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Pädagogen warnen: „Wir machen unsere Kinder kaputt“ – warum Bindung zur Bildungsaufgabe wird

In einem Interview berichten ein Schulleiter und eine Beratungsrektorin für Schulpsychologie von hochsuizidalen Kindern, die nach einer Nacht in einer psychiatrischen Klinik am nächsten Tag wieder

BildUnternehmerin und Führungskräfteentwicklerin Sandra Weckert fordert einen grundlegenden Perspektivwechsel: Kinder brauchen nicht mehr Druck, sondern verlässliche Beziehungen, Orientierung und Räume, in denen sie Verantwortung übernehmen können._

Psychische Belastungen, Einsamkeit, Cybermobbing, digitaler Dauerstress und monatelange Wartezeiten auf Therapieplätze prägen zunehmend den Alltag von Kindern und Jugendlichen.

In einem aktuellen Interview berichten ein Schulleiter und eine Beratungsrektorin für Schulpsychologie von hochsuizidalen Kindern, die nach einer Nacht in einer psychiatrischen Klinik am nächsten Tag wieder im Unterricht sitzen, weil Behandlungskapazitäten fehlen. Auf einen regulären Therapieplatz müssten manche Betroffene acht Monate warten.

Die Zahlen zeichnen ein bedrückendes Bild. Laut dem im Artikel zitierten Schulbarometer fühlt sich ein Viertel der Schülerinnen und Schüler zwischen acht und 17 Jahren psychisch belastet. In einer Elternbefragung berichteten 60 Prozent der Befragten, ihre Kinder seien einsam und hätten keinen verlässlichen Ansprechpartner. Einige Jugendliche suchten inzwischen bei Künstlicher Intelligenz Orientierung und Unterstützung bei ihrer Identitätsentwicklung.

Für Sandra Weckert ist diese Entwicklung kein Randthema.

„Wir diskutieren viel über Handynutzung, Therapieplätze, schulische Leistungen und Medienkompetenz. Gleichzeitig übersehen wir häufig, was all diese Themen miteinander verbindet: Kinder brauchen Bindung.“

Wo Bindung fehlt, suchen Kinder Halt

Jugendliche befinden sich in einer Lebensphase, in der sie Orientierung, Zugehörigkeit und verlässliche Vorbilder benötigen.

Früher fand Sozialisation stärker in Familien, Vereinen, Nachbarschaften und persönlichen Beziehungen statt. Heute suchen viele junge Menschen Halt im digitalen Raum. Dort begegnen ihnen permanente Vergleiche, Selbstoptimierung, künstliche Schönheitsideale und die Frage, ob sie gut genug, erfolgreich genug oder beliebt genug sind.

Digitale Medien sind dabei nicht grundsätzlich das Problem. Problematisch wird es, wenn der digitale Raum reale Beziehungen ersetzt.

„Kinder brauchen Menschen, die sie sehen. Menschen, die ihnen etwas zutrauen. Menschen, die ihnen Grenzen erklären, ohne sie abzuwerten. Fehlen solche Beziehungen, übernehmen zunehmend Plattformen und Algorithmen die Rolle von Vorbildern“, sagt Weckert.

Schule kann mehr sein als ein Lernort

Schule ist einer der wenigen Orte, an dem nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden. Deshalb darf sie nicht ausschließlich als Ort der Wissensvermittlung verstanden werden. Schule ist auch ein sozialer Raum, in dem junge Menschen Zugehörigkeit, Verantwortung, Zusammenarbeit und Selbstwirksamkeit erleben können.

In dem aktuellen Interview formuliert die Beratungsrektorin einen entscheidenden Satz: „Die Schlüssel sind Bindung und Haltung.“

Gleichzeitig könne dies nicht durch eine einzelne Projektwoche erreicht werden. Bindung und Haltung müssten dauerhaft im Schulsystem verankert werden.

Genau an diesem Punkt setzt die Arbeit von Sandra Weckert an.

Kinder brauchen keine dauerhafte Bespaßung

Bindung bedeutet nicht, Kindern jeden Wunsch zu erfüllen oder sie vor jeder Herausforderung zu schützen. Bindung schafft vielmehr die Sicherheit, aus der Entwicklung möglich wird.

Ein Kind, das sich gesehen und angenommen fühlt, kann sich anstrengen. Es kann scheitern. Es kann Kritik annehmen. Es kann Verantwortung übernehmen. Es kann anderen helfen.

„Kinder brauchen keine permanente Unterhaltung. Sie brauchen Aufgaben, an denen sie wachsen können, und Erwachsene, die ihnen zutrauen, diese Aufgaben zu bewältigen“, erklärt Weckert.

Vom Zuschauer zum Mitgestalter

In den Projekten unter dem Leitgedanken „Machen“ erleben Kinder und Jugendliche, dass Lernen nicht nur aus Zuhören und Wiedergeben besteht.

Sie übernehmen Instrumente, technische Aufgaben, Organisation, Betreuung und Verantwortung für andere. Sie lernen durch Beobachtung. Sie probieren aus. Sie üben. Sie erhalten unmittelbares Feedback. Und irgendwann geben sie ihr Wissen selbst weiter.

So entstehen nicht nur musikalische Fähigkeiten. Es entstehen Selbstvertrauen, Zugehörigkeit, Konzentration und die Erfahrung: Ich werde gebraucht.

Gemeinschaft wirkt dort, wo Appelle scheitern

Auf den Bildern der Workshops sieht man keine abstrakte Bildungstheorie. Man sieht Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die gemeinsam musizieren, organisieren, lachen, üben und Verantwortung übernehmen.

Niemand muss bereits etwas können. Jede und jeder kann eine Aufgabe finden. Wer ein Instrument spielt, spielt mit. Wer noch keines beherrscht, beginnt. Wer nicht auf die Bühne möchte, hilft bei Technik, Betreuung, Catering oder Organisation.

So entsteht Gemeinschaft nicht durch eine Anweisung. Sie entsteht durch gemeinsames Handeln.

Psychische Gesundheit beginnt nicht erst in der Therapie

Therapieplätze und psychiatrische Versorgung sind unverzichtbar. Gleichzeitig darf eine Gesellschaft nicht erst reagieren, wenn junge Menschen bereits schwer erkrankt sind.

Prävention beginnt früher. Sie beginnt bei verlässlichen Beziehungen. Bei Bewegung. Bei Natur. Bei Vereinen. Bei gemeinsamen Aufgaben. Bei Erwachsenen, die präsent sind. Bei Räumen, in denen Kinder ohne ständigen Leistungs- und Vergleichsdruck erleben dürfen, dass sie etwas bewirken können.

In der im Artikel zitierten Elternbefragung nannten Familien genau diese Faktoren als stärkend: Familie, Freunde, Sport, Vereine und Natur.

Bildung muss wieder Beziehung ermöglichen

Die große Bildungsfrage lautet deshalb nicht nur: Was müssen Kinder wissen?

Sie lautet ebenso: In welchen Beziehungen wachsen sie auf? Wer begleitet sie? Wer hört ihnen zu? Wer fordert sie? Wer traut ihnen etwas zu? Wer bleibt, wenn etwas nicht sofort funktioniert?

„Wir werden die psychische Krise junger Menschen nicht mit einem weiteren Arbeitsblatt lösen“, sagt Weckert. „Wir brauchen Bildungsräume, in denen Kinder wieder echte Gemeinschaft, verlässliche Erwachsene und sinnvolle Verantwortung erleben.“

Einladung zu „MV macht Musik“

Wie sich Lernen, Bindung und Verantwortung praktisch miteinander verbinden lassen, können Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom 4. bis 6. September 2026 auf dem Gelände von forma_te e. V. in Teterow erleben.

Beim gemeinsamen Workshop „MV macht Musik“ sind Anfängerinnen und Anfänger ebenso willkommen wie erfahrene Musikerinnen und Musiker. Wer bis vier zählen kann, ist dabei. Zelten ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Eltern dürfen gerne mitkommen, wenn sie möchten.

Teilnehmende können ein Instrument mitbringen, vor Ort Neues ausprobieren oder im Hintergrund bei Technik, Organisation, Betreuung und Versorgung helfen.

Das gemeinsame Ziel: Am 12. September 2026 rocken alle gemeinsam Schloss Vietgest.

Denn Gemeinschaft entsteht nicht durch Reden. Gemeinschaft entsteht durch Machen.

Über Sandra Weckert

Sandra Weckert ist Unternehmerin, Jazzmusikerin und Expertin für Führung und Lernen in komplexen sozialen Systemen. Seit mehr als zehn Jahren entwickelt und begleitet sie Projekte, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Musik, Verantwortung und gemeinsames Handeln zu mehr Selbstwirksamkeit, Kooperation und Führung befähigt werden.

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.sandraweckert.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

braintreeacademy GmbH
Frau Sandra Weckert
Sonnenallee 162
12059 Berlin
Deutschland

fon ..: 01637596090
web ..: https://sandraweckert.de
email : sandra@sandraweckert.de

Sandra Weckert ist eine der außergewöhnlichsten Rednerinnen Deutschlands, wenn es um Zukunftsfragen von Ausbildung, Jugend und sozialer Verantwortung geht. Sie erlernte ihr Handwerkszeug an Neuköllner Schulen, in der Arbeit mit Häftlingen in der JVA Moabit oder im Auftrag des Auswärtigen Amtes in den Randbezirken der Millionenstadt Casablanca.

Heute ist sie mit ihrem Projekt „48 Könige“ deutschlandweit bekannt – einer bildgewaltigen und tiefgreifenden Initiative, bei der Jugendliche mit Biografien abseits der Norm auf der Bühne stehen, lernen, performen und Veränderung leben. Ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren Praxis in sozialen Brennpunkten kombiniert sie mit einem mitreißenden Bühnenauftritt, messerscharfer Analyse und emotionaler Tiefe.

Sandra Weckert ist Rednerin, Mentorin und Visionärin mit Haltung – authentisch, unangepasst, leidenschaftlich. Sie spricht dort, wo Wandel notwendig ist: in Unternehmen, Schulen, Ministerien und auf großen Bühnen. Ihr Thema: Wie wir Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und ihr Commitment durch echte Chancen gewinnen.

Pressekontakt:

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Mehr Druck, mehr Noten, mehr Sitzenbleiben? Warum wir das eigentliche Problem im Bildungssystem übersehen

Mecklenburg-Vorpommern verschärft zum neuen Schuljahr die Versetzungsregeln für Gymnasiasten. Wer künftig in Deutsch, Mathematik oder der ersten Fremdsprache die Note 5 erhält, wird nicht versetzt.

BildFührungskräfteentwicklerin Sandra Weckert fordert einen Perspektivwechsel: Nicht strengere Versetzungsregeln lösen die Krise, sondern ein neues Verständnis davon, wie Menschen lernen.

Mecklenburg-Vorpommern verschärft zum neuen Schuljahr die Versetzungsregeln für Gymnasiasten. Wer künftig in Deutsch, Mathematik oder der ersten Fremdsprache die Note 5 erhält, wird nicht mehr versetzt. Der bisher mögliche Notenausgleich in den Kernfächern entfällt weitgehend. Gleichzeitig wird der Umgang mit Künstlicher Intelligenz neu geregelt: Nicht offengelegter KI-Einsatz gilt künftig als Täuschungsversuch.

Bildungsministerin Simone Oldenburg begründet die Reform mit fehlenden Grundlagen in den Kernfächern.

Diese Diagnose teile ich.

Die Schlussfolgerung halte ich jedoch für falsch.

Wir reagieren auf ein Systemproblem mit noch mehr Leistungsdruck auf diejenigen, die bereits unter diesem System leiden.

Schlechte Noten sind keine Ursache. Sie sind ein Symptom.

Wenn immer mehr Kinder grundlegende Kompetenzen nicht erwerben, müssen wir zunächst eine andere Frage stellen:

Warum gelingt Lernen immer häufiger nicht mehr?

Diese Frage stellen wir viel zu selten.

Stattdessen verschärfen wir Regeln, erhöhen den Druck und hoffen auf bessere Ergebnisse.

So funktioniert jedoch kein komplexes soziales System.

Wenn ein Motor ständig ausfällt, wechseln wir schließlich auch nicht den Fahrer.

Wir reparieren den Motor.

Schulen sind keine Prüfungsmaschinen

Schulen sind komplexe soziale Systeme.

Kinder, Lehrkräfte, Eltern, Schulträger, Verwaltung und Politik beeinflussen sich gegenseitig. Jede Veränderung wirkt sich auf das gesamte System aus.

Wer ausschließlich an der Stellschraube „Noten“ dreht, verändert noch lange nicht die Qualität des Lernens.

Kinder müssen nicht weniger lernen. Sie müssen anders lernen.

Seit über zehn Jahren begleite ich Unternehmen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen bei der Entwicklung von Führung, Zusammenarbeit und Lernprozessen.

Dabei begegnet mir immer dieselbe Erfahrung:

Menschen lernen dann besonders erfolgreich,

* wenn sie sich sicher fühlen,
* Orientierung erhalten,
* ein kompetentes Vorbild erleben,
* sich auf eine Sache konzentrieren können,
* ausreichend Zeit zum Üben bekommen,
* Verantwortung übernehmen dürfen
* und erleben, dass ihr Einsatz Wirkung hat.

Druck erzeugt selten Meisterschaft.

Er erzeugt häufig Angst.

Die älteste Lerntechnik der Welt

Über Jahrtausende lernten Menschen nach einem einfachen Prinzip.

Sie beobachteten.

Sie machten nach.

Sie übten.

Sie übernahmen Verantwortung.

Und irgendwann gaben sie ihr Wissen selbst weiter.

Genau dieses Prinzip findet sich bis heute überall dort, wo Spitzenleistungen entstehen.

Im Handwerk.

In der Musik.

Im Sport.

In der Medizin.

Kein Konzertpianist entwickelt seine Fähigkeiten durch Klassenarbeiten.

Kein Spitzenkoch wird durch Notendruck besser.

Warum glauben wir gleichzeitig, dass genau dieses Prinzip bei Kindern funktionieren soll?

Der Leadership Circle

Aus dieser Beobachtung entstand der Leadership Circle.

Er beschreibt Lernen nicht als Anhäufung von Wissen, sondern als Entwicklungsprozess.

Menschen beginnen mit Drill, lernen als Follower, übernehmen Verantwortung als Supervisor und werden schließlich selbst zum Leader, der Wissen weitergibt und andere begleitet.

Erst dann ist Lernen wirklich abgeschlossen.

Nicht mit einer Klassenarbeit.

Sondern dann, wenn aus einem Lernenden ein Mensch geworden ist, der andere befähigen kann.

Genau dieses Entwicklungsmodell bildet der Leadership Circle ab und zeigt, dass nachhaltiges Lernen immer Verantwortung, Vorbildfunktion und Weitergabe von Wissen einschließt.

Die Erfahrung aus den „48 Königen“

Mit dem Bildungsprojekt „48 Könige für Deutschland“ erleben wir genau das.

Kinder und Jugendliche übernehmen freiwillig Verantwortung.

Sie bleiben stundenlang konzentriert an einer Aufgabe.

Sie entwickeln Ausdauer.

Nicht wegen einer besseren Note.

Sondern weil sie verstehen, warum sie etwas lernen.

Weil sie begleitet werden.

Weil sie Vorbilder haben.

Und weil sie erleben, dass sie wachsen können.

Der Wert eines Kindes darf niemals an einer Zahl hängen

Noten können eine Rückmeldung über einen Lernstand geben.

Sie dürfen niemals zum Maßstab für den Wert eines Menschen werden.

Wir haben ein Bildungssystem geschaffen, in dem viele Kinder lernen, für Noten zu arbeiten.

Nicht für ihr Leben.

Das größte Problem unseres Bildungssystems ist deshalb nicht die Note Fünf.

Es ist, dass manche Kinder irgendwann glauben, sie selbst seien eine Fünf.

Ein Richtungswechsel ist nötig

Natürlich brauchen Kinder solide Kenntnisse in Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen.

Darüber besteht kein Zweifel.

Die entscheidende Frage lautet:

Wie erreichen wir dieses Ziel?

Durch mehr Druck?

Oder durch bessere Lernbedingungen?

Ich bin überzeugt:

Nicht strengere Versetzungsregeln werden unser Bildungssystem verändern.

Sondern Schulen, in denen Kinder erleben dürfen, dass Lernen Freude macht, Verantwortung wachsen lässt und Talente entwickelt.

Kinder müssen nicht weniger lernen.

Sie müssen endlich so lernen dürfen, dass Lernen wieder Lust macht.

Denn Bildung bedeutet nicht, Kinder möglichst effizient zu sortieren.

Bildung bedeutet, Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial zu entfalten.

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Sandra Weckert ist eine der außergewöhnlichsten Rednerinnen Deutschlands, wenn es um Zukunftsfragen von Ausbildung, Jugend und sozialer Verantwortung geht. Sie erlernte ihr Handwerkszeug an Neuköllner Schulen, in der Arbeit mit Häftlingen in der JVA Moabit oder im Auftrag des Auswärtigen Amtes in den Randbezirken der Millionenstadt Casablanca.

Heute ist sie mit ihrem Projekt „48 Könige“ deutschlandweit bekannt – einer bildgewaltigen und tiefgreifenden Initiative, bei der Jugendliche mit Biografien abseits der Norm auf der Bühne stehen, lernen, performen und Veränderung leben. Ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren Praxis in sozialen Brennpunkten kombiniert sie mit einem mitreißenden Bühnenauftritt, messerscharfer Analyse und emotionaler Tiefe.

Sandra Weckert ist Rednerin, Mentorin und Visionärin mit Haltung – authentisch, unangepasst, leidenschaftlich. Sie spricht dort, wo Wandel notwendig ist: in Unternehmen, Schulen, Ministerien und auf großen Bühnen. Ihr Thema: Wie wir Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und ihr Commitment durch echte Chancen gewinnen.

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Hagenow zeigt: Gute Bildung entsteht nicht durch Lehrpläne allein…

Wer in einem Orchester nur die erste Geige austauscht, löst keine Probleme, wenn die Partitur fehlt. Mit Schulen ist es nicht anders.

BildFührungskräfteentwicklerin Sandra Weckert ordnet den Fall Hagenow ein und zeigt, warum Schulen als komplexe soziale Systeme geführt werden müssen.

Der Fall Hagenow ist kein Einzelfall. Er macht sichtbar, was viele Schulen seit Jahren erleben: Bildung scheitert selten an einzelnen Menschen. Sie scheitert, wenn komplexe Systeme ihre Stabilität verlieren.

Auslöser der bundesweiten Debatte war das Video einer Abiturientin aus Hagenow, die nach ihrem nicht bestandenen Abitur ihrem Frust lautstark Ausdruck verlieh. Wenige Tage später zeigte sich: Hinter diesem emotionalen Moment stehen jahrelange strukturelle Probleme. Eine über Jahre unbesetzte Schulleitung, erhebliche Kommunikationsprobleme, fehlende personelle Kontinuität und eine Schulleiterin, die ihr Amt bereits nach kurzer Zeit wieder aufgab, zeichnen das Bild einer Organisation, die ihre Stabilität verloren hat.

Die angekündigte Untersuchung des Bildungsministeriums wird viele Details aufarbeiten. Die entscheidende Frage lautet jedoch:

Wie muss ein Schulsystem gestaltet sein, damit es gar nicht erst zu einer solchen Eskalation kommt?

Schulen sind komplexe soziale Systeme

Schulen bestehen nicht aus Lehrplänen, Stundenplänen oder Gebäuden.

Sie bestehen aus Menschen.

Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulträger, Verwaltung und Politik wirken gleichzeitig auf dasselbe System ein. Jede Entscheidung verändert die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Wer deshalb ausschließlich nach einem Schuldigen sucht, greift zu kurz. Komplexe Systeme lassen sich nicht durch Schuldzuweisungen stabilisieren. Sie benötigen funktionierende Strukturen.

Genau deshalb reichen pädagogische Konzepte allein nicht aus. Entscheidend ist, wie die Zusammenarbeit aller Beteiligten organisiert wird.

Drei Ebenen entscheiden über den Erfolg

Aus ihrer langjährigen Arbeit in der Führungskräfteentwicklung weiß Sandra Weckert, dass stabile Organisationen auf drei miteinander verbundenen Ebenen beruhen:

* einer tragfähigen Infrastruktur
* klar definierten Prozessstrukturen
* einer passenden Personalstruktur

Man kann sich eine Schule wie ein Uhrwerk vorstellen. Infrastruktur, Prozesse und Personal greifen wie Zahnräder ineinander. Fällt eines dieser Zahnräder dauerhaft aus, geraten alle anderen unter Druck. Es entstehen Unsicherheit, Überforderung, Konflikte und letztlich Vertrauensverlust.

Genau diese Dynamik lässt sich derzeit in vielen Bereichen des Bildungssystems beobachten.

Führung bedeutet mehr als Hierarchie

Führung wird häufig ausschließlich über Hierarchie definiert: Wer oben steht, entscheidet. Wer unten steht, führt aus.

Für einfache Organisationen mag dieses Modell ausreichen. Schulen gehören jedoch zu den komplexesten sozialen Systemen überhaupt. Sie benötigen zwei unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit.

Die eine ist die klassische Pyramide. Sie schafft Verantwortung, Zuständigkeiten und Entscheidungen.

Die andere beschreibt Sandra Weckert als Band.

In einer Band spielt niemand dieselbe Stimme. Schlagzeug, Bass, Klavier und Bläser übernehmen völlig unterschiedliche Aufgaben. Niemand würde behaupten, das Schlagzeug sei wichtiger als die Trompete. Gleichzeitig würde ohne gemeinsames Zuhören, klare Absprachen und einen gemeinsamen Rhythmus nur Lärm entstehen.

Gute Schulen funktionieren genauso.

Die klassische Entscheidungshierarchie sorgt für Orientierung. Die kooperative Wachstumshierarchie sorgt dafür, dass Menschen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten zum gemeinsamen Ziel beitragen können. Erst das Zusammenspiel beider Organisationsformen ermöglicht nachhaltige Entwicklung.

Wer in einem Orchester nur die erste Geige austauscht, löst keine Probleme, wenn die Partitur fehlt. Mit Schulen ist es nicht anders.

Gute Schulen entstehen nicht zufällig

Erfolgreiche Schulen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass niemals Fehler passieren.

Sie verfügen über Strukturen, die Fehler früh erkennen, offen besprechen und gemeinsam lösen.

Dafür müssen Rollen eindeutig geklärt sein.

Wer trägt Verantwortung?

Wer entscheidet?

Wer informiert?

Wer begleitet?

Wer unterstützt?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, entstehen Vertrauen, Sicherheit und echte Zusammenarbeit.

Wissenschaft und Praxis weisen in dieselbe Richtung

Diese systemische Sichtweise findet auch in der Bildungslandschaft Resonanz.

In seiner Rückmeldung zum Führungskonzept von Sandra Weckert hebt Dr. Rolf Hanisch vom LISUM Berlin-Brandenburg insbesondere den Beitrag zur Personalentwicklung, Führungskräftequalifizierung, Teamentwicklung sowie zur erfolgreichen Umsetzung schulischer Innovationen hervor. Führung, Organisationsentwicklung und nachhaltige Veränderungsprozesse werden dabei als wesentliche Erfolgsfaktoren beschrieben.

Diese Einschätzung deckt sich mit den Erfahrungen aus zahlreichen Projekten in Unternehmen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen.

Hagenow sollte mehr sein als eine Schlagzeile

Der Fall Hagenow ist keine Geschichte über eine wütende Abiturientin.

Er ist ein Warnsignal.

Nicht gegen Schülerinnen und Schüler.

Nicht gegen Lehrkräfte.

Nicht gegen Schulleitungen.

Sondern für ein Bildungssystem, das Schulen künftig konsequenter als komplexe soziale Systeme verstehen muss.

Denn Bildung entsteht nicht allein durch gute Lehrpläne.

Sie entsteht dort, wo Infrastruktur, Prozesse, Personal und die Rollen aller Beteiligten so gestaltet werden, dass Zusammenarbeit gelingt.

Dann werden Konflikte nicht unterdrückt.

Sie werden früh erkannt, gemeinsam bearbeitet und in Entwicklung verwandelt.

Gute Schulen entstehen nicht zufällig. Sie werden gestaltet. Und genau darin liegt die eigentliche Führungsaufgabe.

Über Sandra Weckert

Sandra Weckert ist Unternehmerin, Jazzmusikerin und Expertin für Führung in komplexen sozialen Systemen. Seit über zehn Jahren entwickelt sie mit der bigbandmethod® Werkzeuge, die Unternehmen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen dabei unterstützen, Führung, Zusammenarbeit und Wissenstransfer nachhaltig zu gestalten. Zu ihren Praxispartnern zählen unter anderem die Charité Berlin, das LISUM Berlin-Brandenburg sowie zahlreiche mittelständische Unternehmen. Mit ihrem Bildungsprojekt „48 Könige für Deutschland“ überträgt sie diese Erkenntnisse auf Schulen und entwickelt praxisnahe Konzepte, die Kooperation, klare Rollen und wirksame Führung in komplexen sozialen Systemen fördern.

Weitere Informationen:
www.sandraweckert.de

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Sandra Weckert ist eine der außergewöhnlichsten Rednerinnen Deutschlands, wenn es um Zukunftsfragen von Ausbildung, Jugend und sozialer Verantwortung geht. Sie erlernte ihr Handwerkszeug an Neuköllner Schulen, in der Arbeit mit Häftlingen in der JVA Moabit oder im Auftrag des Auswärtigen Amtes in den Randbezirken der Millionenstadt Casablanca.

Heute ist sie mit ihrem Projekt „48 Könige“ deutschlandweit bekannt – einer bildgewaltigen und tiefgreifenden Initiative, bei der Jugendliche mit Biografien abseits der Norm auf der Bühne stehen, lernen, performen und Veränderung leben. Ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren Praxis in sozialen Brennpunkten kombiniert sie mit einem mitreißenden Bühnenauftritt, messerscharfer Analyse und emotionaler Tiefe.

Sandra Weckert ist Rednerin, Mentorin und Visionärin mit Haltung – authentisch, unangepasst, leidenschaftlich. Sie spricht dort, wo Wandel notwendig ist: in Unternehmen, Schulen, Ministerien und auf großen Bühnen. Ihr Thema: Wie wir Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und ihr Commitment durch echte Chancen gewinnen.

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Vorpommern-Fonds fördert Musikprojekt „48 Könige für Deutschland“ in Malchin mit 5.000 Euro

In einer Turnhalle probten die Teilnehmenden gemeinsam, entwickelten ein Programm und übernahmen dabei selbst Verantwortung: Ältere Jugendliche managten als Security, Roadies und Sanitäter den Ablauf

BildWaren (Müritz)/Malchin, Juli 2026. Der Vorpommern-Fonds unterstützt das Projekt „Königskinder Malchin“ mit einer Förderung von 5.000 Euro. Damit konnte vom 5. bis 9. Juli eine fünftägige Workshop-Woche für über 40 Kinder und Jugendliche aus Malchin und Waren stattfinden – mit einem gemeinsamen Abschlusskonzert auf dem Marktplatz vor dem Rathaus Malchin.

In einer Turnhalle probten die Teilnehmenden gemeinsam, entwickelten ein Programm und übernahmen dabei selbst Verantwortung: Ältere Jugendliche organisierten als Security, Roadies und Sanitäter den reibungslosen Ablauf, während die Jüngeren Musik machten, sangen und sich ausprobierten. Unterstützt wurde die Woche zusätzlich durch eine Verpflegungsspende von MÖWE Nudeln und dmk.

Eröffnet wurde das Konzert von Malchins Bürgermeister Axel Müller, der vom Balkon des Rathauses aus zu den Versammelten sprach und dem Projekt seine Unterstützung aussprach.

„Was hier entstanden ist, lässt sich schwer in Worte fassen – man muss es erleben“, sagt Sandra Weckert, Initiatorin von „48 Könige für Deutschland“. „Die Förderung durch den Vorpommern-Fonds hat es möglich gemacht, dass junge Menschen aus der Region Verantwortung übernehmen konnten – für ein Ergebnis, auf das alle gemeinsam stolz sein können.“

Auch über die Region hinaus findet das Projekt Anerkennung: Torsten Grundke, Vizepräsident der IHK zu Rostock, verfolgt die Arbeit von „48 Könige für Deutschland“ seit Jahren. „Was für ein Projekt, was für eine Haltung“, so Grundke. „Sie bringt Jugendliche mit Biografien abseits der Norm auf die Bühne und schafft Raum für Kreativität, Offenheit und Selbstbewusstsein.“

Über 48 Könige für Deutschland:
„48 Könige für Deutschland“ ist ein Musik- und Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern, initiiert vom Förderverein 48 Könige für Deutschland e.V. mit Sitz in Waren (Müritz). Das Projekt verbindet musikalische Ausbildung mit Persönlichkeitsentwicklung und sozialem Engagement.

Pressekontakt:
Förderverein 48 Könige für Deutschland e.V.

foerderverein@48koenige.de

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Heute ist sie mit ihrem Projekt „48 Könige“ deutschlandweit bekannt – einer bildgewaltigen und tiefgreifenden Initiative, bei der Jugendliche mit Biografien abseits der Norm auf der Bühne stehen, lernen, performen und Veränderung leben. Ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren Praxis in sozialen Brennpunkten kombiniert sie mit einem mitreißenden Bühnenauftritt, messerscharfer Analyse und emotionaler Tiefe.

Sandra Weckert ist Rednerin, Mentorin und Visionärin mit Haltung – authentisch, unangepasst, leidenschaftlich. Sie spricht dort, wo Wandel notwendig ist: in Unternehmen, Schulen, Ministerien und auf großen Bühnen. Ihr Thema: Wie wir Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und ihr Commitment durch echte Chancen gewinnen.

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Standing Ovations für junge Musiker: „48 Könige für Deutschland“ begeistert Publikum

Mit Standing Ovations, begeisterten Besuchern und einem bis auf den letzten Platz gefüllten Neuen Markt endete das Abschlusskonzert des Musik- und Kreativworkshops „48 Könige für Deutschland“.

BildJugendliche aus Malchin und Waren erarbeiten in nur fünf Tagen ein komplettes Konzertprogramm und zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn junge Menschen Vertrauen, Förderung und Verantwortung erhalten.

Waren (Müritz), 20. Juni 2026

Mit Standing Ovations, begeisterten Besuchern und einem bis auf den letzten Platz gefüllten Neuen Markt endete am Samstagabend das Abschlusskonzert des Musik- und Kreativworkshops „48 Könige für Deutschland“.

Innerhalb von nur fünf Tagen hatten Jugendliche aus Malchin und Waren gemeinsam ein Konzertprogramm mit zehn Musikstücken erarbeitet. Was zunächst als Sommerworkshop begann, entwickelte sich zu einem beeindruckenden Beispiel dafür, welches Potenzial in jungen Menschen steckt, wenn sie ernst genommen und gefördert werden.

Auf der Bühne standen nicht nur Musikerinnen und Musiker. Zu erleben waren junge Menschen, die Verantwortung übernommen, sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam etwas geschaffen haben, auf das sie stolz sein können.

„Viele dieser Jugendlichen kannten sich vorher nicht. Nach fünf Tagen waren sie eine Band, ein Team und eine Gemeinschaft“, sagt Projektleiterin Sandra Weckert.

Besonders bemerkenswert war die Unterstützung aus der Region. Eltern halfen beim Transport der Instrumente, Unternehmen unterstützten das Projekt finanziell und zahlreiche Ehrenamtliche sorgten dafür, dass der Workshop überhaupt stattfinden konnte.

Auch die Jugendlichen selbst brachten eigene Ideen ein. So entstanden spontan gestaltete T-Shirts mit dem Logo der Initiative und individuell entworfenen Motiven der jeweiligen Instrumentalisten.

Für Sandra Weckert zeigt das Projekt vor allem eines:

„Bildung entsteht nicht nur im Klassenzimmer. Sie entsteht überall dort, wo junge Menschen erleben, dass sie etwas können, gebraucht werden und gemeinsam erfolgreich sein können.“

Der Workshop wurde von den Jugendlichen selbst mitgestaltet und verband Musik, Kreativität, Teamarbeit und persönliche Entwicklung.

Die Organisatoren danken insbesondere der Stadt Waren (Müritz), dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, den unterstützenden Unternehmen, dem CJD Nord, insbesondere der Produktionsschule, den Eltern sowie allen Helferinnen und Helfern, die dieses Projekt ermöglicht haben.

Nach dem erfolgreichen Abschluss in Waren laufen bereits die Vorbereitungen für den nächsten Workshop in Malchin vom 5. bis 9. Juli 2026.

Weitere Informationen:
48 Könige für Deutschland e.V.

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