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Wirtschaft

Darum werden viele Online-Händler ihren Versand ab 12. August auf Deutschland beschränken

Die EU-Verpackungsverordnung verlangt ab 12. August 2026 pro Zielland einen Bevollmächtigten – unabhängig von der Menge. Viele Händler ziehen sich deshalb aus dem EU-Ausland zurück.

Bild_EU-Verpackungsverordnung verlangt pro Zielland einen Bevollmächtigten – ohne Mindestmenge oder Ausnahmen. Für kleine und mittlere Händler lohnt sich der grenzüberschreitende Versand damit oft nicht mehr._

Was ist die EU-Verpackungsverordnung?

Seit Januar 2025 gilt in der Europäischen Union die neue Packaging and Packaging Waste Regulation, kurz PPWR. Sie regelt, wie Verpackungen gestaltet, gekennzeichnet und recycelt werden müssen – und wer dafür verantwortlich ist. Ab dem 12. August 2026 treten die ersten konkreten Pflichten für Unternehmen in Kraft. Ziel der Verordnung ist es, Verpackungsabfälle EU-weit zu reduzieren und den Binnenmarkt durch einheitliche Regeln zu stärken.

Genau an dieser Stelle entsteht jedoch das Problem: Statt Handel über Grenzen hinweg zu erleichtern, drohen die neuen Regeln ihn spürbar zu erschweren.

Was bedeutet das für den EU-weiten Versand?

Wer Waren in ein anderes EU-Land verschickt, musste die dort verwendeten Verpackungen schon bisher registrieren und lizenzieren. Neu ist: Ab dem 12. August 2026 gilt dafür EU-weit ein einheitliches Regelwerk – statt bisher 27 nationaler Alleingänge.

Der Haken steckt im Detail: Wer in ein anderes EU-Land versendet, braucht dort künftig einen Bevollmächtigten, der die Erfüllung der Verpackungspflichten übernimmt. Und zwar unabhängig davon, wie viel dorthin verschickt wird. Es gibt keine Mindestmenge und keine Ausnahme für kleine Betriebe. Die Pflicht gilt ab dem ersten Paket.

Für die meisten kleinen und mittelständischen Online-Händler ist Deutschland das Hauptabsatzland; der Versand ins EU-Ausland läuft eher nebenbei mit. Trotzdem kostet ein Bevollmächtigter pro Zielland mehrere hundert Euro im Jahr – unabhängig davon, ob er fünf oder fünfhundert Pakete registriert. Ein Händler, der in fünf EU-Länder verschickt, zahlt so schnell mehrere Tausend Euro im Jahr, oft für nur wenige Dutzend Pakete. Die Konsequenz: Viele Händler werden den grenzüberschreitenden Versand zum Stichtag schlicht einstellen und sich auf den deutschen Markt beschränken.

Tim Arlt, Händlerbund-CEO sagt dazu: „Was den Binnenmarkt stärken sollte, sorgt in der Praxis dafür, dass sich kleine Händler aus dem EU-Ausland zurückziehen. Am Ende profitieren davon vor allem die Großen, die sich Bevollmächtigte in mehreren Ländern leisten können.“

Weitere Bürokratie-Falle: das Versandlabel

Neben der Bevollmächtigten-Pflicht sorgt die PPWR noch an anderer Stelle für Verunsicherung. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) – die in Deutschland zuständige Behörde für die Umsetzung des Verpackungsrechts – hat im Austausch mit dem Händlerbund eine Auslegung deutlich gemacht, die aufhorchen lässt: Ein Händler wird demnach bereits dann zum „Erzeuger“ im Sinne der PPWR, wenn er ein Versandlabel auf den Karton klebt. Die Begründung: Das Versandetikett stelle eine wesentliche Veränderung der Verpackung dar.

In der Praxis würde das für erhebliche Probleme sorgen: Jeder Online-Händler müsste die verwendete Verpackung eigenständig kennzeichnen, registrieren und lizenzieren sowie eine Konformitätserklärung ausstellen – ein Aufwand, den viele kleine Unternehmen kaum stemmen können, zumal der Verpackungshersteller diese Schritte in vielen Fällen bereits erledigt hat.

Vor allem aber sorgt die Situation für erhebliche Verunsicherung bei den Unternehmen: Solange keine gerichtliche Klärung vorliegt, wissen Händler schlicht nicht, woran sie sind. Rechtssicherheit werden am Ende aber erst Gerichte schaffen können.

Beide Baustellen zeigen: Statt Bürokratie abzubauen, drohen an mehreren Stellen neue Pflichten, die vor allem kleine und mittlere Händler treffen. Der Händlerbund setzt sich daher für eine praxisorientierte Auslegung der Verordnung ein und arbeitet an konkreten Lösungen, um betroffene Unternehmen bestmöglich zu unterstützen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Händlerbund
Sandra May
Kohlgartenstraße 11-13
04315 Leipzig
Deutschland

fon ..: 01748417725
web ..: https://www.haendlerbund.de/de/
email : presse@haendlerbund.de

Über den Händlerbund
Recht im E-Commerce kann kompliziert sein – muss es aber nicht bleiben. Der Händlerbund macht Online-Shops rechtssicher: mit spezialisierter Rechtsberatung, aktuellen Rechtstexten und Unterstützung im Abmahnfall. Damit Händler sich auf ihr Geschäft konzentrieren können, während die rechtlichen Anforderungen verlässlich im Griff bleiben.

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Wirtschaft

Der blinde Fleck im Funnel: Warum Marketer wertvolles Kundeninteresse nach dem Kauf verschenken

Viele Marketingabteilungen investieren hohe Budgets in Branding vor dem Kauf, lassen danach aber wertvolles Potenzial für Upselling und Kundenbindung auf der Straße liegen. Ein (vermeidbarer) Fehler.

BildAnton Eder, Co-Founder und COO des Post-Purchase-Plattformanbieters parcelLab, erklärt, warum Post-Purchase als eigener Marketingkanal geführt werden sollte – mit klaren Kennzahlen, Zuständigkeiten und Daten.

München, 16. Juli 2026 – Der Sommer ist da, der Grill noch nicht. Er ist online bestellt und soll am Wochenende im Garten stehen. Bis zur Lieferung wandert der Blick regelmäßig in den Posteingang: Ist die Versandbestätigung da? Wo steckt das Paket? Kommt es rechtzeitig an?

Solche Situationen kennen fast alle Online-Kundinnen und -Kunden. Für Händler ist diese Phase ein Moment maximaler Aufmerksamkeit – im Marketing wird sie aber oft kaum genutzt. Stattdessen dominieren Branding-Kampagnen vor dem Kauf.

„Nicht der Banner bringt den Klick, sondern die Versandbenachrichtigung“, sagt Anton Eder. „In unseren Projekten sehen wir, dass Kundinnen und Kunden nach dem Kauf deutlich häufiger auf Versandmails reagieren als auf klassische Kampagnen. Trotzdem liegen Verantwortung und Budgets dafür oft bei Operations oder Customer Service und nicht im Marketing.“

Post-Purchase als Kanal: Zahlen statt Bauchgefühl

Post-Purchase – also die Phase von der Versandbestätigung bis zur möglichen Rücksendung – gilt in vielen Unternehmen vor allem als Abwicklungsthema. Aus Marketingsicht verbergen sich dahinter aber Touchpoints mit klar messbarer Performance.

Nach Angaben von parcelLab zeigen Auswertungen von Kundenprojekten unter anderem:

* Öffnungsraten von 60 bis 80 Prozent bei Post-Purchase-E-Mails, wie zum Beispiel bei PETER HAHN
* 79% Website-Returns über den Tracking-Link zeigt u.a. die Fallstudie mit Farfetch,
* einen ROI von 5 wie bei Conrad, die das parcelLab Retourenportal nutzen
* sowie bei HUGO BOSS einen messbaren Anteil von Wiederkäufen und Reduzierung der WISMO-Anfragen.

Der Trend ist ähnlich: Kundinnen und Kunden sind nach dem Kauf stark eingebunden, sie prüfen Statusmeldungen, verfolgen Pakete und informieren sich über Retouren. Aus Sicht von parcelLab sollte Post-Purchase deshalb wie ein eigener Marketingkanal mit klaren KPI geführt werden. Wichtige Kennzahlen sind etwa:

* Wiederkaufraten nach definierten Zeiträumen,
* Netto-Kundenbindung (Net Retention),
* Zufriedenheitsindikatoren wie NPS oder wiederkehrende Beschwerden,
* Performance einzelner Touchpoints, etwa Tracking-Seite und Versandmails.

„Wer nur zählt, wie viele ,Wo ist meine Bestellung?‘-Tickets wegfallen, greift zu kurz“, sagt Eder. „Entscheidend ist, ob Kundinnen und Kunden am Ende zufrieden sind und wiederkommen. Post-Purchase ist dafür ein eigener Kanal mit eigenen Zielen und eigenen Zahlen.“

Ownership und Daten: Wer verantwortet den blinden Fleck?

Ein Kernproblem sieht parcelLab in zersplitterten Zuständigkeiten und Datensilos. Versandbestätigungen, Tracking-Mails und Retourenstatus stammen oft aus unterschiedlichen Systemen und Bereichen. So entstehen Botschaften, die vor allem funktional sind, aber kaum auf Marken- und Marketingziele einzahlen.

„Viele Unternehmen sehen Post-Purchase noch im Ticketvermeidungs-Modus: weniger Anrufe, weniger E-Mails, weniger Aufwand im Service“, sagt Eder. „Für Kundinnen und Kunden zählt etwas anderes. Sie wollen wissen: Kommt meine Bestellung pünktlich an, was passiert bei Problemen, wie einfach kann ich retournieren? Wer diese Fragen gut beantwortet, schafft eine Basis für Loyalität.“

Damit dieser blinde Fleck im Funnel verschwindet, sollten Händler nach Einschätzung von parcelLab drei Punkte klären:

* Ownership: Wer verantwortet Inhalte, Ziele und Optimierung der Post-Purchase-Kommunikation: Marketing, Service, Logistik oder ein gemeinsames Team?
* KPI-Set: Welche Kennzahlen gelten für den Kanal neben Zustell- und Ticketzahlen – auch Wiederkauf, Zufriedenheit und Beschwerden?
* Datenzugang: Haben alle Beteiligten Zugriff auf dieselben Bestell-, Versand- und Retourendaten, um die Kundensicht abbilden zu können?

„Post-Purchase ist kein reines Abwicklungsthema“, fasst Eder zusammen. „Wer diesen Teil des Funnels strategisch denkt, verschenkt nicht länger wertvolles Kundeninteresse in einem Moment maximaler Aufmerksamkeit.“

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Saskia Müller & Kollegen
Frau Saskia Müller
Behringstr. 111A
80999 München
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Über parcelLab
parcelLab ist ein globaler Anbieter von Post-Purchase-Software. Die Plattform von parcelLab verwandelt Daten, die an unterschiedlichen Stellen im Versandprozess anfallen, automatisiert in personalisierte, gebrandete Nachrichten.

Mithilfe von parcelLab machen Brands den Paketversand zum echten Kundenerlebnis und steigern so ihren Umsatz.

Mehr als 1000 Marken, darunter IKEA, Chico’s, H&M und Yeti, vertrauen auf unsere Plattform. Wir gestalten aktiv das Post-Purchase-Erlebnis in 175 Ländern und verfolgen die Versanddaten von mehr als 500 Transportunternehmen weltweit.

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Wirtschaft

Gemeinsam stark: Händlerbund und BVOH stärken mit klarer Rollenverteilung die Stimme der KMU-Onlinehändler

Händlerbund und BVOH schärfen ihre Rollen: Gemeinsam setzen sie sich für weniger Bürokratie, faireren Wettbewerb und eine starke Zukunft kleiner und mittelständischer Onlinehändler ein.

BildLeipzig/Dresden, 08.07.2026 – Der Händlerbund und der Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH) schärfen ihre Rollenverteilung im Interesse kleiner und mittelständischer Onlinehändler.

Im Mittelpunkt steht das Ziel, den KMU-Onlinehandel zu stärken, bürokratische Detailregulierung abzubauen und fairere Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, damit kleine und mittelständische Händler gegenüber finanzstarken Marktteilnehmern nicht weiter ins Hintertreffen geraten.

Der deutsche Onlinehandel wird seit Jahren auf rechtliche Perfektion getrimmt: Jede falsche Formulierung, jeder fehlende Hinweis, jede ungenaue Produktinformation kann teure Abmahnungen und Gerichtsverfahren auslösen. Dieses System ist in Europa in dieser Form nahezu einmalig. Ohne spezialisierte Dienstleister, die rechtliche Änderungen aufbereiten und in die Praxis übersetzen, ist Onlinehandel in Deutschland für viele Unternehmen kaum noch beherrschbar.

Preisdruck und Aufwand steigen

Während sich deutsche Onlinehändler mit immer neuen Informationspflichten, komplexen Formulierungsanforderungen, Plattformvorgaben, Produktsicherheitsvorschriften und Abmahnrisiken auseinandersetzen müssen, gelangen Millionen von Waren und Paketen auf den europäischen Markt, bei denen die Einhaltung grundlegender Verbraucher-, Produkt- und Wettbewerbsregeln häufig zweifelhaft ist.

Die Folgen sind spürbar: Die Margen sinken seit Jahren, große Plattformen prägen den Preisdruck, während der Aufwand für Rechtssicherheit, Compliance und Dokumentation immer weiter steigt. Immer mehr KMU-Onlinehändler sehen sich gezwungen, Geschäftsbereiche aufzugeben oder den Handel ganz einzustellen.

„Der deutsche Mittelstand braucht endlich spürbare Entlastung und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, erklärt Tim Arlt vom Händlerbund. Heidi Kneller-Gronen vom BVOH ergänzt: „Nur so können kleine und mittelständische Onlinehändler dauerhaft fair und wirtschaftlich tragfähig arbeiten.“

Probleme aus der Händlerpraxis sichtbar machen

Beide Organisationen bleiben rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig. Die Rollen sind klar getrennt: Der Händlerbund bleibt Dienstleister für Onlinehändler. Er fokussiert sich noch stärker auf Rechtsberatung, rechtssichere Onlineauftritte, Compliance-Lösungen und praktische Unterstützung im digitalen Handel. Seine Stärke liegt in den unmittelbaren Einblicken in konkrete Umsetzungsprobleme der Händlerpraxis.

Der BVOH bleibt der unabhängige politische Interessenvertreter des KMU-Onlinehandels. Er greift Probleme aus der Händlerpraxis auf und bringt sie gegenüber Politik, Behörden und Plattformen zur Sprache, um die Händlerrechte zu stärken.

Die fachliche Abstimmung zwischen Händlerbund und BVOH soll dazu beitragen, Probleme aus der täglichen Händlerpraxis früher zu erkennen, strukturiert aufzubereiten und politisch sichtbar zu machen, um so dem KMU-Handel eine starke Stimme zu geben.

Über den Händlerbund

Der Händlerbund macht Online-Shops rechtssicher: mit spezialisierter Rechtsberatung, aktuellen Rechtstexten und Unterstützung im Abmahnfall. Damit Händler sich auf ihr Geschäft konzentrieren können, während die rechtlichen Anforderungen verlässlich im Griff bleiben.

Über den BVOH

Der Bundesverband Onlinehandel e.V. vertritt seit 20 Jahren die Interessen von Onlinehändlern gegenüber Politik, Behörden, Plattformen und Öffentlichkeit. Der Verband setzt sich insbesondere für faire Wettbewerbsbedingungen, praxistaugliche Regulierung und eine starke Stimme kleiner und mittelständischer Onlinehändler gegenüber den Plattformen ein. Er hat als einzige Organisation in Deutschland die Klagebefugnis gem. § 14 P2B-Verordnung.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Händlerbund
Ariane Nölte
Artrium/Kohlgartenstraße 11-13
04315 Leipzig
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Wirtschaft

Händlerbund veröffentlicht Shopify-Guide: Starthilfe für Online-Händler

Der Händlerbund unterstützt Online-Händler bei der Planung, Einrichtung und Optimierung eines Shopify-Shops – von der Produktpräsentation bis zur rechtssicheren Konfiguration.

BildLeipzig, 11.06.2026 – Der Händlerbund stellt ab sofort einen umfassenden Praxis-Guide für den Einstieg in Shopify bereit. Der kostenlose Leitfaden führt Schritt für Schritt durch Planung, Einrichtung und Optimierung eines Shopify-Shops – von der Produktpräsentation bis zur rechtssicheren Konfiguration.

Klarer Fahrplan statt teurer Umwege

Der Guide richtet sich an Gründer, D2C-Brands und Marktplatz-Seller, die einen eigenen Shop aufbauen oder migrieren möchten. Er deckt alle zentralen Bereiche ab: Theme-Auswahl und Conversion-Optimierung, Produktseiten und Varianten, Zahlungsarten, Versand und Steuern sowie SEO-Grundlagen und App-Strategie. Checklisten begleiten jeden Schritt und sollen häufige Fehler bei Produktdaten, Preisangaben und im Checkout vermeiden.

Auf 96 Seiten erhalten angehende Shopify-Händler damit alle wichtigen Informationen, die sie benötigen, um ihren Shop erfolgreich und rechtssicher einzurichten. Dabei werden die wichtigen Schritte anschaulich mit konkreten Screenshots erklärt.

Rechtssicherheit als fester Bestandteil

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den rechtlichen Pflichtangaben, die Shopify-Shops erfüllen müssen: Impressum, AGB, Widerrufserklärung und Datenschutzerklärung. Der Guide erläutert, worauf es bei der Einbindung ankommt und wie Händler Abmahnrisiken gezielt senken. Der Händlerbund hat das Shopsystem vorzertifiziert und bringt hier als langjähriger Partner seine eigene juristische Expertise ein.

„Shopify bietet einen schnellen Einstieg, ist aber kein Selbstläufer“, sagt Tim Arlt, CEO des Händlerbundes. „Wer von Anfang an strukturiert vorgeht und rechtliche Stolperfallen kennt, spart sich später teure Korrekturen. Genau dabei hilft dieser Guide.“

Der Shopify-Guide ist ab sofort kostenfrei im Händlerbund Marketplace erhältlich.

Noch Fragen zu Shopify?

Im Händlerbund Forum können alle Shopify-Nutzer und Interessierte gemeiunsam mit unseren Händlerbund Experten fachsimpeln. Hierzu veranstalten wir am 16.06.2026 um 13:00 Uhr ein großes Shopify Q&A. Dabei erhalten Online-Händler Unterstützung bei der technischen sowie rechtlichen Einrichtung und Optimierung ihrer Shops.

>>> Zum Händlerbund Forum

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Frau Ricarda Eichler
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Behavioral Returns: Warum die Branche das Retourenproblem am falschen Ende löst

Retouren sind das Ergebnis psychologischer Muster, die lange vor der Rücksendung entstehen. parcelLab zeigt, warum operative Maßnahmen allein nicht ausreichen und was Händler stattdessen tun müssen.

BildMünchen, 11.06. 2026 – Fast 850 Milliarden US-Dollar: Auf dieses Volumen summieren sich Retouren im globalen E-Commerce im Jahr 2025 – Tendenz steigend, so der National Retail Federation (NRF). Die Reaktion der Branche ist bekannt: strengere Rückgabebedingungen, Rücksendegebühren, Prozessoptimierung im Lager. Doch diese Maßnahmen bekämpfen Symptome. Die eigentliche Ursache liegt woanders und früher. Sie entsteht im Kopf der Verbraucherinnen und Verbraucher, lange bevor das Paket überhaupt die Haustür erreicht.

Der Post-Purchase-Experience-Spezialist parcelLab macht auf einen blinden Fleck aufmerksam, der die gesamte Branche betrifft: Retouren sind keine isolierten Spontanentscheidungen, sondern das Ergebnis langfristig geprägter psychologischer und emotionaler Muster und sie lassen sich dort beeinflussen, wo sie entstehen.

Das Verhalten kommt vor der Entscheidung

Konsumpsychologische Studien zum Rücksendeverhalten belegen: Kundinnen und Kunden entwickeln im Laufe der Zeit spezifische Routinen, die maßgeblich durch frühere Kauferlebnisse geprägt werden. Studien belegen, dass der Zeitpunkt von Rabatten, die Qualität von Lieferinformationen, vergangene Erfahrungen mit Rückgaben, der wahrgenommene Aufwand einer Retoure – all diese Faktoren beeinflussen unmittelbar, ob ein Produkt behalten wird oder nicht.

Besonders aufschlussreich: Konsumentinnen geben häufig an, Produkte zurückgesendet zu haben, weil Informationen während des Bestell- oder Lieferprozesses ungenau, irreführend oder unvollständig waren. Eine einzige schlechte Erfahrung hinterlässt damit nicht nur einen unzufriedenen Kunden, sondern ein Verhaltensmuster.

Die unterschätzte Phase: Post-Purchase

Kaum ein Moment der Customer Journey ist emotional so aufgeladen – und gleichzeitig so vernachlässigt – wie die Phase nach dem Kauf. Sobald ein Produkt unterwegs ist, steigt die Erwartungshaltung der Kundschaft deutlich. Unpräzise Tracking-Informationen, unplausible Statusmeldungen oder ausbleibende Updates erzeugen in dieser Phase Unsicherheit. Wiederholt sich dieses Erleben, verfestigt sich ein Eindruck: Diese Marke ist unzuverlässig.

Aus dieser emotionalen Distanz entsteht ein Verhaltensmuster, das Rücksendungen systematisch wahrscheinlicher macht. Die Zahlen belegen die Tragweite: Eine gemeinsame Studie von UPS und der NRF zeigt, dass 90 Prozent der Kundinnen und Kunden nach einer positiven Liefer- oder Rückgabeerfahrung erneut bei derselben Marke kaufen würden. Kein anderer Touchpoint bietet eine vergleichbar direkte Wirkung auf wirtschaftliche Ergebnisse – und auf zukünftiges Verhalten.

Ein Paradigmenwechsel ist überfällig

Trotz dieser Erkenntnisse konzentrieren sich Unternehmen weiterhin fast ausschließlich auf operative Effizienz. parcelLab plädiert für einen grundlegenden Perspektivwechsel: weg von rückwärtsgewandten Prozesskorrekturen, hin zu einem verhaltensbasierten Verständnis von Retouren.

Konkret bedeutet das:

* Unsicherheit während des Bestell- und Lieferprozesses führt zu impulsiven Kaufentscheidungen, die später bereut werden.
* Mangelnde Transparenz erzeugt Misstrauen: ein zentraler psychologischer Auslöser für Rücksendungen.
* Klare, verlässliche und kontextbezogene Kommunikation stärkt das Sicherheitsempfinden und reduziert die Rücksendeneigung nachweislich.
* Je konsistenter Erwartungen gesetzt und eingehalten werden, desto geringer fällt die Retourenquote aus.

Großangelegte Analysen bestätigen zudem: Die emotionale Bindung zur Marke wirkt als zentraler Schutzfaktor gegen Retouren. Je mehr positive Erfahrungen Kundinnen und Kunden zuvor gesammelt haben, desto niedriger ihre Rücksendequote.

Proaktiv statt reaktiv: Die Post-Purchase-Phase neu denken

parcelLab empfiehlt Händlern, die Phase nach dem Kauf nicht länger als logistisches Anhängsel zu behandeln, sondern als kritischen Moment der Verhaltensbildung. Besonders wirksam sind Maßnahmen, die nicht reaktiv greifen, sondern präventiv ansetzen:

* Präzise Lieferzusagen, die realistisch und verlässlich sind
* Situationsbasierte Kommunikation, die Kundinnen und Kunden genau dann informiert, wenn sie es brauchen
* Eine verständliche, reibungslose Rückgabeabwicklung, die Vertrauen aufbaut statt abbaut
* Frühzeitiges Erkennen kritischer Momente in der Journey, bevor Unsicherheit entsteht

Anton Eder, COO und Co-Founder, parcelLab, fasst zusammen:
_“Retouren werden nicht im Lager ausgelöst. Sie entstehen bereits beim Kauf im Kopf der Kundinnen und Kunden. Wer Verhalten versteht, reduziert nicht nur Kosten, sondern baut nachhaltiges Vertrauen auf.“_

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Saskia Müller & Kollegen
Saskia Müller
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parcelLab ist ein globaler Anbieter von Post-Purchase-Software. Die Plattform von parcelLab verwandelt Daten, die an unterschiedlichen Stellen im Versandprozess anfallen, automatisiert in personalisierte, gebrandete Nachrichten.

Mithilfe von parcelLab machen Brands den Paketversand zum echten Kundenerlebnis und steigern so ihren Umsatz.

Mehr als 1000 Marken, darunter IKEA, Chico’s, H&M und Yeti, vertrauen auf unsere Plattform. Wir gestalten aktiv das Post-Purchase-Erlebnis in 175 Ländern und verfolgen die Versanddaten von mehr als 500 Transportunternehmen weltweit.

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