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Klimawandel und Karriere: Wie bereiten wir uns auf die Arbeitswelt von morgen vor?

Der Job läuft. Noch? Auf welche Fähigkeiten es in Zukunft ankommt, darüber sprach Melissa Vasi, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW).

BildKaunas, Litauen, 19. März – Der Job läuft. Noch? Viele Berufstätige kennen diese Unsicherheit. Werden die eigenen Fähigkeiten langfristig gebraucht? Oder ist jetzt der Moment, eine neue Richtung einzuschlagen? Während viele noch grübeln, dreht sich die Arbeitswelt weiter. Was wir in Zukunft wirklich können müssen, darüber sprach Melissa Vasi, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW), auf der internationalen Konferenz „SUSTAINABILITY DIRECTIONS“.

EINE ARBEITSWELT IM UMBRUCH – UND MITTENDRIN NEUE CHANCEN
Auf der internationalen Online-Nachhaltigkeitskonferenz „SUSTAINABILITY DIRECTIONS“ der Kolping Higher Education Institution diskutierten Forschende, Unternehmen und Politik darüber, wie sich Wirtschaft und Gesellschaft neu ausrichten. Ein zentrales Thema: die Energiewende als Auslöser für Veränderungen. Auch der litauische Vizeminister für Bildung, Wissenschaft und Sport, Jonas Petkevicius, nahm an der Konferenz teil und betonte die Relevanz der Ergebnisse, die Melissa Vasi vorstellte.

Die Zahlen zeigen, wie dynamisch sich der Markt entwickelt: 89 Länder verfolgen bereits umfassende Ziele für erneuerbare Energien. Gleichzeitig wächst die globale Kapazität jährlich um rund 18 Prozent. Investitionen erreichen ein Volumen von 728 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet: Neue Jobs entstehen. Und damit neue Anforderungen.

WARUM KLASSISCHE KARRIEREWEGE NICHT MEHR AUSREICHEN
Die Energiewende gilt oft als technisches Problem. Doch so einfach ist es nicht. Melissa Vasis Forschung zeigt: Fortschritt ist komplexer. Und nicht immer gerecht.

„Der zentrale Gedanke meines Vortrags ist, dass erneuerbare Energien zwar notwendig, aber nicht automatisch sozial gerecht sind. Entscheidend ist, wie wir sie gestalten – und ob es gelingt, unterschiedliche Akteure in Innovationsprozesse einzubinden.“

Hier setzt ihr Forschungsschwerpunkt an: Open Social Innovation. Der Ansatz beschreibt, wie Unternehmen, Gesellschaft und Politik gemeinsam Lösungen entwickeln. Im Vortrag zeigte sie eine Methode aus der Praxis, bei der drei Fähigkeiten zentral sind: Herausforderungen früh erkennen (Sensing), Chancen gemeinsam nutzen (Seizing) und Lösungen langfristig verankern (Transforming). Diese Fähigkeiten tragen dazu bei, die Energiewende erfolgreich und inklusiv umzusetzen. Für die Arbeitswelt heißt das: Fachwissen allein reicht nicht mehr.

DIESE KOMPETENZEN WERDEN WIRKLICH GEBRAUCHT
Wer in der Arbeitswelt bestehen will, muss mit anderen zusammenarbeiten können. Unternehmen suchen Menschen, die Zusammenhänge verstehen, unterschiedliche Interessen verbinden und Lösungen voranbringen. Die Ergebnisse des Vortrags zeigen klar, worauf es künftig ankommt:

* Marktverständnis: Veränderungen früh erkennen
* Zusammenarbeit: Lösungen gemeinsam entwickeln
* Systemdenken: Zusammenhänge verstehen
* Umsetzungskraft: Ideen umsetzen
* Verantwortung: langfristig denken

STUDIUM ALS STRATEGISCHE ENTSCHEIDUNG
Diese Kompetenzen lassen sich lernen. Melissa Vasi verbindet in ihrer Lehre an der Deutschen Hochschule aktuelle Forschung mit konkreten Fragestellungen aus Unternehmen und Gesellschaft. Ihre Inhalte orientieren sich an dem, was in der Arbeitswelt wirklich gebraucht wird. Studierende lernen, Probleme im System zu verstehen und Lösungen zu entwickeln, die wirtschaftlich und gesellschaftlich wirken:

„In meiner Lehre an der DHAW greife ich genau das auf, indem ich Studierende dafür sensibilisiere, wirtschaftliche Lösungen immer auch im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zu denken.“

Ein Studium wird so zum strategischen Vorteil. Nicht als Unterbrechung des Berufs, sondern als Weiterentwicklung des eigenen Wissens parallel zum Job.

ENTSCHEIDUNGEN VON HEUTE BESTIMMEN DIE OPTIONEN VON MORGEN
Zurück zur Ausgangsfrage: Reicht unser Können langfristig? Die Entwicklung der Energiewirtschaft zeigt: Die Arbeitswelt wird komplexer. Gezielte Weiterbildung entscheidet darüber, wer Schritt hält und wer zurückbleibt. Gefragt sind Menschen, die Zusammenhänge verstehen – nicht nur das Tagesgeschäft.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW)
Frau Marit Bolduan
Jägerallee 26
14469 Potsdam
Deutschland

fon ..: 03317699137
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email : m.bolduan@deutschehochschule.de

Die Deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW) ist eine moderne Hochschule mit klarer Vision. Wir möchten erstklassiges Fachwissen lehren, das durch Qualität, Praxisnähe und Aktualität überzeugt. Unser Anspruch ist es, Studierenden das theoretische und praktische Rüstzeug für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang mitzugeben. Alumni unserer Hochschule sollen dadurch am Arbeitsmarkt als begehrte Fachkräfte gelten.

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CHE-Hochschulranking 2024: Informatik der Hochschule Reutlingen bundesweit Top!

Bachelorstudiengänge der Fakultät Informatik in 94 % der Bewertungen über den Bundesdurchschnitt aller anderen Hochschulen.

BildDas Informatikstudium an der Hochschule Reutlingen zählt zu den besten im Land. Das zeigt einmal mehr das aktuelle Hochschulranking des CHE. Bei der Bewertung durch das CHE rangieren die Informatik in 94% der Kategorien über dem Vergleichswert aller Hochschulen bundesweit. Bewertet wurden im CHE-Ranking für den Fachbereich Informatik die beiden Bachelorstudiengänge Medien- und Kommunikationsinformatik sowie Medizinisch-Technische Informatik.

Das neue CHE-Hochschulranking legt in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Unterstützungsangebote der Hochschulen zum Studienstart. Die Ergebnisse zeigen dabei deutlich, dass die Fakultät Informatik der Hochschule Reutlingen in der Spitzengruppe liegt. Ein wichtiges Signal für alle Studienbewerberinnen und -bewerber: An der Hochschule Reutlingen gibt es die besten Bedingungen für einen erfolgreichen Studienstart.

Insbesondere die Kategorien zur allgemeinen Studiensituation, der Studienorganisation sowie der Betreuung und Unterstützung im Studium sind sehr gut bewertet. Diese Aspekte spielen eine entscheidende Rolle für einen erfolgreichen Start ins Studium. Weitere Spitzenbewertungen finden sich in den Kategorien „Kontakt zur Berufspraxis“ und die „Praxisorientierung in der Lehre“. Punkte, die deutlich machen, dass das Informatikstudium an der Hochschule Reutlingen sich sehr gut an den Herausforderungen im späteren Berufsleben orientiert. Absolventinnen und Absolventen haben dadurch ausgezeichnete Berufsaussichten.

Ausgesprochen erfreut über die sehr guten Bewertungen sind die Professorinnen und Professoren der Informatikstudiengänge, die mit ihrem täglichen Einsatz die Lern- und Lehrkonzepte in die Praxis umsetzen. Prof. Dr. Oliver Burgert, Dekan der Fakultät: „Dass wir in insgesamt 14 von 15 Bewertungskriterien teilweise deutlich besser abschneiden als der Durchschnitt aller Hochschulen, freut uns sehr. Es zeigt, dass wir mit unserem Studienangebot in den beiden bewerteten Bachelorstudiengängen ein überzeugendes Gesamtkonzept für eine erfolgreiche Ausbildung bieten.“

An der Hochschule Reutlingen gibt es bereits vor Semesterbeginn Vorkurswochen mit fachspezifischen Vorbereitungskursen in den Grundlagenfächern Mathematik, Physik, Informatik und Chemie. Darüber hinaus erwartet die Erstsemester viele weitere Angeboten zum optimalen Studieneinstieg. In der Startwoche der Fakultät Informatik finden zudem weitere fachspezifische Kurse durch studentische Tutorinnen und Tutoren statt. Semesterbegleitend stehen den Studierenden offene Lernwerkstätten in den Grundlagenfächern zur Verfügung.

Prof. Dr. Arjan Kozica, Vizepräsident Lehre zeigt sich erfreut über die erneut herausragenden Ergebnisse: „Die gute Bewertung unserer Unterstützungsangebote zum Studienanfang bestärken uns in unserer Arbeit. Damit legen wir einen starken und wichtigen Grundstein für einen erfolgreichen Start ins Studium. Etwa 55% der Studienanfängerinnen und Studienanfänger nehmen bereits an unseren Vorkurswochen in den Grundlagenfächern teil.“

Am Samstag, den 4. Mai können sich Studierendeninteressierte beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild von den Studienangeboten der Hochschule Reutlingen machen.

Über das CHE Hochschulranking:

Das CHE Hochschulranking, das exklusiv im ZEIT Studienführer und auf HeyStudium von ZEIT ONLINE erscheint, ist mit rund 120.000 befragten Studierenden seit mehr als 25 Jahren der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Das Ranking umfasst Beurteilungen von Studierenden zu den Studienbedingungen an ihrer Hochschule sowie Fakten zu Studium, Lehre und Forschung für mehr als 10.000 Studiengänge an deutschen Hochschulen. Im Rahmen des CHE Hochschulrankings 2024/25 werden folgende Fächer untersucht: Biochemie, Biologie/Biowissenschaften, Chemie, Geografie, Geowissen­schaften, Informatik, Mathematik, Medizin, Pflegewissenschaft, Pharmazie, Physik, Politikwis­senschaft/Sozialwissenschaften, Soziologie/Sozialwissenschaften, Sport/ Sportwissenschaft, Zahnmedizin und sonstige Natur-/Gesundheits-/Agrarwissenschaften.

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LIT Career der Hochschule Reutlingen überzeugt Studierende und Aussteller

Fast 60 Aussteller bei der Karrieremesse der Fakultäten Life Science, Informatik und Technik

Bild„Wir haben voll viele hilfreiche Informationen bekommen. Speziell haben wir nach Informationen für Werksstudenten gesucht und die Leute an den Ständen haben uns dann viel erklärt, etwa womit sie sich genau befassen und wie es möglich ist. Einfach toll,“, so das Fazit von Sabine Lau und Youna Salman. Beide Studentinnen studieren Wirtschaftsingenieurwesen an der Fakultät Technik. So wie die beiden Frauen beurteilten am Mittwoch die meisten Studierenden die LIT Karrieremesse der Fakultäten Life Science, Informatik und Technik. So fand etwa Jonas Maier, er studiert Medien- und Kommunikationsinformatik, dass sehr viele Unternehmen da waren und mit den Informationen auch direkt auf einen zugekommen sein.

Insgesamt waren zum LIT Career Day 59 Unternehmen, darunter regionale und überregionale Unternehmen an die Hochschule bekommen und informierten einen Tag lang an ihren Ständen die Studierenden über ihre Jobangebote, Praktika oder die Möglichkeit einer Zusammenarbeit etwa bei der Bachelor- und Masterarbeit.

Ein überwiegend positives Fazit zogen auch die Aussteller, die junge Menschen für ihr Unternehmen gewinnen wollten. „Es war super. Die Anzahl der Besucher, die vielen unterschiedlichen Fachbereiche die vorbei kamen, die z. B. ein Praktikum machen wollen. Es gab ziemlich breit gefächerte Anfragen. Wunderbar“, so Andreas Hess, von der Würth Group. Ähnlich auch das Urteil Thomas Roeder, Director Talent Acquisition bei der Münchener Firma Silver Atena. „Wir sind hier nicht zum ersten Mal. Es hat sich wieder gelohnt. Wir haben tolle Gespräche geführt und wir werden im nächsten Jahr sicher wieder mit dabei sein.“ Als Erfolg verbuchte auch das Universitätsklinikum Tübingen seine Teilnahme an der LIT Career. „Wir suchen allgemein alles was mit IT zu tun hat und bieten Praxissemester, suchen nach wissenschaftlichen Hilfskräften und können auch bei Bachelor- und Masterarbeiten unterstützen. Die Messe war für uns erfolgreich und sie ist wie jedes Jahr klasse und gut organisiert.“

Ein Lob, das der Organisator der Messe Thomas Rehmet, Leiter des Center for Entrepreneurship der Hochschule gerne hört und dann auch gleich weitergibt. „Ohne die Unterstützung des ganzen Teams, zu dem auch rund 60 Studierende gehören, wäre es gar nicht möglich gewesen, diese Messe zu stemmen. Mein Dank gilt daher vor allem jeden Studierenden der sich hier ehrenamtlich engagiert haben.“

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10 Jahre Herman Hollerith Zentrum – eine Erfolgsgeschichte

Vor 10 Jahren startete das Herman Hollerith Zentrum in Böblingen. Heute ist das Lehr- und Forschungszentrum der Hochschule Reutlingen ein anerkannter Hochschulstandort.

BildMit 19 Studierenden startete vor 10 Jahren das Herman Hollerith Zentrum in Böblingen. 10 Jahre später ist aus dem anfangs kleinen Studienstandort der Hochschule Reutlingen ein weit über die Grenzen Böblingens anerkannter Hochschulstandort geworden – mit rund 300 Studierenden, neun Professoren und einem starken Promotions- und Forschungszweig. Einmalig dabei die kommunale Finanzierung durch Stadt und Landkreis Böblingen, dessen Landrat 2008 die Idee zu dem Hochschulstandort hatte. Am Freitag feierte das Herman Hollerith Zentrums nun mit 150 Gästen sein 10 -jähriges Bestehen. Mit dabei Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Absolventen der Studiengänge und auch Vertreterinnen und Vertreter der Partnerfirmen, die das HHZ seit Jahren unterstützen.

Begrüßt wurden die Gäste von Prof. Dr. Hendrik Brumme, Präsident der Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Oliver Burgert (Dekan der Fakultät Informatik) und dem Leiter des Herman Hollerith Zentrums, Prof. Dr. Alexander Rossmann, der in seiner kurzen Begrüßungsansprache auf die Erfolgsgeschichte des HHZ einging. Das Lehr- und Forschungszentrum, so Rossmann, sei in den vergangenen 10 Jahren zu einem hoch anerkannten Wissenschaftsstandort geworden. Inzwischen besuchen knapp 300 Studierende einen Bachelor- und Masterstudiengang am Herman Hollerith Zentrum. Alle Studiengänge seien damit voll belegt.

Grund für die hohe Auslastung der Studiengänge sei auch das Konzept der Studiengänge am HHZ, die auf eine enge Verzahnung zwischen Theorie und den Partnerunternehmen setzen und die Fokussierung auf das Zukunftsthema Digital Business sowie die starke Forschungsanbindung. Hier habe sich das HHZ inzwischen einen Namen gemacht, so Rossmann weiter. Neben dem Promotionskolleg gebe es am HHZ zahlreiche Forschungsgruppen und Projekte. „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in den letzten 10 Jahren mehr als 8 Mio. EUR Drittmittel aus Land, Bund und EU für Projekte am Standort Böblingen eingeworben. Darüber hinaus sind mehrere hundert Publikationen auf wissenschaftlichen Konferenzen und in entsprechenden Journalen/Publikationen entstanden. Das ist Ausdruck der großen Forschungskraft und Innovationsleidenschaft der Kolleginnen und Kollegen am HHZ“, so Alexander Rossmann

Ähnlich auch die Einschätzung von Hochschulpräsident Prof. Dr. Brumme. Das HHZ sei nicht nur aktuell sehr gut in Forschung und Lehre, so Brumme, sondern habe auch ein großes Entwicklungspotential. Aus diesem Grund habe man erst im letzten Jahr mit dem Landkreis und der Stadt Böblingen einen Erweiterungsvertrag für das Herman Hollerith Zentrum unterzeichnet. „Ich freue mich sehr über das 10-jährige Jubiläum des Herman Hollerith Zentrums, zumal ich dessen Entwicklung seitens der Hochschule von Anfang an begleitet habe. Heute ist das HHZ nicht mehr aus der Bildungslandschaft wegzudenken. In Zeiten des Fachkräftemangels sind solche Erfolgsgeschichten meiner Meinung nach auch wichtiger denn je.“

Auf die wichtige Rolle des Herman Hollerith Zentrum für die Fakultät Informatik, zu der das HHZ gehört, ging der Dekan der Fakultät ein. Die beiden Standorte Reutlingen und Böblingen ständen nicht in Konkurrenz zueinander. Vielmehr ergäben sich zahlreiche Synergien, gerade in der Forschung und viele Kollegen seien daher auch an beiden Standorten tätig. „Das HHZ ergänzt uns räumlich indem es für Studierende aus dem Raum Böblingen Studienmöglichkeiten in Wohnortnähe schafft, inhaltlich durch einen starken Fokus auf Transfer und Wirtschaftsnähe, und es wirkt auch in die Gesellschaft hinein indem es Themen der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz zum Beispiel in Barcamps und anderen Veranstaltungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht“.

Ebenfalls auf der 10 Jahres Feier mit dabei waren die Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Landkreis Böblingen, die das HHZ maßgeblich finanzieren. So betont Landrat Roland Bernhard: „Das HHZ ist ein wichtiger Mosaikstein, die Digitalisierung im Landkreis vorwärts zu bringen. Schon bei meinem Amtsantritt 2008 war das strategische Ziel, einen Hochschulstandort im Landkreis zu etablieren. Das war mutig und Skeptiker haben befürchtet, dass das HHZ vorzeitig in die Knie gehen könnte. Aber das Gegenteil ist eingetreten. Ich gratuliere dem HHZ herzlich zum 10-jährigen Bestehen. Aus dem zarten Pflänzchen ist ein starker Baum geworden, der dauerhaft wächst und gedeiht. Mittelfristiges Ziel sind 500+ Studierende. Das investierte Geld ist eine Zukunftsinvestition und Wirtschaftsförderung pur, da die Studierenden auch die hiesigen Unternehmen unterstützen“.

Ähnlich auch die Bewertung vom Oberbürgermeister der Stadt Böblingen, Dr. Stefan Belz, der das HHZ als eine „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete. Böblingen habe sich auch durch das HHZ weiter zu einem substantiellem IT-Hochschulstandort entwickeln können, so Belz. „IT und Digitalisierung sind bereits stark in der Stadt verwurzelt und sollen auch in Zukunft ein starker Pfeiler unseres Wirtschaftsstandorts sein. Wir werden daher gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen und dem Landkreis Böblingen das Ziel ,HHZ 500plus‘ angehen – also das HHZ mit Angeboten für mehr als 500 Studierende auszubauen.“

Eine kurze Video Grußbotschaft sendete bei der 10 Jahres Feier die baden-württembergische Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Thekla Walker. Sie bedauerte, dass sie aufgrund einer Auslandsreise nicht am Jubiläum teilnehmen könne. Das HZZ, so Thekla Walker, sei eine erfolgreiche und sehr gute Einrichtung, die sie bisher und auch in Zukunft gerne weiter unterstützen werde.

Auf die Bedeutung und die sehr gute Zusammenarbeit des Herman Hollerith Zentrums mit den zahlreichen Partnerfirmen ging anschließend in seiner Festrede Dr. Ralf Hofmann, CEO MHP – A Porsche Company, ein. Von dieser engen Verzahnung zwischen Lehre, Forschung und Unternehmen profitierten am Ende alles drei Bereiche, so Hofmann: „Für die Wirtschaft in Deutschland sind IT-Fachkräfte von zentraler Bedeutung. Davon haben wir bekanntermaßen heute viel zu Wenige. Das HHZ ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten im Bereich der IT-Ausbildung – und davon bräuchte es eigentlich noch viel mehr“.

Dass das Studium am Herman Hollerith Zentrum eine ausgesprochen gute Basis für die weitere berufliche Karriere ist, zeigte sich am Ende auch noch in den Grußworten von Neslihan Özal, die selbst am HHZ studiert hat und heute eine Führungsposition beim Unternehmen CGI innehat. Bemerkt sei dabei, so Özal, der hohe Anteil weiblicher Studierender am HHZ von knapp 50% – ebenfalls ein Benchmark für IT-Ausbildung in Deutschland. Schließlich lobte Özal, auch im Namen der Studierenden, sowohl die ausgesprochen gute fachliche Ausbildung als auch den sehr freundschaftlichen und offenen Umgang miteinander am HHZ.

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Medien

Master Studierende der Hochschule Reutlingen entwickeln digitale Inbox für Patentanwälte

Softwareunternehmen noventive will Erkenntnisse für die Entwicklung nutzen / Studierende des Projekts der Wirtschaftsinformatik begeistert: „Masterprojekt war die größte Lernkurve meines Studiums.“

BildPraxisnah, an den digitalen Herausforderungen und Ansprüchen der Unternehmen orientiert, dazu noch kreativ und zukunftsorientiert. So wünschen sich viele Studierende ihr Studium, damit sie später fit für den Job oder auch die Forschung sind. An der Fakultät Informatik der Hochschule Reutlingen werden diese Wünsche im Studium ernst genommen und auch praktisch umgesetzt. In der Wirtschaftsinformatik etwa gibt es spezielle Masterprojekte, die sich mit den Herausforderungen in der realen Unternehmenswelt befassen, wie etwa Samil Gencaslan, Dominik Stach, Dion Hoxha und Fabienne Bammert. Die vier Master Studierenden der Wirtschaftsinformatik entwickelten in Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen noventive eine Digital Inbox mit der nicht nur die eingehenden digitalen Dokumente automatisch den jeweiligen Fällen zugeordnet werden, sondern auch die normale Briefpost digital archiviert wird.

Ein Prozess der in Patentanwaltskanzleien bisher oft manuell durchgeführt wird. Eingehende Briefe und Dokumente werden entweder in normalen Ordnern abgelegt oder gescannt und dann in einen von den Mitarbeitern gewählten digitalen Ordner abgelegt. Gleiches gilt für den Schriftverkehr und die Dokumente die per Mail oder auf einem anderen digitalen Weg die Patentanwaltskanzlei erreichen. Auch sie müssen manuell in den entsprechenden Ordnern abgelegt werden.

Um diesen manuellen Prozess zu vereinfachen und komplett zu digitalisieren, entwickelten die vier WI-Masterstudierenden in ihrem Masterprojekt in Zusammenarbeit mit dem Softwareanbieter noventive eine spezielle digitale Inbox. Sie analysiert die digital eingehenden Dokumente und Briefe etwa nach Kennziffern, Bearbeitungsnummer oder Namen. Die von den Studierenden entwickelten Software der digitalen Inbox sortiert sie dann in die entsprechenden digitalen Ordner der jeweiligen Fälle. Die implementierte Optical Character Recognition analysiert dabei auch schreibgeschützte Dokumente.

Doch das Ganze klingt einfacher als es ist, so Dion Hoxha vom Projektteam. „Das Problem ist, dass es bei der Patentierung oft unterschiedliche Vorgänge mit wechselnden Bearbeitungsnummern gibt oder sich die Ansprechpartner ändern. Dann reicht eine reine Analyse der Bearbeitungsnummer oder Namen nicht mehr aus. Man braucht dann so etwas wie eine künstliche Intelligenz, die den Text inhaltlich analysiert und aus dem Zusammenhang verschiedener Faktoren erkennt, zu welchem Patent das Dokument gehört.“

Um dieses umzusetzen griffen die Studierenden für ihre Software auf den Google BERT Algorithmus und passten diesen auf ihren Anwendungsfall an. Dafür erhielten die Studierenden von der Softwarefirma drei Aktenordner mit realen Fällen aus der Patentanmeldung und weiteres Material um den Algorithmus zu optimieren. Am Ende konnte die Software der digitalen Inbox 90 Prozent aller Dokumente zweifelfrei einem Patentantrag zuordnen.

Auch wenn es sich bei der Arbeit der Studierenden um eine Machbarkeitsstudie handelt, landen die Ergebnisse nicht im Papierkorb, so Maximilian Kolb von dem Softwareunternehmen noventive. „Wir haben die Ergebnisse aus dem Projekt genutzt, um das Konzept und den Funktionsumfang mit Testkunden zu erproben und zu validieren und konnten daraus die Basis für die digitale Inbox festlegen, die wir jetzt mit einem Team umsetzen. Dafür sind wir auf der Suche nach motivierten Softwareentwicklern (insb. Java, Python und Angular), die Lust darauf haben mit uns eine komplette Branche zu digitalisieren. „

Dass das Unternehmen die von den Studierenden entwickelte Software weiter nutzen will, freut auch die Studierenden des Projekts, wie Fabienne Bammert die mit den anderen drei Studenten ein ganzes Jahr an der Inbox geforscht hat. „Es ist schon ein Unterschied ob man Ideen für ein echtes reales Projekt entwickelt oder ob man nur etwas an der Hochschule quasi theoretisch entwickelt das dann ungenutzt bleibt. Etwas Reales zu entwickeln macht einfach mehr Sinn und motiviert deutlich mehr.“

Einschätzungen die Prof. Dr. Martin Schmollinger vom Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik gerne hört. Er betreute das Projekt der Studierenden. Gerade die Praxisanwendung ist ihm besonders wichtig und so knüpft er Kontakte zu ehemaligen Studierenden mit denen er dann zusammenarbeitet. Maximilian Kolb etwa hat selbst an der Fakultät Informatik den Studiengang Wirtschaftsinformatik studiert und war daher gerne bereit, ein Projekt mit Studierenden umzusetzen. „Das hat mir auch selbst Spaß gemacht, wieder mit der Wirtschaftsinformatik und Herrn Schmollinger zusammen zu arbeiten. Das Studenten-Team hat zudem aus meiner Sicht eine außerordentlich gute Arbeit abgeliefert. Sie haben sich nicht nur schnell in die komplett unbekannte fachliche Domäne eingearbeitet, sondern mussten sich während dem Projekt auch diverse neue technische Skills aneignen (ML-Algorithmen, Webservice Entwicklung, CI/CD, etc.).“

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