ANINOVA warnt Verbraucher*innen vor Produkten der Marke „Dithmarscher Geflügel“.
Nach der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs werden die Produkte voraussichtlich wieder in zahlreichen Supermärkten erhältlich sein. Aus Sicht der Tierrechtsorganisation besteht jedoch weiterhin Anlass zu erheblicher Sorge.
Im Dezember 2025 veröffentlichte ANINOVA umfangreiches Bildmaterial aus dem Geflügelschlachthof der Lorenz Marken Geflügel GmbH & Co. KG in Brandenburg (Seddiner See, Potsdam). Die Aufnahmen dokumentierten aus Sicht der Organisation gravierende Verstöße gegen den Tierschutz. Zu sehen war unter anderem, wie Gänse geschlagen, misshandelt und gewaltsam behandelt wurden. Die Veröffentlichung sorgte bundesweit für große öffentliche Aufmerksamkeit.
Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen zwei Beschuldigte wegen der dokumentierten Vorfälle. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 463 UJs 20165/25 geführt. Auch das zuständige Veterinäramt hatte Strafanzeige erstattet.
Besonders kritisch sieht ANINOVA zudem die Vermarktung der Produkte unter der Marke „Dithmarscher Geflügel“. Dithmarschen liegt in Schleswig-Holstein. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums existiert dort jedoch kein Geflügelschlachthof mehr. Die Tiere werden stattdessen in Brandenburg geschlachtet. Aus ANINOVA vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass in dem Schlachthof sowohl Gänse aus Dithmarschen als auch aus Brandenburg und weiteren Bundesländern geschlachtet werden. Allein die Transporte der Gänse aus Dithmarschen zum Schlachthof in Brandenburg betragen mindestens rund 400 Kilometer. Aus Sicht der Organisation steht diese Vermarktung in deutlichem Widerspruch zur Bezeichnung „Dithmarscher Geflügel“ und der damit verbundenen Erwartung vieler Verbraucher*innen an ein regionales Produkt.
„Die strafrechtlichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Solange die Vorfälle in diesem Schlachthof Gegenstand eines laufenden Ermittlungsverfahrens sind, sollten Supermärkte und Verbraucher*innen Verantwortung übernehmen. Niemand sollte Produkte aus einem Schlachthof unterstützen, in dem derartige Misshandlungen von Tieren dokumentiert wurden und dessen Vorgänge derzeit strafrechtlich aufgearbeitet werden“, erklärt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.
ANINOVA hat die großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler angeschrieben und nach ihrer zukünftigen Zusammenarbeit mit dem Schlachthof gefragt.
Die REWE Group teilte mit, derzeit keine Lieferbeziehung zur Lorenz Marken Geflügel GmbH & Co. KG zu unterhalten. Auch EDEKA und Kaufland erklärten gegenüber ANINOVA, aktuell keine Lieferbeziehung zu dem Schlachthof zu haben. Keines der drei Unternehmen schloss jedoch aus, künftig wieder Produkte des Unternehmens anzubieten.
Die Bünting Gruppe teilte ANINOVA hingegen mit, dass sie das Geschäftsverhältnis mit der Lorenz Marken Geflügel GmbH & Co. KG nicht wieder aufnehmen werde.
Auch der Schlachthof erhielt von ANINOVA einen umfangreichen Fragenkatalog. Anstatt die Fragen zu den Vorwürfen zu beantworten, meldete sich die Rechtsvertretung des Unternehmens und teilte mit, dass keine Beantwortung erfolgen werde. Aus Sicht von ANINOVA sieht Transparenz gegenüber Verbraucher*innen anders aus.
Vor diesem Hintergrund spricht ANINOVA eine ausdrückliche Produktwarnung aus. Verbraucher*innen sollten auf den Kauf von Produkten der Marke „Dithmarscher Geflügel“ verzichten. Nach Auffassung der Organisation ist es nicht vertretbar, Produkte aus einem Schlachthof zu unterstützen, in dem dokumentierte Tiermisshandlungen Gegenstand eines laufenden Ermittlungsverfahrens sind. Jede Kaufentscheidung sendet zugleich ein deutliches Signal an Handel und Hersteller.
„Der Fall zeigt einmal mehr, dass Tierleid kein Einzelfall, sondern eine Folge der industriellen Tierhaltung ist. Wer Tiere wirksam schützen möchte, entscheidet sich für pflanzliche Alternativen. Nur eine vegane Lebensweise verhindert, dass Tiere für Lebensmittel leiden und sterben müssen.“
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Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland
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fax ..: 02241-261549-1
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email : Presse@aninova.org
Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
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Ein Zukunftsprojekt geht auf die Zielgerade: Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts soll in Heide (Kreis Dithmarschen) bis Jahresende die laufende Sanierung der Straßenbeleuchtung abgeschlossen werden, welche vom Netzbetreiber und von HanseWerk-Tochter SH Netz begleitet wurden. Ziel der Maßnahme ist es, die Energiekosten signifikant zu reduzieren – und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz zu leisten. Dazu werden im Stadtgebiet rund 1.700 Straßenleuchten auf modernste LED-Technik umgerüstet. Die Maßnahme kostet rund 645.000 Euro und wird mit Bundesmitteln in Höhe von 161.250 Euro gefördert. Durch Einsparungen beim Stromverbrauch soll sich das Zukunftsvorhaben innerhalb von weniger als sieben Jahren amortisieren.
Schleswig-Holstein Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, hat im Kreis Dithmarschen im vergangenen Jahr rund 2.330 Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) mit einer Leistung von zusammen 268 Megawatt (MW) ans Netz angeschlossen (Stichtag: 31.12.2023). Dabei handelte es sich vorrangig um Photovoltaik-Anlagen (über 1.660) und Stromspeicher (über 600), aber auch um Windkraftanlagen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben 2023 jeden Werktag knapp zehn Anlagen zur Erzeugung und Speicherung Erneuerbarer Energie ans Netz angeschlos-sen“, rechnet Tobias Dau, Leiter des Technik-Standortes von SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, in Meldorf, vor. „Das ist unser Beitrag zur Energiewende in der Region.“ Zum Vergleich: 2023 hat SH Netz die Zahl der angeschlossenen Anlagen gegenüber dem Vorjahr (912 EE-Anlagen) weit mehr als verdoppelt und gegenüber 2019 mehr als verzehnfacht (226).
Zur Einspeisung steigender Grünstrom-Mengen aus dezentralen Photovoltaik-Anlagen setzt Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), Teil der HanseWerk-Gruppe, im Kreis Dithmarschen vermehrt auf den Einsatz von regelbaren Transformatoren in Ortsnetzstationen. Sieben dieser modernen Transformatoren sind schon in Betrieb, weitere 18 Stationen sollen in den kommenden Monaten umgerüstet werden. „Regelbare Ortnetztransformatoren sind mit modernster Technik ausgestattet. Diese ermöglicht eine dynamische Spannungswertanpassung zwischen Niederspannungs- und Mittelspannungsnetz“, erklärt Tobias Dau, Technik-Leiter von HanseWerk-Tochter SH Netz in Dithmarschen. „So können wir den aktuellen Anforderungen im Stromnetz gerecht werden, da die Erzeugung regenerativer Energie immer stark wetterabhängig ist.“
Um den steigenden Energiebedarfen und der erhöhten Einspeisung von Grünstrom gerecht zu werden, errichtet Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), Tochterunternehmen von HanseWerk, in den Gemeinden Karolinenkoog und Nordhastedt zwei intelligente Ortsnetzstationen. Die Bauarbeiten starten in der Woche ab dem 22. Januar 2024. In die beiden Vorhaben investiert SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, eine Summe von rund 90.000 Euro. Die mit modernster Technik ausgestatteten Ortsnetzstationen ersetzen die bisherigen Stationen in der Koogstraße 5 (Karolinenkoog) und Fieler Berg 50B (Nordhastedt). Die Arbeiten führen im Auftrag von HanseWerk-Tochter SH Netz die Firmen Klinck und Oellrich aus.
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