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Stressfaktor CMD – warum wir psychischen Druck nachts unbewusst „durchkauen“

Volle Terminkalender und Alltagsstress: Psychischer Druck sucht sich oft den Kiefer als Ventil. Wie nachts unbewusst Stress verarbeitet wird, erklärt CMD-Expertin Dr. Wymar aus Köln.

Bild_Frau Dr. Wymar über das Phänomen des nächtlichen Zähneknirschens oder Pressens und wie digitale Reizüberflutung das Kausystem unter Dauerstrom setzt._

Volle Terminkalender, ständige Erreichbarkeit und der ganz normale Alltagsstress: Psychischer Druck sucht sich im menschlichen Körper immer ein Ventil. Ein besonders sensibles, aber oft unterschätztes Katalysator-Organ dafür ist unser Kiefer. Unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) fassen Mediziner Fehlregulationen des Kausystems zusammen, die immer häufiger durch seelische Belastungen getriggert werden. Frau Dr. Wymar, Kieferorthopädin und Expertin für CMD Behandlung in Köln, beleuchtet diesen Zusammenhang und erklärt, warum Stressbewältigung heute zunehmend auch im Mund stattfindet.

Das Gehirn lagert Stress in den Kiefer aus

Das Phänomen ist vielen Betroffenen gar nicht bewusst. Während wir schlafen, verarbeitet das Gehirn die Erlebnisse und Emotionen des Tages. Wer unter Dauerstrom steht, neigt dazu, diesen Druck nachts wortwörtlich „durchzukauen“. Die Kaumuskeln gehören zu den stärksten Muskeln des menschlichen Körpers und können beim nächtlichen Zähneknirschen (Bruxismus) oder Aufeinanderpressen einen immensen Druck erzeugen, der das Vielfache des normalen Kaudrucks beträgt.

_“Der Kiefer ist der Spiegel der Seele“_, erklärt Frau Dr. Wymar von Zahnfreude Köln. _“In Phasen hoher mentaler Belastung beobachten wir in der Praxis einen drastischen Anstieg von CMD-Symptomen. Nachts entlädt das Kausystem die Überlastung des Nervensystems – unkontrolliert und auf Kosten der Zähne. Die Folge sind übermüdete Muskeln, überlastete Kiefergelenke und massiver Abrieb gesunder Zahnsubstanz.“_

Moderne CMD-Therapie entlastet das Nervensystem

Weil CMD-Symptome oft schleichend beginnen, etwa durch ein leichtes Knacken im Kiefergelenk, Verspannungen am Morgen oder empfindliche Zahnhälse, wird der Zusammenhang zum Stress im Job oder Alltag häufig erst spät erkannt. Eine moderne CMD Behandlung setzt daher auf eine präzise Funktionsanalyse, um die individuellen Bewegungsmuster und Fehlbelastungen des Kiefers exakt zu vermessen.

Mit maßgefertigten, computergestützten Aufbissschienen wird das Kiefergelenk in eine physiologisch entspannte Position geführt. _“Die Schiene schützt nicht nur die Zähne vor Substanzverlust“_, so Dr. Wymar weiter._ „Sie unterbricht den neurologischen Reflex des permanenten Pressens. Indem wir dem Kiefer seine natürliche Entlastung zurückgeben, senden wir dem gesamten Nervensystem quasi ein Signal: Du kannst loslassen.“_

Für moderne Kieferorthopäden und Zahnarztpraxen gehört die CMD-Aufklärung daher fest zur ganzheitlichen Vorsorge in einer leistungsorientierten Gesellschaft. Wer morgens wie gerädert aufwacht, sollte neben dem Schlafplatz auch den eigenen Biss kontrollieren lassen.

Über Zahnfreude Köln

Zahnfreude Köln ist der Kieferorthopäde in Köln für ganzheitliche Kieferorthopädie. Frau Dr. Wymar und Team begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit modernster digitaler Technik durch individuelle Behandlungsprozesse, die von der festen Zahnspange bis zur Schnarchschiene, Knirschschiene und CMD-Behandlung reichen. Dabei legen sie Wert auf persönliche Beratung und einen Service, der auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt ist, inklusive einfacher Online-Terminvereinbarung.

Alle Infos zu Zahnfreude Kieferorthopädie in Köln: https://zahnfreude-koeln.de/

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Kiefer als Schmerzzentrum: Wenn CMD chronische Beschwerden im Körper auslöst

Chronische Schmerzen haben ihre Ursache oft im Kiefer. Eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beeinflusst den gesamten Stützapparat und erfordert eine präzise Funktionsanalyse zur Behandlung.

BildDie Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) gilt als Chämäleon der Medizin – sie versteckt sich hinter chronischen Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder unerklärlichem Tinnitus. Betroffene suchen den Schmerz dort, wo er auftritt. Die Ursache liegt oft woanders: im Kiefer. Dr. Wymar, Kieferorthopädin in Köln, hat sich auf genau diese Fälle spezialisiert und zeigt, warum präzise Diagnostik hier den Unterschied macht.

Mediziner beobachten eine deutliche Zunahme von CMD-Beschwerden. Das nächtliche Zähnepressen oder Knirschen ist ist in vielen Fällen nur das Symptom einer tieferliegenden Fehlregulation zwischen Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula). „CMD Kiefer ist kein isoliertes Zahnproblem, sondern eine Belastung für den gesamten Stütz- und Bewegungsapparat“, so Dr. Wymar.

Präzise Diagnostik statt bloßer Symptombekämpfung

Wer unter CMD leidet, hat oft bereits eine lange Suche hinter sich, von Hausarzt zu Neurologe, von Orthopäde zu HNO-Arzt. Dr. Wymar setzt auf eine umfassende Funktionsanalyse: „_Wir untersuchen das Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenken und Muskulatur. Nur wenn wir die Fehlstellung präzise lokalisieren, können wir eine effektive CMD Behandlung einleiten.“_ Ziel ist es, die neuromuskuläre Balance dauerhaft wiederherzustellen.

Interdisziplinäre Therapie: Der ganzheitliche Weg

Die CMD Behandlung folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Neben individuell gefertigten Aufbissschienen, die den Druck vom Gelenk nehmen, arbeitet Dr. Wymar eng mit spezialisierten Physiotherapeuten und Osteopathen zusammen. _“Eine Schiene korrigiert die Kieferposition aber die über Jahre antrainierten Fehlspannungen in der Muskulatur müssen parallel behandelt werden.“_ Nur so lassen sich CMD-Symptome nachhaltig lindern, nicht nur überdecken.

CMD bei Erwachsenen: Nie zu spät für eine Korrektur

Kieferorthopädie assoziieren die meisten mit der Behandlung von Kindern, doch gerade für Erwachsene mit CMD ist die Korrektur von Fehlstellungen entscheidend. Moderne, nahezu unsichtbare Aligner-Systeme oder grazile Apparaturen ermöglichen es heute, die Kieferposition sanft zu verändern und so die Ursache jahrelanger Schmerzzustände dauerhaft zu beseitigen. Eine CMD Behandlung ist in jedem Alter möglich und sinnvoll.

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Medien

IEO und Laife Reply treiben die Digitalisierung der Biobank mit Künstlicher Intelligenz voran

KI in der klinischen Diagnostik

BildDie beiden Partner starten mit „Bianca“ die erste groß angelegte Digitalisierungsinitiative Italiens, die sich auf histopathologische Proben fokussiert. Das Ziel besteht darin, KI-Algorithmen zu trainieren, die Pathologen unmittelbar bei ihrer diagnostischen Arbeit unterstützen.

Die Abteilung für Pathologie des Europäischen Instituts für Onkologie (IEO) und Laife Reply, das auf Künstliche Intelligenz (KI) und Big-Data-Lösungen für das Gesundheitswesen spezialisierte Unternehmen der Reply Gruppe, starten gemeinsam „Bianca“: das erste Projekt in Italien, das eine KI-basierte digitale Biobank als festen Bestandteil der klinischen Diagnostik etabliert.

Die Initiative ist Teil eines umfassenden technologischen Innovationsprozesses, der Forschung und Entwicklung in die routinemäßigen diagnostischen Abläufe der Pathologie integriert. Bisher überwiegend analoge Gewebeproben werden schrittweise in ein durchgängiges digitales Ökosystem überführt. Die vollständige Digitalisierung der histopathologischen und molekularen Diagnostik soll Analysen effizienter, skalierbarer sowie reproduzierbarer machen und die Grundlage für die Weiterentwicklung KI-gestützter Verfahren in der onkologischen Diagnostik schaffen.

Das Projekt „Bianca“ wurde im Rahmen des Förderprogramms „Innovation Agreements“ des italienischen Ministeriums für Wirtschaft und Made in Italy (MIMIT) ausgewählt und baut auf der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem IEO und Reply auf. In einem ersten Schritt digitalisieren die Partner histopathologische Objektträger mit Scannern der neuesten Generation, die digitale Gewebebilder in höchster Auflösung erzeugen. Auf dieser Plattform entwickeln und trainieren sie KI-Algorithmen, die Bilddaten analysieren und Pathologen bei histologischen und molekularen Auswertungen sowie bei der Ableitung klinisch-diagnostischer Hypothesen unterstützen.

Das Projekt startete Ende 2024 und hat eine Gesamtlaufzeit von 30 Monaten. Inzwischen ist die Halbzeit erreicht. Das umfangreiche Archiv histopathologischer Proben der IEO-Biobank, das über viele Jahre hinweg aufgebaut wurde, befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Digitalisierung. Parallel dazu arbeitet Laife Reply eng mit dem Team aus Pathologie und Informationssystemen des IEO zusammen, um KI-Algorithmen für verschiedene Krankheitsbilder zu trainieren. Dabei kommen fortschrittliche algorithmische Verfahren zum Einsatz, die pathologische Befunde auf den Bildern eigenständig kennzeichnen. So lässt sich der manuelle Aufwand für das Klinikpersonal reduzieren, das Training der Modelle beschleunigen, die Präzision erhöhen und eine Anwendung im großen Maßstab ermöglichen.

Das Projekt untersucht darüber hinaus den Einsatz multimodaler Algorithmen, die histopathologische Bilddaten mit strukturierten klinischen Informationen kombinieren, um neue Biomarker zu identifizieren und zu analysieren. Bereits jetzt werden Forschungsarbeiten zu ausgewählten Krankheitsbildern durchgeführt, um Informationen vorherzusagen, die bislang nur durch aufwendige Tests zugänglich sind. Dadurch können diagnostische Prozesse beschleunigt sowie Kosten und Belastungen für Patienten reduziert werden.

„‚Bianca‘ markiert einen Wendepunkt für die onkologische Pathologie“, sagt Professor Nicola Fusco, Direktor der Abteilung für Pathologie am IEO. „Die Kombination aus Digitalisierung und KI verbessert die Qualität, Standardisierung und Reproduzierbarkeit der Diagnostik erheblich: sowohl histopathologisch als auch molekular. Sie optimiert den gesamten Arbeitsablauf, verkürzt die Befundzeiten, rationalisiert Kosten und steigert die Effizienz der diagnostischen Leistungen für unsere Patienten. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, eine neue Generation von Pathologen auszubilden, die hochspezialisierte Kompetenzen mitbringen und morphologische sowie molekulare Expertise mit fortschrittlichen digitalen Werkzeugen und KI-Algorithmen verbinden. Damit ebnen wir den Weg für eine nachhaltige Weiterentwicklung der onkologischen Diagnostik.“

„Gemeinsam mit dem IEO arbeiten wir daran, die Pathologie im onkologischen Umfeld mit ,Bianca‘ gezielt weiterzuentwickeln“, ergänzt Carlo Malgieri, Partner bei Laife Reply. „Es geht nicht nur darum, KI punktuell einzusetzen, sondern ein skalierbares technisches Rahmenkonzept aufzubauen, das auch Krankenhäusern und kleineren Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung steht. Dieses Rahmenkonzept verbindet die Digitalisierung von Proben mit fortschrittlichen Algorithmen und leistungsfähigen Analyseinfrastrukturen. So begleiten wir das Klinikpersonal im Alltag, erschließen neue Services für das Gesundheitssystem und die onkologische Forschung und sichern Transparenz sowie Nachvollziehbarkeit. Das sind zentrale Voraussetzungen für vertrauenswürdige algorithmusgestützte Entscheidungen.“

Laife Reply
Laife Reply, ein Unternehmen der Reply Gruppe, ist in den Bereichen Gesundheit, Wohlfahrt und Pharmazie tätig und entwickelt KI-Lösungen, die von medizinischer Bildgebung, Arzneimittelentdeckung und digitalen Therapeutika bis hin zur Verarbeitung natürlicher Sprache für die Analyse unstrukturierter Daten reichen. www.reply.com/laife-reply

IEO – Europäisches Institut für Onkologie
Das Europäische Institut für Onkologie IEO ist ein wissenschaftliches Institut für Krankenhausbehandlung und -pflege (IRCCS), das auf Onkologie spezialisiert ist. Es hat ein innovatives Behandlungsmodell entwickelt, das auf den folgenden Grundprinzipien basiert: die zentrale Rolle der Patienten, die Integration von Forschung und Klinik, diagnostische Antizipation und Prävention. Ergänzt wird dieses Modell durch eine „Data-Driven“-Strategie, die eine schnelle Entwicklung von KI-Algorithmen ermöglicht und somit zu kürzeren Diagnosezeiten und einer höheren Wirksamkeit der Behandlungen führt. www.ieo.it/en

Reply
Reply [EXM, STAR: REY, ISIN: IT0005282865] ist spezialisiert auf die Entwicklung und Implementierung von Lösungen basierend auf neuen Kommunikationskanälen und digitalen Medien. Als Netzwerk hochspezialisierter Unternehmen definiert und entwickelt Reply Geschäftsmodelle, die durch die neuen Modelle von KI, Big Data, Cloud Computing, digitalen Medien und dem Internet der Dinge ermöglicht werden. Reply bietet Beratungs-, Systemintegrations- und digitale Dienstleistungen für Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation und Medien, Industrie und Dienstleistungen, Banken und Versicherungen sowie dem öffentlichen Sektor. www.reply.com

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Kopfschmerzen, die das Leben lahmlegen: Kann eine Kieferfehlstellung in die Isolation führen?

Unerklärliche Kopfschmerzen? Hinter den Qualen steckt nicht selten das Kiefergelenk. Expertin zeigt neue Wege zur Linderung.

BildJa, sie kann. Kopfschmerzen sind mehr als nur ein Schmerz. Sie sind ein unsichtbarer Begleiter, der das Leben in all seinen Facetten beeinträchtigt. Betroffene sagen Verabredungen ab, vernachlässigen Hobbys oder ziehen sich aus sozialen Kontakten zurück. Für viele ist dies eine stille Isolation, die kaum jemand versteht. Doch woher kommen die wiederkehrenden Schmerzen? Kieferorthopädin Dr. Wymar und ihr Team bei Zahnfreude in Köln rücken eine oft übersehene Ursache in den Fokus: eine Fehlfunktion des Kiefergelenks (CMD). In vielen Fällen kann eine professionelle CMD-Behandlung die Lebensqualität wieder spürbar steigern.

_“Viele unserer Patienten sind frustriert und müde. Sie haben einen langen Leidensweg hinter sich, Schmerzmittel sind ihre ständigen Begleiter“,_ berichtet Dr. Wymar. _“Sie waren bereits bei unzähligen Ärzten, doch eine nachhaltige Lösung fanden sie nicht. Wir zeigen ihnen eine überraschende Möglichkeit auf: Ihre chronischen Kopfschmerzen könnten im Kiefer ihren Ursprung haben.“_

Das Kiefergelenk: Der übersehene Schmerzgenerator

Das Kiefergelenk ist eines der komplexesten Gelenke des menschlichen Körpers und gleichzeitig eines der am häufigsten benutzten. Täglich öffnet und schließt es sich durchschnittlich 2.000-mal beim Sprechen, Kauen und Schlucken. Diese intensive Belastung macht es besonders anfällig für Störungen.

Die Verbindung zwischen Kiefer und Kopfschmerzen erklärt sich durch die anatomische Vernetzung: Der Trigeminus-Nerv, der größte Hirnnerv, versorgt sowohl die Kaumuskulatur als auch weite Bereiche des Gesichts und der Kopfhaut. Störungen im Kieferbereich können deshalb Schmerzsignale an entfernte Körperregionen weiterleiten, ein Phänomen, das Mediziner als „übertragenen Schmerz“ bezeichnen.

Besonders bemerkenswert: Die Kaumuskulatur ist proportional zu ihrer Größe die stärkste Muskulatur des Körpers. Bei einer Fehlfunktion entwickelt sie enorme Spannungen, die sich über die Faszien, das Bindegewebsnetz des Körpers, bis in Nacken, Schultern und Kopf ausbreiten können.

Moderne Diagnostik deckt versteckte Zusammenhänge auf

Die Diagnose einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) erfordert detektivische Arbeit. Moderne Verfahren wie die digitale Kiefergelenk-Vermessung ermöglichen es, millimetergenaue Abweichungen zu erkennen, die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Elektromyographie kann die Muskelaktivität messen und Verspannungsmuster sichtbar machen.

Studien zeigen: Etwa 70 Prozent der Bevölkerung weisen Symptome einer CMD auf, doch nur ein Bruchteil wird richtig diagnostiziert. Der Grund: Die Symptome sind vielfältig und werden oft anderen Ursachen zugeschrieben. Neben Kopfschmerzen können Tinnitus, Schwindel, Nackenverspannungen oder sogar Rückenschmerzen auftreten.

Interdisziplinäre Therapie: Mehr als nur Zahnschienen

Die moderne CMD-Therapie geht weit über das klassische Bild der Aufbissschiene hinaus. Individuell angefertigte Schienen können zwar die akute Entlastung bringen, doch die Behandlung umfasst oft physiotherapeutische Übungen, Stressmanagement und manchmal sogar eine Zusammenarbeit mit Osteopathen oder Psychologen.

_“Wir sehen es als unsere Aufgabe, nicht nur die Zähne, sondern die ganzheitliche Gesundheit unserer Patienten zu verbessern“,_ betont Dr. Wymar. _“Die Linderung von chronischen Kopfschmerzen und Migräne durch die CMD-Therapie ist ein wichtiger Teil davon. Es geht darum, unseren Patienten das Leben zurückzugeben, das ihnen der Schmerz gestohlen hat.“_

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Weltweit einzigartiger Test für Gebärmutterhalskrebs als Gamechanger für das Gesundheitssystem

Krebstest aus Jena identifiziert sämtliche Krebsfälle des Gebärmutterhalses zu 100 Prozent. Er hat damit das Potenzial, die Vorsorge einer der weltweit häufigsten Krebserkrankungen zu revolutionieren.

BildKrebserkrankungen sind und bleiben eine der größten gesundheitlichen, medizinischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Dies macht auch die Prognose der Weltgesundheitsorganisation WHO deutlich, die bis zum Jahr 2050 einen Anstieg der festgestellten Krebserkrankungen um 77 Prozent prognostiziert. Gebärmutterhalskrebs ist von diesen die häufigste bei Frauen zwischen 35 und 44 Jahren. Dabei kann eine effektive Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge den Krebs tatsächlich verhindern, da er bei früher Diagnose sehr gut behandelbar ist. Aktuelle Vorsorgeuntersuchungen sind allerdings zu unspezifisch, führen dadurch bei Betroffenen teils zu starken psychischen Belastungen und ziehen zur weiteren Abklärung medizinische Eingriffe nach sich, die oftmals nicht notwendig sind. Hier setzt ein in Deutschland entwickelter, weltweit einzigartiger Test für die zuverlässige und schnelle Gebärmutterhalskrebs-Diagnostik an, der nun durch die Epitype GmbH in die breite Anwendung gebracht werden soll.

Gebärmutterhalskrebs – gute Früherkennung, defizitäre Abklärung

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) führt weltweit jährlich zu 350.000 Todesfällen bei 660.000 Neuerkrankungen – Tendenz steigend. Trotz etablierten Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland erliegen auch hier 1.500 Patientinnen jährlich dieser speziellen Krebserkrankung. Ausgelöst wird diese in 99 Prozent der Fälle durch eine Infektion mit Humane Papillomviren (HPV), die Zellveränderungen am Gebärmutterhals verursachen können. Einen verlässlichen Test auf diese Viren gibt es zwar, allerdings bedeutet eine Infektion mit HPV nur sehr selten die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs. Vielmehr infiziert sich nahezu jeder Mensch mindestens einmal im Leben mit HPV – zumeist ist die Infektion allerdings so harmlos, dass sie nicht einmal bemerkt wird. Und selbst wenn das HPV zu Zellveränderungen führt – bei jüngeren Frauen sind diese sogar recht häufig – bilden sie sich zumeist wieder vollständig zurück.

Gebärmutterhalskrebs entsteht nur in sehr seltenen Fällen, wenn die Infektion über Jahre anhält und sich die Zellen am Gebärmutterhals dauerhaft verändern. Diese Krebsvorstufen können sich letztendlich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Neben dem HPV-Test, der lediglich angibt, ob aktuell eine HPV-Infektion vorliegt, gehört derzeit deshalb vor allem der Pap-Test zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. Dieser untersucht die tatsächlich vorliegenden Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Dazu wird eine Abstrichprobe vom Gebärmutterhals unter dem Mikroskop untersucht, wodurch bereits Anzeichen für Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs – also Grade der Zellveränderung – identifiziert werden können. Ein solches auffälliges Testergebnis ermöglicht einerseits die frühzeitige Behandlung, aber führt andererseits oftmals auch zu einer starken psychischen Belastung der Patientinnen – und das, obwohl ein solcher Test nur eine bestehende Zellveränderung, aber keinen Gebärmutterhalskrebs nachweist. Die Zeit bis zur nächsten Regeluntersuchung wird für viele Betroffene zur Zerreißprobe.

Wird mit dem Pap-Test gar eine fortgeschrittene Zellveränderung festgestellt, dann ist eine Abklärung der Ergebnisse notwendig. Dies bedeutet aktuell zumeist einen unangenehmen, teils schmerzhaften operativen Eingriff: So erfolgt bei einer Kolposkopie, einer Gebärmutterhalsspiegelung, häufig auch eine Gewebeentnahme für weitere Untersuchungen und bei Konisationen werden direkt auffällige Gewebestücke aus dem Gebärmutterhals entfernt. Neben der Belastung, die solche operativen Eingriffe ohnehin mit sich bringen, sind Konisationen zudem für eine vierfach höhere Wahrscheinlichkeit von Frühgeburten bei nachfolgender Schwangerschaft verantwortlich.

Weltweit einzigartiger Test für Gebärmutterhalskrebs

Aufgrund dieser unbefriedigenden Situation bei der Abklärung von Gebärmutterhalskrebs setzten sich die Forscher Dr. Martina Schmitz und Dr. Alfred Hansel das Ziel, gemeinsam mit Ihrem Team neue Tests zur Diagnostik von Krebserkrankungen zu entwickeln, die schnell, sicher und nicht-invasiv sind. „Wir hielten und halten diese Situation der psychischen, als auch körperlichen Belastung von Frauen mit auffälligen Testergebnissen für unerträglich. Jede betroffene Frau sollte umgehend verlässliche Gewissheit in dieser so schwerwiegenden Fragestellung haben“ bringt es Dr. Martina Schmitz auf den Punkt. Dr. Alfred Hansel ergänzt: „Wir wollen Frauen vor diesen negativen Erlebnissen bewahren und haben einen Test entwickelt, der einerseits Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen frühzeitig erkennt, im anderen Fall aber auch sicher ausschließt.“

Der entwickelte Test GynTect® basiert auf der Erkennung von charakteristischen, epigenetischen Veränderungen in den Krebszellen. Dieses sind Veränderungen, die die Genaktivität der Zellen beeinflussen, ohne dass es zu Veränderungen der DNA-Sequenz selbst kommt. Vielmehr handelt es sich um sogenannte DNA-Methylierungen, also Methylgruppen, die sich an die DNA ansetzen. Durch deren spezifische Charakteristik bei den Gebärmutterhals-Krebszellen fungieren diese als hochinformative Biomarker, mit denen Gebärmutterhalskrebs sowie dessen Vorstufen schnell und sicher nachgewiesen bzw. eben auch ausgeschlossen werden können. Diese patentierten epigenetischen Marker eignen sich umfassend von der Früherkennung über die Therapieentscheidung bis hin zur Nachsorge.

Für den GynTect®-Test ist kein operativer Eingriff notwendig. Es genügt – genauso wie beim Pap-Test – eine Abstrichprobe vom Gebärmutterhals durch den Frauenarzt. Im Labor wird mithilfe des GynTect®-Tests die DNA der Gebärmutterhalszellen auf die epigenetischen Veränderungen untersucht. Dabei kann exakt zwischen Zellveränderungen unterschieden werden, die von selbst ausheilen und solchen, die sich zu Krebs entwickeln können. Innerhalb weniger Werktage liegt das Testergebnis vor und kann vom Arzt übermittelt werden. Basierend auf den vorliegenden Studiendaten ist GynTect® geeignet, eine eindeutige Aussage zum Erkrankungsstatus bei Patientinnen mit auffälligem Pap-Abstrich zu treffen. Der Test identifizierte in Studien bislang sämtliche Krebsfälle des Gebärmutterhalses zu 100 Prozent.

Bedeutung und Potenziale für Patientinnen und Gesundheitssystem(e)

Mit dem GynTect®-Test steht eine verlässliche und schonende, weil nicht-invasive Diagnostik von Gebärmutterhalskrebs zur Verfügung, die den Betroffenen schnell Gewissheit bringt und so die psychische wie körperliche Belastung deutlich reduziert. Zudem kann er effektiv der Problematik von Übertherapien entgegenwirken. So können zahlreiche unnötige Konisationen, also Gewebeentnahmen aufgrund eines auffälligen Pap-Tests, vermieden werden. Von diesen operativen Eingriffen werden jährlich etwa 90.000 in Deutschland durchgeführt, mit denen erfreulicherweise rund 10.500 tatsächliche Krebsfälle verhindert werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings, dass knapp 80.000 Konisationen unnötig sind – inklusive der Belastung für die Patientinnen, das um 23 Prozent erhöhte Risiko von Frühgeburten und letztlich die unzweckmäßigen Ausgaben für das Gesundheitssystem. Hinzu kommen die Hunderttausenden Frauen, die jährlich nach auffälligem HPV- und Pap-Befund zur Kolposkopie überwiesen werden. Auch hier zeigt sich, dass nur bei einem kleinen Teil tatsächlich eine relevante Vorstufe oder Krebs festgestellt werden konnte. Die Mehrheit wies hingegen keine gefährlichen Zellveränderungen am Gebärmutterhals auf. Alles in allem sind aktuell ohne weiteres jährliche Einsparungen von rund 50 Millionen Euro im deutschen Gesundheitssystem durch den Einsatz des GynTect®-Test möglich. Weltweit liegt das Potenzial zum Wohl der Patientinnen und mit Blick auf die Ausgaben innerhalb der diversen Gesundheitssysteme im Milliarden-Bereich.

Die Vision: Belastungsarme Früherkennung von Krebs weltweit

Die Vision der drei Geschäftsführer der Epitype GmbH fasst Dr. Timm Zörgiebel so zusammen: „Unser Ziel ist es, einen wertvollen Beitrag zur Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs im Rahmen der Strategie der WHO beizusteuern sowie durch unsere schonenden und verlässlichen Tests so vielen Frauen wie möglich unnötige Belastungen bei der Früherkennung von Krebs zu ersparen. Als Unternehmer und Arbeitgeber ist uns darüber hinaus daran gelegen, die Epitype zum führenden Anbieter für epigenetische Krebsdiagnostik in der Frauengesundheit und zu einem sicheren und wachsenden Arbeitgeber in Deutschland zu entwickeln.“

Auf dem Weg dorthin sind die Erweiterung des internationalen Netzwerks und die Intensivierung der politischen Überzeugungsarbeit genauso vorgesehen, wie die bereits initiierten Gespräche mit deutschen Krankenkassen. Im besonderen Fokus stehen die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien: So sind einerseits große internationale Vergleichsstudien in Kooperation mit dem langjährigen Direktor der Tumorbiologie in Heidelberg, Prof. Magnus von Knebel-Doeberitz, angedacht. Zudem wurde für kommendes Jahr eine Großstudie von Prof. Peter Hillemanns von der Medizinischen Hochschule Hannover beantragt, um mit mehr als 70.000 Patientinnen verschiedene Abklärungstests bei HPV-positiven Frauen zu vergleichen. Die Ergebnisse werden anschließend Grundlage für die Argumentation für das deutsche HPV-Screening-Programm sein. Eingebettet werden diese wissenschaftlichen Aktivitäten in eine Intensivierung der Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Europa und Asien sowie später der Einstieg in den US-Markt.

Bildmaterial

Zu dieser Pressemitteilung sind unter nachfolgendem Link vier hochaufgelöste Fotos verfügbar, die zur Illustration dieser Meldung unter Angabe des Copyrights verwendet werden können (BU und Copyright in der Editor-Datei):

https://mdg365-my.sharepoint.com/:f:/g/personal/j_mueller_qualitype_de/EsbzxVecnGdApdNbbmJw2JABNxZVXhFiQqtHMxrziDTJJg?e=8x4QUG

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Seit 2012 forscht das Team um Dr. Martina Schmitz und Dr. Alfred Hansel – zunächst als oncgnostics GmbH und seit 2025 als Epitype GmbH – an der Diagnostik von Krebserkrankungen auf molekularbiologischer Basis. Den Start der unternehmerischen Tätigkeit stellt die Ausgründung der oncgnostics GmbH aus der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Jena dar. Trotz vielversprechender Forschungsergebnisse und internationalem Absatz der entwickelten Tests geriet das Unternehmen aufgrund verspäteter finanzieller Mittel eines Gesellschafters Anfang 2025 in die Insolvenz. Durch die nun erfolgte Übernahme in die Epitype GmbH konnten das innovative Know-how, die wertvollen Patente sowie die Produktionsstätte gerettet und am Standort Deutschland gehalten werden. Die Epitype GmbH gehört seitdem zur Molecular Diagnostics Group (MDG), dem Kompetenznetzwerk der biotechnologisch und pharmazeutisch ausgerichteten Unternehmen Biotype GmbH, ROTOP Pharmaka GmbH, qualitype GmbH und nun eben Epitype GmbH. Die vier High-Tech-Unternehmen bündeln in der MDG gemeinsam ihre Kräfte, um maßgeschneiderte, nebenwirkungsarme und wirtschaftliche Diagnose- und Therapielösungen für die Präzisionsmedizin zu entwickeln und deren Anwendbarkeit in der Breite voranzutreiben.

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