, Fachkräftemangel oder Produktivität sprechen, richten sie den Blick häufig auf Prozesse, Systeme und Kosten. Die eigentliche Frage lautet jedoch: Wie viel Vertrauen besteht innerhalb der Organisation? Fairness schafft Vertrauen. Und Vertrauen entscheidet darüber, wie schnell Menschen Verantwortung übernehmen, wie konsequent Entscheidungen umgesetzt werden und wie leistungsfähig Unternehmen langfristig bleiben. Fairness ist deshalb kein kulturelles Zusatzthema, sondern eine Managementaufgabe mit direkter wirtschaftlicher Wirkung“, sagt Franziska Gostner, Gründerin von ESSENTIAE Coaching & Consulting.

Die Auszeichnung mit dem Siegel „Fairness First“ durch das DIIND bestätigt diesen Ansatz und unterstreicht die wachsende Bedeutung fairer Unternehmensführung als Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor.

Über ESSENTIAE Coaching & Consulting

ESSENTIAE begleitet Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Leistungsfähigkeit durch klare Strukturen, wirksame Führung und belastbare Entscheidungsarchitekturen nachhaltig zu stärken. Ziel ist es, Reibungsverluste zu reduzieren, Verantwortlichkeiten zu schärfen und die organisationale Umsetzungsfähigkeit langfristig zu erhöhen.

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Pflegereform 2027: Wenn Eigenverantwortung zur Last wird – Wer zahlt den Preis?

Die Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Der Referentenentwurf sieht nun höhere Beiträge, strengere Pflegegrade und Leistungskürzungen vor. Betroffen wären Millionen Versicherte.

BildSeit wenigen Tagen ist er raus: der Referentenentwurf für die neue Pflegereform 2027. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat ihn vorgelegt und erntet damit harsche Kritik von vielen Seiten.

Was ist der Hintergrund für die neue Reform?

Ein Gutachten des IGES-Instituts im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes hat 2026 festgestellt, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen seit 2017 deutlich stärker gestiegen ist als erwartet.

Die Bundesregierung plant derzeit einen der massivsten Eingriffe in die Pflegeversicherung seit ihrer Einführung. Ein Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium sieht höhere Beiträge, strengere Regeln beim Zugang zu Pflegeleistungen und mehr private Vorsorge vor. Gleichzeitig werden bisherige Leistungen aus der Pflegeversicherung verschoben, miteinander verwoben oder fallen komplett weg. Ein Desaster für die Zukunft im Alter. Laut Aussagen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll so die angeschlagene Pflegeversicherung finanziell konsolidiert, Kosten eingespart und die Versorgung von Pflegebedürftigen und im Alter gesichert werden.

Der Handlungsdruck sei unausweichlich: Nach offiziellen Angaben des Ministeriums konnten die Leistungen der Pflegeversicherung zuletzt nur noch mit Bundesdarlehen gesichert werden. Für 2027 rechnet man bereits mit einem Defizit von 7,6 Milliarden Euro. Ab 2028 steigt der finanzielle Bedarf nach Angaben noch weiter an, auf rund 18,6 Milliarden Euro.

Die im Referentenentwurf vorgestellten Pläne des Bundesgesundheitsministeriums sorgen auf vielen Seiten für heftige Reaktionen. Der Gesetzentwurf sieht höhere Beiträge, strengere Regeln beim Zugang zu Pflegeleistungen und mehr private Vorsorge vor, um die finanziell angeschlagene Pflegeversicherung zu stabilisieren. Viele Menschen sehen sich dadurch als Arbeitnehmer, Rentner oder pflegende Angehörige noch weiter belastet. Auch Unternehmer sind betroffen, denn zusätzlich zu leistende Beiträge in die Pflegeversicherung bei Minijobs sorgen künftig für erhöhte Ausgaben. Eine Lösung für den sowieso schon vorhandenen Fachkräftemangel ist das nicht.

Was sind grundlegende Änderungen im Entwurf:

Kinderlose und Gutverdiener werden verstärkt zur Kasse gebeten. Um zusätzliche Einnahmen zu erzielen, plant die Bundesregierung mehrere Maßnahmen. So soll der Beitragssatz für Kinderlose Anfang 2027 von derzeit 4,2 auf 4,3 Prozent steigen. Außerdem soll die Beitragsbemessungsgrenze auf das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung angehoben werden. Neu ist zudem eine Beitragspflicht für Minijobs, die laut Entwurf aber nur von Unternehmern getragen werden muss.

Kostenlose Mitversicherung steht auf dem Prüfstand. Auch die bislang beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern soll eingeschränkt werden. Der Gesetzentwurf bezeichnet dies ausdrücklich als Finanzierungsmaßnahme.

Pflegeversicherung soll keine Vollabsicherung für das Alter mehr sein. Die Bundesregierung fordert im Entwurf ganz klar, dass Pflegebedürftige künftig stärker selbst vorsorgen müssen. Die Pflegeversicherung könne auch künftig nur einen kleinen Anteil an der Versorgung von Pflegebedürftigen und im Alter leisten. Deshalb setzt die Regierung verstärkt auf Eigenverantwortung und private Vorsorge. Geplant sind steuerliche Vorteile für private Pflegezusatzversicherungen sowie neue Möglichkeiten der betrieblichen Pflegevorsorge.

Pflegegrade könnten schwerer erreicht werden. Das Bundesgesundheitsministerium um Nina Warken plant Änderungen bei der Begutachtung zur Einstufung in einen Pflegegrad. Ziel sei eine „Verlangsamung des Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen“, heißt es im Entwurf. Kritiker dürften in den Änderungen durchaus berechtigt strengere Voraussetzungen für die Anerkennung von Pflegebedürftigkeit sehen.

Auch auf der Ausgabenseite will die Bundesregierung sparen. Besonders betroffen wären Menschen mit Pflegegrad 1. Demnach soll der bisherige Entlastungsbetrag entfallen. Stattdessen will die Bundesregierung einen Anspruch auf Pflegebegleitung einführen und Leistungen stärker auf Prävention und Selbstständigkeit ausrichten. In Frage zu stellen ist hierbei, dass die Einsparungen der Kosten durch den Wegfall bereits in 2027 erfolgen, die Bereitstellung der neuen Angebote aber erst in 2028 geplant sind. Pläne für die Umsetzung oder Richtlinien hierfür sind noch in weiter Ferne. Zudem soll das Entlastungsbudget bei Pflegegrad 2 und 3 in den ersten Monaten nach der Einstufung nur noch teilweise ausgezahlt werden.

Weitere Einsparungen sind bei Pflegeheimbewohnern geplant. Die Zuschläge zu den Eigenanteilen, die Kosten für Heimbewohner bislang etwas senkten, sollen künftig erst nach längerer Aufenthaltsdauer in einem Heim in progressiver Form erfolgen. Dadurch sollen die Ausgaben der Pflegeversicherung deutlich sinken. Inwieweit Pflegeheimbewohner im hohen Alter diese Zeiträume allerdings überhaupt erleben, ist auch hier in Frage zu stellen.

Wichtige Rentenbeiträge für pflegende Angehörige werden massiv gekürzt. Bis zu 30 % der bisher gezahlten Beiträge der Pflegeversicherung in die Rentenversicherung sollen ab 2027 wegfallen.

Pflegebegleitung wird zur neuen Pflicht. Eine der weitreichendsten Neuerungen des Gesetzentwurfs betrifft die sogenannte Pflegebegleitung. Künftig sollen Pflegebedürftige nach der erstmaligen Einstufung automatisch Besuch von speziell geschulten Pflegebegleitern erhalten. Für bestimmte Leistungsbezieher bleibt es nicht bei einem freiwilligen Angebot. Wer das sogenannte Entlastungsbudget – das vorherige Pflegegeld – nutzt, soll die Pflegebegleitung regelmäßig in Anspruch nehmen müssen. Wird ein Termin nicht wahrgenommen, kann die Pflegekasse das Budget zunächst kürzen und im Wiederholungsfall sogar vollständig entziehen. Wie die Umsetzung von Pflegebegleitung aussieht, ist noch unklar.

Budget für Pflege-Notfälle. „Scheinbar neu“ ist zudem ein Überbrückungsbudget für Notfälle. Es soll einspringen, wenn die Hauptpflegeperson plötzlich ausfällt – etwa wegen Krankheit oder eines Unfalls. Dann sollen kurzfristig Ersatzangebote organisiert und finanziert werden können. Dafür entfällt die bisher so wertvolle Verhinderungspflege. Bitter ist, dass diese bislang sogar über private Personen geleistet werden konnte. Nun dürfen nur noch professionelle Anbieter einspringen. Dass es auch hier Fachkräftemangel gibt und Mitarbeiter nur noch schwer zu finden sind, verschärft die Problematik und zeichnet ein weiteres Bild der Pflegekrise.

Dass gerade die häusliche Pflege so intensiv im Mittelpunkt steht, kommt nicht von ungefähr: Bereits heute werden mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Die Bundesregierung will diesen Weg stärken – auch weil die Versorgung im Heim deutlich teurer ist und zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Sozialsysteme auf einem anderen Wege belasten würden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reform ist die Digitalisierung. Geplant ist ein sogenanntes digitales „Pflege-Cockpit“. Darüber sollen Pflegebedürftige künftig Leistungen verwalten, Anträge stellen, Anbieter vergleichen und Informationen zur Pflege abrufen können. Dies wirft allerdings die berechtigte Frage auf, ob Pflegebedürftige den Umgang mit dieser Form der Digitalisierung überhaupt bewältigen können.

Pflegeberaterin und Rednerin Angelika Niedermaier warnt vor weiteren Belastungen von Pflegebedürftigen. Die Eigenanteile in Pflegeheimen sind heute schon extrem hoch. Daher werden mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt, mehr als die Hälfte sogar ohne professionelle Unterstützung durch ambulante Pflegedienste. Viele Angehörige sind dabei längst an ihren Belastungsgrenzen oder, so die Erfahrungen von Rednerin Angelika Niedermaier, bereits weit darüber. Hier den Rotstift in dieser Form anzusetzen, senkt die Belastungsgrenzen noch weiter. Was in den öffentlichen Debatten über die Reform übersehen wird, sind die Folgen für Unternehmen: Mitarbeiter zu finden, ist heute schon eine Mammutaufgabe, der Fachkräftemangel ist hoch. Werden die Unterstützungsleistungen von Seiten der Pflegeversicherung gekürzt, fallen höchstwahrscheinlich Mitarbeiter und damit weitere notwendige Fachkräfte weg, weil sie sich um die Pflege der Angehörigen kümmern müssen. Eine Verringerung der Pflegekrise ist somit nicht in Sicht.

In ihrem Vortrag zu den Themen zu den Themen Pflegekrise, Fachkräftemangel, Mitarbeiter finden, Alter und Innovationen „Strategien für die Pflege der Zukunft“, geht es nicht um einen erhobenen Zeigefinger, so Rednerin Angelika Niedermaier. Sie weiß, wovon sie spricht. Seit Jahrzehnten setzt sie sich als Pflegeberaterin für die Pflegebedürftigen und ihre Rechte ein, beschäftigt sich dauerhaft mit dem Thema Pflegekrise, Alter und Fachkräftemangel im Pflegebereich. Als ehemalige Einrichtungsleiterin in der Altenpflege weiß sie ganz genau, wie krass die Herausforderung ist, ausreichend Mitarbeiter zu finden – und dazu noch gut ausgebildete Fachkräfte. Vielmehr legt sie daher mit ihrem Vortrag die Finger in die Wunden der Politik, aber auch der Gesellschaft. Eine Reform der Pflegeversicherung ist durchaus berechtigt. Allerdings braucht es vor allem auch eine Personalpolitik mit Biss: Wir brauchen eine Offensive für Fachkräfte, die Fachkräfte auch tatsächlich anzieht, dauerhaft bindet und vor allem wertschätzt. Im aktuellen Referentenentwurf finden sich hier keine konkreten Ansätze, wie dies gewährleistet werden kann. Im Gegenteil: die Tarifbindung für die Löhne von Mitarbeitern im Pflegebereich soll aufgeweicht werden. Finanzierungsgerechtigkeit statt Haushaltsakrobatik: Pflege darf kein Spielball der Etatdebatte sein. Alles auf dem Tisch, solange die Lasten fair verteilt sind und keine verschlossenen Türen Schönrechnungen zulassen. Weiter im politischen Sinkflug zu bleiben bedeutet, Lebensqualität für Pflegebedürftige und Pflegekräfte wird weiter sinken. Der Fachkräftemangel verschärft sich, wenn Mitarbeiter keine Perspektive sehen.

Ist die Regierung bereit, das Ruder wirklich herumzureißen? Werden in den kommenden Monaten Mut und wirkliche Innovationen gezeigt, um die Pflege der Zukunft zu gestalten – oder bleiben es abgestandene Phrasen, während Mitarbeiter, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige weiter auf Verbesserungen warten? Die Vorschläge im Entwurf von Nina Warken sind wie ein Alarm: Jetzt zählen Taten statt Floskeln. Wer nicht liefert, riskiert, dass die Pflegekrise zum Grundproblem der gesamten Sozialordnung wird.

Fazit: Der Ruf nach Gerechtigkeit, Effizienz und Menschlichkeit in der Pflege war noch nie lauter. Wer nicht liefert, verliert nicht nur Vertrauen, sondern auch Zukunftsmöglichkeiten, notwendige Versorgungsstrukturen und nicht zuletzt auch kompetente wichtige Fachkräfte. Die Pflegekrise wird weiter verschärft. Es braucht sichtbare Ergebnisse, die man fühlen kann – sofort. Pflegekrise, Fachkräfte, Fachkräftemangel, Mitarbeiter, Alter, Innovationen – diese Begriffe müssen laut Rednerin Angelika Niedermaier in jeder Debatte über Pflegepolitik auftauchen und in konkrete, sofort umsetzbare Maßnahmen übersetzt werden.

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Pflegeberatung Regensburg – HilDa UG (hb)
Angelika Niedermaier
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Die vielen Biographien ihrer Klienten und Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Tätigkeit in der Pflegebranche haben nicht nur das eigene Leben von Angelika Niedermaier stark beeinflusst, sondern haben sie auch dazu inspiriert, mit ihrer Expertise und ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Als Rednerin will sie den Fokus noch mehr auf brisante Themen legen und sowohl Gesellschaft als auch Unternehmen aufrütteln, den Blick auf das Alter, das Älterwerden, auf die damit verbundenen gesellschaftlichen und persönlichen Lebensthemen zu verändern. Aus ihren Vorträgen nehmen die Zuhörer wertvolle Impulse mit, die inspirieren und nachdenklich stimmen. Seit 2016 ist Angelika Niedermaier zudem selbständig als zertifizierte Pflegeberaterin § 7a SGB XI. Jahrzehnte vorher war sie selbst pflegende Angehörige, Heimleiterin und vor ihrer Selbständigkeit Regionalleitung von zehn Pflegeheimen bayernweit.
Sie hat daher nicht nur eine hohe Expertise, wenn es um Alter und Pflege geht, sondern bringt auch noch eine hohe Kompetenz als Unternehmerin und Führungskraft mit. Mit Mut und Menschlichkeit zu führen, war stets ihre Haltung, von der nicht nur die Mitarbeiter sondern vor allem auch das Unternehmen sehr stark profitiert haben.
Weitere Informationen erhalten Sie auf ihren Homepages
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